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Die Kleihues-Pläne sollen jetzt vom Berliner Senat im Bebauungsplan I-15b in gültiges Baurecht
umgesetzt werden. Parallel wird mit der Detailplanung begonnen, mit der auch andere Architekten betraut
werden sollen. Der Baubeginn für das 250 Millionen Euro teure Bauprojekt soll dann im Frühjahr
2009 sein. Sollte das Gebäude wie von Kleihues geplant realisiert werden, könnte
das auch der Einstieg in die wünschenswerte Revitalisierung der gesamten Leipziger Straße als
Einkaufstraße sein. Und dazu gehört dann auch, daß durch die Leipziger Straße
wieder eine Straßenbahn fährt.
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[05.02.2004:
Ein Kaufhaus für die Berliner City] (khd-Page)
[11.07.2006:
Wertheim-Areal in Berlin steht zum Verkauf] (BERLINER MORGENPOST)
[27.09.2007:
Das Achteck nimmt Form an] (DER TAGESSPIEGEL)
[20.03.2008:
Fünf Jahrzehnte Brache jetzt wird gebaut
BERLIN 30.12.2007 (khd). Der Spielbetrieb im Tränenpalast konnte nicht auf Dauer aufrechterhalten werden. Vielmehr wurde er in die Insolvenz getrieben, so daß der Tränenpalast bereits am 31. Juli 2006 für immer schließen mußte.
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Berlins Senat hatte für den Bau des zehngeschossigen Bürokomplexes bei der GFZ unzulässig getrickst (Bebauung mit GFZ = 3,4 wurde im Kern-Gebiet zugelassen!). Damit das nicht so auffällt, wurde durch die Einbeziehung des Bahnhofs-Vorplatzes die GFZ unter 3 heruntergerechnet.
Geklagt hatte ein Nachbar der Eigentümer des neuen Hauses, in dem sich das Hotel Sol Meliá befindet. Diesem waren bei seinem Bauvorhaben keine Dispense bewilligt worden. Dem Investor Müller-Spreer droht nun der Stop, der inzwischen begonnenen Bauarbeiten. Aus dem für Sommer 2008 geplanten Richtfest wird nichts.
Berlins Senat steckt in der Klemme, denn nicht nur die Stadtplanung und der Grundstücksverkauf waren liederlich. Nun ist auch klar, daß der Senat einen liederlichen Gefälligkeits-Bebauungsplan ablieferte. Zu erwarten ist deshalb, daß erhebliche Summen aufgewendet werden müssen, um den Schaden zu begleichen. [Ein Kommentar]
Natürlich wäre an dieser Stelle ein Punkt-Hochhaus von der Art der Vision eines Mies van der Rohe aus den 1920er-Jahren städtebaulich richtig plaziert auch wenn der Senat anderes erzählt. Aber dann müssen auch rechtzeitig alle dafür erforderlichen rechtlichen Weichen (z. B. beim Flächennutzungsplan) richtig gestellt werden. Aber Berlins Senat wollte ja ‚Wolkenkratzer‘ nur noch am Alexanderplatz und am Zoo. . .
Der Berliner Tagesspiegel rechnet in
seiner heutigen Ausgabe vor, daß Berlins Senat vom Verkauf des Spreedreieck-Grundstücks am
Bahnhof Friedrichstraße nichts außer Ärger hat. Vielmehr muß er
mindestens 11,5 Millionen Euro draufzahlen. Und es könnte sogar noch mehr werden. Die
ursprünglich vom Bezirk Mitte dort geplante Grünanlage mit Bänken für die Bürger
wäre billiger gekommen.Be Berlin: Privatisierung mit Zuzahlung
13.3.2008 (khd). Berlins Baupolitik hat mit dem Spreedreieck-Skandal einen neuen Tiefpunkt erreicht. Da
bemüht sich Berlins rot-rote Regierung seit Jahren, zu sparen bis es quietscht"
(SPD-Wowereit). Und dann verprassen dessen ‚Bauleute‘ viel Geld durch Unfähigkeit beim
Bauplanen eines Filet-Grundstücks. Geld, das in der Stadt an allen Ecken und Enden fehlt.
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[22.08.2004:
Staatliche Fehlplanung am Spreedreieck] (khd-Page)
[30.07.2006:
Letzter Vorhang im Tränenpalast] (DER TAGESSPIEGEL)
[25.11.2007:
Ärger am Spreedreieck] (DER TAGESSPIEGEL)
[19.12.2007:
Bürohaus am Spreedreieck droht ein Baustopp
[20.12.2007:
Niederlage für Hochhaus-Bauherr
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Allerdings will nun KAISERs zu Ostern 2008 ihren Supermarkt im benachbarten Sanierungsgebiet der Woltmann-Siedlung an der Osdorfer Straße schließen. [mehr] (Repro: 15.12.2007 khd) |
Es besteht nun Hoffnung, daß sich das schon vor Weihnachten etwas bessern wird und die 41 Monate andauernden Einkaufsqualen endlich ein Ende haben werden. Denn am 19. Dezember will im von PLUS (Tengelmann-Gruppe) verlassenen Laden eine Nahkauf-Filiale neu eröffnen. Die Bewohner hoffen, daß die Nahkauf-Leute ein gutes Warensortiment mitbringen und nicht nur ein kurzer Gastspiel geben, wie es im Winter 2004/05 diese Kleine Markthalle im ex-REICHELT-Markt tat. Sonst stehen schon bald die Stadtrandsiedlungen in Lichterfelde-Süd ohne jeglichen Lebensmittelladen da. [mehr]
[30.06.2004:
Vom Geschäftesterben im Stadtrand-Kiez] (khd-Page)
Unsere bislang nicht durch wegweisende Politik aufgefallene Gesundheitsministerin
Ulla Schmidt (SPD) hat in der durch die WDR-Produktion ausgelösten Debatte
über eine Entschädigung für Contergan-Opfer Gespräche zwischen
Wirtz/Grünenthal und Betroffenen angeregt, wobei sie aber ihre eigene Rolle
vergaß. Denn an einem solchen ‚Runden Tisch‘ muß wg. der
staatlichen Versäumnisse auch die Bundesregierung Platz nehmen.
Noch vom US-Präsidenten John F. Kennedy (1963 ermordet) persönlich wurde
deshalb Dr. Frances Kelsey mit der Medaille The President’s Award for
Distinguished Federal Civilian Service öffentlich geehrt, obwohl sie
nur ihre Dienstaufgaben sehr gewissenhaft erledigt hatte. Der mutige deutsche Kinderarzt
Widukind Lenz (19191995) der eigentliche Held der
Contergan-Story, der alles ans Licht gebracht hatte wurde hingegen erst sehr viel
später mit einem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, was aber noch nicht mal der
Bundespräsident persönlich überreichte.
Vermutlich hofften Grünenthal plus Bundesregierung damals,
daß wir alle nicht lange leben würden. Sonst hätten sie schon damals
mehr als diese lächerlichen 210 Mio. DM bereitgestellt. Wenn diese
Grünenthals das Zeug nie hergestellt hätten, würden wir heute ein ganz
normales Leben führen, sagt Elvira S. (Name geändert), ein heute
47-jähriges Contergan-Opfer mit ungebrochenem Lebenswillen.
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ODERBRUCH 21.10.2007
(khd/info-radio).
Es sind nun schon gut 3 Jahre vergangen, seit dem am 1. Mai 2004 unser Nachbarland
Polen Mitglied der Europäischen Union (EU) wurde. Dennoch ist man bei den
Bei der Eisenbahnverbindung Berlin Kostrzyn (Küstrin) gab es im Herbst
2006 sogar noch einen
Rückschlag aus nichtigem Anlaß. Da gibt jetzt ein
kleines Projekt Hoffnung, daß sich die Situation demnächst bessern
könnte. Seit dem 20. Oktober verkehrt vom polnischen Gozdowice über die
Oder nach Güstebieser Loose im Oderbruch wieder regelmäßige eine
Auto- und Personenfähre zumindest von April bis Ende Oktober.
Virtuelle Verbindungen zwischen Deutschland und Polen zu bauen, ist natürlich
leichter. Und so gibt es im Internet verschiedene Präsentationen,
Informationsangebote und Foren, die der Verständigung zwischen den beiden, in
unsinnigen Kriegen so schwergeprüften Bevölkerungen dienen sollen. Ein kleines
Beispiel dafür ist das eigene Projekt der bereits
viel gelobten Präsentation der Geschichte der Stadt
Dobiegniew dem früheren Woldenberg in der
Neumark. Auch wenn dort derzeit die Texte nur in Deutsch
verfügbar sind, stößt die in Wort und Bild dokumentierte
Vorgeschichte von Dobiegniew gerade bei Polen auf ein großes Interesse.
Es bedarf aber wesentlich energischerer Anstrengungen, um weitere
‚Brücken‘ über Oder und Neiße zu schlagen. Vordringlich
sind vor allem durchgehende Zugverbindungen zwischen Berlin und dem
westlichen Polen dem wunderschönen Lebuser Land. Nur so können viele
Menschen auf beiden Seiten der Oder im Nachbarland Land und Leute (auf Tages- Touren)
kennenlernen.
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BERLIN 10.10.2007 (khd).
Im Sommer 2004 verkaufte der von SPD und den Linken (PDS) getragene Berliner Senat
sein größtes Wohnungsunternehmen die GSW an ein
wenig seriöses Heuschrecken-Konsortium (Cerberus Partners, New York + Frankfurt/Main)
[khd-Page berichtete].
US-Pensionsfonds freuen sich über Wind- fall-Profite aus den Notverkäufen.
Ameri- kanische Rentner und Pensionäre erhalten künftig ihre
Alters-Fondsrenditen aus den Mieteinnahmen deutscher Rentner und Pensionäre.
Gleichzeitig droht in Deutschland eine massive Altersarmut infolge der sinkenden
Rentenperspektiven. Eine gewaltige Schere tut sich hier noch auf. Eine
Zu- kunftsvorsorge mit dem sozialen Woh- nungsbau sieht anders aus.
Michael S.
Berlin-Charlottenburg
Aber auch das im Februar 2006 veröffentlichte
Schwarzbuch Privatisierung des Berliner Mietervereins
mit seinen umfangreichen Falldokumentationen spricht eine deutliche Sprache:
Nun ist Schluss! Weitere Verkäufe darf es nicht geben! Die
Wohnungsverkäufe des Berliner Senats käme den Mietern teuer zu stehen,
heißt es dort.
Aus Sicht der Thermometer-Siedlung und der benachbarten Woltmann- Siedlung, in der die GSW rund 2000
ab 1970 bezogene Neubau- Wohnungen am südlichen Stadtrand besitzt, soll im folgenden über ganz
grundsätzliche Erfahrungen von Mietern mit der privatisierten GSW berichtet werden.
[weiter]
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Bis etwa zum Jahr 2000 war die Welt dieser 1. Internet-Liga noch in Ordnung. Die
Groß-Carrier machten sich nur wenig Konkurrenz, denn alles war zum wirtschaftlichen
Vorteil aller Beteiligten geregelt, was auch mit deren quasi-staatlichen Wurzeln
zusammenhängt. Man kann es auch ein Oligopol nennen. Untereinander haben sie
Peering- Abkommen geschlossen, die in den allermeisten Fällen die
kostenlose Durchleitung des aus anderen Tier-1-Netzwerken stammenden Internet- Verkehrs
vorsieht. Die Basis dafür ist die Annahme, daß sich auf dieser
‚Hoch‘-Ebene In- und Output in etwa ausgleichen werden und eine Berechnung nur
Kosten verursachen würde.
Cogent schaltet im April 2007 ohne jegliche Vorankündigung gleich 3 britische ISP ab,
d. h. Telecomplete Ltd. (AS 6320) Entanet Ltd. (AS 8468) und
Datahop (AS 6908) können nicht mehr über das Cogent-Netzwerk (AS
174) geroutet werden
[mehr].
Im August 2007 gibt es ein regelrechtes Attentat. In Cleveland wird mit einer Schrotflinte
ein die TeliaSonera (AS 1299) und Levvel-3 (AS 3356) verbindendes
Glasfaserkabel schlichtweg zerfetzt, was ein starkes Ausbremsen des Internet-Verkehrs zur
Folge hat, wie die Computerwoche
berichtete.
Das sind alles nicht mehr zufällige Ereignisse, denn in
einschlägigen Netz-Foren wie
Renesys Blog,
HostSharing.net,
FDC-Servers,
Heise,
Onlinekosten.de oder
OVH.de berichten Endkunden immer wieder über eklatante
Routing-Probleme auf der Ebene der Groß-Carrier.
Der erste größere Coup gelang Cogent Anfang 2002 nach dem Absturz der ‚New
Economy‘ (Insolvenz vieler an der Börse völlig überbewerteter Internet- Unternehmen)
mit dem Aufkauf der riesigen Performance Systems International Inc. (PSINet). Danach hat
Cogent wie ein Krake auch nach Europa gegriffen. So ging u. a. LambdaNet in Spanien und
Frankreich, Carrier-1 in Deutschland und Global Access an Cogent. Inzwischen soll
Cogent ein Glasfasernetz von weit über 50.000 Kilometer Länge mit den zugehörigen
Netzknoten und Routern zusammengekauft haben.
Cogent konzentriert sich aus Kostengründen darauf, reinen IP-Transit zu Kampfpreisen
(5080 % unter bisherigen Marktpreisen) an ISPs zu verkaufen und setzt damit ganz
klar auf einen Verdrängungswettbewerb. Für die Tier-1-Carrier ist Cogent damit
zu dem ‚Spielverderber‘ geworden. Andererseits haben niedrige Cogent-Preise
auch dazu beigetragen, daß Zugangspreise zum Internet für die kleinen Endkunden
auf Discounter-Niveau sinken konnten. Und daher ist es eigentlich auch nicht
verwunderlich, daß beispielsweise der Telekom-Discounter Congster über das
billige Cogent-Netzwerk (AS 174) nach Nordamerika routet. Und beim ‚Billigen Jakob‘
da gibt es eben
manchmal Probleme...
[15.07.2004:
Letzter Supermarkt verschwindet aus Thermometer-Kiez] (BERLINER MORGENPOST)
[14.07.2005:
Thermometer-Siedlung ein Jahr ohne Supermarkt] (khd-Page)
BERLIN 9.11.2007
(khd/ddp).
Die Ausstrahlung des Fernseh-Zweiteilers vom WDR zur Aufarbeitung des
Contergan- Skandals Eine einzige Tablette (7.11.2007)
und Der Prozess (8.11.2007) machte sehr betroffen, dann aber auch sehr
sehr wütend. Wütend, weil die unschuligen Opfer noch nicht einmal eine
angemessene Entschädigung für die schlimmen Folgen eines vermeidbaren
kommerziellen ‚Unfalls‘ erhalten haben. Mit Almosen von höchstens 545 Euro/Monat werden sie
hierzulande abgespeist in England gibt¹s im Schnitt 2100 Euro/Monat.
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Merck weiß, was sich gehört
Heute wurde dann bekannt, daß beim aktuellen VIOXX-Skandal die
US-Merck 4,85 Mrd. US-$ bereitstellt, um damit die Entscheidung
über tausende von Schadensersatzklagen wegen möglicherweise
schädlichen Wirkungen des Schmerzmittels VIOXX abzuwenden. Und beim VIOXX ist
der Zusammemhang zwischen Einnahme und Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nur
wahrscheinlich, wiss. noch nicht exakt bewiesen. Beim Contergan hingegen gibt es aber
keinen wiss. Zweifel am Zusammenhang zwischen den aufgetretenen Mißbildungen der ab
1958 geborenen Kinder und der Einnahme des Schlafmittels Contergan der Firma
Chemie-Grünenthal durch die Mutter während der Schwangerschaft.
Am 283. Verhandlungstag, dem 18. Dezember 1970, wurde das Strafverfahren
gegen Grünenthal-Beteiligte wegen
vorsätzlicher oder fahrlässiger Körper- Verletzung und
fahrlässiger Tötung
wegen
geringfügiger Schuld
der Angeklagten und mangelnden öffentlichen Interesses
eingestellt.
So endete die strafrechtliche Aufarbeitung des Contergan-Skandals und wird
damit zum Justiz-Skandal. Zitiert nach
Wikipedia.
Eine sehr wichtige Tatsache wird in der Contergan-Debatte allzuoft übersehen: In
den USA wurde Contergan nie zugelassen. Denn die USA hatten mit dem FDC Act
bereits 1938 (!) ein vorbildliches und leistungsfähiges
Arzneimittelzulassungs-Verfahren beim
FDA eingeführt (New
drugs must show safety before selling). In Deutschland
herrschte hingegen bei der Einführung von Arzneimitteln sogar bis 1976 noch immer
Preußisches Landrecht (simples Gewerberecht), was dann
um 1957 insbesondere wg. des Fehlens eines bewertenden Zulasungsverfahren zum
Contergan-Skandal führte. Der deutsche Staat hatte nichts dagegen, daß
Pharma-Firmen die Bevölkerung als Experimentierfeld nutzten. Er hat also
damit ein gerüttet Maß Schuld an dem Pharma-Skandal.
Contergan-Skandal
In Wikipedia,
der freien Enzyklopädie.
Die USA waren schlauer
Mit der Arzneimittelinspektorin Dr. Frances Kelsey hatte die amerikanische
Zulassungsbehörde FDA Ende der 1950er-Jahre eine sehr
kompetente Mitarbeiterin,
die sich auch durch den massiven Druck der Pharma-Industrie nicht beirren ließ.
Ihr solides Wissen um Wirkungen ähnlicher Stoffe hatte die Versagung der
Contergan-Zulassung für den lukrativen US-Markt zur Folge. Es war ihr
Mißtrauen, daß eine Contergan- Katastrophe in den USA verhinderte. Allein
aus diesen amerikanischen Fakten (und Akten) geht hervor, daß die ganze
Contergan- Katastrophe vermeidbar gewesen ist.
Inzwischen haben aufmerksame Beobachter abgeschätzt, was denn diese
Wirtz/Grünenthal-Leute noch zu bezahlen hätten. Nach den
Merck-
Maßstäben müßte noch mindestens 1 Mrd. Euro in die Stiftung
eingezahlt werden. Und wenn Grünenthal wg. des naiven Vergleichs von
1970 wirklich nicht mehr zahlen brauche, dann müsse das eben die
Bundesregierung wg. früherer Fehler tun, heißt es klar und
deutlich.
G r ü n e n t h a l
In Wikipedia,
der freien Enzyklopädie.
[00.10.2000:
Die Contergan-Katastrophe revisited Ein Lehrstück...] (Dr. Luhmann, Wuppertal)
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[17.03.2006:
Grünenthal will Contergan-Film verhindern] (KÖLNER STADT-ANZEIGER)
[21.09.2007:
Contergan-Produzent erwägt neue Entschädigung] (DER TAGESSPIEGEL)
[15.10.2007:
Contergan-Hersteller kontrolliert Wikipedia-Einträge] (WDR)
[07.11.2007:
Kekulé-Kommentar: Gefährliche Zuckerplätzchen] (DER TAGESSPIEGEL)
[08.11.2007:
Grünenthal gibt kein Geld mehr für Contergan-Opfer] (DIE WELT)
[11.11.2007:
Bewegung im Contergan-Streit?] (ddp-Meldung)
[12.11.2007:
Neue Forderungen an Contergan-Firma] (DER SPIEGEL)
(Verkehrs-) Verbindungen zwischen beiden Ländern
noch immer nicht recht vorangekommen
[khd-Page berichtete
2004].
Bei der Infrastruktur sind wir nicht wirklich weit.
Verkehrsexperte Thomas Fabian (TUB) in der
FAZ am 11.4.2004.
Gestern war es endlich so weit. Die Fähre traf unter Jubel im Oderbruch-Dorf
Güstebieser Loose (liegt nordöstlich von Berlin) ein. Es ist die erste
Fähre nach dem Zweiten Weltkrieg (1945). An dieser Stelle bestand schon von 1815
bis 1945 eine regelmäßige Fährverbindung. Und nach der Wende entstand
dann der Plan, die auf beiden Seiten der Oder lebenden Menschen
zusammenzuführen. Es bedurfte aber seit 1992 riesiger Anstrengungen, um dieses
kleine Fährprojekt zu verwirklichen.
[mehr]
[00.05.1993: Von Küstrin nach Küstrin Die Grenzöffnungen 1992]
[11.04.2004: Kaum ein Weg zwischen West und Ost] (FAZ)
[30.04.2004: Brücken nach Polen] (TAZ)
[08.07.2004: Verbindungen nach Osteuropa Aufs lange Gleis geschoben] (SPIEGEL)
[01.05.2004:
Willkommen in der EU! Bei den Verbindungen hapert's noch] (khd-research)
[04.11.2006:
Zuglinie nach Polen vor dem Aus] (MÄRKISCHE ODERZEITUNG)
[18.10.2007:
Zum ersten Mal seit dem Krieg überquert eine Fähre die Oder] (DER TAGESSPIEGEL)
Das Berliner Parlament stimmte am 17. Juni 2004 dem Verkauf mit großer Mehrheit
zu. Auch CDU und FDP waren für den Verkauf, der eigentlich mehr
eine
Schenkung war. Nur die Grünen waren dagegen. Und es wird vermutet, daß auch deshalb bei
der Berliner Wahl von 2006 die Zahl der Nichtwähler auf 42 % anstieg. Die SPD plus PDS kamen hingegen zusammen nur noch
auf 25,1 % aller Wahlberechtigten.
Eine gewaltige Schere tut sich auf
Aus:
Der Tagesspiegel,
19.3.2006, Seite 16 (Lesermeinung).
Ein Riesenfehler der Berliner Politik
Politiker aller Couleur erzählen immer wieder, daß Privatisierungen sehr gut
für die Kunden seien. Aber stimmt das auch für die Wohnungswirtschaft,
zumal wenn gewinnhungrige Finanz- Investoren am Werke sind?
Bereits im Vorfeld war von Kritikern des GSW- Verkaufs befürchtet worden,
daß dieser Notverkauf für die vielen Menschen, die in GSW- Wohnungen
leben, schlimme Folgen haben werde. Nach 3 Jahren stellt sich die Frage,
ob solche Befürchtungen berechtigt waren.
Die objektive Antwort ist: JA!
Es sei politisch ein Riesenfehler gewesen, die GSW ausgerechnet an eine
‚Heuschrecke‘ verkauft zu haben, hört man immer wieder
von betroffenen GSW- Mietern. Der Senat hätte sich mal Anfang der 2000er-Jahre
über’s Geschäftsgebaren von Cerberus im Internet schlaumachen
sollen. Dazu gab es bei US-Medien vieles zu erfahren.
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Ausverkauf von GSW-Wohnungen
Denn inzwischen sind zahlreiche Wohnungsweiterverkäufe durch
die Cerberus- GSW bekanntgeworden mit sehr nachteiligen Folgen
(allzuoft saftige
Mietsteigerungen) für die Mieter.
In chronologischer Reihenfolge sind das u. a. gewesen:
Pankow 1,
Steglitz-Zehlendorf,
Treptow-Köpenick,
Spandau,
Wedding 1,
Wedding 2,
Friedenau (Grazer Platz),
Reinickendorf,
Charlottenburg-Nord,
Pankow 2,
Prenzlauer Berg (Grüne Stadt),
Tegel (Mieterrechte ausgehebelt) sowie in
Dahlem (Gewerberäume). Manche Wohnungen wurden dabei zum regelrechten
Spekulationsobjekt umfunktioniert.Inhalt des Artikels:
[ab 05.2000:
Vom Chaos der Wohnungs-Privatisierungen und deren Folgen] (Doku khd-research)
[18.06.2004:
Gut und sicher wohnen? GSW verkauft] (khd-Page)
[In PDF]
[30.06.2004:
Vom Geschäftesterben im Stadtrand-Kiez] (khd-Page)
[In PDF]
[30.10.2004:
Hat Cerberus Angst vor Mieterbeiräten?] (khd-research)
[02.01.2005:
GSW-Mieter mußten tagelang frieren] (khd-research)
[30.12.2005:
GSW mahnte, und mahnte, und... Buchhaltung nicht im Griff] (khd-research)
[30.04.2007:
Hier spricht der Aushilfshausmeister! ] (taz-Blog zur Heuschrecken-Situation)
[23.08.2007:
Cerberus & Co: Und tschüs...] (DIE ZEIT)
BERLIN 1.10.2007 (t-off).
Die globalen Transportwege des Internets sind heute fest in privater Hand von nur wenigen
IP-Carriern, die leistungsfähige Backbones und Vermittlungsknoten zu
Zigtausend lokalen Netzen von Internet Service Providern
(ISP) in aller Welt betreiben. Erst diese kontinentübergreifenden
Backbones
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machen das Internet zusammen mit nützlichen an vielen Orten gespeicherten Inhalten
zum Welt-Wissensnetz. Die ISP müssen für den Transit ihrer Datenpakete
an diese Groß-Carrier der Tier-1- Klasse nach Volumentarifen bezahlen. Manche der Tier-1-Carrier
betätigen sich auch selbst noch als ISP für große Endkunden.
Today, the Internet is a group of loosely inter- connected networks run by many diverse companies.
These interconnections are in no way controlled by any industry or government agency, and are therefore
held together only by the market demands of the Internet community.
Sean Butler im August 2000
im Capstone-Project-Report
"The Evolution of Internet Interconnections".
So sah es auf der DNS- Ebene aus, als im April 2007 Cogent brit. ISPs abhängte.
Ausschnitt aus einem
RIPE-Plot des DNS- Monitorings für den Root-DNS c.root-servers.net
(Cogent). Die Ordinaten-Nummern geben die untersuchten 66 DNS- Server an. Die
roten Bänder bedeuten, daß mehr als 90 % der DNS- Abfragen
nicht beantwortet wurden.
[Ed: In der PDF-Ausgabe dieses Artikels ist eine Liste der Bedeutungen
der Ordinaten-Nummern (Meßpunkte) enthalten]
(Repro: 1.10.2007 khd)Immer wieder Streit ums Peering
Inzwischen gibt es nun sehr häufig Streitigkeiten wg. dieses Peerings, da vielfach
der Datenverkehr zwischen den Autonomen Systemen (AS), wie heute die Netzwerkverbünde
genannt werden, allzuoft asymmetrisch anfällt. Eine Ursache dafür sind auch die
praktizierten
rein wirtschaftlich orientierten Routing- Vorschriften nach dem
Border Gateway
Protocol (BGP), wie es seit etwa 1999 verstärkt zwischen den AS angewandt
wird. Meistens werden beim BGP Wege ermittelt, die nicht in Hinsicht auf die Schnelligkeit
sondern auf gewinnbringenden Transit hin optimiert werden. Das heißt beispielsweise:
Da wird schon mal ohne daß es dafür triftige technische Gründe (wie
einen Störfall) geben würde von Berlin-Steglitz ein weiter Umweg über
Schweden, England und die USA geroutet, um bloß das Ziel bei einer Zeitung in der
Nachbarschaft in Berlin-Mitte zu erreichen...Ein regelrechter Peering-Krieg
Die Routing- und Peering-Streitigkeiten haben inzwischen ein solches Ausmaß
erreicht, daß Insider von Wildwest-Methoden sprechen, manche reden sogar
schon von mafiösem Verhalten einiger IP-Carrier. Manchen gehe es nur noch
um Eigennutz, ohne das Große-Ganze zu sehen, heißt es. Und somit zeichnen sich
erstmals ernsthafte Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit von Internet-Verbindungen
über die globalen Backbones ab, ohne daß es dazu eines terroristischen Anschlags
bedarf.
Da agiert Level-3 (AS 3356)
im Oktober 2005 mit einer tagelangen Unterbrechung des Routings zum Cogent-Netz (AS 174) wegen
unterschiedlicher Auffassungen zum vereinbarten Peering.
Und dann werden im August 2006 die wichtigen Haupt-Server der freien Wikipedia-
Online-Enzyklopädie aus fadenscheinigen Gründen durch Cogent einfach stundenlang
vom Netz
abgehängt.‚Spielverderber‘ Cogent
Und dabei taucht immer wieder der Name Cogent auf das Enfant terrible in der
Liga der IP-Carrier. Dieses Unternehmen wurde erst 1999 in den USA als Cogent
Communications Inc. (Nasdaq: CCOI, WKN: A0D9JK) gegründet. Ähnlich wie eine
‚Heuschrecke‘ hat sich dieser Carrier darauf spezialisiert, in die
Pleite gegangene Internet- Unternehmen für wenig Geld
aufzusammeln.
Cogent has asked DTAG to upgrade the capacity of the links, with each party bearing its own cost of
upgrade. DTAG has declined to do so.
Cogent Anfang 2007 zu den
Routing-Problemen via Telekom.
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Das wirft die Frage nach der optimalen Topologie des Internets auf Backbone-Ebene auf. Ist es angesichts der vielen verbuddelten Glasfasern tatsächlich möglich, daß bestimmte Ziele nur über das Cogent-Netz erreichbar sind? Und wenn das so sein sollte, warum ist das so wenig schlau eingerichtet?
In der heutigen Zeit des Internet-Breitbandzugangs für Endkunden rufen diese nicht nur Webseiten ab, sondern nutzen auch beispielsweise das weltweit große Angebot an informativen Live-Streams von Rundfunksendern oder auch Fernseh-Streams. Und es ist fatal wenn der Empfang solcher Signale völlig ungenießbar wird, nur weil die Datenpakete auf unmöglich weiten Umwegen zum Empfänger geroutet werden. Von Ausfällen wollen wir noch gar nicht reden...
Die verantwortlichen Carrier müssen sich bewußt sein, daß sie mit ihrem 4-jährigen Handeln das Internet als Verbreitungsmedium für breitbandige Signale bei den Nutzern arg in Mißkredit gebracht haben, was negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben kann. Die IP-Carrier der Top-Klasse müssen sich deshalb schleunigst durchringen, endlich untereinander einen vernünftigen Kompromiß auszuhandeln.
Und leisten die IP-Carrier das nicht, dann führt kein Weg an einer staatlichen Regulierung vorbei. Es trifft sich da gut, daß die meisten Carrier in den USA beheimatet sind. Die FCC wird in der Lage sein, das Problem rational zu lösen.
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