Woldenberg (Neumark)   —  Gästebuch / Guestbook 2008 khd
Stand:  6.4.2008   (22. Ed.)  –  File: Heimat/GB/Woldenberg_Gaestebuch_2008.html


Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg/Nm. – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm. mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm. zu Polen.

   
  G ä s t e b u c h - E i n t r a g
Für Woldenberg mit Umgebung,
die Neumark und auch Pommern.
 
Am 15. August 2007 startete (offiziell) dieses Gästebuch zur seit August 2004 im Internet veröffentlichten Präsentation des früheren Woldenberg in der Neumark. Natürlich können hier auch Friedeberger, Driesener und alle an der Neumark Interessierten ihre Mitteilungen eintragen, denn diese haben im Internet noch keine eigene ‚Heimat‘ gefunden.

Das Gästebuch ist moderiert, weshalb Ihre Beiträge und Kommentare erst mit einigen Tagen Verzögerung im Gästebuch erscheinen werden. Als Vorbild diente das erfolgreiche pommersche Gästebuch der Stadt Stolp. Die aktuellsten Einträge stehen jeweils oben! Die Erläuterungen in [Ed: ...] und die meisten Links sind redaktionell hinzugefügt worden. Die Uhrzeiten sind alle in MEZ (CET) bzw. MESZ (CEST) angegeben.

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Woldenberg — Gästebuch 2008   (Teil 2)

  Woldenberg-Gästebücher:
[Eintrag]  [2007]  [2008]  [2009]

Name:
E-Mail:
Datum:
Ilse Schubert
heinz.rieke@gmx.de
6. April 2008 um 16.38 Uhr
        Erinnerungen geweckt
Kommentar/Comment:  GB 035
Über Internetrecherche sind wir auf Ihre Seite gestossen, die uns nicht nur sehr gefallen hat, sondern auch mich in meine Kindheit zurückversetzte. Viele Geschäfte, Häuser, Hotels und Plätze konnte ich anhand Ihres Bildmaterials wiedererkennen.

Meine Eltern Kurt & Anna Block, sowie meine Geschwister, Ursel, Ingrid, Günther und Egon haben bis zum 26.1.1945 in der Wutzigerstraße "Landhaus Elysium" gewohnt. In unserem Haus wohnte noch Herr.Helmut Lindenblatt (verstorben). Meine Eltern betrieben den Bierverlag "Elysium".

Gibt es Möglichkeiten in Einwohnermeldeunterlagen bis 1945 einzusehen? Wenn ja, wie komme ich daran? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüssen
Ilse Schubert

[Editor–7.4.2008:    Vermutlich gibt es bei der Landsmannschaft in Fürstenwalde (Telefon) eine Liste der 1944/45 in Woldenberg lebenden Einwohner. Im Internet gibt es derzeit nur die Abschrift des Adreßbuchs von 1924, die in vielen Fällen schon weitergeholfen hat. Darin ist auch ein Braumeister HERMANN BLOCK aufgeführt – der Großvater? -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Wilfried Otto
Tuermerenkel@AOL.com
24. März 2008 um 21.46 Uhr
        Försterei in Hermsdorf
Kommentar/Comment:  GB 034
Schön, dass es doch so viele Informationen und auch Fotos (alt wie neu) von Woldenberg gibt.

      Umgebung von Hermsdorf
^   Zur Orientierung, wo Hermsdorf ist. Die alte Försterei lag wohl nordwestlich von Hermsdorf, bereits in der Nähe von Brandsheide (Blau eingekreist).   (Repro: 2008 – khd)
Ich bin leider immer noch
auf der Suche nach Angaben, Fotos und Informationen zur Försterei in Hermsdorf und einer Familie Ri(e)chling, die dort wohnte und der Mann als Förster tätig war. Sie hatten 2 Kinder, Siegfried und Christa. Der Sohn muss wohl vom Zug überfahren worden sein, und die Tochter hatte noch zum Ende des Krieges geheiratet (hieß dann Arndt) und wohnte in der alten Bundesrepublik. Vor ein paar Jahren ist sie leider verstorben, so dass auch diese Informationsquelle nicht mehr zur Verfügung steht. Interessant wären sicherlich Hinweise, wozu die Försterei gehörte und wer auf dieser Strecke noch lebt bzw. Auskunft geben kann.

Für Hinweise wäre ich recht dankbar.

Wilfried Otto

[Editor–26.3.2008:    Ich habe mal zur besseren Orientierung einen kleinen Ausschnitt aus der amtlichen Pommernkarte von 1937 zugefügt. Denn nach der Kartensymbolik lag diese Försterei etwas von Hermsdorf entfernt. Vielleicht gibt es ja dazu im Landesarchiv Greifswald weitere Informationen. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Angela Palm
(bekannt)
24. März 2008 um 14.14 Uhr
        Woldenberger Bräuche
Kommentar/Comment:  GB 033
Gestern habe ich in gemütlicher Runde mit meinen Eltern noch Einiges über Woldenberger Sitten und Bräuche erfahren können, was ich den Lesern dieser gelungen Seite nicht vorenthalten möchte.

Zu Ostern wurden im Gehege Eier versteckt. Kinder brachten den Bauern Sträußchen aus Birkenzweigen und sagten zur Begrüßung folgenden Spruch:
„Düp, düp Osterei,
gibst Du mir kein Osterei,
schlag ich Dir Dein Hemd entzwei!“
Den Brauch nannte man Osterdüpen [Ed: oder auch „Oster-Stiepen“].

Zu Pfingsten fand früher auf dem Schützenplatz ein
Schützenfest statt, später auf dem Sportplatz im Gehege. Es war Brauch zu Pfingsten den Hausflur mit Birkenzweigen und Kalmusbüscheln zu schmücken.

Die Kinder mussten außerdem bei der Ernte helfen. Sie bekamen einen geringen Lohn dafür:
5 Pfund Kirschen – 2 Reichsmark,
50 Pfund Kartoffeln – 8 Pfennig,
1 Eimer Maikäfer – 2 bis 3 Eier.

Kastanien sammelten die Kinder freiwillig. Für einen Zentner bekamen sie immerhin 12 Reichsmark.

Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere Woldenberger an weitere Bräuche.

Mit freundlichen Grüßen
Angela Palm


Name:
E-Mail:
Datum:
carsten albrecht
carsten@albrecht-dekoration.de
20. März 2008 um 17.23 Uhr
        Gibt’s alte Woldenberger
in Dobiegniew?
Kommentar/Comment:  GB 032
Tolle Seiten, vielen Dank dafür!!!!

Mein Vater ist 1930 in Woldenberg geboren und hat in der Schulstrasse gelebt. Er hat Woldenberg 1945 wie alle anderen verlassen müssen. An seinem diesjährigen Geburtstag, dem 05.04. werde ich mit ihm in seine alte Heimat Woldenberg fahren.

Weiß jemand, ob man dort evtl. Heimkehrer aus der Zeit antrifft und wie ich mich darüber informieren kann? Über eine Nachricht würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Albrecht


Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
18. März 2008 um 14.08 Uhr
        Hinweis auf
Dobiegniew-Panorama
Kommentar/Comment:  GB 031
Aus dem großen Foto-Fundus von Wolfgang Bredereck wurde jetzt auf einer extra Seite ein interessantes Panorama von Dobiegniew (früheres Woldenberg) zusammengestellt. Die Fotos dieses Rund-um-Blicks vom Kirchturm enstanden am 21. Juni 2005 anläßlich einer Besuchsreise. Sie zeigen vor allem die baulichen Veränderungen im Zentrum der polnischen Kleinstadt, das noch immer reichlich Baulücken aufweist.


Name:
E-Mail:
Datum:
Jolanta Siestrzewitowska
jolanta.jurasinska@gmx.de
14. März 2008 um 12.44 Uhr
        A Problem with
OfLag IIC Museum
Kommentar/Comment:  GB 030
My father was a POW in Woldenberg. On hearing a museum was opening, I contacted the town authorities as I had a number of letters and other items of interest, which I wanted to present to them. They showed great interest, even called me and invited my Mother and me to the opening. That was almost 2 years ago. I have written them on many, many, occasions but no answer. Is that how ex POW families are treated? Can somebody rectify this problem / insult?

Thank-you

Name:
E-Mail:
Datum:
Richter
richter-wiegandt@web.de
4. März 2008 um 10.02 Uhr
        Wo war die Siedlung
Eigene Scholle?
Kommentar/Comment:  GB 029
Guten Tag, beim nochmaligen Durchsehen der Unterlagen, habe ich entdeckt, daß es eine Landgesellschaft "Eigene Scholle" in Frankfurt/O. gab. Diese Siedlung muß Richtung Schlanow gewesen sein.

Folgende Daten: Der Hof lag in Woldenberg-Abbau. Eingetragen im Grundbuch Schlanow, Franzthal, Gemarkung Woldenberg-Franzthal. Der Hof soll 3 km von Woldenberg, Bahnhof-Stadt entfernt gewesen sein.

Gruß Irmtraud Richter

[Editor–4.+9.3.2008:    Und damit ist klar, daß meine Vermutung (im Norden von Woldenberg) nicht zutrifft. Denn mit diesen neuen Infos ergibt sich ein anderes Bild: An der Rohrsdorfer Straße/Chaussee sind im Meßtischblatt von 1934 nördlich von Rohrsdorf einige zu Woldenberg gehörige Gehöfte eingezeichnet. Die Entfernung von dort bis zum Woldenberger Bahnhof beträgt rund 3 km.

Auf diesem Luftfoto von Dobiegniew ist der schnurgerade Verlauf der früheren Rohrsdorfer Straße/Chaussee gut zu erkennen (Bildmitte, Nr. 10). Die Gehöfte lagen etwas vor dem Horizont – etwa dort, wo sich im Foto seitlich zur Straße etwas Grün ausbreitet. Auch auf einem aktuellen Satelliten-Foto (Google Earth) ist diese Rohrsdorfer Straße/Chaussee und Rohrsdorf (Ostrowiec) prima zu erkennen.

Da der südliche Teil des Meßtischblatts derzeit noch nicht im Internet präsent ist, werde ich diesen demnächst ebenfalls ins Netz stellen. Bitte ein wenig Geduld. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
Irmtraud Richter
richter-wiegandt@web.de
1. März 2008 um 23.17 Uhr
        Familie Richter
Kommentar/Comment:  GB 028
Guten Abend, meine Großeltern Marie und Emil Richter sind 1920 nach Woldenberg gezogen. Sie kauften dort einen Bauernhof. Er muß in Abbau oder in der Siedlung Eigene Scholle gewesen sein. Sie wohnten dort bis 1932. Dann wurde der Hof an einen Verwandten verpachtet. Er könnte Meyer geheißen haben.

Wer kann darüber oder über meine Großeltern nähere Angaben machen. Und wo lag die Siedlung Eigene Scholle? Bin für jede Nachricht dankbar. [
Weitere Infos]

Gruß Irmtraud Richter

[Editor–3.3.2008:    Im Adreßbuch von 1924 sind Landwirt Emil Richter sowie eine Emma Richter mit der Anschrift „Siedlung Eigene Scholle“ verzeichnet.

Im amtlichen Meßtischblatt von 1934 ist die „Siedlung Eigene Scholle“ nicht eingetragen, was nicht ungewöhnlich ist, denn auch „Abbau“ ist dort nicht namentlich erwähnt (wurde erst bei der Aufbereitung fürs Internet in Rot redaktionell nachgetragen). Ich vermute mal, daß diese Siedlung im Norden von Woldenberg lag. Denn dort sind in der Nähe des Amalienhofs noch Höfe eingezeichnet mit dem Hinweis „zu Woldenberg“. -- khd] [mehr]

Name:
E-Mail:
Datum:
Monika
faircoup@yahoo.de
26. Februar 2008 um 16.45 Uhr
        Ahnenforschung Buckert/Baumann/Mißler
Kommentar/Comment:  GB 027
Hallo, liebe Leser dieses Gästebuches,

ich bin bei der Suche nach Daten zu meinen Vorfahren auf diese interessante Internetseite gestoßen. Gefällt mir wirklich gut.

Vielleicht kann mir jemand von Ihnen zu meiner Ahnenforschung helfen?

Mein Ur-Ur-Großvater, Johann August BUGGERT (andere Schreibweise, wurde später in BUCKERT umgewandelt, August war der Rufname), Zieglergehilfe auf Amalienhof bei Woldenberg, Sohn der Auguste BUGGERT, später verehelichte GUNDLACH, hat am 07.08.1864 im Alter von 25 Jahren Juliane Friederike BAUMANN, 24 Jahre, geb. am 13.02.1840, Tochter des Friedrich BAUMANN, weiland Bürger in Woldenberg in der ev. Kirche zu Woldenberg/Neumark geheiratet. Aus dieser Ehe stammen folgende Kinder:
  • Auguste, vh. Handschke (* 02.05.1865)
  • Helene, vh. Mißler (* 21.08.1871)
  • Luise, vh. Sauermann (keine weiteren Daten bekannt)
  • Gustav, vh. mit Bertha NN (* ab 1873, 3 Söhne, Daten leider unbekannt)
  • Emil, vh. mit ? (* ab 1874, + ca. 1922 – 1924)
Juliane Friederike hatte vor der Ehe bereits einen Sohn:
  • Hermann Baumann (* vor 1864)

Sie hatte zumindest einen Bruder, der wiederum mind. 2 Söhne namens Fritz und Georg Baumann hatte. Beide hatten auch Kinder, deren Daten ich leider nicht kenne.

Kann mir jemand weiterhelfen? Ich freue mich über jeden noch so kleinen Hinweis!!! Fotos von diesen Vorfahren – von meiner Ur-Großmutter abgesehen – habe ich leider nicht. Falls jemand nähere Daten zu meiner Ur-Großmutter Helene Mißler, geb. Buckert benötigt, möge er sich bitte auch bei mir melden.

Viele Grüße Monika.

[Editor–27.2.2008:    Im Adreßbuch von 1924 sind Personen mit den Namen BAUMANN, BUCKERT und BUGGERT verzeichnet. -- khd]

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Karl-Heinz Dittberner)
(siehe E-Mail Page)
23. Januar 2008 um 13.12 Uhr
        Gebäude am Marktplatz
Kommentar/Comment:  GB 026
Dobiegniew 2005 In Woldenberg und heute noch in Dobiegniew steht an der früheren Richtstraße in Marktplatznähe ein Haus (siehe nebenstehendes Foto von 2005) zu dem es Fragen gibt. Die das Bild querende Straße führt rechts zum Niedertor und dann nach Hochzeit (Stare Osieczno). Was hat es mit diesem Haus aufsich? Was bedeuten diese angebauten Türmchen an der Hausecke? Ist es das Haus, das Woldenberger früher das „Haus Dallmann“ nannten? Danke im voraus. [Antworten]
--
khd    

Name:
E-Mail:
Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
1. Januar 2008 um 00.10 Uhr
        Erinnerung an die „Seiltänzer“
Kommentar/Comment:  GB 025
Beim Einsortieren der neuen Fotos der Dobiegniewer/Woldenberger Kirche kam diese Erinnerung an das Jahr 1943 wieder, und vielleicht hat ja jemand davon noch ein Foto, das hier prima hinpassen würde:

In Woldenberg war noch im Sommer 1943 die Welt in Ordnung. Es gab fast nie Fliegeralarm – höchstens mal zur Probe. Alles war so friedlich, obwohl draußen überall dieser mörderische Krieg tobte. Jedenfalls erschien es damals uns Kindern so, die noch im März 1943 die schweren Bombenangriffe der Alliierten auf Berlin mit den vielen brennenden Häusern erleben mußten.

Da kam Ende Juni 1943 etwas Aufregung in die kleine Stadt am großen See. „Die Seiltänzer kommen“, hieß es allerorten. Und auf dem Marktplatz an der Kirche bauten diese tatsächlich in den nächsten Tagen Türme auf und spannten Stahlseile quer über den großen Platz – eines wohl sogar zum Dach der alten Backsteinkirche.

Gegend Abend des 5. Juli 1943 war es dann so weit. Die Woldenberger und Zugereisten strömten zum Marktplatz und bestaunten die Hochseilartisten bei ihrem gefährlichen Job. Denn ein Netz gab es nicht. Aber alles klappte perfekt, und es gab viel Beifall für die spektakuläre Vorstellung.

[Editor–23.1.2008:    Und wenn mich meine kindliche Erinnerung nicht trügt, sammelten während der Veranstaltung Helfer der Seiltänzer Geld und verteilten dabei Erinnerungskarten. Vielleicht schlummert ja dieses Foto noch in irgendwelchen Kartons oder Truhen. Hier wäre der Platz, um es für alle sichtbar zu machen. -- khd]

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Datum:
khd (Editor)
(siehe E-Mail Page)
1. Januar 2008 um 00.00 Uhr
        Allen Lesern
Kommentar/Comment:  GB 000
Ein gutes neues Jahr 2008 !
A Happy New Year !

Une Bonne Année !

Szczesliwego Nowego Roku !
Wünscht der Herausgeber allen Lesern der Woldenberg/Dobiegniew-Seiten.

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