Grippeimpfung: Gegen das H5N1-Virus gibt es noch keine Schutzimpfung. Damit ist
frühestens im Herbst 2006 zu rechnen. Es empfiehlt sich dennoch, sich jetzt im Herbst
2005 gegen die ‚normale‘ Virus-Grippe die
Influenza impfen zu lassen.
Diese
Impfung gibt einen Schutz
für die meisten Viren der Stämme H1, H2 und H3. Diese Impfung kann im Falle des
Ausbruchs der lebensbedrohenden H5N1- Grippe beim Menschen die gleichzeitige Infektion mit den
Alt-Viren verhindern.
Medikamente: Eine Infektion mit der gefährlichen H5N1- Grippe kann mit modernen
Neuraminidase- Hemmern abgemildert werden, wenn sie
innerhalb von 24 Stunden nach dem
Auftreten der ersten
Symptome eingenommen werden. Eine
vorbeugende Einnahme hilft gar nicht und sollte
schon wegen der starken Nebenwirkungen unterbleiben. Denn diese Arzneimittel behindern nur die
Vermehrung der Viren.
Auf dem Pharma- Markt sind derzeit 2 Mittel erhältlich:
Tamiflu vom Schweizer
Pharmakonzern
Roche als Tabletten und vom britischen
Pharmakonzern
Glaxo- SmithKline Relenza als
Pulver zum Inhalieren. Im Falle einer H5N1- Infektion bezahlen zwar die Krankenkassen diese
Mittel, es ist aber wegen möglicher Engpässe sinnvoll, Tamiflu- Tabletten bereits
vorher (jetzt) zu besorgen, was selbst bezahlt werden muß. Beide Medikamente sind
rezeptpflichtig, was einen Arztbesuch auch zur Abklärung persönlicher Risiken
notwendig macht. Die Mittel kosten um die 30 Euro und halten sich 5 Jahre.
Wirksamkeit: Nach einer Studie (
Nature, Volume
437, Page 1108), die am 13.10.2005 publiziert wurde, sind in Vietnam bereits
H5N1-Viren aufgetaucht, die gegen
Tamiflu resistent waren. Sollte sich das im großen Stil bestätigen, dann
wäre
Relenza das Mittel
der Wahl.
Anfang Januar 2006 wird ag. einer umfassenden Studie bekannt, daß die antiviralen
Medikamente wie Tamiflu und Relanza bei der (mutierten) Vogelgrippe nicht genug schützen werden.
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