Woldenberg (Neumark)   —  Dies & Das – Teil 3 khd
Stand:  3.4.2008   (9. Ed.)  –  File: Heimat/W/Ex/Woldenberg_Dies&Das_03.html



Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  W o l d e n b e r g
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Auf den „Dies & Das“-Seiten sind kleine Geschichten und Fakten aus der Geschichte der Kleinstadt Woldenberg sowie der Neumark dokumentiert. Sie stammen aus verschiedenen Quellen, die jeweils angegeben sind. [Translation-Service]

I n d e x :


Woldenberg — Die Geistlichkeit


Pfarrer und Diakone
an der ev. Marienkirche
zu Woldenberg in der Neumark


Quellen: Nießen-Chronik + Handschriftliche Überlieferung.

 
  D i e   P r e d i g e r  
1473–1476   Martin KOCK, Priester und Parnher zu Woldenberg. 1
1503–1505   Der Parre Herr Jacob GREUER.  
1519   Laurenz BEZEKOW, Parnher.  
1529   Chr. Zacharias RETZE, Parnher.  
1542   Der wertige Herr, Herr Johann SCHUMEKETEL.  
1553   Herr Jacob WINCKLER.  
1584   Herr Georg INGELSTATIUS.  
 
  D i e   O b e r p f a r r e r  
seit 1621   Joachim SELLIUS, verliert im Alter sein Gesicht, abdiziert, +1659.  
seit 1659   Daniel PAHLENIUS, bisher am Orte Diakonus, +12.Dez.1664.  
seit 1666   Johann GEORGE, in Driesen geboren. War vorher Lehrer an der Küstriner Schule. Seine Stimme war schwach. Die Bürgerschaft war gegen ihn. Er heiratete auf Verlangen des PAHLENIUS Tochter, +12.Jan.1685.  
seit 1686   Magister Christoph THOMASIUS. Er stammt nach der einen Angabe aus Lentzen, nach der anderen aus Lauban. Wahrscheinlich ist er an dem einem der beiden Orte geboren und hat an dem anderem vor seiner Berufung zuletzt gewirkt, +18.Nov.1709. Nach seinem Tode protestierte die Gemeinde gegen die Ernennung des kaltsinnigen Pfarrers von Kölzig, es wird daher berufen:  
ab 1709   Karl KEYSER aus Berlin. Ehe er aber eingeführt wird, stirbt der Inspektor in Arnswalde, und nun wird er in dessen Stelle berufen. Er verwaltete in Woldenberg, ohne daß er eingeführt wäre, das Pfarramt während des Gnadenjahres.  
seit 1711   Gotthilf Friedrich WOLHILENY aus Rörendorf, wo er vorher Rektor war, +1759.
Auf ihn und den gleichzeitigen Diakonus ULFERT respektive auf ihre Vorgänger bezieht sich wohl die Bemerkung des Bürgermeisters Fischer (1739): „Zu meiner Jugendzeit war das Ministerium nicht zum besten bestellt und will ich die Laster der damaligen Herrn Geistlichen mit Stillschweigen übergehen, anitzo [jetzt] aber hat der große Gott die Stadt mit exemplarischen und frommen Predigern versehen.“ Von Wolhilenius im besonderen heißt es: Er habe der Bürgerschaft viel nützliche treue Dienste geleistet und den Gottesdienst auf einen viel besseren guten Fuß gesetzt, daß also ein jeder durch sein Leben und Lehr den Weg zum Himmel wohl finden könne, im widrigen sich selbst die Schuld beimessen darf.
 
seit 1759   Matthäus ULFERT, bisher hier Diakonus, +1779 (79 Jahre alt).  
ab 1779   Ernst Gottlieb CLAUSIUS aus Oberberg. Er war bisher Pfarrer zu Tscherno bei Frankfurt und Säpzig bei Sonnenburg, früher Prediger in Bärwalde, +15.Mai 1791.  
ab 1791   Karl Wilhelm SCHWARZLOS aus Bärwalde. Er war vorher Feldprediger im Regiment von Möllendorf in Königsberg (Neumark).  
seit 1814   Joachim Wilhelm RALL, Dr. phil. aus Berlin. Kreisschulinspektor für den Kreis Friedeberg, seit 1816 auch Superintendent der Diözese, +1819 (56 Jahre alt).  
ab 1821   Gottlieb Heinrich Leopold RIßMANN, geb. 1785 in Glogau. Seit 1811 Diakonus zu Lauban in Niederschlesien, 1815 Feldprediger, geht 1830 als Pfarrer nach Küstrinchen.  
seit 1831   Karl Friedrich RÖSTEL aus Züllichau. 1814 Konrektor in Soldin, 1815 Prediger in Bussow, 1818 zweiter Prediger in Schwiebus, +1844.  
ab 1845   Johann Gottlieb STUMPFF aus Crossen. Er war vorher Pfarrer in Lippehne, +1879.  
seit 1880   Adolf STANKE. Er war vorher in Woldenberg Diakonus, auch Kreisschulinspektor des Bezirkes Friedeberg II.  
nach 1900   In der handschriftlichen Überlieferung sind folgende Namen ohne Zeitangaben notiert: Superintendent WINKELMANN, Superintendent LÖFFLER, Pfarrer RUPRECHT und Pfarrer HÖHNE.  
 
  D i e   D i a k o n e n  
um 1600   Petrus ROHLEDER, +1630 an der Pest, in der er sich rühmlich als Seelsorger bewährt hatte.  
1631–1638   Petrus COLEWIUS oder CALOW. Er geht als past. prim. [Oberpfarrer] nach Driesen.  
seit 1639   Daniel PALENIUS. Er war vorher hier Rektor und wird 1659 zum Oberpfarrer voziert.  
seit 1659   Joachim RAHN. Als 1685 der Oberprediger GEORGI starb, wollte eine Partei des Rats ihn zum Oberpfarrer berufen, auf Betreiben der anderen Partei aber unterblieb es, +1689.  
seit 1690   Marcus Christian DIBBELIUS. Er war vorher Prediger in Rosenfelde (Pommern), +29.Jun.1732.  
seit 1733   Michael GERBER. Er geht 1735 als Pfarrer nach Lauchstädt.  
seit 1739   Matthäus ULFERT. Er war seit 1725 Prediger in Zatten, nachher in Regenthin und wird 1759 in Woldenberg zum Oberpfarrer voziert.  
seit 1761   Samuel Friedrich BÄRCHMANN, Sohn des Amtsrats aus Marienwalde.  
seit 1795   Johann Friedrich SCHMIDT aus Buckow bei Rathenow, +1819.  
um 1820   Karl Gottlieb GÜNDEL, Dr. phil. aus St. Georgenstadt im Erzgebirge. Er war früher Rektor in Spremberg, dann Konrektor in Landsberg, geht 1824 als Pastor nach Brügge bei Solin.  
um 1835   Karl Benjamin SIEGERT aus Sachsen. Er war früher Rektor in Zahna, dann Pastor in Alt-Friedrichsdorf, zuletzt Pastor in Hohenwalde bei Landsberg, +1864.  
um 1860   Albert STAGE. Er geht 1873 als Oberpfarrer nach Staußberg.  
seit 1874   Adolf STANKE. Er war vorher Rektor in Kyritz und wird 1880 Oberpfarrer.  
1880–1883   Richard BENTZLAFF.  
1883–1887   Fritz KOPPLIN.  
seit 1887   Georg GRUPEN. Er war vorher Lehrer in Stargard, dann Rektor in Kyritz.  
 
  1)  Parnher = (Bedeutung folgt).




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