Schlangen (Lippe)   —  Dies & Das – Teil 2 khd
Stand:  3.1.2008   (4. Ed.)  –  File: Heimat/Sch/Ex/Schlangen_Dies&Das_02.html



Schlangen Diese Seite ist Teil eines Schlangen-Reports. Schlangen war ein armes kleines Dorf im Lippischen, das hauptsächlich von der Landwirtschaft am Südwest- Hang des Teutoburger Waldes (Osning) und des Egge-Gebirges lebte. Heute (2007) ist es eine dörfliche Kleinstadt.

   
  S c h l a n g e n
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Auf den „Dies & Das“-Seiten sind kleine Geschichten aus der Geschichte des Dorfes Schlangen sowie des Lipper Landes dokumentiert. Sie stammen aus verschiedenen Quellen, die jeweils angegeben sind. Manchmal sind redaktionelle Ergänzungen in [Ed: ...] zugefügt worden. [Translation-Service]

I n d e x :



Schlangen — Immer wieder gab es Ärger mit der Wasserversorgung


Dreißig Jahre Wasserleitung in Schlangen

Aus: Der Gemeindebote – Nr. 7, 20. Dezember 1957, Seite 8 + xx (Schlangen/Lippe) Von ADOLF SCHMIDT und HEINRICH ELLERBROK. Links sind redaktionell zugefügt worden.

      Mit der Anlage einer Wasserleitung in Schlangen hat man sich schon vor der Jahrhundertwende beschäftigt, denn die Not, die der Wassermangel früher hier verursachte, ist für die heutige Generation unvorstellbar. Unvergessen sind bei den Ältesten unserer Gemeinde die trockenen Jahre von 1893, 1911 und 1921. Auch in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts [Ed: also in den 1880ern] mußte das Wasser für den Haushalt oft bis zu 1 km herangeholt werden.

      Die Anwohner der Fürstenallee waren immer zuerst betroffen, da ihre Brunnen als erste trocken wurden. Besonders große Opfer mußten aber auch die Landwirte und Viehhalter bringen, da ja auch das Vieh auf den Weiden mit Wasser versorgt werden mußte. Und wenn im November die Hausschlachtungen begannen, dann sah man auf den Straßen nur ein Hasten und Rennen mit Eimern und Kübeln nach den Brunnen, die noch Wasser lieferten. Da das Wasser in den Brunnen zunächst erst um Weihnachten anfing zu steigen, hörte man oft am Tage vor Weihnachten Hausfrauen, die ihre Söhne oder Töchter baten, auch an das Wasser für die Feiertage zu denken.

      Vor etwa fünfzig Jahren hatte Schlangen 11 öffentliche Gemeinde- und Interessenbrunnen, die wie folgt im Dorfe lagen:

  1. beim Gasthof zur Post,
  2. bei Kaufmann Emmighausen,
  3. bei Gebr. Keiser,
  4. gegenüber Petring, Rosenstraße 3,
  5. bei Schäferjohann, Rosenstraße 16,
  6. bei Wegemeister Bögerbax, Mühlenstraße Nr. 1,
  7. bei der Langen Dresche (Wilh. Deppe, Bergstraße 18),
  8. in der Grube, Langetalstraße,
  9. in der Adolfstraße,
  10. in der Mauer an der Krummen Straße gegenüber Haase Nr. 63,
  11. in der Bergstraße in der Mauer von Landwirt Fleege, gegenüber Malermeister Wisbrok.

      Die unter Nr. 4, 10 und 11 bezeichneten Brunnen waren nur einfache Schöpfstellen ohne Pumpe und Ziehvorrichtung.

      Am 13. November 1897 wurde der Interessentenbrunnen „Concordia“ (bei Emmighausen) von der Dorfschaft Schlangen übernommen. Von den sogenannten Interessenten dieses Brunnens, einer losen Vereinigung der Benutzer des Brunnens, hatten einige die Abtretung an die Gemeinde angeregt, damit diese den Brunnen wieder mit einer Pumpe versehen würde. Von den 50 Interessenten erklärten sich 49 mit der Abgabe einverstanden, nur Herr Fr. Ernsthuneke wollte sein Recht für sich behalten. Somit ist der Brunnen noch heute mit 49 Anteilen in der Hand der Gemeinde und mit einem Teil in privater Hand.

      Als im Jahre 1903 der Verkauf des Luttergrundstückes an den Militärfiskus anstand, machte der Klempnermeister Lücking, der um die Jahrhundertwende in Schlangen zugezogen war, bereits darauf aufmerksam, daß die Lutterquelle einmal das für Schlangen so dringend notwendige Wasser liefern könnte. In den folgenden Verhandlungen mit der MilitärdienststeIle wurde dieser Plan, die Quelle nur zu verpachten und die Schöpfrechte für die Gemeinde zu sichern, aber nicht verwirklicht, das Grundstück und die Quelle wurde für ca. 23.500 Mark verkauft.

      Bei dem großen Brande vom 18. August 1904 herrschte wieder großer Wassermangel. Die Brunnen Nr. 1 und 3 hatten nur bei langen Pausen (jedesmal 10 Minuten) genügend Wasser für die Wehren. Der Brunnen Nr. 2 hatte noch das meiste Wasser und wurde daher von der Detmolder Dampfspritze benutzt. Alle übrigen Brunnen waren trocken.

      (Rest folgt demnächst).


Schlangen — xxx


(das folgt demnächst).


Schlangen — xxx


(more to-be done).




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