Fakten zum EURO – Teil 1 khd
Stand:  22.3.2008   (131. Ed.)  –  File: Misc/EURO_1.html


28.12.1998 (khd). Zum 1. Januar 1999 kommt der EURO in der Form von Buchgeld. Euro- Münzen und -Noten fürs Publikum gibt es erst zum 1. Januar 2002. Dann wird die Deutsche Mark tot sein. Es gibt dann eine Konkurrenzwährung zum US-Dollar.

Hier sollen einige nützliche Informationen, Fakten und Zahlen zur Einführung der neuen europäischen Währung dokumentiert werden. Und wer es braucht, kann hier gleich mal ein GIF eines Euro- Symbols herunterladen:   Euro-Symbol

I n h a l t :   [1. Teil]   [2. Teil]  
  1. Geschichte des EURO.
  2. Wirtschaftskraft der EURO-Länder.
  3. EURO-Umrechnungskurse.
  4. Wie kommt das EURO-Zeichen in den Computer?
  5. Kostenlose Umrechnungsprogramme.
  6. Infos zur EURO-Umstellung ab 2002:
    Vielen Bürgern ist der Euro noch fremd.
    Fehler bei der EURO-Umstellung.
  1. Zur Debatte um den TEURO:
    Die Einzelhändler am Schandpfahl.
    Teuerung: Die Wahrheit über den Euro.
  2. Der EURO ist doch ein TEURO.
  3. Die 10 neuen EU-Länder ab 2004.
  4. Entwicklung des Spareckzinses.

Made with Mac


1. Geschichte des EURO (und der Europäischen Union)


Eine kurze Chronik des Euro
 
Vorgeschichte und Geschichte der neuen EU-Währung
sowie der Integration Europas aus deutscher Sicht

Recherchiert im Internet und anderswo sowie zusammengestellt von
Karl-Heinz Dittberner – Berlin

  1800–1922 | 1923–1945 | 1946–1949 | 1950–1959 | 1960–1969 | 1970–1979 | 1980–1989 |
  1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
  2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 |

1800–1922


Vor 1871 Bereits 1838 wird die Preußische Mark Münzmark des deutschen Zollvereins, der Vorstufe des Deutschen Reiches. Der vorher vielerorts (meist in Norddeutschland) verwendete „Thaler“ war s nicht dezimal unterteilt. Im 17. Jahrhundert: 1 Thaler (Thr) = 36 Groschen, 1 Groschen = 6 Pfennig. Später: 1 Thaler (Thr) = 24 Groschen, 1 Groschen = 6 Pfennig. Ab 1821: 1 Thaler (Thr) = 30 Silber-Groschen, 1 Groschen = 6 Pfennig..
1871 Nach Gründung des Deutschen Reiches wird auch beim Geld die Kleinstaaterei abgeschafft. Die Mark wird eingeführt – als Goldmark. Dazu mußten die Münzen (Geldscheine gab es noch nicht) und Prägerechte von 38 deutschen Kleinstaaten, 4 Königreichen, haufenweise Herzog- und Fürstentümern sowie Hansestädten unter einen Hut gebracht werden. [Als die Mark auf den Markt kam]
1871 – 1924 Die Goldparität der Mark, d. h. die Übereinstimmung des Währungskurses mit dem Wert des Feingehalts der Goldmünzen, beträgt: 1 Goldmark = 1/2700 kg Feingold (900/1000) = 0,370 g Feingold = 10/42 US-Dollar = 0,2381 US-Dollar. 1 Dollar = 4,20 Mark. Der Umrechnungskurs zum Thaler (Taler) beträgt: 1 Taler = 3 Mark. Noch bis 1907 waren Taler im Umlauf. Dann wurde er durch die 3-Mark-Münze abgelöst
1914 – 1918 1. Weltkrieg.
1919 – 1923 Inflation als Folge des 1. Weltkrieges. Die Geldentwertung erreichte zuletzt 4,2 Billionen Mark = 1 Dollar.

1923–1945


13. Oktober 1923 Durch Einführung der Rentenmark als Übergangswährung wird in Deutschland die galoppierende Inflation gestoppt. 1 Billion Papiermark (Inflationsgeld) wird in 1 Rentenmark umgetauscht.
1924 An die Stelle der Rentenmark tritt die Reichsmark (RM) im Verhältnis 1:1. Sie gilt in Deutschland bis zur Währungsreform von 1948.
September 1939 – Mai 1945 2. Weltkrieg. [Kampf um Berlin im April/Mai 1945]
8. Mai 1945 Deutschland kapituliert nach dem von ihm angezettelten 2. Weltkrieg. Auch Europa liegt am Boden.

1946–1949


19. September 1946 In seiner Zürcher Rede fordert der britische Oppositions-Politiker Winston Churchill (1874–1965) so etwas wie die „Vereinigten Staaten von Europa“, ohne allerdings Großbritannien als Teil dieses Europas zu betrachten.
9. Dezember 1946 In Deutschland wird die überparteiliche und unabhängige politische Organisation „Europa-Union Deutschland“ (EUD) gegründet. Ihr Ziel ist es die föderale Einigung Europas zu fördern und als Mittler zwischen den politischen Entscheidungsträgern der Union und deren Bürgern zu agieren.
Ende 1947 In den USA wird die Währungsreform für die Westzonen Deutschlands vorbereitet und die ersten Banknoten der D-Mark gedruckt.
? 1948 Zwischen Belgien, Luxemburg und den Niederlanden wird eine Zollunion vereinbart. Diese Benelux- Vereinigung ist die eigentliche Keimzelle der Europäischen Wirtschafts- Gemeinschaft (EWG) bzw. der späteren Europäischen Union (EU).
1948 In Frankfurt am Main wird die Bank Deutscher Länder (BDL) gegründet. Sie besteht bis 1957.
7.–10. Mai 1948 In Den Haag diskutieren Politiker, Gewerkschaftler, Industrielle und Intellektuelle aus 27 Ländern über ein Neues Europa. Man verständigt sich auf Maximen wie „Nie wieder Krieg“ und „Europa ist bedroht, weil es geteilt ist“.
21. Juni 1948 Die Geburtsstunde der D-Mark. In den 3 Westzonen Deutschlands – der späteren Bundesrepublik – und in West-Berlin wird die Deutsche Mark (DM, „Westmark“) eingeführt. In Berlin werden die Banknoten durch ein aufgestempeltes „B“ gekennzeichnet („Bären-Mark“). Die DM löst die wertlose Reichsmark (RM) ab. Diese Währungsreform zusammen mit der Aufhebung der Kriegsbewirtschaftung brachten der Bundesrepublik Deutschland das Wirtschaftswunder. Jeder Einwohner erhielt 40 DM, später noch einmal 20 DM. Die Umstellung von Forderungen (z. B. Sparbucheinlagen) erfolgte im Verhältnis 10:1, d. h. 10 RM = 1 DM.
24. Juni 1948 In der Ostzone Deutschlands – der späteren DDR – und in Ost- Berlin wird als Folge der DM-Einführung im Westen die Deutsche Mark der Notenbank („Ostmark“) eingeführt. Sie löst die Reichsmark (RM) ab. Zunächst werden kleine Kupons zum Aufkleben auf die Reichsmark- Noten ausgegeben („Tapeten- Mark“), denn für den Osten kam die DM-Einführung in den Westzonen völlig überraschend.
5. Mai 1949 Der Europa-Rat mit Sitz in Straßburg – die 1. europäische Institution – wird in London von Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen und Schweden gegründet.
23. Mai 1949 Aus den 3 westlichen Besatzungszonen (Westzonen) des Nachkriegs- Deutschlands wird die Bundesrepublik Deutschland als Bundesstaat gebildet.
7. Oktober 1949 Aus der Sowjetzone (Ostzone) Deutschlands wird die Deutsche Demokratische Republik (DDR).

1950–1959


1950 Die Bundesrepublik Deutschland wird Vollmitglied des Europa-Rats, der bis 2004 auf 45 Mitgliedsländer anwachsen wird.
9. Mai 1950 Der französische Außenminister Robert Schuman (1886–1963) schlägt vor, den von Jean Monnet (1888–1979) erarbeiteten Plan für eine Zusammenlegung der Kohle- und Stahlproduktion von Frankreich und der Bundesrepublik zu realisieren.
1950 Die Parität der Deutschen Mark (DM) zum US-Dollar beträgt 1 $ = 4,20 DM.
18. April 1951 Am Anfang der Einigung Europas steht der Schuman-Plan, die Märkte von Kohle und Stahl in Europa gemeinsam zu bewirtschaften. Diese Montan- Union wird von Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Italien in Paris beschlossen.
1952 Der Vertrag zur Montan-Union – die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) – tritt in Kraft. Die EGKS ist der Vorläufers der Europäischen Wirtschafts- Gemeinschaft (EWG).
1954 Die geplante Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) scheitert am Nein der französischen Nationalversammlung.
5. Mai 1955 Der Vertrag über die Westeuropäische Union – ein kollektiver Beistandspakt – tritt in Kraft.
1955 Auf der Konferenz von Messina wird angespornt vom Erfolg der Montan- Union die Ausdehnung der wirtschaftlichen Integration Europas auf alle Bereiche sowie eine gemeinsame Atomenergiepolitik beschlossen.
25. März 1957 Unterzeichnung der Verträge über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) durch Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Italien auf dem Kapitol in Rom (Römische Verträge), woraus später die EU entstehen wird.
1957 Die Verwaltung der D-Mark geht in die Hände der Deutschen Bundesbank über. Diese ist Nachfolgerin der 1948 gegründeten Bank Deutscher Länder.
1957 Die Goldparität der Deutschen Mark (DM) beträgt 1 DM = 0,211588 g Feingold (900/1000 ?). 1 US-$ = 4,20 DM.
1. Januar 1958 Die Römischen Verträge über die Gründung der EWG und EURATOM treten in Kraft (6 Staaten mit 186 Mio. Menschen).


19. März 1958 In Straßburg tritt die Parlamentarische Versammlung – der Vorläufer des Europa- Parlaments – erstmals zusammen.
1958 Die Konvertibilität der D-Mark zu anderen Währungen ist erreicht.

1960–1969


1960 Gründung der Europäischen Freihandelszone EFTA (European Free Trade Association) mit dem Hauptziel, Zölle und andere Handelshemmnisse zwischen den Mitgliedsländern abzubauen.
1965 Krise der EWG wegen der Finanzierung der gemeinsamen Agrarpolitik („Butterberg“ usw.). Frankreich praktiziert im Europäischen Ministerrat die „Politik des leeren Stuhls“.
1966 Luxemburger Kompromiß mit Frankreich: Bei vitalen Interessen eines EWG-Mitgliedstaates ist nunmehr Einstimmigkeit erforderlich.
1. Juli 1968 Die Europäische Zoll-Union tritt in Kraft. Die Binnenzölle für industrielle und gewerbliche Güter fallen weg. Gegenüber Drittstaaten wird ein gemeinsamer Außenzoll eingeführt.
1968 Die überparteiliche und unabhängige politische Organisation „Europa-Union“ spricht sich für eine gemeinsame Währung aus, und sie kreierte dabei – als erste – den Namen „EURO“.

1970–1979


1971 Die Goldkonvertibilität (Goldbindung) des US-Dollars wird aufgegeben. Es erfolgt der Übergang zu freien Wechselkursen.
1. Januar 1973 Dänemark, Großbritannien und Irland werden in die EWG aufgenommen, die damit aus 9 Staaten mit 273 Mio. Menschen besteht.
10. Dezember 1974 Die Staats- und Regierungschefs der EWG beschließen die Einrichtung eines Europäischen Rats mit regelmäßigen Treffen der Regierungen („EU-Gipfel“).
1978 In der Bundesrepublik Deutschland beträgt der Bargeldumlauf 76 Milliarden DM, davon 2,1 Milliarden DM in Münzen.
1. Januar 1979
Die ECU-Gewichtung
Stand: 1979
Währung Anteil Anm.
Deutsche Mark 36,9 %  
Französischer Franc 16,7 %  
Holländischer Gulden 11,3 %  
Italienische Lire 7,8 %  
Britisches Pfund 15,1 %  
Belgische Franc 8,2 %  
Dänische Kronen 2,7 %  
Irische Pfund 1,0 %  
Luxemburgische Franc 0,3 %  
Summe: 100,0 %  
Das Abkommen zum Europäischen Währungssystem (EWS) wird zwischen den inzwischen 9 Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft (EG) geschlossen. Zur Stabilisierung der Wechselkurse wird als Recheneinheit und Bezugsgröße die Europäische Währungseinheit ECU (European Currency Unit) eingeführt.

Die Korbwährung ECU setzt sich aus den 9 Währungen der Länder Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Niederlande, Irland und Italien zusammen, die nach der Stärke der einzelnen Volkswirtschaften gewichtet werden.

Motor für die Einführung des EWS sind Valéry Giscard d'Estaing (Frankreich) und Helmut Schmidt (Deutschland).

1979 1. Direktwahlen zum Europäischen Parlament (Strasbourg). Das Europa- Parlament wird ab jetzt alle 5 Jahre direkt gewählt.
17. Juli 1979 Das neu gewählte Europäische Parlament tritt zu seiner 1. Sitzung in Straßburg zusammen.

1980–1989


1. Januar 1981 Griechenland wird 10. Mitgliedsstaat der EG (1. Süderweiterung der EG). In der EG leben nun 288 Mio. Menschen.
14. Juni 1985 Unterzeichnung des Schengener Abkommens über den Abbau der Personenkontrollen an den Binnengrenzen der EG.
1. Januar 1986 Portugal und Spanien werden in die EG aufgenommen, die damit aus 12 Staaten besteht (2. Süderweiterung der EG). In der EG leben damit 338 Mio. Menschen.
1986 Unterzeichnung der Einheitlichen Europäischen Akte. Das ist die 1. umfassende Reform der Römische Verträge von 1957.
1988 Cecchini-Bericht über die Vorteile des gemeinsamen Binnenmarktes.

1990


1. Juli 1990 Tag der Währungsunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Im Fernsehen verspricht Bundeskanzler Kohl: „Es wird niemandem schlechter gehen als zuvor – dafür vielen besser.“ In der DDR wird als alleiniges Zahlungsmittel die D-Mark eingeführt. Dazu werden 28 Millionen D-Mark in Münzen und Scheinen in rund 10.000 Ausgabestellen in der DDR verteilt. Der Umtausch erfolgt gestaffelt im Verhältnis 1:1, 1:2 bzw. 1:3 (im Mittel zu 1:1,81). Kinder bis 14 Jahre können 2000 DDR-Mark, 15–59-jährige 4000 Mark und über 60-jährige 6000 Mark im Verhältnis 1:1 wechseln. Für darüber liegende Beträge gilt der Kurs von 2:1 bzw. 3:1. Insgesamt werden 180 Mrd. DM ausgegeben.
1. Juli 1990 Als 1. Stufe der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) wird der Kapitalverkehr in 8 EG-Staaten vollständig liberalisiert.
3. Oktober 1990 Deutschland wird wiedervereinigt. Damit sind die neuen Bundesländer (Ex-DDR) automatisch in die Europäische Gemeinschaft (EG) integriert. Die EG-Bevölkerung wächst auf rund 345 Millionen. Die DDR bringt ein Bruttoinlandsprodukt von 350 Mrd. DDR-Mark sowie eine Schuldenlast von 400 Mrd. Mark mit.

1991


Dezember 1991 Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Gemeinschaft (EG) handeln im niederländischen Maastricht die Einführung einer europäischen Gemeinschaftswährung aus.

1992


7. Februar 1992 Unterzeichnung des Vertrages von Maastricht und Verabschiedung eines Zeitplans für die Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) – also die Gründung einer Europäischen Union (EU) mit gemeinsamer Währung und mit dem Ziel weiterer politischer, sozialer und wirtschaftlicher Integration.
Bis Ende 1992 In der EG wird ein Wirtschaftsraum ohne Binnengrenzen geschaffen. In diesem Raum ist der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital gewährleistet. Damit wird nach 35 Jahren die EWG der Römischen Verträge von 1957 (endlich) Wirklichkeit.

1993


1. Januar 1993 In der EG wird der europäische Binnenmarkt eingeführt.

1994


Januar 1994 Die 2. Stufe der WWU: Das Europäische Währungsinstitut (EWI) nimmt in Frankfurt am Main die Arbeit auf. Übermäßige Defizite in den öffentlichen Finanzen der EU-Länder sollen vermieden werden.

1995


1. Januar 1995 Finnland, Österreich und Schweden werden in die EU aufgenommen, die damit aus 15 Staaten besteht. Die EU-Bevölkerung wächst auf 376 Millionen.
26. März 1995 Das Schengener Abkommen zum schrittweisen Abbau der Kontrollen an den EU-Binnengrenzen tritt in Kraft.
November 1995 Bundesfinanzminister Theo Waigel entwirft einen Stabilitätspakt mit dem Ziel, finanzpolitisches Fehlverhalten der EU-Staaten zu verhindern und somit die Akzeptanz der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) in Deutschland zu erhöhen. Länder, die mit zu hohen oder verschleierten Staatsdefiziten erwischt werden, sollen danach Zwangseinlagen und Geldbußen leisten.
Dezember 1995 Die Staats- und Regierungschefs einigen sich auf dem EU-Gipfel von Madrid auf den von Theo Waigel favorisierten Namen „EURO“ für die Gemeinschaftswährung.

Die wichtigsten Maastricht-Kriterien

Zusammen mit der Einführung des Euro beschloß die Europäische Union (EU) einen Pakt zur Sicherung der Stabilität der neuen Gemeinschaftswährung (Stabilitätspakt). Zu den wichtigsten Elementen dieses Paktes (Maastricht- Kriterien) gehören:

  • Die Gesamtverschuldung eines Euro-Landes darf 60 % des BIP des Landes nicht übersteigen.
  • Die Netto-Neuverschuldung eines Euro-Landes darf in einem Jahr nicht höher als 3 % des BIP sein.

    Unter dem BIP – dem Bruttoinlandsprodukt – versteht man die Größe einer Volkswirtschaft. Es ist die Summe der Geldwerte aller im Inland verkauften Güter und erbrachten Dienstleistungen. Für die Sammlung und Lieferung aller zur Berechnung und Überwachung der Kriterien erforderlichen Daten und Informationen ist das Statistische Amt der Europäischen Union in Luxemburg (EUROSTAT) zuständig.



  • 1996

    1996 Zwischen der EU und der Türkei wird eine Zollunion vereinbart.


    13. Dezember 1996 Die Staats- und Regierungschefs einigen sich auf dem EU-Gipfel von Dublin auf den Stabilitätspakt, der den Euro vor Schuldenmachern schützen soll. Die Staatsdefizits- Obergrenze wird auf 3 % des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts festgelegt. Auf Druck Deutschlands (Bundesfinanzminister Theo Waigel) werden außerdem Abmahnungsverfahren und quasi- automatische Sanktionen für Haushaltssünder vereinbart.
    Dezember 1996 Auf dem EU-Gipfel in Dublin werden auch erstmals die Entwürfe der Euro-Geldscheine vorgestellt.

    1997


    17. Juni 1997 Die WWU-Staaten unterzeichnen im Vertrag von Amsterdam den Stabilitäts- und Wachstumspakt. Er bringt einige Reformen – die erwartete Straffung der EU-Institutionen bleibt aber aus.
    Sommer 1997 Der EU-Rat entscheidet über die Gestaltung der gemeinsamen Vorderseiten der Euro-Münzen.

    1998


    2. Mai 1998 Die ersten 11 EU-Länder – darunter Deutschland – erfüllen die Maastricht- Kriterien (u. a. ein stabiler Staatshaushalt und eine niedrige Inflationsrate).
    Mai 1998 Der EU-Sondergipfel in Brüssel gibt grünes Licht für den Euro.
    Juni 1998 Die Europäische Zentralbank (EZB) löst das Europäische Währungsinstitut (EWI) in Frankfurt am Main ab.
    31. Dezember 1998 Die Wechselkurse der Währungen zum Euro werden von der Europäischen Zentralbank unwiderruflich festgelegt: 1 DM = 0,511292 Euro bzw. 1 Euro = 1,95583 DM. [Wie kam es zu diesem Euro- Kurs?]

    1999


    1. Januar 1999 Die 3. Stufe der WWU: Der offizielle Start des Euro in 11 EU-Ländern. Die Börsen und der Bankensektor rechnen nun in Euro (virtueller Euro, Buchgeld). Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) trägt jetzt Verantwortung für die Geldpolitik der EU.
    Frühjahr 1999 Die endgültige Ausstattung der Euro- Banknoten wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegt.
    Frühjahr 1999 Die Serienproduktion der Euro-Münzen läuft an.
    Juli 1999 Die Serienproduktion der Euro-Geldscheine beginnt.

    2000


    Herbst 2000 Die Bevölkerung Dänemarks lehnt in einer Abstimmung die Einführung des Euros mit knapper Mehrheit ab.
    Ende 2000 Die EU-Kommission kritisiert eine unzureichende Vorbereitung der Euro- Einführung in den Mitgliedländern. Vielen Bürgern sei der Euro noch fremd. „Zu vermeiden ist, daß der Verbraucher am 1. Januar 2002 mit dem Gefühl aufwacht, im Ausland zu sein.“ [mehr]

    2001


    1. Januar 2001 Griechenland wird 12. Mitglied der Währungsunion. Nur die EU-Länder Dänemark, Großbritannien und Schweden nehmen (vorerst) nicht an der Währungsunion teil.
    26. Februar 2001 Mit dem Vertrag von Nizza wird in Hinblick auf die geplante Erweiterung der Europäischen Union (EU) die 4. große Vertragsrevision der EU beschlossen. Sie gilt nicht als großer Wurf.
    September 2001 Handel und Banken erhalten auf Bestellung abgepackte Mengen Euro- Scheine und -Münzen.
    17. Dezember 2001 In Deutschland werden Euro- Startpakete mit 20 Münzen im Wert von 10,23 Euro für 20 DM verkauft. Sie enthalten folgende Münzen: 1 Cent, 2 Cent, 2 x 5 Cent, 3 x 10 Cent, 4 x 20 Cent, 4 x 50 Cent, 3 x 1 Euro und 2 x 2 Euro. Die Bundesbank hat 53,5 Millionen solcher „Starter-Kits“ hergestellt.
    31. Dezember 2001 Letzter Gültigkeitstag der Deutschen Mark (DM) als gesetzliches Zahlungsmittel. 130 Jahre hat damit die Mark in deutschen Landen in ihren verschiedenen Formen (Goldmark, Papiermark, Rentenmark, Reichsmark, Deutsche Mark, in der DDR Mark der Deutschen Notenbank) als Zahlungsmittel gegolten.

    2002


    1. Januar 2002 Der Euro Die größte Währungsumstellung aller Zeiten hat begonnen. Euro- Scheine und -Münzen kommen in den Umlauf. Damit startet das Zeitalter des Euro- Bargelds mit 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro- Scheinen und 1, 2, 5, 10, 20, 50 Cent (Ct) sowie 1 und 2 Euro- Münzen. Eine 1/2 Cent-Münze zur genauen Abbildung eines DM-Gegenwertes gibt es nicht (1 Pfennig = 0,511292 Cent). Auch eine 5-Euro Münze gibt es (vorläufig) nicht. Sie soll der EZB zu teuer gewesen sein. Mit D-Mark kann in Deutschland noch 2 Monate bis zum 28. Februar 2002 bezahlt werden.
    1. Januar 2002 Neben den 12 Staaten, die das Euro- Bargeld einführen, kommen noch 3 Kleinstaaten, die ebenfalls eigene Euro- Münzen prägen dürfen: Das Fürstentum Monaco, der Vatikan und die Republik San Marino. Somit gibt es insgesamt 15 x 8 = 120 verschiedene Euro- Münzen, die überall in Euro- Land gültig sind.
    Bis 15. Januar 2002 Die Geldautomaten werden auf Geldscheine zu 5, 10, 20 und 50 Euro umgerüstet.
    29. Januar 2002 Deutschland – bislang Lehrmeister in Sachen Stabilität – hat Probleme mit der Staatsneuverschuldung – vor allem in den Bundesländern. Deshalb beschließt die EU-Kommission aufgrund des Stabilitätspakts von 1997 eine Frühwarnung (Abmahnung) an Deutschland wegen eines drohenden „übermäßigen“ Haushaltsdefizits von 2,7 %. Der „Blaue Brief“ der EU wird aber nicht zugestellt.
    17. Februar 2002 In Frankreich geht um Mitternacht die Übergangsperiode, in der zugleich Franc und Euro offizielles Zahlungsmittel waren, zu Ende. Der französische Franc galt 641 Jahre als Zahlungsmittel.
    Bis 28. Februar 2002 Barzahlung im Einzelhandel mit DM-Scheinen und -Münzen ist möglich (Münzen bis 20 DM), auch wenn die D-Mark kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr ist. Das Wechselgeld soll in Euro herausgegeben werden.
    28. Februar 2002 In Brüssel tritt der EU-Verfassungskonvent unter seinem Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing zusammen. Dieser Reform- Konvent soll eine Verfassung der politischen Einheit Europas erarbeiten.
    28. Februar 2002 Letzter Umtauschtermin für DM-Scheine und -Münzen bei den Geschäftsbanken. Bei den Landeszentralbanken und deren Zweigstellen gilt der unbefristete und kostenlose Umtausch.
    31. März 2002 Letzter Umtauschtermin für ausländische Geldscheine (keine Münzen) aus Euro-Ländern bei den Landeszentralbanken (Filialen der Deutschen Bundesbank).
    30. Juni 2002 Briefmarken der Deutschen Post mit dem alleinig aufgedruckten Nennwert in Pfennig verlieren ihre Gültigkeit.
    13. Dezember 2002 In Kopenhagen beschließen die 15 EU-Staats- und Regierungschefs die Erweiterung der Europäischen Union (EU) zum 1. Mai 2004 um 10 weitere Länder: Estland, Litauen, Lettland, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern (griechischer Teil). Die Bevölkerung der meisten Länder muß dem Beitritt in Referenden noch zustimmen. Über den Beitritt zur Euro- Währung werden diese Länder nach 2006 selbst entscheiden.
    17. Dezember 2002 1 Euro = 1,02 $: Der Euro erreicht gegenüber dem US-Dollar erstmals wieder einen Kurs von deutlich über 1 $. Seit der Euro- Einführung war die europäische Gemeinschaftswährung von 1,1789 $/Euro auf bis zu 0,8585 $/Euro (Tiefststand) gefallen.
    Ende Dezember 2002 Die Deutschen Bundesbank berichtet, daß noch rund 17,5 Mrd. Deutsche Mark (DM) im Umlauf sind. Sie rechnet mit 200 Millionen Banknoten im Wert von 10 Mrd. DM und 25 Mrd. Münzen im Wert von 7,5 Mrd. DM. Ein Teil dieses Geldes wird nie den Weg zurück zur Bundesbank finden, da es in den Alben von Münzsammlern weltweit steckt.
    Ende Dezember 2002 Im Umlauf sind nun 10,7 Mrd. deutsche Euro-Münzen. Von den bislang 18 Mrd. geprägten Euro- Münzen sind von der Deutschen Bundesbank noch 7,3 Mrd. nicht in den Umlauf gebracht worden. In den 12 Euro-Ländern sind insgesamt 38,2 Mrd. Münzen im Umlauf, produziert wurden 52 Mrd. Münzen.
    2002 Deutschland hat 2002 bei der Netto-Neuverschuldung mit 3,6 % des BIP die Maastricht- Defizitgrenze von 3 % überschritten. Außerdem übersteigt die Gesamtverschuldung aller öffentliche Haushalte mit 60,8 % des BIP knapp die Maastricht-Grenze von 60 %. Die EU-Kommission verzichtet 2003 zunächst auf Sanktionen, weil Deutschland Besserung gelobte.

    2003


    April 2003 Teleshopping-Kanäle wie QVC oder Home Shopping Europe (aber auch die Privaten Sat.1, n-tv und RTL) haben den Verkauf von immer neuen Euro- Kursmünzensätzen als lukrativ entdeckt. Zudem suggerieren die TV-Marktschreier ein erhebliches Wertsteigerungs- Potential ihrer angepriesenen Münzen. Die so angebotenen Euro- Münzen sind aber durchweg total überteuert. Im seriösen Münzhandel und sogar in Kaufhäusern sind solche Kursmünzensätze für wesentlich weniger Geld erhältlich (Beispiel: Finnland komplett kostete im September 2003 bei Karstadt nur 19 Euro).


    27. Mai 2003 Mit einem Kurs von 1,1933 $/Euro ist in London die europäische Währung erstmals so teuer wie nie zuvor. Allerdings war die DM schon mal teurer. Denn der Kurs 1,1933 $/Euro bedeutet rund 1,64 DM/$, und dieser DM-Kurs lag schon mal deutlich unter 1,50 DM/$.
    September 2003 Die Schweden stimmen mehrheitlich gegen die Einführung des Euros.
    Herbst 2003 Italien fordert die Ausgabe von kleinen Euro-Banknoten (1 Euro- und 2 Euro-Scheine). Schließlich gebe es auch eine 1 Dollar-Note, heißt es.
    28. November 2003 1 Euro = 1,20 $: Der Euro erreicht damit gegenüber dem US-Dollar seinen bisher höchsten Stand. Das liege aber weniger an der Euro-Stärke, als an der Dollar-Schwäche, sagen Experten. Volkswirte sehen durch den steigenden Euro den deutsche Export bedroht.
    Dezember 2003 Die Vereinbarung der vom EU-Konvent vorbereiteten Europa-Verfassung scheitert in Rom vor allem an der starren Haltung Polens und Spaniens sowie eines wenig verhandlungswilligen EU-Ratspräsidenten Berlusconi.
    31. Dezember 2003 1 Euro = 1,2630 $: Der Kurs des Euro steigt und steigt. Die Marke von 1,25 Dollar hatte der Euro erst am 29.12.2003 überwunden. Händler rechnen mit einem weiteren Wertverlust des Dollar. Der Goldkurs liegt derzeit bei rund 334 $ pro Feinunze (31,1035 g).
    31. Dezember 2003 Die Deutsche Bundesbank und damit die Landeszentralbanken in den Bundesländern stellen den Umtausch ausländischer Banknoten aus Euro- Ländern ein (Pauschalgebühr: 10,00 Euro). Ausländische Banknoten können nun nur noch bei den jeweiligen National- Banken der EU-Länder umgetauscht werden. Dabei ist zu beachten, daß nicht alle Länder ihre alten Landeswährungen auf unbegrenzte Zeit umtauschen. DM-Banknoten und -Münzen können hingegen unbefristet und kostenlos bei den Landeszentralbanken umgetauscht werden.
    2003 Deutschland hat auch 2003 bei der Netto-Neuverschuldung die Maastricht- Defizitgrenze von 3 % des BIP überschritten. Außerdem übersteigt die aufgelaufene Gesamtverschuldung aller öffentliche Haushalte mit 64,2 % des BIP deutlich die Maastricht-Grenze von 60 %.

    2004


    Februar 2004 Es tauchen immer mehr gefälschte Euro-Scheine auf. Die Landeskriminalämter schlagen Alarm. Denn trotz der angeblich fälschungssicheren Euro- Noten, boomt der Handel mit Falschgeld – vor allem mit 50- und 100-Euro- Scheinen. Die Fälschungen seien inzwischen so gut, daß sogar in Geldautomaten Falschgeld auftaucht. Wurden 2001 noch 30.000 DM-Noten Falschgeld in Umlauf gebracht, waren es 2003 bereits 50.000 gefälschte Euro- Noten. [mehr]
    9. März 2004 Nach Angaben der Deutschen Bundesbank sind noch immer 16 Mrd. DM nicht in Euro umgetauscht worden. Das sind rund 10 % der Ende 2001 im Umlauf befindlichen DM-Banknoten und DM-Münzen.
    1. Mai 2004 Die Europäische Union (EU) wird um 10 neue Länder erweitert. Die EU besteht nun aus 25 europäischen Ländern mit einer Bevölkerung von 454 Millionen. Über die Einführung der Euro- Währung werden die neuen Länder später entscheiden, sobald sie die Maastricht- Kriterien erfüllen. Umstritten bleibt, ob später auch die Türkei der EU beitreten kann.
    Mai 2004 Deutschland wird auch 2004 bei der Netto-Neuverschuldung die Maastricht- Defizitgrenze von 3 % des BIP überschreiten.
    8. Juni 2004 Die Bundesbank teilt mit, daß in Deutschland bereits die „Kupfermünzen“ (1, 2 und 5 Cent) knapp werden. Der Grund: Unerwartet viele Menschen horten offensichtlich die kleineren Cent- Münzen. Das Bundesfinanzministerium hat inzwischen zusätzliche Prägeaufträge erteilt. Allerdings hätten die Lieferanten von Münz- Rohlingen derzeit wegen der angespannten Lage auf dem Stahlmarkt Lieferschwierigkeiten, heißt es.
    13. Juni 2004 6. Direktwahl zum Europäischen Parlament, an der auch die 10 neuen EU-Länder teilnehmen.
    18. Juni 2004 Unter der irischen Präsidentschaft einigen sich in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der 25 EU-Länder doch noch auf eine gemeinsame Europäische Verfassung. Mit der EU-Verfassung soll gesichert werden, daß die Institutionen der EU auch nach der Erweiterung auf 25 Mitgliedstaaten überschaubar bleiben. So wird das Veto- Recht eingeschränkt sowie die „doppelte Mehrheit“ eingeführt. Das EU-Parlament erhält zudem mehr Rechte. Die EU-Verfassung muß in allen EU-Ländern ratifiziert werden – in Deutschland durch den Bundestag. Sie soll dann 2007 in Kraft treten.
    31. Juli 2004 Eine neue Vorschrift der Bundesbank zum Umtausch von Euro- Münzgeld treibt den deutschen Einzelhandel auf die Barrikaden. Denn die Vorschrift „Einführung einer Richtlinie für die Fertigung von Münzrollen in Folienpackungen im Kassenverkehr der Deutschen Bundesbank“ führe dazu, daß die Kosten für den Umtausch von Münzgeld enorm angestiegen seien und von den Banken nun an ihre Kunden weitergereicht würden. Pro 100 Euro Kleingeld werden Gebühren von etwa 1,50 Euro fällig. Die Bundesbank selbst rechtfertigt ihre neue Verpackungsvorschrift mit der Notwendigkeit europäischer Harmonisierung [Ed: der TEURO läßt grüßen...].
    22. September 2004 Im InfoRadio Berlin- Brandenburg erhebt der Geldexperte Klaus W. Bender (Autor des neuen Buches „Geldmacher – Das geheimste Gewerbe der Welt“) schwere Vorwürfe zur Fälschungssicherheit der Euro- Banknoten. Diese seien „gefährlich leicht zu fälschen“, wesentlich leichter als die DM-Scheine. Denn bei der Vorbereitung der Euro- Einführung durch die europäischen Regierungen wurden zu viele Kompromisse auf „kleinstem gemeinsamen Nenner“ gemacht. Zwar können die Maschinen bei den Zentralbanken die Echtheit der Euro-Noten wg. der eingebauten HighTech- Sicherheitsmerkmale leicht erkennen, nicht aber der Bürger auf den ersten Blick beim Einkaufen. So fehle auf den Euro- Geldscheinen ein Überdruck der Hologramme, wie er bei einigen DM-Noten noch üblich war. Auch wurde bei den Euro- Banknoten auf den leicht fühlbaren (kleine Rillen in der Farbe) und schwer fälschbaren doppelseitigen Stichtiefdruck verzichtet. Zudem sei ein „miserables Wasserzeichen“ sowie „viel zu kleine Sicherheitsfäden“ in die Euro- Noten eingearbeitet worden. Nur die durchs Kippen der Note erkennbaren Effekte (Farbwechsel und Symbole in den Hologrammen) bieten einen guten Schutz, denn sie seien nur „schwer nachzustellen“ – aber nicht en-passant erkennbar. Die Folge: Die Fälschungen nehmen dank der digitalen Repro- Technik zu. In Deutschland ist zuletzt die Anzahl aufgetauchter Euro- ‚Blüten‘ um 30 % gestiegen, in Österreich waren es sogar +70 %. Zu den absoluten Zahlen schweige sich die EZB in Frankfurt am Main aus, sagte Bender im Radio- Interview.
    29. Oktober 2004 In Rom unterzeichnen 47 1/2 Jahre nach Gründung der EWG in einem feierlichen Akt die Staats- und Regierungschefs der EU sowie der Beitrittskandidaten (Türkei, Bulgarien und Rumänien) die Europäische Verfassung. Sie soll nach Ratifizierung durch die Mitgliedsstaaten 2007 in Kraft treten.
    Ende Oktober 2004 Von dem im Dezember 2000 umlaufenden D-Mark-Münzen sind 46 % noch nicht in Euro umgetauscht worden. Dies entspreche einem Wert von 7,32 Milliarden DM (3,74 Milliarden Euro), sagt die Bundesbank. Bei den Banknoten sieht es anders aus: Nur rund 3 % des damaligen Umlaufs sind noch nicht in Euro umgetauscht worden. Der Wert: 7,96 Milliarden DM (4,07 Milliarden Euro). Insgesamt sind 24,5 Milliarden Münzen und 191 Millionen Banknoten noch nicht an die Bundesbank zurückgeflossen.
    5. November 2004 Der Euro erreicht gegenüber dem Dollar einen Rekordwert von zeitweise 1,2937 US-$/Euro. Auslöser für den Anstieg ist der Wahlsieg von George W. Bush. Experten vermuten, daß der Kurs wg. der anhaltenden Dollar- Schwäche weiter steigen wird. *
    10. November 2004 In den neuen EU-Ländern Estland, Litauen, Slowenien und Zypern werde der Euro voraussichtlich bereits in der 2. Hälfte 2006 – weitaus früher als ursprünglich erwartet – eingeführt, heißt es in einem Bericht der EU-Kommission.
    15. November 2004 Das EU-Statistik-Amt EUROSTAT (Luxemburg) teilt mit, daß sich Griechenland 2000 den Zugang zur Euro-Zone mit der Angabe falscher Zahlen erschlichen hat. Athen räumt die falschen Zahlen ein. Für einen Ausschluß Griechenlands gibt es aber keine rechtliche Handhabe. Aktuell weist Griechenland ein Staatsdefizit von 5,3 % auf (2,3 % mehr als das Maastricht-Kriterium). *
    3. Dezember 2004 Mit 455,90 Dollar pro Feinunze (31,1035 g) erreicht der Goldpreis einen Höchststand seit 16 Jahren (im Januar 1980 gab es mit 850 Dollar/Feinunze einen Rekordwert).

    2005


    22. März 2005 Unter dem Druck von Deutschland und Frankreich wird der Stabilitätspakt für den Euro von 1996/97 auf dem EU-Gipfel in Brüssel aufgeweicht. Schulden, die die Länder zur Förderung der Einigung Europas machen, sollen künftig nicht mehr bei der 3 %-Grenze berücksichtigt werden. Dazu gehören in Deutschland auch die durch Schulden finanzierten Folgekosten der Vereinigung mit der DDR. Auch sollen die Euro- Länder in Zeiten von Konjunkturschwächen mehr Spielraum für neue Schulden erhalten.
    29. Mai 2005 Die Franzosen lehnen in einem Volksentscheid mit 55 % die neue EU-Verfassung ab. Die EU-Verfassung ratifiziert haben bislang Deutschland, Griechenland, Italien, Litauen, Österreich, Slowakei, Slowenien, Spanien und Ungarn. In weiteren Ländern finden noch Referenden statt.
    1. Juni 2005 Mit einer ungewöhnlichen Werbeaktion will die Deutsche Telekom noch im Umlauf befindliche DM-Münzen einsammeln. Bis zum 31. August 2005 kann in Telefonzellen wieder mit Mark und Pfennig telefoniert werden. Dabei gilt ein Umrechnungskurs von 1 DM zu 1 Euro.
    1. Juni 2005 Auch die Niederländer haben mit knapp 62 % noch deutlicher die neue EU-Verfassung abgelehnt. In der Folge stürzt der Euro auf 1,22 US-Dollar/Euro ab.
    5. Juni 2005 In einem Referendum stimmen die Schweizer mit 54,6 % für einen Beitritt zum Schengen-Abkommen der EU und damit für weniger strenge Grenzkontrollen. Das Schweizer Bankgeheiminis wird durch diese Entscheidung nicht berührt. *
    6. Juni 2005 Die britische Regierung legt angesichts der Ablehnung der EU-Verfassung durch Frankreich und die Niederlande das in Großbritannien geplante Referendum auf Eis. Damit ist die Krise um die EU-Verfassung perfekt.
    Juli 2005 In einer volkswirtschaftlichen Studie der Großbank HSBC (London) wird festgestellt, daß zwar ein Zerfall der Euro-Zone politisch nicht wünschenswert sei, es aber wirtschaftlich für Italien, Deutschland und die Niederlande durchaus Argumente gebe, die für einen Abschied vom Euro sprächen. Da das aber der politischer GAU für die EU wäre, werden weitergehende Reformen wie eine Flexibilisierung des Stabilitätspakts oder die Möglichkeit einer Null-Zins-Politik angeregt. *
    10. Juli 2005 Die Bürger von Luxemburg haben mit rund 58 % für die neue europäische Verfassung gestimmt. Luxemburg ist damit das 13. Land, das der EU-Verfassung zugestimmt hat.


    15. Juli 2005 In der Euro-Zone sind in den ersten 6 Monaten des Jahres 2005 fast 300.000 Euro- Falschgeldnoten aus dem Verkehr gezogen worden, gut 40.000 davon tauchten in Deutschland auf. Verglichen mit D-Mark-Zeiten ist das ein deutliches Plus. Am häufigsten wurde der 50-Euro-Schein (62 % aller gefundenen Blüten) gefälscht. Außerdem wurden in Deutschland knapp 18.400 gefälschte Münzen – vor allem 2-Euro-Münzen – eingezogen.
    1. Oktober 2005 Nach einem riesigen Streit werden in der Nacht zum 2. Oktober formal die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei begonnen. Die Eröffnung gilt als mißglückt. Die Verhandlungen sollen mindestens 10 Jahre dauern. [Zeit für eine neue Union]
    2. Oktober 2005 Die Berliner Kripo hat eine drastische Zunahme von gefälschten 2-Euro-Münzen registriert. Seien im vergangenen Jahr 2.400 dieser Falschmünzen aus dem Verkehr gezogen worden, sind es in diesem Jahr bis jetzt bereits 4.000, also nahezu eine Verdopplung. Das Falschgeld wird vorwiegend in Spiel- und Zigarettenautomaten gefunden.
    Ende Oktober 2005 Gleich 18 Millionen Stück einer Euro-Gedenkmünze will Italiens Regierung unter Berlusconi prägen lassen. Das Geldstück im Wert von 2 Euro soll an die Unterzeichnung des EU-Verfassungsvertrages Ende Oktober 2004 in Rom erinnern. In Brüssel sorgten die italienischen Pläne für Verwunderung, da wohl die EU-Verfassung gar keine Gültigkeit mehr erlangen wird. Die Münze ist gesetzliches Zahlungsmittel in sämtlichen Euro-Ländern. Sie zeigt auf der Münzrückseite einen Stier und Europa, die die Verfassung in Händen hält – umrahmt von den Worten „Constituzione Europea“, sozusagen als Mahnung an die Politiker, doch noch eine gute Verfassung zu produzieren.
    Ende November 2005 Der Goldpreis ist auf den höchsten Stand seit 18 Jahren geklettert. Die Feinunze kostet um 500 Dollar. Gründe sind die weltweite Furcht vor stärkerer Geldentwertung. Auslöser für die Gold-Rallye war das Scheitern der EU-Verfassung im Mai 2005. Das säte Zweifel in den Euro. Gleichzeitig mißtrauen viele Anleger dem US-Dollar auf Grund der Milliardendefizite Amerikas in Haushalt und Außenhandel.
    1. Dezember 2005 Die unabhängige Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Leitzins für die Euro- Zone von 2,0 auf 2,25 %, um so Sorgen über eine anziehende Inflationsrate zu begegnen.
    7. Dezember 2005 Der Goldpreis erreicht einen 24-Jahre-Höchststand von 513,40 $ pro Feinunze (31,1035 g). Inwieweit bei diesem ‚Raus-aus-dem-Dollar‘ auch die nunmehr gesicherte Tatsache eine Rolle spielt, daß die USA unter der Regierung George W. Bush Menschen wider alle Menschenrechtskonventionen entführt und gefoltert hat, bleibt unklar. Für alle Menschen mit noch intakten moralischen Wertvorstellungen ist das aber „absolut unerträglich“. *

    2006


    28. März 2006 Nach einer Mitteilung der EU-Kommission wurden 2005 insgesamt 96.000 gefälschte Münzen aus dem Verkehr gezogen. Das ist eine Zunahme von rund 29 Prozent gegenüber 2004. Seit der Euro- Einführung am 1. Januar 2002 wurden rund 365.000 falsche Münzen entdeckt. 2005 wurden außerdem 579.000 gefälschte Banknoten sichergestellt.
    19. April 2006 Einen ganzen Haufen Erspartes aus D-Mark-Zeiten hat ein Rentner aus Kiel die Toilette heruntergespült – in der irrigen Meinung, das Geld sei nichts mehr wert. Die alte Währung verstopfte allerdings das Rohr. Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma entdeckten das Geld beim Beheben der Verstopfung. Die eingeschaltete Polizei ermittelte einen 64-Jährigen als Besitzer. Der Rentner bestätigte später, das Geld für wertlos gehalten und weggespült zu haben. Die D-Mark-Scheine hatten einen Wert von umgerechnet etwa 15.000 Euro. Daß D-Mark unbefristet bei Filialen der Bundesbank umgetauscht werden kann, wußte der Mann nicht.
    16. Mai 2006 Für Slowenien gibt es grünes Licht zur Einführung des Euro zum 1.1.2007. Es ist dann das 13. EU-Land mit der Gemeinschaftswährung. Litauen muß noch warten.
    1. Juli 2006 In den Euro-Ländern sind inzwischen diverse Euro-Sondermünzen in den Verkehr gebracht worden. Diese sind zwar offizielle Zahlungsmittel, allerdings gilt das nur im Land ihrer Ausgabe und nicht in anderen Euro-Ländern. Ausnahme: Die 2-Euro-Gedenkmünzen, da deren Größe, Gewicht und Wertseite dem üblichen 2-Euro-Stück entspricht. Diese gelten im gesamten Euro-Gebiet.
    26. September 2006 Die EU-Kommission gibt in Straßburg grünes Licht für den Beitritt von Bulgarien und Rumänien zur Europäischen Union. Die endgültige Entscheidung, ob der Beitritt zum 1.1.2007 unter strengen Auflagen erfolgen soll, liegt nun beim EU-Rat – den EU-Regierungschefs.

    2007


    1. Januar 2007 Die Europäische Union (EU) wächst mit dem Beitritt von Bulgarien und Rumänien um 2 neue Länder, womit die Ost-Erweiterung abgeschlossen ist. Die EU besteht jetzt aus 27 europäischen Ländern, in denen insgesamt rund 485 Millionen Menschen leben.
    1. Januar 2007 In Slowenien wird der Euro eingeführt. Es ist das 13. EU-Land mit der Gemeinschaftswährung.
    Ende Februar 2007 Im Zahlungsverkehr werden 2007 neugeprägte deutsche (HH) Euro-Münzen wie die 2-Euromünze (Rückseite Mecklenburg-Vorpommern) gesichtet.
    25. März 2007 Europa wird 50 – der 50. Jahrestag der Unterzeichnung der „Römischen Verträge“ wird in Berlin gefeiert. Der EU-Rat verabschiedet hier die „Berliner Erklärung“ zur Erneuerung der EU. Danach soll die Europäische Union bis zu den Europa-Wahlen im Jahr 2009 auf eine neue vertragliche Basis (Reform-Vertrag, Verfassung) gestellt werden.


    27. April 2007 Mit 1,3682 US-Dollar/Euro wird im Devisenhandel einen neuer Euro-Höchststand erreicht. Zu DM-Zeiten wären das rund 1,43 DM/US-Dollar gewesen, was es damals (1970er-Jahre?) schon einmal gab.
    16. Mai 2007 Für Malta und Zypern gibt es grünes Licht zur Einführung des Euro zum 1.1.2008. Die Euro-Zone wird dann auf 15 Länder anwachsen.
    21. Juni 2007 Der EU-Ministerrat stimmt auf dem Gipfel in Brüssel der Euro-Einführung in Malta und Zypern zu.
    12. September 2007 Erneut erreicht der Euro im Devisenhandel mit einem Kurs von 1,3892 US-Dollar/Euro ein Euro-Allzeithoch. Der Hauptgrund dafür ist die anhaltende US-Immobilienkrise. Zu DM-Zeiten wären das rund 1,41 DM/US-Dollar gewesen, was es damals (1970er-Jahre?) wohl schon einmal gab. Das Einkaufen in den USA wird damit günstiger, aber es kommt je nach Warenart noch etwas Zoll dazu.
    19. Oktober 2007 Auf dem Reformgipfel in Lissabon einigen sich in den frühen Morgenstunden die 27 Staats- und Regierungs-Chefs der EU endlich auf einen EU-Reformvertrag, der den durch Frankreich, die Niederlande und Großbritannien entstandenen Verfassungskonflikt überwinden soll. Hauptbremser waren zuletzt die Polen und Italiener. Der amtierende EU-Ratspräsident José Socrates (Portugal) hatte vorher gesagt: „Es ist ein phantastischer Tag, und ich glaube, wir bekommen einen phantastischen Vertrag.“ Diese „Lissaboner Verträge“ bleiben aber weit hinter dem Verfassungsentwurf von 2004 zurück. Das Vertragswerk soll am 13. Dezember feierlich unterzeichnet werden und muß dann noch von den einzelnen EU-Ländern ratifiziert werden. Volksabstimmungen sollen diesmal offensichtlich vermieden werden.
    13. Dezember 2007 In Lissabon wird von den 27 Staats- und Regierungs-Chefs der ausgehandelte EU-Reformvertrag unterzeichnet. Europa werde damit „wenigstens etwas demokratischer“, heißt es. Der neue Vertrag wird – nach Ratifizierung in den EU-Ländern – am 1. Januar 2009 in Kraft treten. Nur in Irland soll darüber das Volk entscheiden.

    2008


    1. Januar 2008 In Malta und Zypern wird der EURO als Zahlungsmittel eingeführt. Die Bevölkerung konnte bereits Anfang Dezember 2007 Starter-Kits kaufen. Damit gilt die EURO-Währung in 15 Ländern.
    11. Januar 2008 Der Preis für 1 Feinunze (31,1035 g) Gold erreicht mit 900,10 US-$ ein Allzeithoch. Auch der Dollar-Kurs erreicht mit 1,48 $/Euro ein neues Allzeithoch. Analysten erwarten noch im Jahr 2008 einen Goldpreis von über 1000 $ pro Feinunze. Das seien alles Indikatoren für einen „katastrophalen Zustand“ der US-Wirtschaft, sagen Wirtschaftsexperten. Werden unsere Politiker das Gespenst einer ernsten Welt-Wirtschaftskrise vertreiben können, fragen sich nicht nur die Experten.
    21. Januar 2008 An der deutsche Börse gibt es an einem Montag einen starken Kurseinbruch. Der DAX sank um rund 7,5 %. Am 18.1.2008 (Freitag) schloß er noch bei 7.314. Analysten sprechen von einem „ersten Börsencrash“ [Ed: d. h. weitere werden wohl folgen]. Der Euro-Kurs sank auf 1,4480 Dollar/Euro. In den folgenden Tagen fiel der DAX dann unter 6.400 Punkte und büßte damit den kompletten Jahresgewinn 2007 ein.
    13. März 2008 Der Euro erreicht im Devisenhandel mit einem Kurs von 1,5637 US-Dollar/Euro ein weiteres Euro-Allzeithoch (Tendenz weiter steigend). Der Hauptgrund dafür ist die in den USA durch die Bush-Regierung herbeigeführte Rezession. Zu DM-Zeiten wären das rund 1,25 DM/US-Dollar gewesen, was es noch nie gab. Der Goldpreis hat inzwischen die 1000-Dollar-Marke überschritten. Damit erreiche die internationale Finanzkrise ein Ausmaß, die sie zur „schlimmsten Krise seit dem 2. Weltkrieg“ werden läßt, warnen Experten.
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    2009


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    2. Wirtschaftskraft der EURO-Länder

    Die EURO-Länder
    Stand: 31. Dezember 2001
    Quelle: OECD, Paris.
    Nr. Land Einwohner
    1997
    Wirtschaftsleistung Anm.
    BIP 1997  1) BIP 2000  2)
    1. Deutschland 82,0 Mio. 22.460 $ 2.023 Mrd. Euro  
    2. Frankreich 58,5 Mio. 21.170 $ 1.391 Mrd. Euro  
    3. Italien 57,5 Mio. 20.090 $ 1.122 Mrd. Euro  
    4. Spanien 39,3 Mio. 15.940 $ 572 Mrd. Euro  
    5. Niederlande 15,6 Mio. 21.450 $ 380 Mrd. Euro  
    6. Belgien 10,2 Mio. 22.920 $ 242 Mrd. Euro  
    7. Österreich 8,1 Mio. 22.850 $ 201 Mrd. Euro  
    8. Finnland 5,1 Mio. 19.830 $ 128 Mrd. Euro  
    9. Griechenland 9,8 Mio.   114 Mrd. Euro Erst ab 1.1.2001.
    10. Portugal 9,9 Mio. 14.210 $ 107 Mrd. Euro  
    11. Irland 3,7 Mio. 20.010 $ 95 Mrd. Euro  
    12. Luxemburg 0,4 Mio. 33.050 $ 19 Mrd. Euro  
    13. Slowenien Mio. $ Euro Erst ab 1.1.2007.
    14. Malta Mio. $ Euro Erst ab 1.1.2008.
    15. Zypern Mio. $ Euro Erst ab 1.1.2008.
    16.   Mio. $ Euro  
    17.   Mio. $ Euro  
    18.   Mio. $ Euro  
    Summe: 300,1 Mio.   6.394 Mrd. Euro  
    USA zum Vergleich:     10.510 Mrd. Euro  
    1) BIP je Einwohner in US-Dollar. Umrechnung mit Kaufkraftparitäten (Stand 1997).
    2) Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Euro.


    3. EURO-Umrechnungskurse

    2.1.1999 (t-off). Am 31.12.1998 teilte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main die festen Umrechnungskurse zwischen den Landeswährungen der 11 Teilnehmerstaaten an der europäischen Währungsunion und dem Euro mit. Wie kam es zu diesen Euro-Kursen?

    Zur Ermittlung der exakten Umrechnungskurse hatten die 15 nationalen Notenbanken der EU-Länder ihren Kurs zum US-Dollar an die Belgische Nationalbank gemeldet. Die EU-Kommission bestimmte aufgrund dieser Zahlen erst einmal den aktuellen Stand des Ecu zum US-Dollar. Der Ecu ist der Vorläufers des Euro. Danach wurde geschaut, wie stehen die einzelnen Landeswährungen wie die D-Mark zum Dollar. Anschließend wurde u. a. der Kurs DM/Ecu festgestellt. Der Dollar wurde also als Hilfswährung verwendet.

    Der letzte festgestellte Kurs der D-Mark gegenüber dem Ecu lautete 1,9733 DM/Ecu. Gegenüber dem Euro lautete der Kurs der D-Mark dann 1,95583 DM/Euro. Der Unterschied erklärt sich aus einer Korrektur, die erforderlich wurde. Denn in der Korbwährung Ecu ist auch das britische Pfund, die griechische Drachme und die dänische Krone enthalten. Diese Länder nehmen aber nicht am Euro teil. Andererseits gehörten die Euro- Währungen Finnmark und österreichische Schilling nicht zum Ecu-Korb.

    Die so amtlich festgestellten Umrechnungskurse wurden am Nachmittag des 31.12.1998 im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Diese Umrechnungskurse bleiben auf Dauer unverändert.

    Die amtlichen EURO-Umrechnungsfestkurse
    Quelle: AP  —  Stand: 31. Dezember 1998   1)
    Nr. Land Landeswährung /
    EURO
    EURO /
    Landeswährung
    Anm.
    Ref. U.S.A. 1,16675 $/Ecu 0,857082 Ecu/$ = EURO-Startkurs!
    1. Belgien 40,3399 BF/Euro 0,0247894 Euro/BF Belgische Franc
    2. Deutschland 1,95583 DM/Euro 0,511292 Euro/DM Deutsche Mark
    3. Finnland 5,94573 FM/Euro 0,168188 Euro/FM Finnmark
    4. Frankreich 6,55957 FF/Euro 0,152449 Euro/FF Französische Franc
    5. Griechenland 340,750 Drachmen/Euro 0,00293470 Euro/Drachme Erst ab 1.1.2001.  2)
    6. Irland 0,787564 IP/Euro 1,26974 Euro/IP Irisches Pfund
    7. Italien 1936,27 Lira/Euro 0,000516457 Euro/Lira Lire
    8. Luxemburg 40,3399 BF/Euro 0,0247894 Euro/BF Wie Belgien
    9. Niederlande 2,20371 HFl/Euro 0,453780 Euro/HFl Holländische Gulden
    10. Österreich 13,7603 ÖS/Euro 0,0726728 Euro/ÖS Schilling
    11. Portugal 200,482 Escudo/Euro 0,00498798 Euro/Escudo Escudo
    12. Spanien 166,386 Peseta/Euro 0,00601012 Euro/Peseta Pesete
    13. Slowenien  3)          
    14. Malta  4) 1,70860 ZP/Euro 0,585274 Euro/ZP Zypr. Pfund
    15. Zypern  4) 2,329373 Lira/Euro 0,429300 Euro/Lira Lira
    1)

    2)
    3)
    4)
    5)
    Die Umrechnung von Beträgen muß mit diesen Umrechnungsfaktoren mit 6 signifikanten Stellen erfolgen. Erst danach darf der Euro-Betrag auf Cent kaufmännisch gerundet werden.
    Griechenland hat sich im Jahr 2000 den Euro durch die Angabe falscher Wirtschaftsdaten erschlichen.
    Ab 1.1.2007.
    Ab 1.1.2008.

    Nicht-EURO Länder zur Orientierung
    Stand: 4. Januar 1999
      Dänemark 7,4512 DKr/Euro   Euro/DKr Dänische Krone
      Griechenland 163,53 Drachmen/Euro   Euro/Drachme Drachme
      Großbritannien 0,7110 Pfund/Euro 1,4065 Euro/Pfund Britisches Pfund
      Japan 133,73 Yen/Euro 0,0074778 Euro/Yen Yen
      Norwegen 8,8275 NKr/Euro   Euro/NKr Norwegische Krone
      Schweden 9,468 SKr/Euro   Euro/SKr Schwedische Krone
      Schweiz 1,6168 SFr/Euro 0,61185 Euro/SFr Schweizer Franken
      U.S.A. 1,1789 $/Euro 0,84825 Euro/$ US-Dollar


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