Chronik des Dorfes Schlangen und des umgebenden Lipper Landes
Neu zusammengestellt von Karl-Heinz Dittberner
19992007
Quellen: Schlangen-Chronik +
Internet-Recherchen
(u.a.
,
) +
Gemeindeblätter.
3)
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| Zeit |
W a s g e s c h a h ? |
Anm. |
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Frühgeschichte |
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| ca. 80005000 v. Chr. |
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Die Mittel-Steinzeit. In dieser Zeit haben bereits Menschen in der Gegend um Schlangen
gelebt, wie zahlreiche Funde belegen. |
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| ca. 50001800 v. Chr. |
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Die Jung-Steinzeit. Durch Funde sind in der Schlänger Gegend die Anfänge von
Ackerbau und Viehzucht belegt. Erstmals werden Bäume gefällt und feste Häuser gebaut. So
wurde u.a. 1957 in Schlangen beim Gut Dedinghausen zufällig eine Steinaxt aus der
Jungsteinzeit gefunden, die dem Kulturkreis der Bandkeramik (Donaukreis) zuzuordnen ist. |
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| ca. 1800800 v. Chr. |
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Die Bronzezeit. Man beginnt für die Verstorbenen Grabhügel aus Plaggen und
Grassoden zu bauen, wie Funde bei Schlangen belegen. |
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| um 800 v. Chr. |
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Der Beginn der Eisenzeit. |
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| um 600 v. Chr. |
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Frühgermanen siedeln in der gesamten Region des Lipper Landes.
Aber in der Gegend des heutigen Dorfes Veldrom wird aufgrund von Infrarot-Luftbild- Aufnahmen die Existenz
eines römischen
Kohorten-Kastells vermutet. |
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Nach Christus |
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| 9 n. Chr. |
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Varusschlacht im Teutoburger Wald. In einer dreitägigen Schlacht
vernichtete das Heer des Germanenfürsten Arminius (Hermann) der Cherusker das römische Heer des
Varus und befreite damit das germanische Land von römischer Herrschaft. |
1) |
| um 750 |
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In der Höhle der Externsteine bei Horn machen Menschen Feuer. |
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| 777 |
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Urkundliche Erstnennung der Stadt
Paderborn als
Patris Brunna. In der Paderborner Gegend
haben aber bereits in der Alt-Steinzeit
(2.500.000 bis 8.000 v. Chr.) Menschen unterschiedlicher Stämme gelebt. |
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| 780 |
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Schlangens Nachbarort Bad Lippspringe wird erstmals als
Lippiogyspringiae von Karl dem Großen erwähnt. |
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| 783 |
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Die heutige Sitz der OWL-Bezirksregierung
Detmold (und von 19181947
Hauptstadt des Freistaats Lippe) wird erstmals in einer Urkunde als Theotmalli
erwähnt. |
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| 836 |
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Geistliche holen die Reliquien des Hl. Liborius aus Le Mans (Frankreich) in
die Bischofsstadt Paderborn. Daran erinnert heute in jedem Jahr das
Libori-Fest Ende Juli. |
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| um 850 |
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Das Dorf Oesterholz wird als
Astonholteimarki erstmals urkundlich erwähnt. |
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| um 850 |
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Erwähnung des Ortes Veldrom als Drohem. |
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| um 900 |
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In Schlangen existiert am heutigen Standort bereits eine Kirche, wie 1969
durchgeführte Grabungen zeigten. |
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| um 1000 |
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In Kohlstädt wird eine kleine Herrenburg gebaut. Die Ruine ist noch
heute (1999) vorhanden. Dabei handelt es sich um eine der kleinen Burgen des frühen Mittelalters,
die nach fränkisch normannischem Muster erbaut wurden. Kernstück war ein mächtiger
Wehrturm. Die Burg war Wohnsitz einer edlen Familie und hatte vermutlich die Aufgabe, die
Paßstraße über den Teutoburger Wald (Egge) zu überwachen. |
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| um 1020 |
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Die Dörfer Schlangen und Kohlstädt werden in einer Urkunde als
Lanchel und Colstidi erstmals erwähnt. Oesterholz heißt in dieser Urkunde
nun Astanholte. |
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| um 1100 |
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Paderborner Mönche des Klosters Abdinghof kaufen die
Externsteine bei
Horn. Die Mönche schufen im Felsen u.a. zwei Kapellen und ein großes Wandrelief der
Kreuzabnahme Jesu. |
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| 1123 |
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Der Edelherr Bernhard I. (11231158) wird erstmals
in einer Urkunde als Bernhardus de Lippe erwähnt. |
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Das 13. Jahrhundert |
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| 1248 |
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Die Stadt Horn wird erstmals urkundlich erwähnt. |
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| 1263 |
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Stadtgründung von Detmold durch den Edlen Herrn Bernhard III. zur Lippe
(12301265) mit dem Namen Detmelle am Werreübergang der alten Handelsstraße
von Paderborn nach Lemgo. Die junge Stadt erhält das
Lippstädter Stadtrecht. |
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Das 14. Jahrhundert |
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| 1312 |
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Bau der Burg Lippspringe durch das Paderborner Domkapitel
(Priesterkollegium am Dom). Im Umkreis der Burg siedeln sich Bauern und Handwerker aus der Umgebung an. |
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| um 1350 |
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Der heutige Ort Schlangen wird Ostlangen genannt. |
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Das 15. Jahrhundert |
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| 1447 |
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Einfall der Böhmen ins Lipper Land, wobei Burge und Städte
zerstört werden auch Detmold. |
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| 1470 |
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Beginn des Baus der Wasserburg in Detmold. |
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Das 16. Jahrhundert |
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| 1522 |
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In Lippe beginnt die Reformation. |
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| 1529 |
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Die edlen Herren zur Lippe werden zu
Reichsgrafen erhoben. |
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| 1552 |
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Am alten Thieplatz (Versammlungplatz) an der Grenze zwischen
Lippe und dem Bistum Paderborn bei Lippspringe finden sich wieder einmal Abgesandte des Grafen zur Lippe
und des Bischofs von Paderborn ein, um über Grenzstreitigkeiten zu verhandeln. |
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| 15971599 |
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Bau eines Jagdschloßes in Oesterholz durch Graf Simon VI zur Lippe
(15631613). Ein Teil der eindrucksvollen Fachwerkbauten ist erhalten. |
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Ab 30-jährigem Krieg |
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| 16181648 |
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Der Dreißigjährige Krieg richtete auch in
Schlangen sehr große Verwüstungen an. |
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| 1659 |
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In der Senne wird das Dorf Haustenbeck durch den Grafen Hermann Adolph zur
Lippe gegründet. |
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| um 1670 |
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Einen Hexenprozess gab es in Schlangen nicht, aber auch viel Gerede von Hexerei
und Zauberei sowie reichlich Gerüchte über den alten Wegener, der als Währwolf
Schafe des Herrn von Haxthausen auf Dedinghausen gerissen haben soll. Erst ein Gericht konnte das
mittelalterliche ‚Mobbing‘ stoppen. |
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| um 1675 |
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In Schlangen wütet die Seuche der roten Ruhr. |
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| 2. Mai 1678 |
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Schlangen wird durch ein Großfeuer bis auf 20
Häuser in Schutt und Asche gelegt. |
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| 26. Mai 1682 |
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Im Dorf Ober-Loßbruch bei Detmold weiht eine Familie Gise (spätere
Schreibweise Giese) ihr nach dem 30-Jährigen Krieg neugebautes Bauernhaus ein. Diese Haus ist heute
(2006) eines der ältesten erhaltenen Bauernhäuser im Lipper Land. |
5) |
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Das 18. Jahrhundert |
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| um 1700 |
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Schlangen erhält seine erste Schule. Sie wird dicht bei der
Kirche gebaut. |
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| 17251730 |
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Bau der 2,5 Kilometer langen, vierreihig mit Eichen und Buchen bepflanzten
Fürstenallee von Schlangen bis zum Kreuzkrug. Sie gilt als schönste
lippische Landstraße und eine der eindrucksvollsten in Deutschland. |
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| 1752 |
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In Detmold wird die Lippische Landesbrandkasse gegründet. |
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| 17561763 |
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Siebenjähriger Krieg. Schlangen ist erneut von großen Zerstörungen
betroffen. |
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| 1786 |
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Beginn der Aufforstung des Egge-Gebirges mit Fichten. |
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| 1789 |
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Die edlen Herren zur Lippe werden zu
Reichsfürsten
erhoben. |
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| 1790 |
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Im Land Lippe gibt es rund 9000 Gewerbetreibende (Handwerker und Kaufleute).
Davon waren 3800 Spinner und 1700 Weber. |
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| 1791 |
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In Schlangen wird ein jährlicher Vieh- und Kram-Markt eingerichtet. |
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Das 19. Jahrhundert |
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| um 1810 |
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Im Zuge des beginnenden deutschen Nationalismus wird der Mittelgebirgszug
Osning in Teutoburger Wald umbenannt. |
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| 1815 |
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Das Land Lippe tritt dem
Deutschen Bund bei. |
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| um 1817 |
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Die kleine Senne bei Schlangen (die westlich des Dorfs bis zur
Strothe gelegene Wiese) wird parzelliert. |
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| 1824 |
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Vom Haufen-Dorf Schlangen an der Senne wird eine genaue Karte angefertigt.
Auf dieser Basis wird in den 1950er-Jahren ein Modell des Dorfes gebaut. |
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| 1830 |
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Der alte Schlänger Kirchhof bei der Kirche wird geschlosen und stattdessen
ein neuer Friedhof an der Straße nach Paderborn Ecke Schützenstraße eingerichtet.
Dieser ist heute (1999) ein Ehrenhain. |
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| um 1850 |
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Die große Senne bei Schlangen (das westlich der Strothe
gelegenen sandige Land) wird parzelliert. Ein Teil wird Kavallerie-Übungsplatz. |
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| 1851 |
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Der heutige Truppenübungsplatz Senne wird als
Kavallerie-Übungsplatz für die Kavallerie-Einheiten der Garnisonen Paderborn und Neuhaus in der
Senne bei Schlangen angelegt. Die Senne liegt im östlichen Teil der Münsterschen Bucht und
ist dem Höhenzug des Teutoburger Waldes nach Südwesten vorgelagert. |
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| 18381875 |
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Bau des Hermanns-Denkmals auf den Fundamenten
der Grotenburg auf dem Teutberg bei Detmold durch den Baumeister Ernst von Bandel. |
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| 18711945 |
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Das Land Lippe ist Gliedstaat des neugegründeten
Deutschen Reiches. |
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| 16. Aug. 1875 |
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Einweihung des Hermanns-Denkmal südwestlich von Detmold. |
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| 1889 |
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In Schlangen wird der 3. Friedhof angelegt, gleich gegenüber dem 1830
eingerichteten 2. Friedhof auf der anderen Seite der Lippspringer Straße (heute
Paderborner Straße). |
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| 1891 |
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Das Senne-Lager wird zum Militärübungsplatz erklärt. |
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| 1. Nov. 1895 |
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Schmiedemeister Gustav Solle übernimmt in Schlangen die Dorfschmiede von
Räker, der früh gestorben war. |
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Das 20. Jahrhundert |
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| 18. Aug. 1904 |
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Schlangen brennt fast vollständig ab. Über 80 Gebäude gehen
verloren. |
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| 19041908 |
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Wiederaufbau von Schlangen. |
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| 1906 |
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Das Kaufhaus Georg Emmighausen feiert Richtfest. |
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| 9. Jan. 1909 |
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Die Stadt Paderborn gründet zusammen mit der RWE die
PESAG (Paderborner
Elektrizitätswerke und Straßenbahn AG), die in der Region das Straßenbahnnetz ausbauen
wird. |
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| 8. April 1911 |
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Eröffnung der PESAG-Straßenbahnstrecke
Paderborn Marienloh Bad Lippspringe. |
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| 1912 |
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Die letzte kaiserliche Pferde-Post Horn Lippspringe kommt durch
Schlangen. |
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| 31. März 1912 |
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Eröffnung der PESAG-Straßenbahnstrecke Bad Lippspringe
Schlangen Kohlstädt Externsteine Horn, die später bis Detmold
weitergeführt wird. |
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| 19141918 |
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Erster Weltkrieg. |
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| 1918 |
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Nach dem 1. Weltkrieg wird das Land Lippe
Freistaat. |
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| 1926 |
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In Kohlstädt wird eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. |
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| 1926 |
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Der Lehrer Hilker veröffentlicht eine Chronik des Dorfes Schlangen. |
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| 1927 |
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Schlangen erhält endlich eine öffentliche Wasserversorgung
(Wasserleitungsnetz). Tiefbrunnen werden bei Oesterholz und Kohlstädt erbohrt. |
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| um 1935 |
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Die Reichsstraße 1 (die heutige Paderborner Straße) heißt in
Schlangen nun Adolf-Hitler-Straße. |
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| ab 1936 |
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Die Straßenbahn fährt nicht mehr durch die Externsteine bei Horn.
Sie fährt nun längs der Paßstraße (Reichsstraße 1) über die Egge. |
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| 1937 |
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In der Senne entsteht bei Augustdorf ein Lager des
Reichsarbeitdienstes
(Nordlager des RAD), das heute (2002) von der Bundeswehr als Kaserne genutzt wird. |
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| 1937 |
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Auf dem Mönkeberg (424 m) bei Feldrom (bei
Veldrom) baut die Deutsche
Wehrmacht in Vorbereitung des Kriegs eine leistungsstarke Funksendezentrale (Nr. 276). Hier wurde
während des Kriegs von 1939 bis 1945 der nationale Sender des Luftlage-Warndienstes betrieben. |
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| um 1938 |
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Der Truppenübungsplatz in der Senne wird in Vorbereitung des Krieges
(der später 2. Weltkrieg genannt werden wird) stark vergößert. |
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| 1939 |
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Das alte Dorf Haustenbeck in der Senne muß aufgegeben werden, da das
Militär auch diese Fläche beansprucht |
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| 1939 |
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Schlangens Einwohnerzahl beträgt xxx. |
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| 19391945 |
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Zweiter Weltkrieg. |
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| 25. Jan. 1945 |
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Im Senne-Lager bei Schlangen/Lippe macht sich die schwere Panzer-Abteilung
503 der SS mit 39 (meist neuen)
Tiger-II-Panzern auf den Weg durch Schlangen nach Lage/Lippe, wo sie am
26.1.1945 auf die Eisenbahn verladen werden, um über Berlin an die Ostfront befördert zu
werden. Ihr Auftrag vom SS-Chef Himmler: Aufhalten der massiv vorrückenden Roten Armee. Das
mißlang gründlich, und auch diese ‚Elite-Truppe‘ vermochte nicht, die
Zerstörung von u.a.
Woldenberg/Neumark zu verhindern vielleicht hat
sogar diese SS (Schutz-Staffel!) mit ihrem sinnlosen Kampf dazu beigetragen. |
2) |
| Frühjahr 1945 |
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Der Eisenbahn-Viadukt bei Altenbeken wird bei einem Bombenangriff
teilweise zerstört, wodurch der Eisenbahnverkehr empfindlich gestört wird. |
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| Ende März 1945 |
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Über der Senne (und Schlangen) werfen alliierte Flieger
Flugblätter ab. Darin heißt es u.a.:
Euer Heimatort kann gerettet werden! Verhindert, dass Euer Dorf oder Eure Stadt dem
Erdboden gleichgemacht wird! Sprecht mit den Soldaten! Erklärt ihnen, dass Verteidigung des Ortes
nicht nur nutzlose Selbstaufopferung bedeutet, sondern gleichzeitig für den Ort selbst ein
TODESURTEIL darstellt. Verhindert, dass Euer Ort als Widerstandsnest ausgebaut wird. Helft den
Soldaten, sich selbst und damit Euren Ort für eine bessere Zukunft zu erhalten! |
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| April 1945 |
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Noch kurz vor Kriegsende quartiert sich eine Einheit der
SS in der Schule von Veldrom
nicht weit von Schlangen ein. In Gefechten mit den Alliierten sterben 10 deutsche und 16 amerikanische
Soldaten. Erst als die Alliierten drohen, das Dorf zu bombardieren, gab die SS ihren Widerstand
auf. |
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| 8. Mai 1945 |
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Mit der endgültigen Kapitulation Deutchlands ist in Europa der 2.
Weltkrieg zu Ende. |
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Nach 1945 |
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| 1945 |
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Schlangen liegt in der britischen Besatzungszone und ist unzerstört
durch den 2. Weltkrieg gekommen. Die Engländer übernehmen das
Senne-Lager bei Schlangen. |
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| 1946 |
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Nicht nur in Schlangen blüht der Schwarzhandel mit lebensnotwendigen
Gütern wie Benzin, Zigaretten, Schokolade... Und auch die ‚Tommys‘ aus der
Senne- Nachbarschaft mischen kräftig mit. |
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| 1946 |
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In Schlangen wird ein Volksbildungswerk gegründet. |
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| 21. Jan. 1947 |
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Mit der Verordnung Nr. 77 ordnet die britischen Militärregierung an,
daß der bisherige Freistaat Lippe zum neuen Land Nordrhein-Westfalen gehört.
Aber in 5 Jahren solle darüber noch einmal das Volk abstimmen. Dazu kam es aber nicht.
Damit endet die fast 800-jährige Selbstständigkeit Lippes. |
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| 5. Nov. 1948 |
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Der nordrhein-westfälischen Landtag beschließt Gesetze für
den Anschluß des Freistaats Lippe, die 1949 in Kraft treten. Basis für diese Regelungen sind
die Lippischen
Punktationen. |
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| 1949 |
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Der Landesverband
Lippe wird gebildet, der das Sondervermögen des früheren Freistaats Lippe verwalten wird. |
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| ab etwa 1950 |
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In Schlangen herrscht eine rege Bautätigkeit. Das Dorf wird
größer. |
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| um 1950 |
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In Schlangen wird an der Lippspringer Straße (heute Paderborner
Straße) eine kleine katholische Kirche gebaut. |
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| 1953 |
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Die PESAG-Straßenbahnstrecke zwischen Schlangen und Horn wird stillgelegt,
da sie u.a. den wachsenden Autoverkehr behindert. Außerdem hätte die PESAG in neue
Straßenbahnen investieren müssen, was sich nicht mehr rechnete. |
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| 17. März 1953 |
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Zwischen Paderborn und Detmold fährt die letzte durchgehende
Straßenbahn der PESAG. |
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| 1954 |
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Um die Arbeitslast der Hausfrauen zu erleichtern
richtet die Gemeinde Schlangen eine Gemeinschaftswaschanlage ein. |
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| 1956 |
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In Schlangen gibt es 66 Telefon-Anschlüsse und noch 82 Pferde. |
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| 1957 |
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Der noch vom alten Dorf Haustenbeck verbliebene östliche Rest wird in
das Dorf Oesterholz eingemeindet. |
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| 31. Aug. 1957 |
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Die Gemeinde Schlangen hat 3861 Einwohner. Nach 1945 waren rund 1000
Flüchtlinge und Ausgebombte aus dem Osten Deutschlands nach Schlangen zugezogen. |
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| 1958/59 |
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Auch der PESAG-Straßenbahnbetrieb zwischen Schlangen und Paderborn Hbf. wird
in 3 Etappen eingestellt. Den Verkehr übernimmt eine Buslinie. |
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| 5. Sept. 1959 |
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In Schlangen wird die neue Volksschule beim Sportplatz eingeweiht. |
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| 27. Sept. 1963 |
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In Paderborn fährt die letzte Straßenbahn. Die gesamte Region
ist nun straßenbahnfrei. Umweltfeindliche Autos haben freie Fahrt. |
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| um 1965 |
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Angesichts wachsenden Durchgangsverkehrs wird der kurvenreiche Verlauf der
Bundesstraße 1 in der Ortsmitte Schlangens durch eine westliche Verlegung begradigt. |
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| 1970 |
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Kommunale Neuordnung in Nordrhein-Westfalen. Die bis dahin
selbstständigen Orte Schlangen, Kohlstädt und Oesterholz-Haustenbeck werden zur
Groß-Gemeinde Schlangen
zusammengeschlossen. |
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| 1970 |
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Im romanischen Kirchturm der Ev.-ref. Kirche in Schlangen wird unter alten
Farbschichten ein Christopherus-Wandbild aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Dabei handelt es sich um die
älteste Christopherus-Darstellung Westfalens. |
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| 1972 |
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In Paderborn wird eine Universität neu gegründet. |
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| 1975 |
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Paderborn wird durch Eingemeindungen Großstadt (mehr als 100.000 Einwohner). |
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| 1980 |
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In Schlangen sind auf dem Wege der Stadtwerdung die meisten alten
Fachwerkhäuser durch Abriß verschwunden. Sie standen nicht unter Denkmalschutz. |
8) |
| um 1985 |
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In Schlangen darf ein Investor (WLW) an der Berliner Straße die ersten
stadtartigen 3-geschoßigen kompakten Wohnhäuser bauen. |
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| um 1990 |
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In Schlangen werden nun Straßen und Wege durch die Verwendung von
künstlichen Betonverbundsteinen ‚verschönert‘. |
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| 1991/92 |
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Im Zuge des Neubaus der Bundesstraße 1 (B 1) zwischen Horn und
Paderborn wird die 393 Meter lange und 14,50 Meter breite Strothetalbrücke bei Kohlstädt
im Taktschiebeverfahren gebaut. |
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| 1993 |
|
Schlangen erhält ein Dorf-Museum. |
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| um 1994 |
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Die neue Bundesstraße 1, die Schlangen im Westen umgeht, wird in
Betrieb genommen. Schlangen wird damit auf einen Schlag vom enormen Durchgangsverkehr entlastet.
Über negative Auswirkungen bei Geschäften wurde wenig bekannt. Es wird sie aber gegeben
haben. |
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| 1995 |
|
Die Bebauung Schlangens geht im Süden (Straße Zum Kurwald)
nahtlos in die von Bad Lippspringe über. Ist es nun eine Frage der Zeit, wann das ur-lippische
Schlangen als Vorort in die OWL-ische Stadt Bad Lippspringe eingemeindet wird? |
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| Herbst 1998 |
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Auf den Feldern bei Schlangen kommt es durch extreme Wetterlagen mit reichen
Niederschlägen [Vorboten des Klimawandels]
zu einer sehr starken Bodenerosion mit Verlust des Humus, was erhebliche Folgen für die
Landwirtschaft haben wird. |
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| 1999 |
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Schlangen geht eine Partnerschaft mit der finnischen Stadt Viitasaari ein. |
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Das 21. Jahrhundert |
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| um 2001 |
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Die Gemeinde Schlangen plant im Bereich zwischen Kirche und Schlänger
Bach eine Neubebauung, um die Ortsmitte aufzuwerten. |
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| 2002 |
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Die Gemeinde Schlangen ist im weltweiten Internet mit einer
Homepage präsent. |
7) |
| 31. Dez. 2003 |
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In Schlangen leben 9063 Menschen, was einer Bevölkerungsdichte von 119 Einwohnern
pro Quadratkilometer entspricht. Noch um 1950 hatte Schlangen nur rund 3000 Einwohner. |
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| 2005 |
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Das Geheimnis um die Externsteine bei Horn wird fast gelüftet: Die dort
gefundenen ältesten Feuerspuren stammen aus dem 8. Jahrhundert nicht aus grauer Vorzeit. |
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| 2006 |
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Der Kreistag Lippe beschließt, den Straßenbau, den
Straßenbetrieb und die Straßenunterhaltung des Kreises zu privatisieren. Dieses soll
künftig per ‚Public-Private-Partnership‘ (PPP) erfolgen. Nicht nur Experten halten
dieses Ansinnen für Blödsinn hoch Zehn. Man könne nicht alle staatlichen
(Pflicht-) Aufgaben privatisieren, heißt es bei der Bürgerinitiative, die solche Fehlplanung
durch ein Bürgerbegehren kippen will. |
4) |
| 2007 |
|
Die Lippische Landesbibliothek (LLB) in Detmold stellt im Rahmen der
Lippischen Bibliographie Online nun auch digitalisierte Bilddokumente aus der
Region Lippe ins Internet. Dabei sind auch alte Fotos aus Schlangen. |
9) |
| 2007 |
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Die Obere Straße (L 937) in Schlangen soll nun so umgebaut werden,
daß sich die entstandene Verkehrssituation beruhigt. |
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(Ergänzungen und weitere Links folgen demnächst). |
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xxx. |
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(Daten müsen noch geklärt werden). |
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| xxx |
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In Schlangen wird eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. |
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| xxx |
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Angesichts wachsenden Durchgangsverkehrs wird der kurvenreiche Verlauf der
Bundesstraße 1 in der Ortsmitte Schlangens durch eine westliche Verlegung begradigt. |
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| xxx |
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In Schlangen wird am östlichen Rand (auch zur Erschließung neuer
Wohngebiete) die Obere Straße (L 937) parallel zur Paderborner Straße (alte
B 1) bis Lippspringe neu gebaut. Aber schon bald bemerkten die Schlänger, daß sie sich
damit noch mehr Durchgangsverkehr eingebrockt hatten. |
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| xxx |
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Die neue Bundesstraße 1, die Schlangen im Westen umgeht, wird in
Betrieb genommen. Schlangen wird damit auf einen Schlag vom enormen Durchgangsverkehr entlastet.
Über negative Auswirkungen beim Umsatz der Geschäfte wurde wenig bekannt. Es wird sie aber
gegeben haben. |
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| xxx |
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Schlangen erhält an der Rosenstraße ein Bürgerhaus. |
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| xxx |
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Schlangen baut an der Gartenstraße einen neuen Kindergarten. |
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| xxx |
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Schlangen erhält eine Kanalisation. Das Klärwerk wird am Ende der
Schützenstraße gebaut. |
6) |
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Hallo Schlänger Internet-Nutzer! Bitte noch fehlende Daten
per E-Mail mitteilen.
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1) Wir wissen heute, daß diese Schlacht zwischen Germanen und Römern nicht im Teutoburger
Wald stattfand. [mehr]
2) Die enorme Zerstörung der Kleinstadt Woldenberg in der Neumark ist sichtbar in dieser
Dobiegniew-Galerie.
3) Die aus der Hinterlassenschaft vorhandenen Schlänger Gemeindeblätter sind bislang nur zu
einem Teil ausgewertet worden.
4) Sitzt die Straßenbau-Lobby schon im Lipper Kreistag? Was beim PPP rauskommen kann, zeigt die
Berliner Kreisel-Story
Staat zahlte mächtig drauf.
5) In diesem Bauernhaus wuchs Gustav Solle senior auf, der 1895 die
Dorfschmiede in Schlangen
übernahm.
6) Hm, wollte Schlangen die Lippspringer ärgern?
7) Hm, aber die Homepage von Meiningsen
einem nur-400-Seelen-Dorf im Westfälischen bei Soest ist viel schöner...
8) Auf dem ‚flachen Land‘ mangelt es meist an einer soliden Bauleitplanung. Mit
Bebauungsplänen hätte der Weg gewiesen werden müssen.
9) Im Frühjahr 2007 waren noch nicht allzuviel Dokumente digitalisiert und online.
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