Woldenberg (Neumark)   —  Stadtpläne khd
Stand:  4.4.2008   (56. Ed.)  –  File: Heimat/W/Woldenberg_Stadtplaene.html



Woldenberg Diese Seite ist Teil eines Woldenberg-Reports. Woldenberg – heute das polnische Dobiegniew – war bis 1945 eine kleine Stadt in der Neumark (Nm), dem damals östlichsten Teil der Mark Brandenburg. Zwar wurde zum 1. Oktober 1938 der Landkreis Friedeberg/Nm mit Woldenberg der Provinz Pommern (Pm) zugeschlagen, dennoch fühlten sich die Einwohner weiterhin als Neumärker. Seit 1945 gehört Woldenberg/Pm zu Polen. [Geschichte Woldenbergs]

   
  Woldenberg
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Auf dieser Seite werden neben einem aktuellen Stadtplan von Dobiegniew alte Pläne von Woldenberg sowie ein Straßen- Verzeichnis und ein historischer Stadtplan von 1721 präsentiert. Auch wurden hier früher einige Fragen festgehalten, die bei der Zusammenstellung dieser Web-Präsentation angefallen waren, die aber inzwischen eine Extra-Seite erhalten haben. (xxx = das folgt demnächst).

I n d e x :


Dobiegniew — Stadtplan von 2006


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Dobiegniew-Stadtplan von 2006
^   Aktueller Stadtplan der polnischen Stadt Dubiegniew, dem früheren Woldenberg/Nm. Durch Klicken auf den Plan wird eine vergrößerte Darstellung in einem extra Fenster angezeigt (251 kByte).   (Repro: 2006 – khd)


Woldenberg — Stadtplan von 1939


Woldenberg-Stadtplan von 1939
^   Diese Plan-Skizze von Woldenberg um 1939 wurde einem Rundbrief des Heimatkreises Friedeberg in der Landsmannschaft Berlin-Mark Brandenburg entnommen. Nachträglich in Rot eingezeichnet wurde der ungefähre Verlauf der alten Stadtmauer. Die Original- Erläuterung der Nummern 1–30 lag leider nicht vor, so daß diese rekonstruiert werden mußte.

Durch Klicken auf den Plan wird eine vergrößerte Darstellung angezeigt (356 kByte). [Straßen-Verzeichnis]   (Repro: 2003 – khd)


Erläuterungen: (Rekonstruktion)

  1 = Sportplatz im Gehege.
  2 = Schützenhaus.
  3 = Hotel Losch.
  4 = Kath. Kirche.
  5 = Amtsgericht.
  6 = Postamt + daneben Kino.
  7 = Oberes Scheunenviertel.
  8 = Altersheim.
  9 = Faßfabrik.
10 = Steg über die Eisenbahn.

   


11 = Neuer Kirchhof (Friedhof).
12 = Alter Kirchhof (Friedhof).
13 = Krankenhaus.
14 = Gaststätte Aulich.
15 = Brauerei.
16 = Hotel Prochnow.
17 = Hotel Kaiserhof.
18 = Schule.
19 = Ev. Marienkirche.                
20 = Rathaus.
   


21 = Elektrizitäts-Werk.
22 = Neue Bogenbrücke.
23 = Bootsanleger (Rosengarten).
24 = Eberberg.
25 = Eisenbahnbrücke übers Fließ.
26 = Unteres Scheunenviertel.
27 = Altes Zollhaus.
28 = Judenfriedhof.
29 = Steingarten.
30 = Badeanstalt.

Woldenberg — Stadtplan von 1943


Woldenberg-Stadtplan von 1943
^   Diese Plan-Skizze von Woldenberg um 1943 wurde wohl diesem Buch entnommen. Auch in der Vergrößerung sind nicht alle Insets lesbar. Deshalb gibt es dazu nachstehend einige Erläuterungen (transcripts). Durch Klicken auf den Plan wird eine vergrößerte Darstellung angezeigt (1,4 MByte). Dieser Plan wurde 1983 von Herbert Prochnow angefertigt. [Straßen-Verzeichnis]   (Repro: 2007 – khd/bredwolf-File0001)

Erläuterungen: (zu den schlechtlesbaren Insets)

GROSSER SEE:   „Durch die Meliorationsarbeiten [u. a. zur Regulierung des Wasserstands] wurde 1896 der Wasserspiegel gesenkt, an den Ufern bildete sich ein neuer Landstreifen, den der damalige Bgmstr. Westphal an die Anlieger verpachten wollte. Der Bezirksausschuß verbot jedoch dieses, weil man evtl. wieder mit einem erhöhten Wasserspiegel rechnen müsse. Die Anlieger nahmen dieses neugewonnene Land kurzerhand zu ihren Gärten. 1939 erinnerte Bürgermeister Kaske an diese Vorgänge als er eine neue Seepromenade schaffen wollte. Über dieses Ansinnen war man anfangs entrüstet, das sollte sich aber ändern. 1940 entstanden zuerst die Zuwege zum Strandbad, um dann anschließend das Seeufer zur Promenade auszubauen. Begünstigt wurde das Vorhaben durch die Hilfe der französischen und polnischen Gefangenen. Es entstanden nun gleich zwei Bogenbrücken, die größere überspannte die Fließmündung [Ed: gemeint ist der Seeabfluß ins Fließ], die kleinere führte zur Insel. Diese entstand durch emporgewachsenen Sumpf, die dann geschickt ausgenutzt zu einem malerischen Winkel wurde. Das Gesamtbild wurde abgerundet.“
   


OFFLAG IIc (Gefangenenlager):   „1940 Fertigstellung der massiv gebauten erdgeschoss. Unterkünfte. 1943 waren etwa 6 bis 8000 Gefangene hier untergebracht. Sie besaßen u. a. eine große Bibliothek u. einen Tennisplatz, für je 4 Offz. stand eine Ordonanz zur Verfügung.“

AM POSTBERG:   „Der steile Postberg wurde mehrmals aufgeschüttet, der Abtransport der xxx wurde dadurch erleichtert. Das Fließ wurde begradigt [Ed: d. h. die Mündung des Fließes in den See wurde etwas nach Norden verlegt].“


Woldenberg — Straßen-Verzeichnis von 1939


In der folgende Liste sind die Namen der Woldenberger Straßen und der Wohnplätze angegeben. Bei den Wohnplätzen handelt es sich meist um Dörfer oder Einzelanwesen in der Umgebung Woldenbergs. (Stand: 1939)

Die mit einem * versehenen Straßen sind im Stadtplan von 1939 eingezeichnet.


Straßen   Wohnplätze
  • Akazien Straße. *
  • Alte Marktstraße. *
  • Am Hohen Tor. *
  • Am Kastanienplatz. *
  • Am Markt. *
  • Am Niedertor. *
  • Am Postberg.
  • Am Postweg.
  • Am Schützenplatz.
  • Am Stadtsee. *
  • Am Storchnest. *
  • Bahnhof-Straße. *
  • Bismarckstraße. *
  • Brauhausstraße. *
  • Brunnenstraße. *
  • Driesener Chaussee.
  • Eisenbahnstraße. *
  • Friedeberger Chaussee. *
  • Friedeberger Straße. *
  • Hochzeiter Chaussee. *
  • Hohlgasse. *
  • Jahnstraße. *
  • Jasminweg. *
  • Junkerstraße. *
  • Kirchstraße. *
  • Klosterfelder Straße. *
  • Kurze Marktstraße. *
  • Mehrentiner Weg. *
  • Milferstaedt Straße. *
  • Moltkestraße. *
  • Mühlengasse.
  • Neue Straße. *
  • Nordmauer. *
  • Ostmauer. *
  • Richtstraße. *
  • Rittergutweg. *
  • Rohrsdorfer Chaussee.
  • Rohrsdorfer Straße. *
  • Rosengasse. *
  • Scharnhorst Straße. *
  • Schlanower Weg. *
  • Schönblick. *
  • Schulstraße. *
  • Verlängerte Bahnhofstraße.
  • Wallstraße. *
  • Wutziger Weg. *
  • Abbau.
  • Amalienhof.
  • Bahnhofsgebäude. *
  • Bahnwärterhaus.
  • Bayershof.
  • Birkenhof.
  • Feldmark.
  • Forsthaus Friedrichswunsch.
  • Gramsfelde (Dorf).
  • Johanneswunsch (Dorf).
  • Karolinenhof.
  • Neubau.
  • Neumühle.
  • Papiermühle.
  • Rittergutsschäferei.
  • Siedlung Eigene Scholle.
  • Stadtwerder.
  • Stadtziegelei.
  • Sydowsches Vorwerk.
  • Vierfamilien-Haus.
  • Waldschlößchen.
  • Wasserturm.


  • Woldenberg — Historischer Stadtplan von 1721


    Woldenberg-Stadtplan von 1721
    ^   Ein Plan von Woldenberg aus dem Jahr 1721, das urkundlich erstmals 1250 als „Dubegneve“ erwähnt wird. Erst 1368 taucht der Name „Woldenberg“ auf. Nach 1945 kehrte Polen zur ursprünglichen slawischen Namensgebung in der Form von „Dobiegniew“ zurück.

    Die kleine Stadt ist Anfang des 18. Jahrhunderts von einer Stadtmauer mit Wallanlagen umgeben. Im Norden und Osten bieten der große Woldenberger See sowie das Wasser des nach Süden in Richtung Drage fließenden Woldenberger Fließes weiteren Schutz. An der Nordost-Ecke der Stadtmauer ist ein Wachturm vorgelagert.

    Noch heute steht an der nach Westen verlängerten Schulstraße (der Milferstaedt Straße) ein beeindruckender hoher Rest der alten Stadtmauer – das Storchnest. [Report über die Reste der Woldenberger Stadtmauer von 1926]   (Repro+Korr: 2005 – khd)


    Erläuterungen:

      1 = Fließbrücke Mühlengasse.
      2 = Schule.
      3 = Rathaus.
      4 = Hohes Tor.
      5 = Fließbrücke Niederes Tor.
      6 = Fließ + Woldenberger See.
      7 = Wachturm.
      8 = Ev. Kirche.
      9 = Wallstraße.
     
         


      A = Marktplatz.
      B = Brauhausstraße.
      C = Kurze Marktstraße.
      D = Neue Straße.
      E = Richtstraße.
      F = Alte Marktstraße.
      G = Kirchstraße.
      H = Schulstraße.
     
         


       
      Geschichte Woldenbergs
    Im khd-research.net,
    die freie Info-Quelle.
     


       
      Geschichte Woldenbergs
    In Wikipedia, der
    freien Enzyklopädie.
     

    Woldenberg — In Meyers-Lexikon von 1897


    Im großen Meyers Konversations-Lexikon von 1897 lautet der Eintrag zum Stichwort „Woldenberg“ im 17. Band der 5. Auflage auf Seite 840:
    Woldenberg. Stadt im preuß. Regbez. Frankfurt, Kreis Friedeberg, an der Linie Posen — Stargard der Preußischen Staatsbahn, 71 m ü. M., hat eine evang. Kirche (meist aus dem 15. Jahrh.), ein Amtsgericht, Ziegeleien, Bierbrauereien, Branntweinbrennerei, Wasser- und Windmühlen und (1895) 4667 Einw., davon 65 Katholiken und 131 Juden. Vgl. van Nießen, Geschichte der Stadt W. (Stettin 1893).

    Bei den folgenden Volkzählungen vom 8.10.1919 und 16.6.1925 blieb Woldenbergs Einwohnerzahl mit 4589 (1919) bzw. 4822 (1925) fast unverändert (Quelle). [Entwicklung der Einwohnerzahlen]

    Woldenberg — Fragen über Fragen


       
      G ä s t e b u c h - E i n t r a g
    Für Woldenberg mit Umgebung,
    die Neumark und auch Pommern.
     
    Beim Zusammenstellen der Webseiten samt Fotos zu Woldenberg, Dobiegniew und der Neumark tauchten einige Fragen auf. Diese ließen sich nicht mit eigenem Wissen oder Internet-Recherchen beantworten. Deshalb sollen sie an dieser Stelle wenigstens festgehalten werden. Vielleicht gibt es ja mal dazu Antworten, die dann zugefügt werden sollen.

    Diese Fragen sind im Februar 2007 auf eine Extra-Seite umgezogen, wo sie sich besser ausbreiten können. Denn inzwischen gibt es dazu auch einige Antworten.




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