Bahn-Impressionen — Neubau des Bahnhofs Papestraße (Südkreuz) khd
Stand:  26.7.2006   (24. Ed.)  –  File: Bahn/Ex/Bhf_Papestr_(Suedkreuz).html


Deutsche Bahn Diese Fotostrecke ist Teil eines Bahn-Reports. Im Rahmen der Realisierung des neuen Fernbahnknotens Berlin baute die Deutsche Bahn (DB) ab Anfang Oktober 2003 an der General- Papestraße am S-Bahn- Südring einen neuen Kreuzungs- Bahnhof für S-Bahn, Regionalbahn und ICE-gerecht für die Fernbahn.

Einige Stationen dieses Neubaus wurden von mir im digitalen Bild festgehalten und werden an dieser Stelle um Internet dokumentiert. Zur Orientierung empfiehlt es sich, zunächst das Luftbild des Bahnhof- Neubaus vom Sommer 2005 zu betrachten.

Alle Fotos unterliegen bei kommerzieller Verwertung dem Copyright. Bei mit "bahn" gekennzeichneten Fotos liegt dieses bei der Deutschen Bahn AG, ansonsten bei: © khd — 2003–2006. All rights reserved.


I n h a l t :

Im Dezember 2003


Altes Bahnhofsgebäude Papestraße im Dezember 2003
^   In der Mitte das alte Bahnhofsgebäude Papestraße, mit dessen Abriß gerade begonnen wurde. Oben fährt die Ringbahn in Richtung Tempelhof derzeit auf der Fernbahntrasse zum provisorischen Bahnsteig.   (Foto: 23.12.2003 – khd-193)

Altes Bahnhofsgebäude Papestraße im Dezember 2003
^   Das alte Bahnhofsgebäude Papestraße vom Vorort-Bahnsteig aus gesehen. Links im Bild der Zugang zur Fußgänger- Unterführung zum Vorort-Bahnsteig.   (Foto: 23.12.2003 – khd-190)


Nordblick vom Vorort-Bahnsteig Papestraße
^   Blick vom provisorischen Vorort-Bahnsteig des Bahnhofs Papestraße in Richtung Norden (Yorckstraße). Noch ist hier nicht viel vom neuen Bahnhof zu sehen. Links werden die ersten Pfeiler gegossen, auf denen einst die große Ringbahn-Halle ruhen wird. Die neue Betonbrücke ist die zweigleisige Fernbahntrasse des Berliner Innenrings, auf der während der Bauzeit die Ring-S-Bahn fährt. Links geht es hier zum S-Bahnhof Schöneberg.   (Foto: 23.12.2003 – khd-192)


Die S 25 fährt in Richtung Yorckstraße
^   Die aus Lichterfelde-Süd kommende S 25 fährt aus dem Bahnhof Papestraße in Richtung Bahnhof Yorckstraße unter der Ringbahn hindurch. Die eigentliche Ringbahn-Trasse für die S-Bahn muß noch als Brückenkonstruktion mit Ringbahn-Halle hinter der Betonbrücke gebaut werden.   (Foto: 23.12.2003 – khd-194)


Südliches Baufeld des neuen Bahnhofs Papestraße (Südkreuz)
^   Südliches Baufeld des neuen Bahnhofs Papestraße. Hier wachsen die mächtigen Stützpfeiler heran. Im hinteren Bereich wird einmal der untere S-Bahnsteig für die Linien S 2 und S 25 liegen.   (Foto: 23.12.2003 – khd-191)


Baustelle Bahnhof Papestraße im Dezember 2003
^   Blick im Dezember 2003 vom Ende des provisorischen Vorort-Bahnsteigs der S-Bahn auf die große Baustelle des neuen Bahnhofs Papestraße (Südkreuz). Oben fährt derzeit die Ringbahn auf der bereits neugebauten Beton-Brücke, auf der später einmal Fern- und Güterbahn auf dem Berliner Innenring fahren werden.   (Foto: 23.12.2003 – 12.18 Uhr – khd-189)

S 25 nach Lichterfelde-Süd im Bahnhof Papestraße
^   Die S 25 nach Lichterfelde-Süd am provosorischen Vorort-Bahnsteig. Es ist ein Zug der Baureihe BR 481 in der wenig attraktiven Lackierung Beige plus wenig Rot.   (Foto: 23.12.2003 – khd-196)


Im September 2004


In den Monaten seit Dezember 2003, wo die vorangehenden Fotos entstanden sind, waren die Bauleute der Bahn sehr fleißig. In Rekordzeit zogen sie an der westlichen Seite des Baufeldes den Rohbau des endgültigen Vorort- Bahnsteigs für die S-Bahnen (Linie S 2 und S 25) hoch.

Damit die Fahrgäste diesen Bahnsteig überhaupt erreichen konnte, wurde neben der Ringbahn- Betonbrücke ein provisorischer Stahlübergang mit sehr steilen Treppen gebaut. Danach konnte dann der bis dahin existierende provisorische Vorort- Bahnsteig abgerissen werden, um an dieser Stelle mit dem Bau der langen Regional- und Fernbahnsteige beginnen zu können.


Provisorische Fußgänger-Brücke in Papestraße
^   Ein sehr langer beschwerlicher Fußweg war ab xxx in Papestraße beim Umsteigen angesagt. Über diese Brücke geht's vom neuen Vorort-Bahnsteig zur Ringbahn. Dazu mußte aber vor dem Haus an der Suadicanistraße (hinten) noch eine sehr steile Treppe erklommen werden, was für Gehbehinderte unmöglich war. Das alte Bahnhofsgebäude ist bereits verschwunden. Wo hier noch Sand liegt, werden ab Mai 2006 die ICEs nach Leipzig und München (hoffentlich!) halten.   (Foto: 16.9.2004 – khd-349)


Neue Fahrtrichtunsganzeige          
^   Die neue Fahrtrichtungsanzeige in Papestraße – total pixelfrei und daher gut lesbar!   (Foto: 16.9.2004 – khd-348)
DB: Wir setzen alle Hebel in Bewegung
^   DB-Promotion zum Baubeginn des neuen Bahnhofs Papestraße (Südkreuz).   (Foto: 8.10.2003 – khd-176)


Bau der Ringbahn-Halle Papestraße
^   Blick im September 2004 vom provisorischen Ringbahnsteig (Tempelhof-Richtung) in Richtung Schöneberg (Gasometer am Horizont) auf die im Bau befindliche Ringbahn-Halle (Mitte hinten). Die beiden S-Bahngleise verlaufen über die in den früheren Fotos abgebildete Betonbrücke. Rechts ist der alte Ringbahnhof Papestraße zu erkennen.   (Foto: 16.9.2004 – khd-342)


Südliche Baufeld Papestraße im September 2004
^   Blick vom Ringbahnsteig auf das südliche Baufeld des neuen Bahnhof Papestraße. Im Hintergrund liegt der bereits überdachte neue Vorort-Bahnsteig.   (Foto: 16.9.2004 – khd-343)


Blick ins südliche Baufeld des Bahnhof-Neubaus
^   Blick in das südliche Baufeld des Bahnhof-Neubaus an der General-Papestraße in Richtung Priesterweg. Die Stützpfeiler werden das Bahnhofsdach tragen, auf dem später durch einen Investor reichlich Autoabstellplätze gebaut werden sollen. Die Bahn hat dafür kein Geld mehr.   (Foto: 16.9.2004 – khd-346)


Gerüst für den Bau der Bodenplatte der Ringbahn-Halle
^   Im September 2004 wurde gerade das Gerüst zur Aufnahme der Verschalung für den Betonguß der Bodenplatte der großen, 47 m breiten Ringbahn-Halle gebaut. Blick vom neuen Vorort-S-Bahnsteig.   (Foto: 16.9.2004 – khd-347)



2005 — Die Ringbahn-Halle wird fertig


Baustelle S-Bhf. Papestraße
^   Die Ringbahn-Baustelle des S-Bahnhofs Papestraße. Im Hintergrund die große neue Ringbahn-Halle, in der seit dem 4.4.2005 die Züge der Ost-West- Ringbahn und seit dem 13.6.2005 auch die Gegenzüge aus Schöneberg kommend halten. Vom alten Ringbahnhof Papestraße ist noch ein kleiner Rest hinter dem roten Bagger zu sehen.   (Foto: 2005 – bahn)


Luftbild des Bahnhofs Papestraße im Bau
^   Der Bau des Bahnhofs Papestraße (Südkreuz) im Sommer 2005. Man erkennt: Der große architektonische Entwurf ist dieser Kreuzungsbahnhof nicht. Irgendwie erinnert der untere Fernbahnteil an ‚ICE im Bunker‘. Aber darauf sollen ja noch Parkhäuser gebaut werden. 1 = Südliches Baufeld, 2 = Nördliches Baufeld, 3 = Hier stand der alte Ringbahnhof Papestraße, 4 = Die Ringbahn- und Zugangs-Halle zu den unteren Fernbahnsteigen, 5 = Ringbahn Richtung S-Bahnhof Schöneberg, 6 = Ringbahn Richtung S-Bahnhof Tempelhof.   (Foto: 2005 – bahn)


Ringbahn-Halle des Bahnhofs Papestraße
^   Die neue lichtdurchflutete Ringbahn-Halle des Bahnhofs Papestraße (Südkreuz) im Sommer 2005. Sie ist am 4. April 2005 in Betrieb gegangen. Die Rolltreppen und der Fahrstuhl zum unteren S-Bahnsteig funktionieren nun. Diese Halle übernimmt später auch die Funktion der Bahnhofshalle für den Zugang zu den 3 Regional- und Fernbahnsteigen im Untergeschoß. Deshalb wurde sie mit 47 m sehr breit gebaut.   (Foto: 2005 – bahn)

Ringbahn-Halle des Bahnhofs Papestraße am Abend
^   Die abends gut ausgeleuchtete Ringbahn-Halle. Der Blick ist von der westlichen Einfahrt in Richtung Osten (Tempelhof) gerichtet. Links und rechts sind die mächtigen Stahlstützen zu erkennen, die das Dach der großen Halle tragen. In der Mitte: Die 4 Fahrstuhlhäuschen, die wie die Treppen und Rolltreppen zu den Bahnsteigen führen.   (Foto: 30.12.2005 – khd-980)

Ein Fuß der Dachstütze          
^   Ein Fuß der mächtigen Stahlstützen, die das Hallendach tragen. Dieser ruht auf einer Betonsäule. Ach, und dann liegt da noch der erste Schnee des kalten Winters 2005/06.   (Foto: 30.12.2005 – khd-979)
S-Bahnsteig in Richtung Teltow-Stadt
^   Im ‚Keller‘ des Bahnhofs gibt es bereits seit 2004 regen S-Bahnbetrieb. Beachtlich sind die pixelfreien Anzeigetafeln, denn die BVG hatte sich für die U-Bahn Murks bei Siemens gekauft.   (Foto: 30.12.2005 – khd-981)

Ausgang des Bahnhofs Papestraße
^   Aber es gibt auch Kritik: Die Rolltreppen und Fahrstühle (im Hintergrund) zum Ausgang des Bahnhofs Papestraße (Südkreuz) funktionieren Ende Dezember 2005 noch immer nicht, obwohl diese bereits quasi betriebsbereit sind. Sie sind abgesperrt. Es steht nur eine sehr steile Treppe zur Verfügung. Gehbehinderte Bahn- sowie auch IKEA-Kunden, die auf BVG-Busse umsteigen möchten, haben für diese enorme Trödelei der bauenden Bahn keinerlei Verständnis. Denn eine zügige Fertigstellung dieses Zugangs hätte mit höchster Priorität erfolgen müssen.   (Foto: 30.12.2005 – 17.02 Uhr – khd-977)


2006 — Der Fernbahnhof in Betrieb




(more to-be done).



ANHANG


Südkreuz verändert den Kiez

Schöneberg: Wohn- und Gewerbegebiete um den neuen Fernbahnhof werden ausgebaut / Pläne vorgestellt

Aus:
Berliner Morgenpost, 31. März 2006, Seite ?? (Bezirke) von ISABELL JÜRGENS. [Original]

BERLIN (BM). Fünf Gebiete im ehemaligen West-Teil der Stadt hat der Senat in das Programm "Stadtumbau West" aufgenommen. Eines davon ist das Gebiet rund um den neuen Fernbahnhof Südkreuz, der am 28. Mai in Betrieb gehen wird. 310.000 Euro hat der Senat zur Verfügung gestellt, um in einer ersten Analyse zu klären, welche Defizite das Gebiet hat und welche Maßnahmen geeignet sind, diese abzubauen. Im Rathaus Schöneberg wurden die Pläne am Mittwoch [29.3.2006] abend erläutert.

"Insgesamt wird das Entwicklungsgebiet am Südkreuz mit etwa 3 Millionen Euro gefördert", sagt Jochen Hucke von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Nach Berechnungen des mit den Umbau-Planungen beauftragten Büros Jahn, Mack und Partner wären 8 Millionen Euro nötig, um die Defizite im Planungsgebiet zwischen Sachsendamm im Süden und Yorckstraße im Norden in Standortvorteile zu verwandeln. Hucke: "Ich bin optimistisch, daß wir die fehlenden Mittel aus dem EU-Strukturfonds bekommen."

Das Planungsbüro schlägt zunächst die Schaffung eines zentralen Standortmanagements vor. Als sogenanntes Schlüsselprojekt soll dann die "Schöneberger Schleife" für Radler, Skater und Fußgänger entstehen. "Sie verbindet die Grünanlagen Hans-Baluschek-Park, Südgelände und Cheruskerpark mit dem Park Gleisdreieck und führt an interessanten Gebäuden vorbei", sagt Planerin Susanne Jahn. Auch Touristen sollen auf dieser Route bequem den Kiez und seine kulturellen Highlights erkunden können. Dazu zählen die denkmalgeschützte General-Pape-Kaserne, die zur Kulturkaserne werden soll und der alte Gasometer, das 80 Meter hohe stählerne Wahrzeichen der Gegend, in dessen Schatten sich Gastronomie und Entertainment ansiedeln sollen. Auch der nahezu vergessene Schwerbelastungskörper, den Hitlers Chef-Architekt Albert Speer einst an der Dudenstraße Ecke Loewenhardtdamm errichten ließ (um den Berliner Untergrund auf seine Tragfähigkeit zu prüfen), soll vom Gestrüpp befreit und wieder kenntlich werden.

Schließlich gilt es, durch den Bau der neuen Naumannstraße das Wohngebiet zu entlasten und das Gewerbegebiete besser zu entwickeln. Planerin Susanne Jahn: "Das Gebiet rund um den Bahnhof zeichnet sich durch seine zentrale Lage, seine gute Erreichbarkeit und preiswerte Mieten aus." Durch den neuen Bahnhof gebe es Umbaueffekte, die man mit geringen Mitteln weiterentwickeln könne. "Der Standort Südkreuz ist unterbewertet, es geht nun darum, für die Gegend ein Image zu entwickeln, sie zu einer Adresse zu machen."



Südkreuz noch nicht fertig, aber nutzbar

Der erste Fernbahnzug wird in Berlins zweitgrößtem Bahnhof am 28. Mai um 6.48 Uhr planmäßig halten.

Aus:
Berliner Morgenpost, 17. Mai 2006, Seite ?? (Bezirke) von ISABELL JÜRGENS. [Original]

      Plan Bhf. Südkreuz
^   Auch wenn der Bahnhof Südkreuz noch nicht so ganz fertig ist, könnte er zum absoluten Renner werden. Denn er ist bereits heute sehr gut an den Nahverkehr mit S 2, S 25, Ringbahn S 41 + S 42 sowie 5 BVG- Buslinien angebunden. Der Bus M 46, der vom abgehängten Bhf. Zoo kommt, könnte zudem bewirken, daß hier mehr Bahnkunden in die Züge steigen werden als der Bahn lieb ist.   (Repro: 5.2006 – khd/mopo)
TEMPELHOF-SCHÖNEBERG (BM). Noch wird mächtig viel Staub aufgewirbelt am neuen Fernbahnhof Südkreuz an der Grenze zwischen den Ortsteilen Schöneberg und Tempelhof. Bauarbeiter und Handwerker hämmern, bohren, schaufeln und sägen, was das Zeug hält. Denn der Tag der Inbetriebnahme von Berlins zweitgrößtem Bahnhof rückt unaufhaltsam näher.

In 10 Tagen, am 26. Mai um 17.45 Uhr wird der erste Fernzug einrollen – ein Sonderzug aus Leipzig, der nach kurzem Stop weiterfährt zu den Eröffnungsfeierlichkeiten im Hauptbahnhof. Der erste fahrplanmäßige Halt eines Fernzuges erfolgt am 28. Mai um 6.48 Uhr. Dann fährt der IC-2154 nach Düsseldorf an einem der drei Fernbahnsteige ein. Von den 3 Bahnsteigen werden übrigens nur A und C in Betrieb gehen – während Bahnsteig B darauf wartet, daß die Dresdener Bahn an den Bahnhof angebunden wird. "Die Diskussion um den Bau eines Tunnels in Lichtenrade, wie ihn Anwohnerinitiativen fordern, hat das Verfahren um Jahre verzögert", bedauert Michael Baufeld, Sprecher der DB-Projektbau.

"Nicht fertig, aber nutzbar." Auf diese knappe Formel bringt Baufeld angesichts dieser und weiterer Verzögerungen, die unter anderem durch die Pleite der Firma Walter Bau vor gut einem Jahr verursacht wurden, den Zustand des Fernbahnhofs Südkreuz. Nicht fertig ist der östliche Vorplatz an der General-Pape-Straße, der provisorisch gepflastert und mit einer Rollstuhl-Rampe versehen wird, damit die Reisenden nicht durch Sand und Dreck waten müssen. Nicht fertig sind die beiden Parkhäuser, in denen 2.700 Autos Platz haben sollten. Über eine Spindel gelangen die Autofahrer vom Sachsendamm aus zu 200 Stellplätzen auf einer Betonplatte über den Gleisen.

Fertig wird der westliche Vorplatz auf Schöneberger Seite, auf dem sich auch die Taxizufahrt und die Haltestellen diverser Buslinien befinden. Auch die "Kiss&Ride"-Schleife für den kurzen Pkw-Stop findet sich hier. Fertig werden bis zum 27. Mai auch die vermieteten Flächen in den Eingangshallen West (2.300 Quadratmeter) und Ost (2.100 qm). Dafür sorgt Irmgard Linßen. Die Bauleiterin ist zuständig für den Mieterausbau, koordiniert die Wünsche Einzelhändlern und Filialisten mit den Sicherheitsauflagen, die das Eisenbahnbundesamt für Bahnhöfe definiert. "Schließlich planen wir hier nicht auf der grünen Wiese", sagt die 32jährige. Zu den 26 Mietern des Bahnhofs zählt auch die Bundespolizei, die im längst abgerissenen S-Bahnhofgebäude ihr Domizil hatte. "Die heiße Bauphase der vergangenen 3 Jahre hat nicht nur Mietern und Anwohnern, sondern vor allem unseren S-Bahn-Kunden viel abverlangt", sagt Projekt-Sprecher Baufeld. Provisorische Bahnsteige, Umwege über die laute Baustelle, wochenlanger Pendelverkehr gehörten seit Dezember 2002 dazu, als der erste Behelfsbahnsteig für die Ringbahnzüge eingerichtet wurde.

Entsprechend öde und mitgenommen mutet das Umfeld des 115 Millionen Euro teuren Neubaus nun an. Wer aus der schönen neuen Bahnhofswelt aus Glas und Stahl den Vorplatz West betritt, findet dort nur Baubrachen und einen Recyclinghof der Berliner Stadtreinigung. "Wir waren eben die ersten am Standort", umreißt Baufeld die Situation. "Aber ich bin sicher, die anderen Investoren werden folgen." Schließlich bringt der Fernbahnhof Leben in die bislang wenig urbane Gegend. Baufeld: "Wir rechnen mit täglich 180.000 Fahrgäste, darunter 60.000 Umsteiger im Fernverkehr am Südkreuz."

Mehr zu diesem Thema:
[17.05.2006: Die neuen Buslinien am Südkreuz]  (BERLINER MORGENPOST)
[17.05.2006: Die Einweihungsfeier]  (BERLINER MORGENPOST)
[23.07.2006: Mängelliste für neuen Bahnhof Südkreuz]  (BERLINER MORGENPOST)



Eine fast lückenlose bildliche Darstellung des Forschritts beim Neubau des
Bahnhofs Papestraße (Südkreuz) gibt es auf der Homepage

»GeMa & MachMa« von Armin Meier, Berlin.
4.2.2004 (khd). Im einzelnen findet man dort eine Bild-Berichterstattung mit folgenden Fotostrecken:

  • 0 = Allgemeines.
  • 1 = 2002 – April 2004.
  • 2 = April 2004 – Ende 2004.
  • 3 = Anfang 2005 – März 2005.
  • 4 = April 2005 – Mitte April 2005.
  • 5 = Mitte April – Mitte Mai 2005.
  • 6 = Mitte Mai – Ende Mai 2005.
  • 7 = Ende Juni 2005.
  • 8 = Ende Juli 2005.
  • 9 = Anfang Oktober 2005.
  • 10 = Anfang Dezember 2005.
  • Sonderseite Weihnachten 2005.
  • 11 = Ende Januar 2006.


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