These are some pointers and full texts published in the German m a s s medias. All text files mentioned could be found on this ftp-server in the directory "PC". Last Update: 9.MAI.1995 - V 01.30 ____________________________________________________________________ 29.NOV.1994: PROBLEME BEIM NEUEN PENTIUM-MIKROPROZESSOR [Problems with new Pentium microprocessor] Falsche Ergebnisse durch Rundungsfehler moeglich - Aktien der Intel Corp. unter Druck. [Wrong results by rounding-off possible - Intel's stocks under pressure] "Frankfurter Allgemeine Zeitung", Germany, Seite 25. ---> File: PBUG_FAZ.TXT ____________________________________________________________________ 5.DEZ.1994: FEHLER IM PENTIUM-CHIP [Defect in Pentium Chip] Hardware-Maengel lassen Intel-Bauteil falsch rechnen. [Faulty hardware lets Intel's component miscalculate] "Der Tagesspiegel", Berlin, Germany, Seite 25. ---> File: PBUG_TASP.TXT ____________________________________________________________________ 6.DEZ.1994: RECHENFEHLER IM PENTIUM [Error in Pentium] ARD/ZDF Videotext, Rubrik COMPUTER, Tafel 582. [Teletext service of German's major TV network] Fuer betraechtliche Unruhe sorgt derzeit die Meldung, dass der mathematische Coprozessor in den Pentium-Rechnern falsch rechnet. Ein US-Mathematiker hatte im Sommer entdeckt, dass beim Dividieren mit doppelter Genauigkeit beim Runden an der 9. Stelle hinter dem Komma ein Fehler auftritt. Intel hat den Fehler inzwi- schen korrigiert, liefert aber bis vor kurzem noch fehlerhafte Chips aus. Auf die Intel-Aeusserung, nur alle 27 000 Jahre werde der Durchschnittsnutzer auf den Fehler stossen, reagieren einige Mathematiker mit Skepsis und Bedenken. ____________________________________________________________________ 7.DEZ.1994: FEHLER BEI CHIP VON INTEL VERAERGERT DIE KUNDEN Pentium-Fehler schlaegt auf den Boersenkurs zurueck. (c) 1994 -- "Berliner Morgenpost", Berlin, Germany. BM/dpa Hamburg, 7. Dez.-- "Frage an Radio Eriwan: Wieviele Fussballspieler hat die Intel-Betriebsmann- schaft? Anwort: 10.99999378, wenn das Ergebnis auf einem Pentium-Computer ausgerechnet wurde." Der groesste Chipproduzent der Welt muss Witze und Spott ertragen, seitdem ein Mathematikprofessor nachgewiesen hat, dass sich der Pentium-Chip bei bestimmten Primzahl-Divisionen verrechnet. Der Pentium-Fehler schlaegt deutlich auf den Boersenkurs des kalifornischen Unternehmens durch. Die Intel- Aktie sackte an der Wall Street um mehrere Dollar ab. Der Chipgigant ist nun mit seinem Vorzeige-Produkt in der Defensive. Die Intel-Kunden nehmen dem Unter- nehmen, das im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 2,3 Milliarden Dollar (3,8 Mrd. DM) eingefahren hat, uebel, dass die Konzernleitung offenbar schon seit Sommer von den Pentium-Problemen wusste. Doch statt den Fehler einzuraeumen und zu beseitigen, stellte sich Intel zunaechst unwissend. Erst als offen ueber die man- gelnde Praezision debattiert wurde, aeusserte sich Intel. Bei herkoemmlichen Anwendungen tauche der Fehler im sogenannten mathematischen Co-Prozessor theoretisch nur alle 27 000 Jahre auf. Ausserdem wirke sich der Fehler bei Primzahl-Divisionen erst bei der neunten Stelle hinter dem Komma aus. Doch gerade diese Bemer- kungen brachten die Kunden und Experten erst recht in Rage. Intel-Chef Andy Grove hat sich inzwischen bei sei- nen Kunden fuer den Pentium-Fehler entschuldigt. Ein neuer Chip ist in Vorbereitung. ____________________________________________________________________ 9.DEZ.1994: PROZESSORHUMOR "DIE ZEIT", Nr.50/1994, Seite 90. (c) 1994 -- Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH, Hamburg, Germany. Als der Chiphersteller Intel vorletzte Woche zugestand, dass er seinen besten Mikroprozessor, genannt Pentium, bis vor kurzem mit einem Fehler ausgeliefert hatte, war das gewiss nicht lustig (siehe "Bulkware" in ZEIT Nr.49/94). Der Zorn der Computerszene allerdings braust seitdem gewaltig auf. Sicherlich kam Intels Ge- staendnis erst unter oeffentlichem Druck. Anderer- seits weiss jeder Branchenkenner, dass es mit den Pentium-Vorlaeufern i386 und i486 zu ihren Zeiten wesentlich heiklere Probleme gab. Bei dem neuen Fehler geht es nur um die Ergebnisse der Division FDIV im Pentium, die bei bestimmten Zahlen an letzter Genauigkeit zu wuenschen uebriglaesst was laut Intel vielleicht Mathematiker und Tech- niker tangiere, aber fuer den durchschnittlichen PC-Benutzer ohne Relevanz sei. Der Hersteller hielt es daher fuer ein Hoechst- mass an Kundenfreundlichkeit, all jenen Pentium- Kaeufern einen Prozessortausch zu versprechen, die nachweisen koennten, dass ihre Arbeit bedroht sei. In den elektronischen Diskussionsgruppen des Usenet kennt die Haeme der Hardware-Spezialisten seither kaum Grenzen. Es hat sich bereits eine eigene Witzkultur entwickelt. Wie viele Pentium-Designer braucht man, um eine Gluehbirne einzuschrauben? 1,99904274017, aber das ist genau genug fuer Nicht-Techniker. Wie lautet der neue Name fuer den Intel-inside- Werbeaufkleber, der auch auf den Pentium-Computern zu finden ist? Das Warnschild. Was ist die Bezeichnung fuer eine Folge von FDIV- Befehlen bei einem Pentium? Schrittweise Annaeherung. Und so weiter. Als gelungene Satire darf auch jene Top-ten-Liste der neuen Intel-Werbeslogans gelten, die statt von 10 bis 1 mit "9,9999973251" bis "0,9999999998" numeriert sind - von "Es ist genau genug, weil wir es sagen" bis zu "The Errata Inside". So schnell richtet sich die Imagewerbung einer Weltfirma gegen sie selbst. Auch die Konkurrenz stoesst unbarmherzig nach. IBM hat mittlerweile j e d e m Kaeufer einer IBM-Maschine mit Pentium versprochen, den Prozessor zu tauschen, wenn er es wuenscht, und zwar auf IBM-Kosten. Gut und leicht gebruellt: Im Gegensatz zu anderen Firmen hat IBM bisher kaum Pentium-Computer gebaut und verkauft. - ek ____________________________________________________________________ 12.DEZ.1994: AUFREGUNG UM PENTIUM "FOCUS", Nr.50/1994, Rubrik "COMPUTER-News", Seite 176. (c) 1994 -- Burdaverlag GmbH, Muenchen, Germany. Die Aufregung um Rechenfehler des Pentium- Prozessors geht weiter. Seit ein Mathematiker auf Zahlenkombinationen stiess, die bei [ Abbildung des Pentium-Chips mit der Ueberschrift "KLEINER FEHLER: Intels Pentium" ] D i v i s i o n e n falsche Ergebnisse liefern, quellen die Online-Diskussionsforen ueber. Intel hatte urspruenglich beruhigt, der Fehler koenne allenfalls in der neunten Nachkommastelle auf- treten, doch die bislang groesste entdeckte Abweichung: 5 505 001 geteilt durch 294 911 (16,6660... statt 16,6666...). Die W a h r s c h e i n l i c h k e i t, in der Praxis auf so eine Kombination zu treffen, ist sehr gering, doch die Nachricht reichte aus, um Intels Aktie broeckeln zu lassen. Beunruhigte Benutzer koennen sich unter 0130/81 89 21 gebuehrenfrei telefonisch beraten lassen -- leider ist die Nummer haeufig besetzt. ____________________________________________________________________ 12.DEZ.1994: IBM: STOP FUER PENTIUM-PC ARD/ZDF-Videotext, Rubrik COMPUTER, Tafel 581. [Teletext service of German's major TV network] Der US-Computerhersteller IBM hat die Auslie- ferung von Personalcomputern mit Pentium-Prozes- soren von Intel gestoppt. Wie IBM in Somers (US-Bundesstaat New York) bekanntgab, wurde an den Prozessoren "haeufiger als zuvor angenommen" Fehler festgestellt. Die von Intel produzierten Prozessoren waren von IBM vor dem Auslieferungsstopp ueberprueft worden. Nach IBM-Angaben soll bei einem Spreadsheet- Programm ein Fehler durchschnittlich alle 24 Tage auftreten. Bei 500 PCs bestehe ein Risiko-Faktor von bis zu 20 Fehlern pro Tag. Intel hatte das Risiko wesentlich geringer eingestuft [Anm.: Ein Fehler nur alle 27 000 Jahre]. ____________________________________________________________________ 14.DEZ.1994: DAS KLIMA ZWISCHEN IBM UND INTEL NAEHERT SICH DEM GEFRIERPUNKT Prozessoren-Streit nur ein Vorwand. "Der Tagesspiegel", Berlin, Germany, Seite 19. ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 14.DEZ.1994: INTEL OUTSIDE "Der Tagesspiegel", Berlin, Germany, Seite 15. Der Prozessor ist das Herzstueck eines jeden Computers. Der Rechenleistung dieser Silizium- platte, aber auch deren Genauigkeit ist jeder PC-Benutzer hilflos ausgeliefert. Umso verstaend- licher ist der Aerger der Computernutzer ueber den Chip-Marktfuehrer Intel. Obwohl bereits seit Jahresmitte bekannt ist, dass das derzeit modern- ste Intel-Modell, der Pentium-Prozessor, einen -- wenn auch statistisch zu vernachlaessigenden Fehler aufweist -- weigert sich Intel standhaft, den zumeist auf einem Stecksockel montierten Chip einfach auszutauschen. Schlimmer noch: Nur wer Intel nachweisen kann, dass der Fehler bei ihm tatsaechlich wirksam wird, darf auf Ersatz hoffen. Den Schaden dieser verfehlten Verbrau- cherpolitik, die auch durch die millionenteuren TV-Spots mit "Intel inside" nicht wiedergutzu- machen ist, wird am Ende Intel selbst tragen muessen. IBM hat bereits die Konsequenzen aus der arroganten Haltung des Chipherstellers ge- zogen und wird kuenftig keine Rechner mit Intel- Prozessoren mehr ausliefern. Einen besseren An- lass haette sich IBM zudem gar nicht wuenschen koennen, die Beziehungen zum einstigen Partner auf Eis zu legen und nun vor allem die eigene Chip-Entwicklung des Power-PC zu forcieren. Intel hat sich also kraeftig verrechnet. KURT SAGATZ ____________________________________________________________________ 14.DEZ.1994: PENTIUM-FEHLER VERUNSICHERT MILLIONEN COMPUTER-ANWENDER IBM und Intel streiten um fehlerhaften Chip. "Berliner Morgenpost", Berlin, Germany, Seite 25. ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 14.DEZ.1994: PC-Superchip kann nicht richtig rechnen [PC Superchip Can't Calculate Correctly] --------------------------------------- D A S P E N T I U M - D E S A S T E R --------------------------------------- [The Pentium Disaster] von STEFAN ANKER "BZ", Nr.291/50, Berlin, letzte Seite. [BZ is Berlin's biggest tabloid] Schock fuer Computer-Freaks: Der "Pentium" zur Zeit einer der leistungsfaehigsten Mikro- chips fuer PCs, hat Fehler. Der Superchip kann nicht richtig rechnen. IBM stoppte jetzt die Auslieferung von Pentium-PCs. Man muss allerdings Mathematik studiert haben, um den Fehler zu finden. Der amerikanische Mathe-Professor Thomas R. Nicely entdeckte: Bei der Division "1:824 633 702 441" ist das Ergebnis von der neunten Stelle hinter dem Komma an falsch. Chip-Hersteller Intel reagierte: Die neuen Chips sind fehlerfrei. Aeltere Pentium-Chips werden zurueckgenommen. Wer wissen will, ob der eigene PC betroffen ist: Pentium-Hotline 0130/81 89 21 waehlen! ____________________________________________________________________ 14.DEZ.1994: IBM STOPPT RECHNER MIT PENTIUM-CHIP [IBM stops Pentium Chip Computers] von HANS ILGMOSER -------------------------------- Intel inside -- Fehler inside! -------------------------------- [Intel inside -- Error inside!] "BILD", Nr. 291/50, Germany, Seite 2 unten. [BILD is German's biggest popular news paper] Jetzt ist es amtlich: Der Hochleistungspro- zessor "Pentium" vom groessten Chiphersteller der Welt verrechnet sich haeufig. IBM hat jetzt die Auslieferung aller PCs mit Pentium-Microprozessoren von Intel ge- stoppt. Ein IBM-Sprecher: "Computer, auf denen der Name IBM steht, duerfen sich einfach nicht verrechnen!" Aus diesem Grund bietet der Computerherstel- ler fuer seine Kunden weltweit kostenlosen Ersatz fuer die fehlerhaften Pentium-Chips. In Deutschland sind rund 500 000 PCs mit Pentium- Prozessoren ausgeruestet. Viele Computerbesitzer haben jetzt Angst: Sind meine Daten in Gefahr? Kann mein Rechner abstuerzen? Keine Panik! Es kommt weder zu Datenverlusten noch zu Systemabstuerzen. Der Prozessor ist das Herz eines jeden Rech- ners. Das briefmarkengrosse, flache Gebilde steuert jede Rechenoperation, gibt und nimmt in wahnsinniger Geschwindigkeit Stromimpulse an seine "Mitarbeiter" (Arbeitsspeicher, Festplatte, Grafikkarte, Tastatur) weiter. Weil der Pentium so irre schnell ist, kann er sich auch mal ver- haspeln. Aber nur bei komplizierten mathemati- schen Operationen. Und dann erst ab der achten Stelle hinterm Komma. Fuer wissenschaftliche Berechnungen (z.B. in der Weltraumforschung) ist das schlimm. Fuer den 08/15-Anwender jedoch, der auf seinem Rechner Korrespondenz, Buchhaltung oder Grafikprogramme abwickelt, ist die "Gedaechtnisschwaeche" des Pentiums unbedeutend. ____________________________________________________________________ 14.DEZ.1994: Kurzbericht zum Pentium-Defekt. Z D F, "heute nacht", 23.55 CET [News show, ZDF is one of the major German TV networks] ---> File: Transcript not available. ____________________________________________________________________ 15.DEZ.1994: INTEL OUTSIDE "BILD", Nr.292/50, Germany, Seite 1. [BILD is German's biggest popular news paper] STUTTGART -- Wer in seinem IBM-PC einen feh- lerhaften Pentium-Chip von Intel hat (BILD be- richtete), bekommt ihn kostenlos umgetauscht. IBM hat deshalb ein Info-Telefon eingerichtet: 0711 - 82 25 55. ____________________________________________________________________ 16.DEZ.1994: PENTIUM-STREIT: DIE HINTERGRUENDE "BZ", Nr.293/50, Berlin, Seite 21 (Computer-Seite). [BZ is Berlin's biggest tabloid] Computerriese IBM bleibt dabei: Trotz des lau- fenden Weihnachtsgeschaefts werden keine PCs mehr verkauft, die mit dem "Pentium"-Chip von Intel bestueckt sind. IBM-Sprecher Albrecht Brenner: "Wir koennen nicht ausliefern, wovon wir nicht selbst ueberzeugt sind." Der Grund dafuer ist ein Fehler im Pentium- Chip, der bei komplizierten Divisionen falsche Ergebnisse von der neunten Stelle hinterm Komma an produziert (BZ berichtete). Weiterer Hintergrund ist der Konkurrenzkampf zwischen IBM und Intel. IBM hat sich naemlich mit dem Chip-Hersteller Motorola und der Compu- terfirma Apple verbuendet. Gemeinsam wurde der PowerPC-Chip entwickelt, der heute schon in den "Power-Macintosh"-Rechnern von Apple Dienst tut !!! >>>>>>> und dem Pentium ueberlegen ist. Im naechsten Jahr will auch IBM "Power-PCs" auf den Markt bringen. Den Fehler im Pentium hat Intel eingeraeumt und beraet PC-Besitzer unter 0130/81 89 21; not- falls wird der Chip gegen ein fehlerloses Modell aus neuerer Produktion (Anfang '95) getauscht. Besitzer von Siemens-Rechnern mit Pentium-Chip koennen 0821/804-3700 anrufen. Besitzer von 286er-, 386er- und 486er-Rechnern mit Intel-Pro- zessor sind nicht betroffen. Uneinigkeit besteht ueber die Schwere des Feh- lers. Waehrend IBM behauptet, er koenne statis- tisch alle 24 Tage auftreten, spricht Intel von einem Fall in 27 000 Jahren. Das glauben ausser IBM auch alle anderen Hersteller und verkaufen weiterhin Pentium-PCs. ____________________________________________________________________ 17.DEZ.1994: PRESSE: PENTIUM-FEHLER SCHWERER ARD/ZDF-Videotext, Rubrik COMPUTER, Tafel 581. [Teletext service of German's major TV network] Nach Angaben zweier US-Fachzeitschriften ist der Fehler in den Pentium-Prozessoren schwerer als bislang vom Hersteller Intel zugegeben. Der entdeckte Fehler trete 200 000 mal haeu- figer auf als Intel behaupte, melden "PC Week" und "PC Magazine" auf Grundlage eigener Tests. Das gelte vor allem fuer PC-Anwender die inten- siv mit Tabellen-Kalkulationen arbeiteten. Diese muessten aber auch nicht, wie vom Com- puterhersteller IBM angegeben, alle 24 Tage einen Fehler erwarten. Die Fehlerhaeufigkeit liege zwi- schen zwei Monaten und zehn Jahren, heisst es. ____________________________________________________________________ 17.DEZ.1994: ARD/ZDF-Videotext, Rubrik COMPUTER, Tafel 582. [Teletext service of German's major TV network] AACHEN: Die Vobis Microcomputer AG wird von sofort an fuer alle PC, die mit dem Pentium-Chip des Herstellers Intel ausgeruestet sind, eine zusaetzliche Software bereitstellen. Damit soll der vor kurzem bei dem Chip fest- gestellte Fehler (s.a. Tafel 581) korrigiert werden. Mit der Optimierungssoftware genuege man der Sorgfaltspflicht, erklaerte Vobis. ____________________________________________________________________ 18.DEZ.1994: INTEL-CHIPS NOCH FEHLERHAFTER? "Der Tagesspiegel", Nr.15125, Berlin, Germany, Seite 22 (Wirtschaft). MEDFORD (Reuter) -- Der Fehler in den Pentium- Chips des US-Herstellers Intel ist nach der Dar- stellung zweier Computer-Fachzeitschriften schwer- wiegender als bisher von Intel eingeraeumt. Der kuerzlich entdeckte Fehler in den Prozessoren trete 200.000 mal haeufiger auf als von Intel be- hauptet, berichten die US-Fachblaetter "PC Week" und "PC Magazine" auf Grundlage von Tests. Die Untersuchungen haben Fehlerhaeufigkeiten zwischen 2 Monaten und 10 Jahren bei der Arbeit mit Pen- tium-Chips ergeben. ____________________________________________________________________ 19.DEZ.1994: DAUERBRENNER "FOCUS", Nr.51/1994, Rubrik "COMPUTER-News", Seite 140. (c) 1994 -- Burdaverlag GmbH, Muenchen, Germany. Die Pentium-Rechenschwaeche bringt nicht nur Computerprogramme durcheinander: 5 505 001 geteilt durch 294 911 ergibt 18,666651. Dass in den letzten Computer-News (siehe FOCUS 50/94) 16,666... zu lesen war, liegt an einem Tippfehler. Das FOCUS-Heft wird nicht umgetauscht. ____________________________________________________________________ 19.DEZ.1994: NUR FUENF STELLEN Ein kleiner Fehler im Pentium-Chip bringt die US-Firma Intel in Schwierigkeiten: Ihre Kunden sind empoert. "DER SPIEGEL", Nr.51/1994, Rubrik "Wirtschaft", Seite 87-88. (c) 1994 -- Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, Hamburg, Germany. [ ... Text siehe Heft ... ] ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 20.DEZ.1994: INTEL TAUSCHT PENTIUM-CHIPS AUS ARD/ZDF Videotext, Rubrik COMPUTER, Tafel 581. [Teletext service of German's major TV network] Die Intel Corp. hat sich fuer ihre bisherige Haltung in der Frage fehlerhafter Pentium-Chips entschuldigt und PC-Besitzern den kostenlosen Ersatz der Prozessoren angeboten. "Wir glauben nach wie vor, dass ein Austausch in den meisten Faellen unnoetig ist. Wir aendern unsere Politik aber, um Zweifel auszuraeumen, wir stuenden nicht hinter unserem Produkt", erklaerte der Konzern in Santa Clara. Die Produktion soll wegen der erwarteten grossen Zahl von Reklamationen deutlich erhoeht werden. ____________________________________________________________________ 20.DEZ.1994: UMTAUSCH-ANGEBOT GILT UNBEFRISTET ARD/ZDF Videotext, Rubrik COMPUTER, Tafel 582. [Teletext service of German's major TV network] Das Angebot zum Umtausch der Pentium-Chips gilt nach Intel-Angaben unbefristet. Man stelle es den PC-Besitzern frei, ob sie den neuen Pentium-Chip selbst einbauen oder durch einen Fachhaendler ersetzen lassen wollen, hiess es weiter. Absprachen mit den betroffenen Compu- ter-Haendlern sollen in Kuerze getroffen werden. Wegen der Verunsicherung der Nutzer hatten in den vergangenen Tagen bereits viele PC-Anbieter, darunter Siemens Nixdorf, ihren Kunden Hilfe bei der Beseitigung des Fehlers angeboten. ____________________________________________________________________ 21.DEZ.1994: Bericht zum Microsoft Subtraktionsfehler des Windows-Taschenrechners u n d zum Intel Divisionsfehler des Pentium-Chips. A R D, "Tagesthemen", 22.30 CET [News show, ARD is the major TV network in Germany] ---> File: Transcript not available. ____________________________________________________________________ 22.DEZ.1994: INTEL ZIEHT BEIM PENTIUM DIE NOTBREMSE Chip-Hersteller gibt starre Haltung auf - Prozessoren werden ausgetauscht - Milliarden-Kosten. "Der Tagesspiegel", Berlin, Seite 22 (Wirtschaft). ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 22.DEZ.1994: EIN CHIP SPIELT VERRUECKT: COMPUTER-RIESE IN DER KRISE [A chip plays up -- Computer giant enters the (state of) crisis] "B Z", Nr.298/51, Berlin, Germany, Seite 58. [BZ is Berlin's biggest tabloid] "Intel inside" -- dieser Aufdruck auf Personal- Computern (PCs) stand bisher fuer technischen Vor- sprung. Der amerikanische Chiphersteller Intel ist mit 80 % Marktanteil die Nummer 1 in der Computer- welt. Vorbei. [...] ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 22.DEZ.1994: INTEL RUFT PENTIUM-CHIP ZURUECK (S.1) --- INTEL RUFT PENTIUM-PROZESSOREN ZURUECK (S.25) Fehler im Chip-Design koennte den Marktfuehrer 1,3 Milliarden DM kosten. "Berliner Morgenpost", Berlin, Germany, Seite 1 + 25 (Wirtschaft). ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 23.DEZ.1994: KLEMPNEREI AM CHIP Elektronische Minibausteine erweisen sich immer haeufi- ger als anfaellig fuer folgenreiche Stoerungen. von PETER BECKER "Der Tagesspiegel", Berlin, Germany, Nr.15130, Seite 3 (Die Dritte Seite). ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 24.DEZ.1994: FAST JEDER ZWEITE PENTIUM-KAEUFER REKLAMIERT Intel-Computerchip mit Rechenfehlern: Schaetzungsweise 12000 Berliner betroffen. von GIDEON HEIMANN "Der Tagesspiegel", Berlin, Germany, Nr.15131, Seite 9 (Stadtleben). [Dazu ist ein Ausriss eines Pentium-Inserats vom 3.10.1994 (Der Spiegel) abgebildet mit dem ahnungsvollen Intel-Werbetext: "Kaufen Sie einen und Sie werden nie mehr zurueckblicken. Oder vielleicht doch?"] ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 2.JAN.1995: COMPUTER: "DAS RISIKO WAECHST" Interview mit dem Sicherheitsexperten Peter Neumann ueber Chip-Pannen. "DER SPIEGEL", Nr.1/1995, Rubrik "Computer", Seite 152. (c) 1994 -- Spiegel-Verlag Rudolf Augstein, Hamburg, Germany. [ ... Text siehe Heft ... ] ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 5.JAN.1995: COMPUTER MIT HIRNSCHADEN Peinlich fuer Marktfuehrer Intel: Ein Chip, der sich verrechnet. Spott in der Branche, eine gigantische Rueckruf-Aktion. "TANGO -- Die Info-Illustrierte", Nr.2/1995, Rubrik "Geld", Seite 46-47. [ ... Text siehe Heft ... ] ---> File: Not available. ____________________________________________________________________ 11.JAN.1995: MICROSOFT: REPARATUR-SOFTWARE GIBT ES GRATIS "Der Tagesspiegel", Berlin, Germany, Nr.15147, Seite 24 (Aus aller Welt). REDMOND (Reuter). Microsoft will Software fuer die Nutzer von Windows und Windows NT anbieten, das die fehlerhaften Funktionen des Pentium-Chips von Intel unschaedlich machen soll. Die Software solle unent- geltlich angeboten werden und eine Alternative zum Ersatz des Pentium-Chips bieten. Die Software wird noch getestet und soll in der zweiten Haelfte des Jahres ausgeliefert werden. ____________________________________________________________________ 15.JAN.1995: Solo von E. Schweins zum Defekt des Computerchips Pentium unter dem Motto "intel inside" (T-Shirt). R T L, "RTL Samstag Nacht live" (Comedy, Satire & Musik), 00.00 CET. ---> File: Transcript not available. ____________________________________________________________________ 19.JAN.1995: PENTIUM CHIP-FEHLER KOSTET INTEL MILLIONEN Gewinn dennoch gehalten. "Der Tagesspiegel", Berlin, Germany, Nr.15155, Seite 21 (Wirtschaft). SANTA CLARA (dpa). -- Der Austausch fehlerhafter Pentium-Chips in Millionen Personal Computern hat den US-Halbleiterkonzern Intel Corporation 475 Mill. Dollar (727 Mill.DM) vor Steuern gekostet. Das Unter- nehmen habe im 4. Quartal 1994 gewinnmindernde Son- derrueckstellungen in dieser Hoehe vorgenommen, teilte die Firma mit. Im Schlussquartal 1994 gab es wegen der Pentium-Austauschaktion einen kraeftigen Gewinnrueck- schlag um 37 Prozent auf 372 Mill. Dollar (569 Mill.DM). Intel konnte aber den Konzernumsatz "dank des robusten PC-Marktes" gegenueber dem vierten Quartal 1993 um 35 Prozent auf 3,2 Mrd. Dollar erhoehen. Die defekten Pentium-Chips hatten zu fehlerhaften PC-Rechenergebnissen gefuehrt. Intel erklaerte erneut, dass der Fehler nur einmal pro neun Milliarden Kalku- lationen auftauche. Dagegen hatte IBM den Versand von Pentium-PC gestoppt und behauptet, die Fehlerquote sei sehr viel hoeher. Dennoch verdiente Intel 1994 rund 2,3 Mrd. Dollar. ____________________________________________________________________ 19.JAN.1995: TEURE CHIPS "B Z", Nr.16/3, Berlin, Germany, Seite 21. [BZ is Berlin's biggest tabloid] Der Austausch fehlerhafter Pentium-Chips fuer Millionen von Personal-Computern (BZ berichtete) kostete den US-Konzern Intel Corporation 475 Millionen Dollar. ____________________________________________________________________ 24.JAN.1995: IBM PRAESENTIERT ERSTMALS WIEDER GEWINN "Der Tagesspiegel", Berlin, Germany, Nr.15160, Seite 15 (Wirtschaft). ARMONK (dpa). -- Der US-Computerhersteller IBM hat 1994 einen Gewinn von 3 Mrd. Dollar erzielt, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 8,1 Mrd. Dollar zu Buche stand. IBM-Konzernchef Louis V. Gerstner berich- tete am Montag, der Umsatz sei 1994 um 6 Prozent auf 64,1 Mrd. Dollar gestiegen -- das erste Plus seit 1990. Allerdings sei er mit dieser Entwicklung noch nicht zufrieden. Der Verlust 1993 war auch auf Umstrukturierungen, den Abbau von 45 000 Stellen und buchtechnische Sonder- faktoren zurueckzufuehren. 1994 sparte IBM nochmals 36 000 der zuvor 256 000 Stellen ein. Gerstner bezif- ferte die Kosteneinsparungen 1994 auf 3,5 Mrd. Dollar. Die Konzernschulden wurden um 5,2 Mrd. auf 22,1 Mrd. Dollar verringert. ____________________________________________________________________ 30.JAN.1995: GLATT VERRECHNET "test" -- Stiftung Warentest, Nr.2/1995, Rubrik "Liebe Leser", Seite 3. Was gibt: 4 195 835 - (4 195 835 / 3 145 727) x 3 145 727? Richtig: die Loesung ist 0. Es sei denn, Sie tippen die Aufgabe schnell in einem PC mit "Intel Pentium inside". Der Pentium-Prozessor, eines der modernsten und schnellsten Rechenwerke, die derzeit fuer PCs zur Verfuegung stehen, verhaut sich bei der Aufgabe glatt um 256. Alle der fuenf bis sechs Millionen Pentium-Prozes- soren, die Intel bisher ausgeliefert hat, rechnen falsch: vom 60 bis zum 100 MHz getakteten Modell. Das fatale daran ist, die Fehler treten nur bei ganz be- stimmten Zahlenpaaren auf. Dann aber nicht als winzi- ge Ungenauigkeit, sondern als dicker Patzer. Nachdem Intel zuerst versucht hatte die Brisanz des Fehlers herunterzuspielen, lenkte der Hersteller Ende Dezember ein. Auf Wunsch soll der fehlerhafte Chip ausgetauscht werden. ____________________________________________________________________ 3.MRZ.1995: NACH DEM SKANDAL: BALD IST DER PENTIUM VERGANGENHEIT von STEFAN ANKER "BZ", Berlin, Seite 23. [BZ is Berlin's biggest tabloid] Der Pentium-Skandal mit dem falsch rechnenden Coprozesssor hat die Firma Intel scheinbar kaum beruehrt. Der Riese wankte, doch er fiel nicht. Bernhard Wopperer, Hardware-Manager bei Intel- Deutschland: "Ich will nichts beschoenigen, aber bei uns hat sich bisher noch niemand gemeldet, dessen Pentium-PC einen echten Schaden verursacht hat." [... Story ueber den neuen P6 ...] Fazit: Intel liegt weiter vorne. Waehrend die Konkurrenten jetzt die ersten Pentium-Nachbauten praesentieren, will Intel schon in diesem Jahr mit dem P6 auf den Markt. "Und", sagt Bernhard Wopperer, "am P7 arbeiten wir auch schon." ____________________________________________________________________ 8.MAI.1995: FALSCHE PENTIUM-CHIPS "Der Tagesspiegel", Berlin, Germany, Nr.15261, Seite 18 (Wirtschaft). HANNOVER (dpa). -- Professionelle Betruegerbanden bringen gefaelschte Mikroprozessoren vom Typ Pentium auf den Markt. Dabei habe insbesondere die Einfuehrung des 75 Megahertz Pentiums "diesen Markt fuer Faelscher und Manipulateure geoeffnet", berichtet die Computer- zeitschrift "c't". Die US-Firma [Anm.d.Ed.: gemeint ist die Firma Intel, Santa Clara] koenne diesen Mani- pulationen einen Riegel vorschieben, lehne dies aber aus Kostengruenden ab. ____________________________________________________________________