Chronik der Stadt Woldenberg und des Kreises Friedeberg
Neu zusammengestellt von Karl-Heinz Dittberner
19982007
Quellen: Nießen-Chronik +
Internet-Recherchen
(u.a.
,
) +
Heimat-Kalender.
3)
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| Zeit |
W a s g e s c h a h ? |
Anm. |
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Frühgeschichte |
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| ca. 50001800 v. Chr. |
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Die indogermanische Steinzeit. Aus dieser Zeit ist bei Woldenberg eine
Pfahlbausiedlung nachgewiesen. Aus
dieser Zeit stammt auch das 1858 bei Woldenberg gefundene
Bernsteinpferdchen. |
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| ca. 1800800 v. Chr. |
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Die Bronzezeit mit Lausitzer Kultur (vermutlich eine slawische Kultur). |
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| um 800 v. Chr. |
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Der Beginn der Eisenzeit. |
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| um 600 v. Chr. |
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Die ersten Frühgermanen siedeln in der Region der späteren
Neumark. |
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| um 100 v. Chr. |
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Burgunder
siedeln in der
Neumark |
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Nach Christus |
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| um 600 n. Chr. |
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Auch Slawen siedeln sich in der Neumark an. |
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| seit etwa 1000 |
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Das Gebiet östlich der Oder (die spätere Neumark) steht unter
polnischer Herrschaft, ist aber nur sehr dünn besiedelt. |
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| 5. Apr. 1091 |
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Schlacht bei Driesen zwischen Polen und den vereinigten Pommern,
Preußen und Kassuben. Der Name Driesen (Drzen) wird erstmals erwähnt. |
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| 1121 |
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Polen erobert unter
Boleslaw III. das
bis dahin unabhängige Pommern. |
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| ab 1124 |
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Bischof Otto von Bamberg führt in Pommern im Auftrag des Polenkönigs das
Christentum ein. |
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Das 13. Jahrhundert |
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| um 1220 |
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Auf Initiative der pommerschen und polnischen Herrscher beginnt die
Einwanderung niederdeutscher Siedler nördlich und südlich von Warthe und Netze.
Sie bedienen sich dabei u.a. der Orden der Templer und Johanniter, die zunächst Klöster
gründeten und dann in deren Bereich Siedlungen errichteten
(deutsche Ostsiedlung). |
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| um 1250 |
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Die Siedlungen Dubbegnek (das spätere Woldenberg) und Osieczno
(späteres Hochzeit) befinden sich in polnischem Besitz. Davon berichtet eine Schenkungsurkunde
des Großpolenherzogs Przemysl I. an das Zisterzienser-Kloster Ovinsk, das bei Posen liegt. |
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| 12501300 |
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Die askanischen Markgrafen erwerben Land in der Neumark und besiedeln es nach
Osten bis zum Fluß Drage und nach Norden bis zum Fluß Persante. |
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| 1254 |
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Großpolenherzog Przemysl I. überläßt die Kastellanei
Zantoch am einzigen
Wartheübergang dem brandenburgischen Markgrafen Konrad als Mitgift für
seine Tochter Konstanza. |
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| 1257 |
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Gründung der Stadt
Landsberg an der
Warthe durch Markgraf Johannes I zur Sicherung des neuen Siedlungsgebietes. |
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| 1257 |
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Erste urkundliche Erwähnung von Woldenberg unter dem Namen
Dubegnewe. Der polnische Herrscher schenkt die Siedlung und das umgebende Land dem
Zisterzienerorden. |
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| 1260 |
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Vertrag zu Zantoch: Der größte Teil des Kreises Friedeberg
wird brandenburgisch. |
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| 1261 |
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Die Stadt Soldin kommt in den Besitz der Askanier. Die Stadt entwickelt sich in der folgenden
Zeit zum Machtzentrum der Neumark. |
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| 1273 |
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Die Polen zerstören Friedeberg und erobern Driesen zurück. |
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| 1286 |
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Der askanische Markgraf übergibt dem Zisterziensern weitere
Ländereien. |
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| 1286 |
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Erste urkundliche Erwähnung von
Friedeberg. |
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| 1290 |
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Erstmals wird für das Land östlich der Oder der Name
Neue Mark über Oder (Neumark) gebraucht. |
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| 1296 |
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Erwerbung Woldenbergs. |
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| 1298 |
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Umwandlung des slawischen Dubegnewe in eine märkische deutsche Stadt,
die etwas später den Namen Woldenberg erhalten wird. In einer Urkunde läßt sich das
Kloster Ovinsk seine Besitzungen bei Dubegnewe bestätigen. |
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| 1298 |
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Dieses Jahr gilt damit als das Gründungsjahr Woldenbergs. |
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Das 14. Jahrhundert |
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| um 1300 |
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In Woldenberg entsteht ein Siegel mit der Ortsbezeichnung
Dubegnewe. |
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| 25. Sept. 1305 |
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Markgraf Waldemar besucht Dubegnewe (Woldenberg), um Verträge mit dem Bischof von
Bischhof von Cammin (Kamien Pomorski) abzuschließen. |
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| 1313 |
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Der Ort Dubegnewe wird als Civitas-Siedlung mit einer Verwaltung
mit Brandenburger Recht erwähnt. |
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| 1315 |
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Endgültige Erwerbung Driesens. |
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| 14. Aug. 1319 |
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Tod Markgraf Waldemars des Großen in Bärwalde. |
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| um 1320 |
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Die Besiedlung der Neumark (Terra trans Oderam) durch die
Askanier ist im wesentlichen abgeschlossen. Zudem läßt mit dem Aussterben der Askanier das
Interesse Brandenburgs an der Neumark spürbar nach. Es entsteht ein politisches Vakuum. |
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| 1326 |
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Verwüstung der Landschaft durch die Polen. Auch Raubritter nutzen das
Vakuum zum Terrorisieren der Bevölkerung. |
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| 1333 |
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In einer Urkunde trägt der Ort Dubegnewe erstmals den Namen
Waldinborg. |
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| 1333 |
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Erste Erwähnung Friedebergs als Sitz des Landvogtes. |
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| 1345 |
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Friedeberg erhält das alleinige Schiffahrtsrecht für die
Flüsse Netze und Warthe. |
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| 1347 |
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Die Stadt Tankow wird befestigt, denn es kommt in der Gegend immer wieder zu
Grenzstreitigkeiten mit den Polen. |
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| 1348 |
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Friedeberg wird Gerichtsort. |
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| 1368 |
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In einer Urkunde wird der Ansiedlung Dubegnewe erstmals mit dem Namen
Woldenberg genannt. |
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Das 15. Jahrhundert |
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| 1402 |
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Markgraf König Sigismund verkauft die Neumark an den Deutschen
Ritterorden, der aber die Neumark in den folgenden Jahren weiter verfallen läßt. |
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| 14021454 |
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Der Kreis Friedeberg mit Woldenberg ist im Besitz der
Deutschordensritter. |
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| 1417 |
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Woldenberg brannte zur Hälfte ab, was sie am 14. März 1417 zu
einem Hilfsgesuch an den Hochmeister veranlaßte. |
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| 1433 |
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Hussiten und Polen verwüsten die Neumark. Friedeberg und
Woldenberg werden niedergebrannt. |
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| 31. März 1454 |
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Ein Landtag tagt in der Friedeberger Marienkirche: Die neumärkischen
Stände lehnen den Anschluß an Polen ab und beschließen, dem Hohenzollern
Kurfürst
Friedrich zu ‚huldigen‘. |
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| 1454 |
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Die Mißwirtschaft des Deutschen Ritterordens zwang diesen, die Neumark
wieder an den brandenburgischen Kurfürsten
Friedrich II.
aus dem Hause Hohenzollern zu verpfänden. |
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| 1455 |
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Auch Woldenberg kommt wieder zur Mark Brandenburg und erhält
die Stadtrechte einer Immediatstadt, womit die Stadt direkt dem Landesherren untersteht. |
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| um 1460 |
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Bau der Woldenberger Stadtkirche (gotische
Hallenkirche). |
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| 1463 |
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Kurfürst Friedrich II. erwirbt für 40.000 Gulden
die Neumark endgültig. |
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Das 16. Jahrhundert |
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| 1507 |
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Woldenberg brennt ab. |
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| 15351571 |
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Markgraf Hans von Küstrin. Reformation. Die Neumark und Pommern werden
evangelisch. |
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| 1548 |
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Der Regierungssitz wird von Soldin nach Küstrin verlegt. |
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| 1572 |
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Zu Woldenberg gehören jetzt folgende Dörfer: Hermsdorf,
Klosterfelde, Költzig, Lämmersdorf, Lauchstädt, Marienwalde, Mehrenthin, Regenthin,
Schlanow, Schorne (Goehren), Wolgast und Wutzig. Später kam noch Rohrsdorf hinzu. |
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| 1580 |
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Friedeberg erhält eine Lateinschule. |
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| 1581 |
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Woldenberg ist Schauplatz eines Hexen-Prozesses, bei dem 5 Menschen auf dem
Scheiterhaufen landen. Wegen ‚Zauberei‘ wurden bei lebendigem Leib verbrannt:
Gertrude Kastens, Ursel Zuche, Katharina Hickstein, Magdalena Stolze und Mathes Quast. |
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| Juli 1591 |
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Veit von Zobell, Hauptmann von Driesen, erstattete dem Keiforsten am 16.
Juli Bericht über einen großen Brand in Woldenberg und sagte: Vergangene Woche am
Mittwoche und Donnerstag sind durch angelegtes Feuer in der Stadt Woldenberg 44 Wohnhäuser samt
allen dazu gehörigen Gebäuden und vor der Stadt 60 Scheunen abgebrannt. |
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| 16031604 |
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Kurfürst Joachim Friedrich läßt Driesen als Festung ausbauen, da weiterhin
Grenzkonflikte mit Polen drohen. Damit beginnt die planmäßige Besiedlung des
Netzebruches. |
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Ab 30-jährigem Krieg |
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| 1618 |
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Woldenberg wird im letzten Regierungsjahr
Johann Siegismunds von einem neuen
schweren Brandunglück ereilt. Die ganze Stadt ohne eine Straße, samt Kirchen, Glockenturm und
Glocken, Schule, Rats- und Pfarrhäuser ging in Flammen auf. |
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| 1623 |
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Auch in Woldenberg wütet die Pest. Wieviel Tote es gab, ist nicht
überliefert. |
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| 1626 |
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Beginn des 30-jährigen Krieges (16181648) im Friedeberger Land. |
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| 27. Nov. 1639 |
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Die Schweden erobern Driesen. |
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| 1641 |
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Durch Unvorsichtigkeit eines Rathsverwandten brannte Woldenberg völlig
nieder. Gott der Allerhöchste wole in künfften von dieser hochbetrübten Stadt das
gleiche Unglück in gnaden abwenden, so schließt der Stadtschreiber seine Eintragung ins
Stadtbuch. Auch das Rathaus auf dem Marktplatz wird vernichtet. |
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| 1645 |
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Der schwedische Oberst Gordon legt Holm (bei Driesen) an. |
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| Herbst 1649 |
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Die Schweden rücken aus Driesen ab.
Während der schwedischen Besetzung mußte die Neumark 60.000 Thaler und 10.000 Wispel Roggen an
Kosten für die Stationierung aufbringen |
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| 1660 |
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Woldenberg hat 257 Häuser. |
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Das 18. Jahrhundert |
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| 1701 |
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Gründung des preußischen Staates. |
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| 5. Dez. 1709 |
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Einweihung eines neuen Rathauses in Woldenberg am Ostrand des Marktplatzes. |
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| 6. Okt. 1710 |
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In Woldenberg vernichtete ein Brand 165 Häuser, 30 Buden und 67 Scheunen
(randvoll mit Getreide). 3 Personen kamen zu Tode, viele erlitten Verbrennungen an Füßen und
Händen. Beim Wiederaufbau wird der Marktplatz vergrößert und die Straßen
werden nach einem regelmäßigen Grundriß neu gestaltet. |
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| 17121786 |
|
Friedrich II. (König in/von Preußen, Friedrich der Große, der Alte
Fritz). Er ist auch Kurfürst und Markgraf von Brandenburg und veranlaßt die Trockenlegung des
Warthe- und Netze-Bruches. |
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| 1717 |
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Friedeberg und Woldenberg werden Garnisons-Standorte.
In Woldenberg entsteht eine Kaserne in der Alten Marktstraße. |
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| 1752 |
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In Woldenberg sind folgende Gewerke vorhanden: 8 Bäcker, 3
Böttcher, 1 Drechsler, 2 Färber, 1 Glaser, 1 Hutmacher, 1 Kürschner, 3 Leineweber, 1
Maurer, 1 Nagelschmied, 2 Rademacher, 1 Riemer, 4 Schlächter, 1 Schlosser, 6 Schmiede, 16 Schneider,
1 Seiler, 32 Schuster, 1 Stellmacher, 1 Steinsetzer, 1 Tabakspinner, 36 Tuchmacher, 8 Tischler, 3
Töpfer, 1 Walker, 2 Zimmerer. Woldenberg hat 1330
Einwohner. |
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| 17561763 |
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Siebenjähriger Krieg. |
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| 17581762 |
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Verwüstung der Neumark durch Einfälle der Russen. |
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| 25. Aug. 1758 |
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Friedrich der Große schlägt die Russen in der
Schlacht bei Zorndorf. |
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| 12. Aug. 1759 |
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Friedrich der Große verliert die
Schlacht bei Kunersdorf. |
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| 1762 |
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Beginn der Urbarmachung des Netzebruches mit Verlegung der Netze. |
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| 1763 |
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Driesens Festung wird geschleift. |
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| 1763 |
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Friedeberg wird Sitz des Regimentsstabes und Standort von 2 Schwadronen der
neumärkischen Dragoner. |
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| 17631765 |
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Durchstich der neuen Netze durch Oberst Petri. |
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| 17631769 |
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Wall- und Grabenziehung im Netzebruch. |
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| 1772 |
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Der Netzedistrikt und Westpreußen werden preußisch. Das Land
Friedeberg ist nun nicht mehr Grenzland zu Polen. |
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| 17731774 |
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Bau des Bromberger Kanals. |
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| 1780 |
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Der Domänenrat Franz von Brenkenhoff, der Begründer der Besiedlung
des Netzebruches (geb. 1723) stirbt. |
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| 1796 |
|
Woldenberg erhält eine Poststation. |
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| |
Das 19. Jahrhundert |
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| 18061808 |
|
Die Neumark ist von den Franzosen besetzt. |
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| 1812 |
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Bildung des Landsturms in Woldenberg: II. Lanzenträger-Kompanie,
Stärke 96 Mann, Kapitän Kantor Schulz. |
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| 1812 |
|
Durchmarsch der Franzosen. |
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| 18131815 |
|
Die Befreiung von den Franzosen. |
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| 1815 |
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Preußische Verwaltungsreform: Woldenberg gehört nun zum
Kreis Friedeberg. |
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| 1816 |
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Die nördlichen neumärkischen Kreise Dramburg und Schivelbein
werden der Provinz Pommern zugeschlagen. |
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| 1824 |
|
Beginn des Straßenausbaus zwischen Woldenberg und Lauchstädt
zur Chaussee. |
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| 1825 |
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Bau der Staatsstraße Zanzthal Woldenberg. |
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| um 1829 |
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Die Chaussee von Berlin nach Königsberg in Ostpreußen wird bis
Woldenberg ausgebaut (später die Reichsstraße 1). |
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| 1846 |
|
Baubeginn der Eisenbahnstrecke Stargard Woldenberg
Kreuz Posen. |
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| 1847 |
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Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Stargard bis Woldenberg. Die
Verlängerung der Strecke bis Kreuz wird 2 Jahre später eröffnet. |
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| 1847 |
|
Die Woldenberger Papiermühle am Fließ wird stillgelegt. |
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| 1853 |
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Im Beisein von Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. wird der
Grundstein für den steinernen Woldenberger Kirchturm gelegt. Vorher gab es an der Marienkirche nur
hölzerne Kirchtürme, die immer wieder abgebrannt waren. Der Kirchturm kostete 20.000 Thaler,
wovon der König 6.000 Thaler aus seiner Privatschatulle zugeschossen haben soll. |
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| 1857 |
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Bau der Eisenbahnstrecke Kreuz Landsberg (Preußische Ostbahn). |
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| 3. Mai 1863 |
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Das Gut auf dem Kietzfeld zwischeni Woldenberg und Mehrenthin erhält
amtlich den Namen Bayers Hof. |
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| 1867 |
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In Woldenberg wird das Bezirkskommando Woldenberg
eingerichtet. |
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| 1867 |
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Friedebergs Lateinschule wird Gymnasium. |
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| um 1875 |
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Aus dieser Zeit stammt das
älteste Foto der Stadt
Woldenberg. |
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| 1. Juli 1881 |
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In Woldenberg wird der Männer-Turnverein Woldenberg
gegründet. Erst am 3. Mai 1920 erhält der Verein auch eine Damenriege. |
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| 1888 |
|
Friedeberg erhält ein Lehrerseminar zur Ausbildung von
Volksschullehrern. |
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| 1893 |
|
Paul von Nießen veröffentlicht die Geschichte der Stadt
Woldenberg. |
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| 1894 |
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Mit dem Bau einer großzügigen Meliorationsanlage läßt
sich endlich der Wasserstand des Großen Sees sowie der Fließe zuverlässig
regulieren. |
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| 5. Okt. 1897 |
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Eröffnung der Friedeberger Kleinbahn, womit eine Verbindung zur
südlich verlaufenden preußischen
Ostbahn (Berlin
Königsberg/Ostpreußen) hergestellt wird. |
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Das 20. Jahrhundert |
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| 19011902 |
|
Verlängerung der Friedeberger Kleinbahn bis Alt-Libbehne. |
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| 19061907 |
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In Driesen wird eine Kanalisation und Wasserleitung gebaut. In Woldenberg
gab es das bis 1945 noch immer nicht. |
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| 19141918 |
|
Erster Weltkrieg. |
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| Feb. 1919 |
|
Auf der Pariser Friedenkonferenz erhebt Polen Gebietsforderungen auf ganz
Oberschlesien, Teile Mittelschlesiens, die Provinzen Posen und Westpreußen den östlichen Teil
Pommerns, Danzig und Masuren und fordert die völkerrechtliche Loslösung von Ostpreußen
vom Deutschen Reich, was im Deutschen Reich einen Sturm der Entrüstung auslöst.
[Karte Ost-Deutschlands von 1914] |
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| 1919 |
|
Der Kreis Friedeberg wird durch den
Versailler Friedensvertrag
wieder Grenzland. |
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| 1925 |
|
Das Friedeberger Lehrerseminar wird aufgelöst. Hier wurden seit 1888
über 900 Lehrer ausgebildet. |
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| um 1925 |
|
Woldenberg wird Luftkurort. |
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| 13. Juni 1926 |
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Im Woldenberger Gehege (Wald) wird der städtische Turn- und Sportplatz durch
den Bürgermeister Schultz feierlich eingeweiht. |
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| 19331936 |
|
Bau der Eisenbahnstrecke Kreuz Schwerin durch den Süden des
Kreises Fiedeberg. |
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| 1938 |
|
Friedebergs Gymnasium wird Oberschule für Jungen. |
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| 1938 |
|
Die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen wird aufgelöst. Das
Gebiet Posen kommt zu Brandenburg. Die restlichen Gebiete werden den Nachbarprovinzen Pommern und
Schlesien zugeordnet. |
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| 1. Okt. 1938 |
|
Die Kreise Friedeberg und Arnswalde werden dem Regierungsbezirk Schneidemühl
zugeschlagen.
Sie werden damit nach 678 Jahren der Zugehörigkeit zur Mark Brandenburg pommersch, was der
Bevölkerung arg mißfällt. |
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| 19391945 |
|
Zweiter Weltkrieg. |
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| 1939 |
|
Bei Woldenberg wird das militärische Lager StaLag IIC
errichtet, das zwischen 1940 und 1941 zum Offiziersgefangenenlager OfLag IIC Woldenberg
mit einer Fläche von 25 Hektar erweitert wird. |
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| 1939 |
|
Woldenbergs Einwohnerzahl beträgt 5.344. |
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Ab 1945 Das Ende und ein Neu-Anfang |
 |
| Mitte Jan. 1945 |
|
Durch Woldenberg wälzen sich endlose Trecks mit Flüchtlingen aus
Ostpreußen in Richtung Westen. |
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| 26. Jan. 1945 |
|
Am späten Abend erhält Woldenberg von der
NSDAP den Räumungsbefehl. Um
Mitternacht läuten die Glocken der Marienkirche als Signal zum sofortigen Aufbruch. |
1) |
| 27. Jan. 1945 |
|
In den frühen Morgenstunden fliehen Tausende Woldenberger vor allem per
Eisenbahn vor der näher rückenden Roten Armee in Richtung Westen (Berlin via Stettin sowie in die Gegend um Hamburg). |
2) |
| 28. Jan. 1945 |
|
Die Rote Armee erreicht am Morgen das Dorf Hochzeit an der Drage und nimmt es
ein, womit sie rund 10 km vor Woldenberg steht. Deutsche Truppen wurden bei Wiesental einfach rechts
liegen gelassen. Zu Kampfhandlungen kommt es an der Pommern-Stellung praktisch nicht. |
|
| 28. Jan. 1945 |
|
Panzer der Kampfgruppe der Panzer-Abteilung 503 der SS werden in Kallies
(Raum Neuwedell) aus der Bahn geladen und im etwas südlich liegenden Zatten zum Angriff
bereitgestellt. |
|
| 28. Jan. 1945 |
|
Gegen Abend besetzen Spitzen der Roten Armee Woldenberg kampflos. Dennoch
wird die Stadt in der Nacht von angetrunkenen Rotarmisten angezündet. Die Brände
dauern bis zum Abend des 30.1.1945. Vom Stadtkern bleibt nur noch
ein Trümmerhaufen
übrig. |
|
| 29. Jan. 1945 |
|
Die SS-Panzer-Kampfgruppe erhält vom Oberbefehlshaber der Heeres- Gruppe
Weichsel (SS-Reichsführer Himmler) den Befehl, zur Reichsstraße 1 zwischen Hochzeit und
Woldenberg durchzubrechen und der Roten Armee damit den Nachschub abzuschneiden. |
|
| 29. Jan. 1945 |
|
Am Tag wird das fast leere Friedeberg von Spitzen der Roten Armee besetzt. |
|
| 30. Jan. 1945 |
|
Im Morgengrauen erfolgt von Zatten aus der deutsche Panzer-Angriff in Richtung
Woldenberg. Er führt unter hohen Verlusten zur zeitweisen Unterbrechung der Versorgungslinien der
Roten Armee in den Raum Küstrin, hat aber vermutlich auch zur großen Zerstörung
Woldenbergs beigetragen, worüber in den Berichten nichts gesagt wird. |
4) |
| 31. Jan. 1945 |
|
Die Rote Armee steht an der Oder. Bei Kienitz wird der
erste Brückenkopf gebildet. |
|
| Feb. 1945 |
|
Auf der Konferenz von Jalta wird das östliche Polen der Sowjetunion
zugesprochen. Zum Ausgleich soll Polen mit den deutschen Gebieten bis zur
Oder-Neiße-Linie
entschädigt werden. |
|
| 14. März 1945 |
|
Die Sowjetunion überträgt Polen die Gebietshoheit über die von
ihr besetzten Gebiete östlich von Oder und Neiße. |
|
| 8. Mai 1945 |
|
Mit der endgültigen Kapitulation Deutchlands ist in Europa der 2.
Weltkrieg zu Ende. |
|
| Sommer 1945 |
|
Durch die Beschlüsse der
Potsdamer Konferenz der 4
Alliierten (USA, Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich) wird das Land östlich von Oder und
Neiße und damit auch die Neumark vorbehaltlich einer endgültigen
Friedensregelung unter polnische Verwaltung gestellt. |
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| 1945/46 |
|
Das frühere Woldenberg erhält in Anlehnung an den alten slawischen
Namen Dubegnewe den polnischen Namen
Dobiegniew
(Neueiche). Aus Friedeberg wird Strzelce Krajenskie und aus Driesen wird
Drezdenko. |
|
| ab 1945 |
|
Die Neumark und damit auch die Städte Woldenberg, Friedeberg und Driesen
werden nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung (ethnische Säuberung) neu
besiedelt, zum größeren Teil von durch die Russen aus Litauen und der Ukraine vertriebenen
Polen, zum anderen Teil von Umsiedlern aus Zentralpolen.
Polen mußte seine Ostgebiete an
Rußland abgeben (Westverschiebung Polens). |
|
| 6. Juli 1950 |
|
Im Görlitzer-Vertrag erkennt die
DDR die
Oder-Neiße-Grenze an. |
|
| 10. Aug. 1958 |
|
Die ex-Woldenberger begehen fernab ihrer alten Heimat in Hamburg den 660.
Jahrestag der Stadtgründung von Woldenberg. |
5) |
| um 1960 |
|
Nachdem die Trümmer der zerstörten Städte in der Neumark
abgeräumt sind, beginnt der langsame Wiederaufbau der Städte im realsozialistischen Stil
durch die Polen. |
|
| 3. Okt. 1990 |
|
Deutschland wird nach dem
Mauerfall von 1989
wiedervereinigt und erkennt die Oder-Neiße-Grenze als Konsequenz aus dem 2. Weltkrieg als
endgültige Grenze zu Polen an. |
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| |
Das 21. Jahrhundert |
 |
| 1. Mai 2004 |
|
Polen wird in die Europäische Union (EU) aufgenommen, womit jegliche
Grenzstreitigkeiten endgültig überwunden sein sollten. |
|
| 2005 |
|
Grzegorz Gralinski veröffentlicht die
Geschichte der Stadt Strzelce Krajenskie / Friedeberg in der Neumark. |
|
| 30. Juni 2007 |
|
Die Einwohnerzahl der Großgemeinde Dobiegniew (ist größer
als das frühere Woldenberg) beträgt 6.929. |
|
| 21. Dez. 2007 |
|
Die Grenzen mit Paß-Kontrollen zwischen
Polen und Deutschland sind endgültig
gefallen. Polen und Deutsche leben nun im gemeinsamen, freizügigen Europa. Denn das Schengener
Abkommen tritt auch hier in Kraft. Jetzt gibt es endlich Reisefreiheit. |
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(Ergänzungen und weitere Links folgen demnächst). |
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xxx. |
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xxx. |
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| xxx |
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xxx. |
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| xxx |
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xxx. |
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(Folgende Daten müsen noch geklärt werden). |
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| xxx |
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Woldenberg erhält seine erste Volksschule. |
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| xxx |
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Woldenberg erhält eine Mittelschule. |
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| xxx |
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Woldenberg erhält ein Amtsgericht. |
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| xxx |
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In Dobiegniew wird das
Museum OfLag IIC Woldenberg
eröffnet. |
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Bitte noch fehlende Daten
per E-Mail mitteilen.
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1) Noch am Nachmittag des 26.1.1945 hatten die Woldenberrger Parteifunktionäre gesagt:
Eine Flucht kommt nicht in Frage.
2) Die Eisenbahnfahrt Woldenberg Stettin Berlin (Stettiner Bahnhof)
dauerte 22 Stunden.
3) Die vorhandenen Heimat-Kalender für den Kreis Friedeberg sind bislang nur zu
einem Teil ausgewertet worden.
4) In solchen Militärberichten wird fast nie über die Folgen für die
Zivilbevölkerung berichtet.
5) Viele Woldenberger verschlug es 1945 nach der Flucht in die Hamburger Gegend und
nach Schleswig-Holstein.
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