Hier sollen einige nützliche Informationen, Fakten und Zahlen zur
Einführung der neuen europäischen Währung dokumentiert
werden. Und wer es braucht, kann hier gleich mal ein GIF eines
Euro- Symbols herunterladen:

| Vor 1871 |
Bereits 1838 wird die Preußische Mark Münzmark des deutschen Zollvereins, der Vorstufe des
Deutschen Reiches. Der vorher vielerorts (meist in Norddeutschland) verwendete
Thaler war s
nicht dezimal
unterteilt. Im 17. Jahrhundert: 1 Thaler (Thr) = 36 Groschen, 1 Groschen = 6 Pfennig.
Später: 1 Thaler (Thr) = 24 Groschen, 1 Groschen = 6 Pfennig.
Ab 1821: 1 Thaler (Thr) = 30 Silber-Groschen, 1 Groschen = 6 Pfennig.. |
| 1871 |
Nach Gründung des Deutschen Reiches wird auch beim Geld die
Kleinstaaterei abgeschafft. Die Mark wird eingeführt
als Goldmark. Dazu mußten die Münzen (Geldscheine gab es noch
nicht) und Prägerechte von 38 deutschen Kleinstaaten, 4
Königreichen, haufenweise Herzog- und Fürstentümern sowie
Hansestädten unter einen Hut gebracht werden.
[Als die Mark auf den Markt kam] |
| 1871 1924 |
Die Goldparität der Mark, d. h. die Übereinstimmung des
Währungskurses mit dem Wert des Feingehalts der Goldmünzen,
beträgt: 1 Goldmark = 1/2700 kg Feingold (900/1000) = 0,370 g Feingold
= 10/42 US-Dollar = 0,2381 US-Dollar. 1 Dollar = 4,20 Mark.
Der Umrechnungskurs zum Thaler (Taler) beträgt: 1 Taler = 3 Mark.
Noch bis 1907 waren Taler im Umlauf. Dann wurde er durch die
3-Mark-Münze abgelöst |
| 1914 1918 |
1. Weltkrieg. |
| 1919 1923 |
Inflation als Folge des 1. Weltkrieges. Die Geldentwertung erreichte
zuletzt 4,2 Billionen Mark = 1 Dollar. |
| 19. September 1946 |
In seiner Zürcher Rede fordert der britische Oppositions-Politiker Winston Churchill
(18741965) so etwas wie die Vereinigten Staaten von Europa, ohne allerdings
Großbritannien als Teil dieses Europas zu betrachten. |
| 9. Dezember 1946 |
In Deutschland wird die überparteiliche und unabhängige politische Organisation
Europa-Union Deutschland (EUD) gegründet. Ihr Ziel ist es die föderale
Einigung Europas zu fördern und als Mittler zwischen den politischen Entscheidungsträgern der
Union und deren Bürgern zu agieren. |
| Ende 1947 |
In den USA wird die Währungsreform für die Westzonen Deutschlands
vorbereitet und die ersten Banknoten der D-Mark gedruckt. |
| ? 1948 |
Zwischen Belgien, Luxemburg und den Niederlanden wird eine Zollunion
vereinbart. Diese Benelux- Vereinigung ist die eigentliche Keimzelle der
Europäischen Wirtschafts- Gemeinschaft (EWG) bzw. der späteren
Europäischen Union (EU). |
| 1948 |
In Frankfurt am Main wird die Bank Deutscher Länder (BDL)
gegründet. Sie besteht bis 1957. |
| 7.10. Mai 1948 |
In Den Haag diskutieren Politiker, Gewerkschaftler, Industrielle und
Intellektuelle aus 27 Ländern über ein Neues Europa. Man
verständigt sich auf Maximen wie Nie wieder Krieg und
Europa ist bedroht, weil es geteilt ist. |
| 21. Juni 1948 |
Die Geburtsstunde der D-Mark. In den 3 Westzonen Deutschlands der späteren
Bundesrepublik und in West-Berlin wird die Deutsche Mark (DM, Westmark)
eingeführt. In Berlin werden die Banknoten durch ein aufgestempeltes B
gekennzeichnet (Bären-Mark). Die DM löst die wertlose Reichsmark (RM) ab.
Diese Währungsreform zusammen mit der Aufhebung der
Kriegsbewirtschaftung brachten der Bundesrepublik Deutschland das Wirtschaftswunder. Jeder
Einwohner erhielt 40 DM, später noch einmal 20 DM. Die Umstellung von Forderungen (z. B.
Sparbucheinlagen) erfolgte im Verhältnis 10:1, d. h. 10 RM = 1 DM. |
| 24. Juni 1948 |
In der Ostzone Deutschlands der späteren DDR und in Ost-
Berlin wird als Folge der DM-Einführung im Westen die Deutsche Mark
der Notenbank (Ostmark) eingeführt. Sie löst die
Reichsmark (RM) ab. Zunächst werden kleine Kupons zum Aufkleben auf
die Reichsmark- Noten ausgegeben (Tapeten- Mark), denn für
den Osten kam die DM-Einführung in den Westzonen völlig
überraschend. |
| 5. Mai 1949 |
Der Europa-Rat mit Sitz in Straßburg die 1. europäische Institution
wird in London von Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland,
Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen und Schweden gegründet. |
| 23. Mai 1949 |
Aus den 3 westlichen Besatzungszonen (Westzonen) des Nachkriegs-
Deutschlands wird die Bundesrepublik Deutschland als Bundesstaat
gebildet. |
| 7. Oktober 1949 |
Aus der Sowjetzone (Ostzone) Deutschlands wird die Deutsche Demokratische
Republik (DDR). |
| 1950 |
Die Bundesrepublik Deutschland wird Vollmitglied des Europa-Rats, der bis
2004 auf 45 Mitgliedsländer anwachsen wird. |
| 9. Mai 1950 |
Der französische Außenminister Robert Schuman
(18861963) schlägt vor, den von Jean Monnet (18881979)
erarbeiteten Plan für eine Zusammenlegung der Kohle- und
Stahlproduktion von Frankreich und der Bundesrepublik zu realisieren. |
| 1950 |
Die Parität der Deutschen Mark (DM) zum US-Dollar beträgt 1 $ =
4,20 DM. |
| 18. April 1951 |
Am Anfang der Einigung Europas steht der Schuman-Plan, die Märkte von Kohle und
Stahl in Europa gemeinsam zu bewirtschaften. Diese Montan- Union wird von Belgien,
Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Italien in Paris beschlossen. |
| 1952 |
Der Vertrag zur Montan-Union die Europäische Gemeinschaft
für Kohle und Stahl (EGKS) tritt in Kraft. Die EGKS ist
der Vorläufers der Europäischen Wirtschafts- Gemeinschaft
(EWG). |
| 1954 |
Die geplante Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) scheitert am
Nein der französischen Nationalversammlung. |
| 5. Mai 1955 |
Der Vertrag über die Westeuropäische Union ein kollektiver Beistandspakt
tritt in Kraft. |
| 1955 |
Auf der Konferenz von Messina wird angespornt vom Erfolg der Montan- Union die
Ausdehnung der wirtschaftlichen Integration Europas auf alle Bereiche sowie eine
gemeinsame Atomenergiepolitik beschlossen. |
| 25. März 1957 |
Unterzeichnung der Verträge über die Europäische
Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft
(EURATOM) durch Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Luxemburg,
Niederlande und Italien auf dem Kapitol in Rom (Römische
Verträge), woraus später die EU entstehen wird. |
| 1957 |
Die Verwaltung der D-Mark geht in die Hände der
Deutschen Bundesbank
über. Diese ist Nachfolgerin der 1948 gegründeten Bank Deutscher
Länder. |
| 1957 |
Die Goldparität der Deutschen Mark (DM) beträgt 1 DM = 0,211588 g
Feingold (900/1000 ?). 1 US-$ = 4,20 DM. |
| 1. Januar 1958 |
Die Römischen Verträge über die Gründung der EWG und EURATOM treten
in Kraft (6 Staaten mit 186 Mio. Menschen). |
| 1971 |
Die Goldkonvertibilität (Goldbindung) des US-Dollars wird
aufgegeben. Es erfolgt der Übergang zu freien Wechselkursen. |
| 1. Januar 1973 |
Dänemark, Großbritannien und Irland werden in die EWG aufgenommen, die damit aus 9
Staaten mit 273 Mio. Menschen besteht. |
| 10. Dezember 1974 |
Die Staats- und Regierungschefs der EWG beschließen die Einrichtung eines
Europäischen Rats mit regelmäßigen Treffen der Regierungen
(EU-Gipfel). |
| 1978 |
In der Bundesrepublik Deutschland beträgt der Bargeldumlauf 76
Milliarden DM, davon 2,1 Milliarden DM in Münzen. |
| 1. Januar 1979 |
Die ECU-Gewichtung
Stand: 1979
|
| Währung |
Anteil |
Anm. |
| Deutsche Mark |
36,9 % |
|
| Französischer Franc |
16,7 % |
|
| Holländischer Gulden |
11,3 % |
|
| Italienische Lire |
7,8 % |
|
| Britisches Pfund |
15,1 % |
|
| Belgische Franc |
8,2 % |
|
| Dänische Kronen |
2,7 % |
|
| Irische Pfund |
1,0 % |
|
| Luxemburgische Franc |
0,3 % |
|
| Summe: |
100,0 % |
|
Das Abkommen zum Europäischen Währungssystem (EWS) wird zwischen den
inzwischen 9 Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft (EG) geschlossen. Zur
Stabilisierung der Wechselkurse wird als Recheneinheit und Bezugsgröße die
Europäische Währungseinheit ECU (European Currency Unit) eingeführt.
Die Korbwährung ECU setzt sich aus den 9 Währungen der
Länder Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich,
Großbritannien, Luxemburg, Niederlande, Irland und Italien zusammen,
die nach der Stärke der einzelnen Volkswirtschaften gewichtet
werden.
Motor für die Einführung des EWS sind Valéry Giscard
d'Estaing (Frankreich) und Helmut Schmidt (Deutschland). |
| 1979 |
1. Direktwahlen zum Europäischen Parlament
(Strasbourg). Das Europa- Parlament wird ab
jetzt alle 5 Jahre direkt gewählt. |
| 17. Juli 1979 |
Das neu gewählte Europäische Parlament tritt zu seiner 1. Sitzung in
Straßburg zusammen. |
| 1. Januar 2001 |
Griechenland wird 12. Mitglied der Währungsunion. Nur die
EU-Länder Dänemark, Großbritannien und Schweden nehmen
(vorerst) nicht an der Währungsunion teil. |
| 26. Februar 2001 |
Mit dem Vertrag von Nizza wird in Hinblick auf die geplante Erweiterung der
Europäischen Union (EU) die 4. große Vertragsrevision der EU
beschlossen. Sie gilt nicht als großer Wurf. |
| September 2001 |
Handel und Banken erhalten auf Bestellung abgepackte Mengen Euro- Scheine
und -Münzen. |
| 17. Dezember 2001 |
In Deutschland werden Euro- Startpakete mit 20 Münzen im Wert
von 10,23 Euro für 20 DM verkauft. Sie enthalten folgende Münzen:
1 Cent, 2 Cent, 2 x 5 Cent, 3 x 10 Cent, 4 x 20 Cent, 4 x 50 Cent, 3 x 1
Euro und 2 x 2 Euro. Die Bundesbank hat 53,5 Millionen solcher
Starter-Kits hergestellt. |
| 31. Dezember 2001 |
Letzter Gültigkeitstag der Deutschen Mark (DM) als gesetzliches
Zahlungsmittel. 130 Jahre hat damit die Mark in deutschen Landen in ihren
verschiedenen Formen (Goldmark, Papiermark, Rentenmark, Reichsmark,
Deutsche Mark, in der DDR Mark der Deutschen Notenbank) als Zahlungsmittel
gegolten. |
| 1. Januar 2002 |
Die größte Währungsumstellung aller Zeiten hat
begonnen. Euro- Scheine und -Münzen kommen in den Umlauf. Damit
startet das Zeitalter des Euro- Bargelds mit 5, 10, 20, 50, 100, 200 und
500 Euro- Scheinen und 1, 2, 5, 10, 20, 50 Cent (Ct) sowie 1 und 2 Euro-
Münzen. Eine 1/2 Cent-Münze zur genauen Abbildung eines
DM-Gegenwertes gibt es nicht (1 Pfennig = 0,511292 Cent). Auch eine 5-Euro
Münze gibt es (vorläufig) nicht. Sie soll der
EZB zu teuer gewesen sein. Mit D-Mark
kann in Deutschland noch 2 Monate bis zum 28. Februar 2002 bezahlt werden. |
| 1. Januar 2002 |
Neben den 12 Staaten, die das Euro- Bargeld
einführen, kommen noch 3 Kleinstaaten, die ebenfalls eigene
Euro- Münzen prägen dürfen: Das Fürstentum Monaco, der
Vatikan und die Republik San Marino. Somit gibt es insgesamt 15 x 8 = 120
verschiedene Euro- Münzen, die überall in Euro- Land gültig
sind. |
| Bis 15. Januar 2002 |
Die Geldautomaten werden auf Geldscheine zu 5, 10, 20 und 50 Euro
umgerüstet. |
| 29. Januar 2002 |
Deutschland bislang Lehrmeister in Sachen Stabilität hat
Probleme mit der Staatsneuverschuldung vor allem in den
Bundesländern. Deshalb beschließt die EU-Kommission aufgrund
des Stabilitätspakts von 1997 eine
Frühwarnung (Abmahnung) an Deutschland wegen eines drohenden
übermäßigen Haushaltsdefizits von 2,7 %. Der
Blaue Brief der EU wird aber nicht zugestellt. |
| 17. Februar 2002 |
In Frankreich geht um Mitternacht die Übergangsperiode, in der
zugleich Franc und Euro offizielles Zahlungsmittel waren, zu Ende. Der
französische Franc galt 641 Jahre als Zahlungsmittel. |
| Bis 28. Februar 2002 |
Barzahlung im Einzelhandel mit DM-Scheinen und -Münzen ist
möglich (Münzen bis 20 DM), auch wenn die D-Mark kein
gesetzliches Zahlungsmittel mehr ist. Das Wechselgeld soll in Euro
herausgegeben werden. |
| 28. Februar 2002 |
In Brüssel tritt der EU-Verfassungskonvent unter seinem
Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing zusammen. Dieser Reform-
Konvent soll eine Verfassung der politischen Einheit Europas
erarbeiten. |
| 28. Februar 2002 |
Letzter Umtauschtermin für DM-Scheine und -Münzen bei den
Geschäftsbanken. Bei den Landeszentralbanken und deren Zweigstellen
gilt der unbefristete und kostenlose Umtausch. |
| 31. März 2002 |
Letzter Umtauschtermin für ausländische Geldscheine (keine
Münzen) aus Euro-Ländern bei den Landeszentralbanken (Filialen
der Deutschen Bundesbank). |
| 30. Juni 2002 |
Briefmarken der Deutschen Post mit dem alleinig aufgedruckten
Nennwert in Pfennig verlieren ihre Gültigkeit. |
| 13. Dezember 2002 |
In Kopenhagen beschließen die 15 EU-Staats- und Regierungschefs
die Erweiterung der Europäischen Union (EU) zum 1. Mai 2004 um
10 weitere Länder: Estland, Litauen, Lettland, Malta, Polen, Slowakei,
Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern (griechischer Teil). Die
Bevölkerung der meisten Länder muß dem Beitritt in
Referenden noch zustimmen. Über den Beitritt zur Euro- Währung
werden diese Länder nach 2006 selbst entscheiden. |
| 17. Dezember 2002 |
1 Euro = 1,02 $: Der Euro erreicht gegenüber dem US-Dollar erstmals
wieder einen Kurs von deutlich über 1 $. Seit der
Euro- Einführung war die europäische
Gemeinschaftswährung von 1,1789 $/Euro auf bis zu 0,8585 $/Euro
(Tiefststand) gefallen. |
| Ende Dezember 2002 |
Die Deutschen Bundesbank berichtet,
daß noch rund 17,5 Mrd. Deutsche Mark (DM) im Umlauf sind.
Sie rechnet mit 200 Millionen Banknoten im Wert von 10 Mrd. DM und 25 Mrd.
Münzen im Wert von 7,5 Mrd. DM. Ein Teil dieses Geldes wird nie den
Weg zurück zur Bundesbank finden, da es in den Alben von
Münzsammlern weltweit steckt. |
| Ende Dezember 2002 |
Im Umlauf sind nun 10,7 Mrd. deutsche Euro-Münzen. Von den
bislang 18 Mrd. geprägten Euro- Münzen sind von der Deutschen
Bundesbank noch 7,3 Mrd. nicht in den Umlauf gebracht worden. In den 12
Euro-Ländern sind insgesamt 38,2 Mrd.
Münzen im Umlauf, produziert wurden 52 Mrd. Münzen. |
| 2002 |
Deutschland hat 2002 bei der Netto-Neuverschuldung mit 3,6 % des BIP die
Maastricht- Defizitgrenze von 3 %
überschritten. Außerdem übersteigt die
Gesamtverschuldung aller öffentliche Haushalte mit 60,8 % des BIP knapp die
Maastricht-Grenze von 60 %.
Die EU-Kommission verzichtet 2003 zunächst auf Sanktionen, weil Deutschland
Besserung gelobte. |
| 27. Mai 2003 |
Mit einem Kurs von 1,1933 $/Euro ist in London die europäische
Währung erstmals so teuer wie nie zuvor. Allerdings war die DM schon
mal teurer. Denn der Kurs 1,1933 $/Euro bedeutet rund 1,64 DM/$, und
dieser DM-Kurs lag schon mal deutlich unter 1,50 DM/$. |
| September 2003 |
Die Schweden stimmen mehrheitlich gegen die Einführung des Euros. |
| Herbst 2003 |
Italien fordert die Ausgabe von kleinen Euro-Banknoten (1 Euro- und
2 Euro-Scheine). Schließlich gebe es auch eine 1 Dollar-Note,
heißt es. |
| 28. November 2003 |
1 Euro = 1,20 $: Der Euro erreicht damit gegenüber dem US-Dollar seinen bisher
höchsten Stand. Das liege aber weniger an der Euro-Stärke, als an der
Dollar-Schwäche, sagen Experten. Volkswirte sehen durch den steigenden Euro den
deutsche Export bedroht. |
| Dezember 2003 |
Die Vereinbarung der vom EU-Konvent vorbereiteten Europa-Verfassung scheitert
in Rom vor allem an der starren Haltung Polens und Spaniens sowie eines wenig
verhandlungswilligen EU-Ratspräsidenten Berlusconi. |
| 31. Dezember 2003 |
1 Euro = 1,2630 $: Der Kurs des Euro steigt und steigt. Die Marke von 1,25 Dollar hatte
der Euro erst am 29.12.2003 überwunden. Händler rechnen mit einem weiteren
Wertverlust des Dollar. Der Goldkurs liegt derzeit bei rund 334 $ pro Feinunze (31,1035
g). |
| 31. Dezember 2003 |
Die Deutsche Bundesbank und damit
die Landeszentralbanken in den Bundesländern stellen den Umtausch
ausländischer Banknoten aus Euro- Ländern ein
(Pauschalgebühr: 10,00 Euro). Ausländische Banknoten können nun nur noch
bei den jeweiligen National- Banken der EU-Länder umgetauscht werden. Dabei ist zu
beachten, daß nicht alle Länder ihre alten Landeswährungen auf unbegrenzte
Zeit umtauschen. DM-Banknoten und -Münzen können hingegen unbefristet
und kostenlos bei den Landeszentralbanken umgetauscht werden. |
| 2003 |
Deutschland hat auch 2003 bei der Netto-Neuverschuldung die
Maastricht- Defizitgrenze von 3 %
des BIP überschritten. Außerdem übersteigt die
aufgelaufene Gesamtverschuldung aller öffentliche Haushalte mit 64,2 % des BIP
deutlich die Maastricht-Grenze von 60
%. |
| Februar 2004 |
Es tauchen immer mehr gefälschte Euro-Scheine auf. Die
Landeskriminalämter schlagen Alarm. Denn trotz der angeblich
fälschungssicheren Euro- Noten, boomt der Handel
mit Falschgeld vor allem mit 50- und 100-Euro- Scheinen. Die
Fälschungen seien inzwischen so gut, daß sogar in Geldautomaten
Falschgeld auftaucht. Wurden 2001 noch 30.000 DM-Noten Falschgeld in Umlauf
gebracht, waren es 2003 bereits 50.000 gefälschte Euro- Noten.
[mehr] |
| 9. März 2004 |
Nach Angaben der Deutschen
Bundesbank sind noch immer 16 Mrd. DM nicht in Euro umgetauscht worden. Das
sind rund 10 % der Ende 2001 im Umlauf befindlichen DM-Banknoten und
DM-Münzen. |
| 1. Mai 2004 |
Die Europäische Union (EU) wird um 10 neue Länder erweitert. Die EU besteht nun aus
25 europäischen Ländern mit einer Bevölkerung von 454
Millionen. Über die Einführung der Euro- Währung werden die neuen Länder
später entscheiden, sobald sie die Maastricht-
Kriterien erfüllen. Umstritten bleibt, ob später auch die Türkei der EU
beitreten kann. |
| Mai 2004 |
Deutschland wird auch 2004 bei der Netto-Neuverschuldung die
Maastricht- Defizitgrenze
von 3 % des BIP überschreiten. |
| 8. Juni 2004 |
Die Bundesbank teilt mit, daß in Deutschland bereits die
Kupfermünzen (1, 2 und 5 Cent) knapp werden. Der Grund: Unerwartet
viele Menschen horten offensichtlich die kleineren Cent- Münzen. Das
Bundesfinanzministerium hat inzwischen zusätzliche Prägeaufträge erteilt.
Allerdings hätten die Lieferanten von Münz- Rohlingen derzeit wegen der
angespannten Lage auf dem Stahlmarkt Lieferschwierigkeiten, heißt es. |
| 13. Juni 2004 |
6. Direktwahl zum Europäischen Parlament, an der auch die
10 neuen EU-Länder teilnehmen. |
| 18. Juni 2004 |
Unter der irischen Präsidentschaft einigen sich in Brüssel die Staats- und
Regierungschefs der 25 EU-Länder doch noch auf eine gemeinsame
Europäische Verfassung. Mit der EU-Verfassung soll gesichert werden,
daß die Institutionen der EU auch nach der Erweiterung auf 25 Mitgliedstaaten
überschaubar bleiben. So wird das Veto- Recht eingeschränkt sowie die
doppelte Mehrheit eingeführt. Das EU-Parlament erhält zudem
mehr Rechte. Die EU-Verfassung muß in allen EU-Ländern ratifiziert werden
in Deutschland durch den Bundestag. Sie soll dann 2007 in Kraft treten.
|
| 31. Juli 2004 |
Eine neue Vorschrift der Bundesbank zum Umtausch von Euro- Münzgeld
treibt den deutschen Einzelhandel auf die Barrikaden. Denn die Vorschrift
Einführung einer Richtlinie für die Fertigung von
Münzrollen in Folienpackungen im Kassenverkehr der Deutschen
Bundesbank führe dazu, daß die Kosten für den
Umtausch von Münzgeld enorm angestiegen seien und von den Banken nun an
ihre Kunden weitergereicht würden. Pro 100 Euro Kleingeld werden
Gebühren von etwa 1,50 Euro fällig. Die Bundesbank selbst
rechtfertigt ihre neue Verpackungsvorschrift mit der Notwendigkeit
europäischer Harmonisierung [Ed: der TEURO läßt
grüßen...]. |
| 22. September 2004 |
Im InfoRadio Berlin- Brandenburg erhebt
der Geldexperte Klaus W. Bender (Autor des neuen Buches Geldmacher
Das geheimste Gewerbe der Welt) schwere Vorwürfe zur
Fälschungssicherheit der Euro- Banknoten. Diese seien
gefährlich leicht zu fälschen, wesentlich leichter als die
DM-Scheine. Denn bei der Vorbereitung der Euro- Einführung durch die
europäischen Regierungen wurden zu viele Kompromisse auf kleinstem
gemeinsamen Nenner gemacht. Zwar können die Maschinen bei den
Zentralbanken die Echtheit der Euro-Noten wg. der eingebauten HighTech-
Sicherheitsmerkmale leicht erkennen, nicht aber der Bürger auf den ersten
Blick beim Einkaufen. So fehle auf den Euro- Geldscheinen ein Überdruck
der Hologramme, wie er bei einigen DM-Noten noch üblich war. Auch wurde
bei den Euro- Banknoten auf den leicht fühlbaren (kleine Rillen in der
Farbe) und schwer fälschbaren doppelseitigen Stichtiefdruck verzichtet.
Zudem sei ein miserables Wasserzeichen sowie viel zu kleine
Sicherheitsfäden in die Euro- Noten eingearbeitet worden. Nur die
durchs Kippen der Note erkennbaren Effekte (Farbwechsel und Symbole in den
Hologrammen) bieten einen guten Schutz, denn sie seien nur schwer
nachzustellen aber nicht en-passant erkennbar. Die Folge: Die
Fälschungen nehmen dank der digitalen Repro- Technik zu. In Deutschland
ist zuletzt die Anzahl aufgetauchter Euro- ‚Blüten‘ um 30 %
gestiegen, in Österreich waren es sogar +70 %. Zu den absoluten Zahlen
schweige sich die EZB in Frankfurt am
Main aus, sagte Bender im Radio- Interview. |
| 29. Oktober 2004 |
In Rom unterzeichnen 47 1/2 Jahre nach Gründung der EWG in einem feierlichen Akt die
Staats- und Regierungschefs der EU sowie der Beitrittskandidaten (Türkei, Bulgarien
und Rumänien) die Europäische Verfassung. Sie soll nach Ratifizierung
durch die Mitgliedsstaaten 2007 in Kraft treten. |
| Ende Oktober 2004 |
Von dem im Dezember 2000 umlaufenden D-Mark-Münzen sind 46 % noch nicht in Euro
umgetauscht worden. Dies entspreche einem Wert von 7,32 Milliarden DM (3,74 Milliarden Euro),
sagt die Bundesbank. Bei den Banknoten sieht es anders aus: Nur rund 3 % des damaligen
Umlaufs sind noch nicht in Euro umgetauscht worden. Der Wert: 7,96 Milliarden DM (4,07
Milliarden Euro). Insgesamt sind 24,5 Milliarden Münzen und 191 Millionen Banknoten noch
nicht an die Bundesbank zurückgeflossen. |
| 5. November 2004 |
Der Euro erreicht gegenüber dem Dollar einen Rekordwert von zeitweise 1,2937
US-$/Euro. Auslöser für den Anstieg ist der Wahlsieg von George W. Bush.
Experten vermuten, daß der Kurs wg. der anhaltenden Dollar- Schwäche weiter
steigen wird.
|
| 10. November 2004 |
In den neuen EU-Ländern Estland, Litauen, Slowenien und Zypern werde der Euro
voraussichtlich bereits in der 2. Hälfte 2006 weitaus früher als
ursprünglich erwartet eingeführt, heißt es in einem Bericht der
EU-Kommission.
|
| 15. November 2004 |
Das EU-Statistik-Amt
EUROSTAT (Luxemburg) teilt mit, daß sich Griechenland 2000 den
Zugang zur Euro-Zone mit der Angabe falscher Zahlen erschlichen hat. Athen räumt die
falschen Zahlen ein. Für einen Ausschluß Griechenlands gibt es aber keine
rechtliche Handhabe. Aktuell weist Griechenland ein Staatsdefizit von 5,3 % auf (2,3 %
mehr als das Maastricht-Kriterium).
 |
| 3. Dezember 2004 |
Mit 455,90 Dollar pro Feinunze (31,1035 g) erreicht der Goldpreis einen Höchststand
seit 16 Jahren (im Januar 1980 gab es mit 850 Dollar/Feinunze einen Rekordwert). |
| 22. März 2005 |
Unter dem Druck von Deutschland und Frankreich wird der Stabilitätspakt für
den Euro von 1996/97 auf dem EU-Gipfel in Brüssel aufgeweicht. Schulden, die die
Länder zur Förderung der Einigung Europas machen, sollen künftig nicht mehr bei
der 3 %-Grenze berücksichtigt werden. Dazu
gehören in Deutschland auch die durch Schulden finanzierten Folgekosten der Vereinigung
mit der DDR. Auch sollen die Euro- Länder in Zeiten von Konjunkturschwächen mehr
Spielraum für neue Schulden erhalten. |
| 29. Mai 2005 |
Die Franzosen lehnen in einem Volksentscheid mit 55 % die neue EU-Verfassung ab. Die
EU-Verfassung ratifiziert haben bislang Deutschland, Griechenland, Italien, Litauen,
Österreich, Slowakei, Slowenien, Spanien und Ungarn. In weiteren Ländern finden noch
Referenden statt.
|
| 1. Juni 2005 |
Mit einer ungewöhnlichen Werbeaktion will die Deutsche Telekom noch im Umlauf befindliche
DM-Münzen einsammeln. Bis zum 31. August 2005 kann in Telefonzellen wieder mit Mark und
Pfennig telefoniert werden. Dabei gilt ein Umrechnungskurs von 1 DM zu 1 Euro. |
| 1. Juni 2005 |
Auch die Niederländer haben mit knapp 62 % noch deutlicher die neue EU-Verfassung
abgelehnt. In der Folge stürzt der Euro auf 1,22 US-Dollar/Euro ab. |
| 5. Juni 2005 |
In einem Referendum stimmen die Schweizer mit 54,6 % für einen Beitritt zum
Schengen-Abkommen der EU und damit für weniger strenge Grenzkontrollen. Das Schweizer
Bankgeheiminis wird durch diese Entscheidung nicht berührt.
|
| 6. Juni 2005 |
Die britische Regierung legt angesichts der Ablehnung der EU-Verfassung durch Frankreich und
die Niederlande das in Großbritannien geplante Referendum auf Eis. Damit ist die
Krise um die EU-Verfassung perfekt. |
| Juli 2005 |
In einer volkswirtschaftlichen Studie der Großbank HSBC (London) wird festgestellt, daß zwar
ein Zerfall der Euro-Zone politisch nicht wünschenswert sei, es aber wirtschaftlich für
Italien, Deutschland und die Niederlande durchaus Argumente gebe, die für einen Abschied vom Euro
sprächen. Da das aber der politischer GAU für die EU wäre, werden weitergehende Reformen
wie eine Flexibilisierung des Stabilitätspakts oder die Möglichkeit einer Null-Zins-Politik
angeregt.
 |
| 10. Juli 2005 |
Die Bürger von Luxemburg haben mit rund 58 % für die neue europäische Verfassung
gestimmt. Luxemburg ist damit das 13. Land, das der EU-Verfassung zugestimmt hat. |
| 15. Juli 2005 |
In der Euro-Zone sind in den ersten 6 Monaten des Jahres 2005 fast 300.000 Euro-
Falschgeldnoten aus dem Verkehr gezogen worden, gut 40.000 davon tauchten in Deutschland
auf. Verglichen mit D-Mark-Zeiten ist das ein deutliches Plus. Am häufigsten wurde der
50-Euro-Schein (62 % aller gefundenen Blüten) gefälscht. Außerdem wurden in
Deutschland knapp 18.400 gefälschte Münzen vor allem 2-Euro-Münzen
eingezogen. |
| 1. Oktober 2005 |
Nach einem riesigen Streit werden in der Nacht zum 2. Oktober formal die EU-Beitrittsverhandlungen mit
der Türkei begonnen. Die Eröffnung gilt als mißglückt. Die Verhandlungen
sollen mindestens 10 Jahre dauern.
[Zeit für eine neue
Union] |
| 2. Oktober 2005 |
Die Berliner Kripo hat eine drastische Zunahme von gefälschten 2-Euro-Münzen
registriert. Seien im vergangenen Jahr 2.400 dieser Falschmünzen aus dem Verkehr gezogen worden,
sind es in diesem Jahr bis jetzt bereits 4.000, also nahezu eine Verdopplung. Das Falschgeld wird
vorwiegend in Spiel- und Zigarettenautomaten gefunden. |
| Ende Oktober 2005 |
Gleich 18 Millionen Stück einer Euro-Gedenkmünze will Italiens Regierung unter
Berlusconi prägen lassen. Das Geldstück im Wert von 2 Euro soll an die
Unterzeichnung des EU-Verfassungsvertrages Ende Oktober 2004 in Rom erinnern. In Brüssel
sorgten die italienischen Pläne für Verwunderung, da wohl die EU-Verfassung gar keine
Gültigkeit mehr erlangen wird. Die Münze ist gesetzliches Zahlungsmittel in
sämtlichen Euro-Ländern. Sie zeigt auf der Münzrückseite einen Stier und
Europa, die die Verfassung in Händen hält umrahmt von den Worten
Constituzione Europea, sozusagen als Mahnung an die Politiker, doch noch eine gute
Verfassung zu produzieren. |
| Ende November 2005 |
Der Goldpreis ist auf den höchsten Stand seit 18 Jahren geklettert. Die Feinunze kostet um
500 Dollar. Gründe sind die weltweite Furcht vor stärkerer Geldentwertung. Auslöser
für die Gold-Rallye war das Scheitern der EU-Verfassung im Mai 2005. Das säte Zweifel in den
Euro. Gleichzeitig mißtrauen viele Anleger dem US-Dollar auf Grund der Milliardendefizite Amerikas
in Haushalt und Außenhandel. |
| 1. Dezember 2005 |
Die unabhängige Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Leitzins für die
Euro- Zone von 2,0 auf 2,25 %, um so Sorgen über eine anziehende Inflationsrate zu begegnen. |
| 7. Dezember 2005 |
Der Goldpreis erreicht einen 24-Jahre-Höchststand von 513,40 $ pro Feinunze (31,1035 g). Inwieweit
bei diesem ‚Raus-aus-dem-Dollar‘ auch die nunmehr gesicherte Tatsache eine Rolle
spielt, daß die USA unter der Regierung George W. Bush Menschen wider alle
Menschenrechtskonventionen entführt und gefoltert hat, bleibt unklar. Für alle Menschen mit
noch intakten moralischen Wertvorstellungen ist das aber absolut unerträglich.
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| 28. März 2006 |
Nach einer Mitteilung der EU-Kommission wurden 2005 insgesamt 96.000 gefälschte Münzen aus dem
Verkehr gezogen. Das ist eine Zunahme von rund 29 Prozent gegenüber 2004. Seit der Euro-
Einführung am 1. Januar 2002 wurden rund 365.000 falsche Münzen entdeckt. 2005 wurden
außerdem 579.000 gefälschte Banknoten sichergestellt. |
| 19. April 2006 |
Einen ganzen Haufen Erspartes aus D-Mark-Zeiten hat ein Rentner aus Kiel die Toilette
heruntergespült in der irrigen Meinung, das Geld sei nichts mehr wert. Die alte Währung
verstopfte allerdings das Rohr. Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma entdeckten das Geld beim Beheben
der Verstopfung. Die eingeschaltete Polizei ermittelte einen 64-Jährigen als Besitzer. Der Rentner
bestätigte später, das Geld für wertlos gehalten und weggespült zu haben. Die
D-Mark-Scheine hatten einen Wert von umgerechnet etwa 15.000 Euro. Daß D-Mark unbefristet bei
Filialen der Bundesbank umgetauscht werden kann, wußte der Mann nicht. |
| 16. Mai 2006 |
Für Slowenien gibt es grünes Licht zur Einführung des Euro zum 1.1.2007. Es ist
dann das 13. EU-Land mit der Gemeinschaftswährung. Litauen muß noch warten. |
| 1. Juli 2006 |
In den Euro-Ländern sind inzwischen diverse Euro-Sondermünzen in den Verkehr gebracht
worden. Diese sind zwar offizielle Zahlungsmittel, allerdings gilt das nur im Land ihrer Ausgabe und
nicht in anderen Euro-Ländern. Ausnahme: Die 2-Euro-Gedenkmünzen, da deren Größe,
Gewicht und Wertseite dem üblichen 2-Euro-Stück entspricht. Diese gelten im gesamten
Euro-Gebiet. |
| 26. September 2006 |
Die EU-Kommission gibt in Straßburg grünes Licht für den Beitritt von Bulgarien und
Rumänien zur Europäischen Union. Die endgültige Entscheidung, ob der Beitritt zum
1.1.2007 unter strengen Auflagen erfolgen soll, liegt nun beim EU-Rat den EU-Regierungschefs. |
| 27. April 2007 |
Mit 1,3682 US-Dollar/Euro wird im Devisenhandel einen neuer Euro-Höchststand erreicht. Zu
DM-Zeiten wären das rund 1,43 DM/US-Dollar gewesen, was es damals (1970er-Jahre?) schon einmal
gab. |
| 16. Mai 2007 |
Für Malta und Zypern gibt es grünes Licht zur Einführung des Euro zum
1.1.2008. Die Euro-Zone wird dann auf 15 Länder anwachsen. |
| 21. Juni 2007 |
Der EU-Ministerrat stimmt auf dem Gipfel in Brüssel der Euro-Einführung in Malta und Zypern
zu. |
| 12. September 2007 |
Erneut erreicht der Euro im Devisenhandel mit einem Kurs von 1,3892 US-Dollar/Euro ein
Euro-Allzeithoch. Der Hauptgrund dafür ist die anhaltende US-Immobilienkrise. Zu DM-Zeiten
wären das rund 1,41 DM/US-Dollar gewesen, was es damals (1970er-Jahre?) wohl schon einmal gab. Das
Einkaufen in den USA wird damit günstiger, aber es kommt je nach Warenart noch etwas Zoll dazu. |
| 19. Oktober 2007 |
Auf dem Reformgipfel in Lissabon einigen sich in den frühen Morgenstunden die 27 Staats- und
Regierungs-Chefs der EU endlich auf einen EU-Reformvertrag, der den durch Frankreich, die
Niederlande und Großbritannien entstandenen Verfassungskonflikt überwinden soll. Hauptbremser
waren zuletzt die Polen und Italiener. Der amtierende EU-Ratspräsident José Socrates
(Portugal) hatte vorher gesagt: Es ist ein phantastischer Tag, und ich glaube, wir bekommen einen
phantastischen Vertrag. Diese Lissaboner Verträge bleiben aber weit hinter
dem Verfassungsentwurf von 2004 zurück. Das Vertragswerk soll am
13. Dezember feierlich unterzeichnet werden und muß dann noch von den einzelnen EU-Ländern
ratifiziert werden. Volksabstimmungen sollen diesmal offensichtlich vermieden werden. |
| 13. Dezember 2007 |
In Lissabon wird von den 27 Staats- und Regierungs-Chefs der ausgehandelte EU-Reformvertrag
unterzeichnet. Europa werde damit wenigstens etwas demokratischer, heißt es. Der
neue Vertrag wird nach Ratifizierung in den EU-Ländern am 1. Januar 2009 in Kraft
treten. Nur in Irland soll darüber das Volk entscheiden. |
| 1. Januar 2008 |
In Malta und Zypern wird der EURO als Zahlungsmittel eingeführt. Die Bevölkerung konnte
bereits Anfang Dezember 2007 Starter-Kits kaufen. Damit gilt die EURO-Währung in 15
Ländern. |
| 11. Januar 2008 |
Der Preis für 1 Feinunze (31,1035 g) Gold erreicht mit 900,10 US-$ ein Allzeithoch. Auch der
Dollar-Kurs erreicht mit 1,48 $/Euro ein neues Allzeithoch. Analysten erwarten noch im Jahr 2008 einen
Goldpreis von über 1000 $ pro Feinunze. Das seien alles Indikatoren für einen
katastrophalen Zustand der US-Wirtschaft, sagen Wirtschaftsexperten. Werden unsere Politiker
das Gespenst einer ernsten Welt-Wirtschaftskrise vertreiben können, fragen sich nicht nur die
Experten. |
| 21. Januar 2008 |
An der deutsche Börse gibt es an einem Montag einen starken Kurseinbruch. Der DAX sank um rund 7,5
%. Am 18.1.2008 (Freitag) schloß er noch bei 7.314. Analysten sprechen von einem ersten
Börsencrash [Ed: d. h. weitere werden wohl folgen]. Der Euro-Kurs sank auf 1,4480
Dollar/Euro. In den folgenden Tagen fiel der DAX dann unter 6.400 Punkte und büßte damit den
kompletten Jahresgewinn 2007 ein.
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| 13. März 2008 |
Der Euro erreicht im Devisenhandel mit einem Kurs von 1,5637 US-Dollar/Euro ein weiteres
Euro-Allzeithoch (Tendenz weiter steigend). Der Hauptgrund dafür ist die in den USA durch die
Bush-Regierung herbeigeführte Rezession. Zu DM-Zeiten wären das rund 1,25 DM/US-Dollar gewesen,
was es noch nie gab. Der Goldpreis hat inzwischen die 1000-Dollar-Marke überschritten. Damit
erreiche die internationale Finanzkrise ein Ausmaß, die sie zur schlimmsten Krise seit dem
2. Weltkrieg werden läßt, warnen Experten. |
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