BERLIN 24. Mai 2009 (
khd). Wir wissen heute, wohin dieser beschworene nationalsozialistische
Geist von 1935 bis 1945 uns hingeführt hat. Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn
gerade die Kirche damals deutlicher einen christlich- humanistischen Geist vertreten hätte
aber es regierten die Anti-Menschen und diese
Deutschen
Christen (DC) sahen im
Führer einen neuen Messias. . .
Es sollte nach dem brutalen 2.
Weltkrieg noch gut 1/2 Jahrhundert dauern, bis wir Menschen in einem (fast) geeinten Europa ohne
Grenzen endlich friedlich zusammenleben können auch wenn das alles noch nicht so ganz richtig
demokratisch zugeht (Stichworte: Volksabstimmungen, EU-Parlament, EU-Kommissare). Die Zeit einer
nachhaltigen Aussöhnung mit den Völkern Ost-Europas konnte beginnen. Und was mit Frankreich
nach 1945 in den ersten 30 Jahren so vorzüglich gelang, sollte nun auch mit Polen gelingen.
Heute in einem 1/4 Jahrhundert + 1 Jahr + 1 Monat am Sonntag, den 24. Juni 2035 jährt
sich zum 700. Male die Ersterwähnung der Kirche zu Woldenberg. Möge dieser Tag in Dobiegniew
festlich von Polen und Deutschen mit einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst in der alten
Woldenberger Kirche aus dem 15. Jahrhundert begangen werden.
Menschen, die das alte Woldenberg noch aus eigenem Erleben kennen, werden dann zwar schon ausgestorben
sein. Aber sicher wird es noch reichlich Nachfahren geben, die sich der kleinen Stadt ihrer Eltern und
Großeltern in der früheren Neumark verbunden fühlen und kommen werden.