Nahrungsprobleme in den Medien – Teil 17 khd
Stand:  22.4.2008   (9. Ed.)  –  File: Food/in_M/edia_17.html




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Firma soll vergammelte Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet haben

Aus: AP-Meldung, 21. Januar 2008, 16.50 Uhr MEZ (Panorama). [
Original]

MAINZ (AP). Neue Gammelfleisch-Ermittlungen in Niedersachsen: Eine Firma im Kreis Vechta soll tonnenweise verschimmelte und vereiterte Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet haben. Der Betrieb sei am Sonntagabend [20.1.2008] durchsucht worden, berichtete das ARD-Magazin "Report Mainz", das am Montagabend [21.1.2008] ausgestrahlt werden soll. Demnach steht die Staatsanwaltschaft Oldenburg am Anfang der Ermittlungen.

Auslöser für die Ermittlungen waren dem Bericht zufolge die Aussagen von Arbeitern. Nach ihren Aussagen wurden in dem Betrieb seit März 2007 wöchentlich rund 4 Tonnen stark stinkende, verschimmelte und vereiterte Schweineköpfe für die Wurstproduktion zerlegt. Das Magazin zitierte einen Arbeiter mit den Worten: "Es war Eiter drin. Sie stanken ganz schlimm. Man konnte nicht daneben stehen und arbeiten. Ich habe mich auch übergeben."

Den Arbeitern zufolge mussten sie das Fleisch von den Köpfen lösen. Danach sei es mit genießbarem Fleisch gemischt, gefroren und an Wurstproduzenten in Deutschland, Rumänien und Russland verkauft worden. Um den Kontrollen der Veterinäre zu entgehen, sei das Gammelfleisch nur an den Wochenenden verarbeitet worden, hieß es in der Mitteilung des Magazins.

"Derzeitig schätzen wir die Aussagen als glaubhaft ein", wurde die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Frauke Wilken, zitiert. "Das war Anlass genug, in den Betrieb reinzugehen und zu durchsuchen und weiter zu ermitteln." Die Staatsanwaltschaft war für eine Bestätigung am Montag zunächst nicht zu erreichen. Bei der Durchsuchung wurde dem Bericht zufolge kein verdorbenes Fleisch gefunden. "Damit machen wir die Akte noch nicht zu, sondern wir ermitteln weiter. Nach den Zeugenaussagen besteht der Verdacht, dass dort vergammelte Schweineköpfe verarbeitet worden sein sollen. Diesem Verdacht müssen wir weiter nachgehen", sagte Wilken.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder spektakuläre Fälle von verdorbenem Fleisch, das in den Umlauf kam. So wurde Anfang September 2007 war bekannt geworden, dass bis zu 180 Tonnen Gammelfleisch nach Berlin geliefert und zu Döner verarbeitet wurden.



N A H R U N G S K O N T R O L L E

EU-Kommission: Lebensmittelämter arbeiten uneffektiv

Die EU-Kommission hat die Berliner Lebensmittelaufsicht kontrolliert – und "Anlass zu Bedenken" gesehen, wie es in einer vorläufigen Bilanz heißt. Kritisiert wurde, dass der Senat keine Fachaufsicht über die Lebensmittelämter der Bezirke hat und dass Verantwortliche häufig über Geld-, Personal- und Ausrüstungsmangel geklagt hätten.

Aus:
Der Tagesspiegel, Berlin, 4. März 2008, Seite ?? (Berlin) von STEFAN JACOBS. [Original=art270,2487852]

BRÜSSEL/BERLIN (Tsp). Das Berliner Abrechnungssystem lade die Ämter dazu ein, lieber möglichst viele Betriebe zu kontrollieren statt möglichst gründlich. Von drei kontrollierten Lebensmittelämtern habe eines die Betriebe – abhängig von ihrer Einstufung in Risikoklassen – häufiger und eines seltener als festgelegt kontrolliert. Im dritten Amt sei die Einstufung der Betriebe noch in Arbeit gewesen.

Gestern befasste sich der Gesundheitsausschuss des Parlaments mit dem Bericht, der auf einer Kontrolle vom September 2007 beruht. Nach Ansicht von Grünen, CDU und FDP sind viele Kritikpunkte teilweise schon seit Jahren bekannt, aber nicht abgestellt worden. Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) konterte: Dass die Kontrollen als Produkte betrachtet und damit pro Stück statt nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet werden, sei kein Problem, weil die Ämter nach vorgegebenen Standards arbeiteten.

Die nicht vorhandene Fachaufsicht des Senats über die Bezirke wiederum sei kein Versäumnis, sondern Teil der Landesverfassung. Und wenn die Ämter im Laufe dieses Jahres eine neue Software erhalten, könnten sie auch ihre Arbeit besser dokumentieren. Das Geld fürs neue Computerprogramm stehe bereit. Dass kriminelle Geschäfte mit minderwertigem oder vergammeltem Fleisch juristisch verfolgt werden, sei ohnehin gesichert: Als einziges Bundesland habe Berlin seit Jahren eine entsprechende Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft.

Über weitere Konsequenzen soll entschieden werden, sobald der Abschlussbericht der EU-Inspekteure vorliegt. Weiter beschäftigen wird das Thema die Gesundheitsverwaltung aber auch deshalb, weil die nächste EU-Kontrolle für dieses Jahr bereits angekündigt ist. Der nächste Ekelfleisch-Skandal könnte Berlin nach Ansicht der Grünen theoretisch sogar noch deutlich schneller ereilen: Nämlich "schon morgen".



D I O X I N - S K A N D A L 

Dioxin-Alarm: Mozzarella droht Einfuhrverbot

Aus: DPA-Meldung, 28. März 2008, 9.04 Uhr MEZ (Wissenschaft). [
Original]

ROM/BRÜSSEL (dpa). In mindestens 25 Käsereien der Region Kampanien sind erhöhte Spuren der giftigen Substanz Dioxin in der Delikatesse aus Büffelmilch gefunden worden. Das geht aus ersten Analysen der Käse hervor, die das italienische Gesundheitsministerium an die EU in Brüssel weitergeleitet hat.

Die Werte lägen "leicht über den Grenzwerten", hielt das Ministerium nach einem Bericht der Zeitung "Corriere della Sera" vom Donnerstag [27.3.2008] dazu fest. Die EU-Kommission drohte unterdessen mit einem kompletten Einfuhrverbot für "Mozzarella di bufala" aus der Region.

Es gebe eine Spanne möglicher Maßnahmen, "die von Schutzmaßnahmen wie der Zurücknahme von Produkten aus dem Markt bis hin zu einem umfassenden Verbot reichen", sagte eine Sprecherin der EU-Behörde am Donnerstag. Die Kommission bezeichnete am späten Abend die bisherigen Maßnahmen Italiens als "unzureichend". Weiteres Handeln sei nötig. So habe es keine Rückrufaktionen für potenziell belasteten Weichkäse gegeben. Die italienischen Behörden informierten Brüssel, dass kein übermäßig mit Dioxin belasteter Mozzarella das Land verlassen habe.

Nach den Überprüfungen waren 83 Büffel-Zuchtbetriebe als Vorsichtsmaßnahme geschlossen worden, gegen insgesamt 109 Personen wird ermittelt. Vermutet wird, dass Büffel verseuchtes Gras in der Nähe illegaler Mülldeponien gefressen haben. Der Müllnotstand in Neapel und Umgebung hatte bereits vor Monaten die Befürchtung ausgelöst, dass Gifte wie Dioxin in die Nahrung gelangen könnten.

Asiatische Länder wie Südkorea und Japan haben die Mozzarella-Importe gestoppt und überprüfen die an ihren Grenzen ankommende Ware aus Kampanien. Die regionalen Landwirtschaftsbehörden erklärten unterdessen, die Käsereien würden so strikt kontrolliert wie keine anderen im Land. Landwirtschaftsminister Paolo De Castro und Außenminister Massimo D'Alema sprachen von einem "übertriebenen Alarm". [mehr]



D I O X I N - S K A N D A L 

Behörden knöpfen sich Italiens Mozzarella-Macher vor

Italiens Gesundheitsbehörden wollen Vertrauen zurückgewinnen. Nach dem Skandal um mit Dioxin verseuchten Mozzarella wollen sie Hunderte Herstellerfirmen überprüfen. Doch erste Länder haben bereits Importverbote erlassen.

Aus: Spiegel Online – 30. März 2008, ??.?? Uhr MESZ (nur elektronisch publiziert). [Original]

ROM (chs/AP). Das Gesundheitsministerium in Rom will beweisen, dass es handelt: In einer großangelegten Untersuchung wollen seine Prüfer zunächst rund 400 Betriebe im Großraum von Neapel, Caserta und Avellino unter die Lupe nehmen. Im Mozzarella aus dieser Gegend der Region Kampanien wurden vor gut einer Woche höhere Dioxinwerte als zulässig entdeckt, woran verseuchtes Tierfutter schuld sein soll. Die Behörden vermuten, dass die Büffel verseuchtes Gras in der Nähe illegaler Mülldeponien gefressen haben könnten.

Das Ministerium erklärte, die Überprüfungen seien mit den EU-Gesundheitsbehörden abgestimmt worden. Der Verkauf von sämtlichen Milchprodukten der betroffenen Betriebe werde solange ausgesetzt, bis die Testergebnisse vorlägen. Bis Mitte April wolle man die Resultate aus den 400 kontrollierten Betrieben nach Brüssel melden. In einer zweiten Welle werde man dann noch 200 weitere Hersteller überprüfen.

Weil Italien am Freitag [28.3.2008] versprochen hat, den Verkauf von mit Dioxin verseuchtem Büffelmilchkäse mit allen Mitteln zu verhindern, hat die EU bisher von einem Importstopp abgesehen. Frankreich hat einen entsprechenden Beschluss wieder zurückgenommen. China dagegen verbot am Samstag die Einfuhr von italienischem Mozzarella.

Importeure wurden von der Pekinger Behörde für Lebensmittelsicherheit angewiesen, die bereits verkauften Produkte zurückzurufen. Auch andere Käsesorten aus Italien sollen vor der Einfuhr im Labor überprüft werden, um auch hier eine Dioxinverseuchung auszuschließen. Auch Singapur verfügte ein vorläufiges Verkaufsembargo für den Büffelkäse. Die Behörden erklärten, sämtliche importierten Produkte sollten auf etwaigen Dioxingehalt überprüft werden. Japan und Südkorea haben bereits Importverbote erlassen.

Der italienische Bauernverband Coldiretti erklärte, es werde mindestens einen Monat dauern, bevor der Verkauf von Mozzarella wieder normal laufen könne. Seit Beginn des Skandals seien die Absatzzahlen je nach Märkten um 25 bis 60 Prozent gefallen. Dies bedeute einen täglichen Verlust von rund 500.000 Euro.



Skandal in Italien um 70 Millionen Liter gepanschten Weins

Aus: AFP-Meldung, 4. April 2008, 15.48 Uhr MESZ (Wirtschaft). [
Original]

ROM/BRÜSSEL (AFP). Nach Dioxin im Mozzarella nun Salzsäure im Wein: In Italien sind nach Informationen des Wochenmagazins "Espresso" in den vergangenen Monaten 70 Millionen Liter Billigwein auf den Markt gekommen, der mit einem teils lebensgefährlichen Cocktail aus Zucker, Wasser und Chemikalien gepanscht worden sein soll. Obwohl die Staatsanwaltschaft seit Monaten ermittelt, seien noch größere Mengen im Umlauf, berichtete die Zeitung. Nach ihren Angaben soll die Mafia aus Apulien hinter den Panschereien stehen. Die EU-Kommission forderte von Rom Aufklärung.

Laut "Espresso" wurde der Wein mit Zucker, Wasser sowie gefährlichen Chemikalien versetzt, darunter Düngemitteln, Salz- und Schwefelsäure. Dies sei bei Kontrollen bereits im vergangenen September entdeckt worden. Was als Tafelwein zwischen 0,70 und 2 Euro pro Liter in ganz Italien verkauft wurde, sei in Wirklichkeit nur zu höchstens einem Drittel Wein gewesen, der "Rest ist eine tödliche Mischung". Nach Informationen des Blatts sind 20 Firmen in den Skandal verwickelt, darunter 8 aus Norditalien. Die beiden Hauptproduzenten sollen ebenfalls aus Norditalien stammen.

Das italienische Landwirtschaftsministerium versicherte, im Rahmen der Ermittlungen sei sichergestellt worden, dass die Verbraucher geschützt würden. Verantwortlich seien lediglich einige wenige Missetäter, die den Behörden bekannt seien, die aber einer gesamte Branche schadeten. Die von der Zeitung genannte Menge wurde dabei vom Ministerium weder bestätigt noch dementiert. "Espresso" beteuerte jedoch am Freitag [4.4.2008], noch seien zahlreiche Flaschen im Umlauf. Allein in einem Supermarkt im Nordosten des Landes seien die Reporter bei ihren Recherchen auf ein "volles Lager" gestoßen.

Geschummelt wurde laut der Zeitung aber nicht nur mit Billigweinen, sondern auch mit dem angesehenen und sehr teuren Brunello-Wein. So hätten Erzeuger nach Angaben der Staatsanwaltschaft Sienna die raren Sangiovese-Trauben, die Voraussetzung für eine Klassifizierung als Brunello sind, mit Trauben aus französischer Ernte gestreckt und damit die Erzeugung aufgestockt.



Ermittler sind neuem Fleischskandal auf der Spur

Aus: DDP-Meldung, 16. April 2008, 17.55 Uhr MESZ (Wirtschaft). [
Original]

ERLANGEN/WÜRZBURG (ddp-bay). Staatsanwaltschaft und Lebensmittelprüfer haben in Bayern einen weiteren Fleischskandal aufgedeckt. Ein unterfränkischer Betrieb habe offenbar Schlachtabfälle wie Rinderhäute als Lebensmittel weiterverkauft, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittwoch [16.4.2008] in Erlangen mit. Die Stadt Würzburg habe der Firma daher die EU-Zulassung für den Handel mit tierischen Nebenprodukten entzogen. Eine Gesundheitsgefährdung für Verbraucher bestehe nicht.

Das Veterinäramt der Stadt Würzburg hatte den Angaben zufolge bei einer Routinekontrolle des Betriebs Auffälligkeiten entdeckt. In enger Abstimmung mit Staatsanwaltschaft, Polizei, Veterinäramt und der Regierung von Unterfranken sei die Firma in der vergangenen Woche von der Spezialeinheit Lebensmittelsicherheit überprüft worden, "um den Verdacht der missbräuchlichen Nutzung von Handelspapieren nachzugehen", hieß es.

Zugleich sei ein Abnehmerbetrieb der Firma in einem anderen Bundesland von den dortigen Behörden kontrolliert worden. In welches Bundesland die Fleischabfälle geliefert wurden, wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen auf ddp-Anfrage nicht sagen. Um welche Menge Ware es sich handelt, sei noch unklar.

Die Firma besitzt nach Angaben des Landesamts eine Zulassung für tierische Nebenprodukte. Sie handle unter anderem mit Rinderhäuten, die als "nicht für den menschlichen Verzehr bestimmtes Material" bezogen würden. Diese Häute seien offenbar mit einem Handelsdokument für Lebensmittel an einen Lebensmittelbetrieb weiterverkauft worden.



D I O X I N E

EU setzt Grenzwert für Dioxine in Fisch hoch

Statement der unabhängigen Verbraucherorganisation Foodwatch

Aus: foodwatch-Newsletter, Berlin, 21. April 2008, 16.39 Uhr MESZ (News).

BERLIN. Ist die Lebensmittel-Lobby wirklich so stark, wie foodwatch immer behauptet? Setzen sich die Interessen dieser Lobby tatsächlich meistens auf Kosten der Verbraucher durch – oder schützen Politiker die Verbraucher vor Gefahren?

Im Frühsommer 2007 testete foodwatch die Fischspezialität Dorschleber auf ihren Gehalt an giftigen Dioxinen und dioxinähnlichen PCB. Diese stehen im Verdacht, Krebs auszulösen und das Erbgut zu verändern. Alle Proben wiesen eine Überschreitung des damaligen EU-Grenzwertes für Dioxine von 8 Pikogramm pro Gramm auf, zum Teil um das bis zu Zehnfache! Die deutschen Lebensmittelüberwachungsbehörden blieben trotz der hohen Werte untätig. Erst auf öffentlichen Druck von foodwatch nahmen mehrere Handelsketten die Ware aus den Regalen. Die beiden Marktführer für Dorschleber in Deutschland, die Firmen Rügenfisch und Stührk, stellten ihre Produktion ein, kündigten aber gleichzeitig an, sich für eine Überprüfung des Grenzwertes einzusetzen.

Jetzt hat die EU-Kommission einen Entschluss gefasst, der ganz nach dem Geschmack der europäischen Fischerei- Industrie sein dürfte. Am vergangenen Freitag, 18.04.2008, beschloss der zuständige Ausschuss, den Grenzwert für Dioxine in Fischleber um das Dreifache von 8 auf 25 Pikogramm pro Gramm zu erhöhen. Das heißt: Wer den Inhalt einer Dorschleber-Fischkonserve von 115 Gramm verzehrt, die mit dem neuen Höchstwert belastet ist, nimmt damit das Vierzigfache dessen zu sich, was die EU als tägliche Dioxin-Höchstbelastung für akzeptabel hält. Verbraucher dürften nur alle 9 Wochen eine Portion Fischleber verspeisen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Die Entscheidung für den neuen Grenzwert wird mit dem niedrigen Pro-Kopf-Verbrauch eines Produktes begründet, berücksichtigt aber nicht das Ernährungsverhalten einzelner Verbraucher.

Die aktuelle Grenzwert-Erhöhung setzt eine Reihe von Fehlentscheidungen fort. Bereits 2006 hat die EU den Grenzwert für Dioxine in Fischöl von 6 auf 24 Nanogramm pro Kilogramm erhöht. Fischöle werden an Tiere verfüttert, und so gelangen Dioxine in die menschliche Nahrung. Tierische Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Milch und Eier sind für 80 Prozent der menschlichen Gesamtaufnahme von Dioxinen verantwortlich.

Zwar gibt die EU offiziell als Ziel an, die zu hohe Belastung der Bevölkerung mit den giftigen Dioxinen zu senken. Die Realität allerdings sieht anders aus: Auf dem Verordnungswege, unter Ausschluss der Parlamente, werden die Dioxin-Grenzwerte so weit an die tatsächliche Belastung der Lebensmittel angepasst, dass diese nicht vom Markt genommen werden müssen.

Die Lobbymacht der Lebensmittelindustrie hat sich offenbar wieder einmal durchgesetzt, und zwar auf Kosten der Verbraucher. Deshalb braucht es eine Gegenlobby, eine Lobby der Verbraucher! Sonst werden uns die besten Gesetze nicht schützen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der foodwatch-Internetseite.



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