Grunewald (Berlin)   —  Luna-Park am Halensee khd
Stand:  1.4.2008   (24. Ed.)  –  File: Heimat/B/Ex/Luna-Park_am_Halensee.html



Grunewald Diese Seite ist Teil eines größeren Berlin-Reports. Berlin – das ist in Deutschland die einzige Stadt, die (mal von den Wolkenkratzern abgesehen) vieles von New York hat, aber gleichzeitig auch vieles vom Charme eines verträumten Bonn. Es ist diese Mischung der Lebensart, die das Arbeiten und Wohnen in dieser Stadt so interessant macht.

   
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Auf dieser Seite erfolgt der ‚Reprint‘ eines Artikels über den einstigen Vergnügungsparks am Halensee in Grunewald, der bis 1934 existierte. Abgerundet wird dieser Bericht mit einigen alten Fotos aus dem Ortsteil Halensee.

Und bei der Lektüre bemerkt man, daß Berlins Regierung es nach der Wiedervereinigung der Stadt von 1990 noch immer nicht schaffte, einen neuen Luna-Park in der Stadt durch baurechtliche Ausweisung eines geeigneten Geländes zu ermöglichen. Auch eine solche Attraktion gehört zu einer Metropole! [Translation-Service]


Grunewald — Europas größter Vergnügungspark


Luna-Park am Halensee um 1910
^   Der Luna-Park – damals Europas größter Vergnügungspark – am Halensee mit den Terrassen um 1910. Im Hintergund ist die Bebauung an der Margarethenstraße zu erkennen, die noch heute (2005) vorhanden ist. Der Luna-Park wurde 1904 eröffnet. [Bei Wikipedia]   (Repro: 2006 – khd)


Erinnerungen an den Luna-Park

VON

RUTH NICKEL + HELGA FRISCH

MIT 3 ABBILDUNGEN.


Auszug aus: HELGA FRISCH: Die Villenkolonie Grunewald – Häuser und Leute – Damals und Heute, Berlin: xxx-Verlag. ISBN: xxx. Die Texte wurden fürs Internet neu zusammengestellt, mit Zwischentiteln versehen und andere Abbildungen mit Bildlegenden hinzugefügt. Links und Anmerkungen in [Ed: ...] wurden ebenfalls redaktionell ergänzt.

Berlins Vergnügungsviertel

      Man kann – der Geschichte Berlins nachgehend – die Beobachtung machen, daß die Vergnügungs- und Erholungsstätten der Berliner mit dem Wachstum der Stadt mitgehend stets weiter nach den Randgebieten zu wanderten. Besonders ist das im Westen Berlins augenfällig.

      In früheren Zeiten waren es die „Zelte“ [Ed: in der Nähe des Reichstags], die als richtige Zelte aus Leinwand (daher der Name für die späteren Restaurants an der Strasse „In den Zelten“) 1745 von Friedrich dem Großen genehmigt worden waren, und zu denen die Berliner „bis in die Puppen loofen“ – also „jwd“ (janz weit draußen) – mußten. Daneben bestanden Gaststätten in der Tiergartenstraße sowie der alte, aus einer Ackerwirtschaft hervorgegangene „Hofjäger“ an der Allee gleichen Namens. Dann konnten die Berliner weiter zum Charlottenhof und zum Tiergarten und schließlich mit der Pferdebahn zum Hippodrom am „Knie“, dem heutigen Ernst-Reuter-Platz, zur Flora am Schloß Charlottenburg oder zum Zoologischen Garten fahren (den man damals noch so nannte, weil man sich noch Zeit ließ und weder Zoo noch Kudamm sagte).

Vergnügungsviertel Halensee

      Luna-Park am Halensee -- Das Logo
^   Luna-Park Halensee.   (Repro: 2004 – khd)
      So kam schließlich auch Halensee an die Reihe. Wie einst „In den Zelten“ im Tiergarten und in Treptow sich ein Vergnügungsviertel durch eine Reihe von Restaurants gebildet hatte, so entstand ähnliches im letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts [Ed: also in den 1890er-Jahren] hier in Halensee hinter der Brücke. Damit entstand die zweite Keimzelle des Ortes [Grunewald], und wenn man es recht nimmt, eigentlich die älteste. Denn bereits 1882 hatte hier, noch mitten in waldiger Gegend, der Ökonom Saeger sein „Wirtshaus am Halensee“ eröffnet.

      In seinem 1892 erschienenen Roman „Frau Jenny Treibel“ erwähnte Theodor Fontane diese Gaststätte, und in einem Essay im Jubiläumsblatt des „Grunewald Echo“ von 1924 erinnert sich der „AIt Heidelberg“ Dichter Wilhelm Meyer Förster des Gasthauses Halensee, das er früher immer bei seinen Spaziergängen vom Bahnhof Grunewald [Ed: gemeint ist der Bhf. Halensee, der damals so hieß] aus nach Halensee und dem damals noch unbebauten Kurfürstendamm streifte. Er schilderte dabei eine Zwergfigur aus Gips, die, schon etwas lädiert, auf einem Postament ebenfalls aus Gips, im Vorgarten des Wirtshauses stand und den Alten Fritz darstellen sollte. Nach mehreren Erweiterungsbauten infolge reichen Zuspruchs ließ der Besitzer auf seinem Gelände Gartenterrassen bis hinunter zum See anlegen. Man nannte dann sein Unternehmen nur kurz „Saeger“. Zu den Wirtshausräumlichkeiten gehörte bereits in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts ein Rummel mit Karussel, Schieß- und Würfelbuden und einer Wasserrutschbahn, bei der ein pontonähnlicher Kahn den Berg zum See hinunterrollte.

      Sein Aufschlagen auf dem Wasser war stets mit hellem Hallo der Männer und dem Geschrei der Weiblichkeit begleitet. Auch eine kleine Berg- und Talbahn war schon vorhanden, die, sich um den See herumziehend, nur einen Wagen hatte, der hin und wieder zurück fuhr.

Terrassen am Halensee

      In der Koenigsallee, nicht weit vom Ende des Kurfürstendamms entfernt, gibt es das Halenseebad. Bei sommerlicher Hitze ist es stark frequentiert. Aber – bis zu 50.000 Besucher strömten Richtung Kolonie Grunewald zum Halensee – und das täglich – nach Eröffnung des Luna-Park am ersten Pfingstfeiertag 1904! Staunend standen damals die Berliner vor einem modernen Märchenpalast mit wuchtigen Türmen und einer Freitreppe zum Halensee, auf dem Halensee lag Emil Remdes Hausboot. Und es gab eine Wasserrutschbahn in den See hinein. Das umliegende Gelände war in einen riesigen Vergnügungspark verwandelt worden, in dem es Attraktionen jeder damals bekannten Art für junge und alte Besucher gab.

Der Luna-Park entsteht

      Angefangen hatte es gegen 1900 am Kurfürstendamm mit dem „Wirtshaus am Halensee“, ein Lokal, das auch Fontane gekannt und erwähnt hat. Der Kurfürstendamm war zu jener Zeit noch ein Waldweg, auf dem an Sonntagen Kremser die Familien ins Grüne fuhren. In dem Wirtshaus wurde Zwischenrast gemacht nach dem Motto: „Hier können Familien Kaffee kochen“. Zum selbstgebrühten Kaffee gab es mitgebrachte Stullen.

Luna-Park -- Terrasen am Halensee (Eingang um 1910)      
^   Der Eingang zum „Luna-Park“ und zu den großen „Terrasen am Halensee“ um 1910. Dieser war am Kurfürstendamm 124a, also zwischen Bornimer Straße und heutiger Halenseestraße. Links und rechts gab es reichlich Geschäfte. Merkwürdig: Es sind auf dem Foto keine Leute zu sehen. [Stadtplan von 1906]   (Repro: 2004 – khd)
      Der Wirtshausbesitzer ließ zusammen mit dem Gastronom August Aschinger nach der Jahrhundertwende ein Wein- und Bier-Restaurant, einen großen Dachgarten mit Liegestühlen und einen immens großen Garten an den Halensee bauen, die „Terrassen am Halensee“. Nicht nur alle erdenklichen Schausteller und eine Gebirgsbahn rivalisierten um die Gunst der Gäste. Es wurden Tanzturniere und Boxkämpfe veranstaltet. Im Luna-Park gewann der junge Max Schmeling 1926 seinen ersten Titelkampf.

Attraktion Wellenbad

      Besonders anziehend war das Wellenbad, das man von der Bornimer Straße aus erreichen konnte. Es war zu seiner Zeit einmalig, in künstlich erzeugten, meterhohen Wellen sich zu tummeln als Ersatz für die Wellen in Swinemünde oder Heringsdorf. Andere vergnügten sich hoch zu Roß im „Hippodrom“ oder bei den diversen Schönheitskonkurrenzen. Im „Bayerndorf“ floß tonnenweise Bier in Maßkrügen, 35.000 Bockwürste täglich stillten den Appetit. Wer feudaler essen wollte, setzte sich ins „Luna-Palais“. Die Besucher vertraten alle Stände: Generäle bis zum russischen Großfürsten, Gelehrten und Kokotten, alle waren da zu finden.

Kasperle-Theater für die Kinder

      Die Hauptattraktion für uns Kinder aber war ein Kasperle-Theater, wie ich ein besseres später nicht mehr erlebt habe. Als Saeger größer geworden war und der Besucherstrom sich überschlug, wurde Eintrittsgeld erhoben; aber ein Kind in Begleitung Erwachsener hatte freien Eintritt. Deshalb belagerten wir Kinder fast täglich den Wirtshauseingang und bettelten kinderlose Ehepaare oder auch Pärchen an, uns mitzunehmen. Meist hatten wir Erfolg. War es uns gelungen, hinter die Kassensperre zu kommen, rasten wir, oft ohne Dank, wie die Wilden die Terrassentreppen hinunter zur Kasperlebude, um ja kein Spiel zu verpassen. Fiel der Vorhang am Ende eines Stückes, waren wir auch die ersten, die sich schleunigst vor dem vorgehaltenen Sechserteller verkrümelten, waren aber nachher beim Ankündigungsbimmeln des nächsten Spiels wieder rechtzeitig zur Stelle. Noch heute könnte ich die meisten jener Kasperleszenen wieder vormachen, so gut kannten wir sie schon auswendig. Wir hatten aber auch dabei gelernt, uns vor Tod und Teufel nicht mehr zu fürchten.

Neue Gaststätten entstehen

Grunewald -- Restaurant Kurfürstenpark am Kurfürstendamm um 1910
^   Das Gartenlokal und Veranstaltungshaus „Kurfürstenpark“ am Kurfürstendamm 119–120 Ecke Bornstedter Straße um 1910. Im Vordergrund sind die Schienen der Straßenbahn der Linien 76 und 79 zu erkennen, die damals über den Kurfürstendamm nach Grunwald fuhren. Bereits 1886 wurde eine Dampfbahn-Linie Zoo — Kurfürstendamm — Hundekehle (Hagenplatz) eröffnet. Auf der anderen Seite des Kurfürstendamms war damals eine Radrennbahn.

An der linken Seite wurde um 1919 das Lichtspieltheater (Kino) „Rivoli“ und um 1927 daneben die große „Rote Mühle“ mit über 800 Sitzplätzen gebaut. Beide Kinos wurden im Bombenkrieg um 1943 zerstört. Heute (2000) steht und zerstört seit 1994 an dieser Stelle das Stadtbild das vom Architekten Helmut Jahn entworfene Gebäude „Bürohaus Kurfürstendamm 119/120“.   (Repro: 2007 – khd)



      Zehn Jahre nach der Eröffnung des Wirtshauses Saeger kam es am Kurfürstendamm zur Gründung weiterer Gaststätten hinter der Halenssee Brücke. Fast gleichzeitig eröffneten 1892 der Kurfürstenpark (Unternehmer Köhler) und der Kaiser-Wilhelm-Garten (Besitzer Maier, später Gerting) am Kurfürstendamm 119 bis 123 ihre Pforten mit Tanzsälen, Kegelbahnen, die allerdings erst später hinzukamen, und mit Konzertgärten, in deren Musikpavillons bekannte und beliebte Orchester und Militärkapellen ihr Bestes gaben. In allen diesen Restaurants, vom Kurfürstenpark bis hinunter zu Saeger galt der Grundsatz: „Der alte Brauch wird nicht gebrochen, Familien können hier Kaffee kochen“.

      24-Stunden-Radrennen in Halensee 1899
^   Zeichnung vom 24-Stunden-Radrennen, das 1899 auf der Radrennbahn in Halensee (Grunewald) stattfand. Der Sieger Constant Huret legte dabei 829,2 km zurück. [mehr]   (Repro: 2007 – khd)
      So war es kein Wunder, daß sich sonntags, aber auch werktags nachmittags Fluten von luft- und sonnenhungrigen Berlinern in den Sommermonaten über Halensee und sein Vergnügungszentrum ausgossen. Vom ersten warmen Frühlingstag an bis in den herbstlichen Altweibersommer erklang hier täglich Musik – für die Anwohner schon ein ungeahnter Vorgeschmack auf die heutigen Radiosegnungen der Berliner Hinterhöfe.

Musik und Theater

      Im Kurfürstenpark spielten oft die roten Leibgarde-Husaren aus Potsdam mit ihrem schwarzen Kesselpauker, der öfter zu Freud und Frommen der Kaffeegäste sich auch als Dirigent der Kapelle betätigte und dann besonderen Beifall erntete. Wenn es abends dunkel wurde, flammten über den Tischen der Besucher bunte Lämpchen auf und der Musiktempel verwandelte sich in eine Sommertheaterbühne.

Halensee mit Terrasse des Luna-Parks      
^   Blick über den Halensee auf die Terrasse des Luna- Parks um 1910. Dort ist heute (2007) die Liegewiese für die Nackten. [Stadtplan von 1906]   (Repro: 2007 – khd)
      Von der Kasperlebude bei Saeger, die uns nachmittags fesselte, huschten wir Kinder hinüber zum Kurfürstenpark, belagerten den Musentempel und stellten uns links wieder an, jagte man uns rechts weg, oder wir suchten uns wenigstens am Gartenzaun einen günstigen Platz. So machten wir unsere erste Bekanntschaft mit „den Brettern, die die Welt bedeuten“. Es gab Possenstücke, wie „Die zärtlichen Verwandten“ und „Die Generalsecke“. Die Theatervorführungen dauerten meist nicht zu lange, und das war gut, denn kurz vor zehn Uhr, wenn endlich Ruhe eintreten mußte, riefen uns Böllerschüsse zum Feuerwerk bei Saeger, das wir von der Trabener Straße aus genossen. Fragen Sie uns, wann wir eigentlich Schularbeiten gemacht hätten, – nun, die hatten wir bis 4 Uhr nachmittags, wenn Kasperle und Konzerte begannen, schon gemacht; sonnabends und sonntags gab es sowieso keine, und außerdem gab es Pfingstferien und die Sommerferien, in denen damals noch nicht so viel gereist wurde und für Halenseer nicht gereist zu werden brauchte.

Rauschende Bälle

      Der Kurfürstenpark wurde mehrmals erweitert und bekam in dem hinteren Garten einen zweiten Tanz- und Theatersaal, in dem es im Winter auch Theatervorführungen gab, besonders Märchenspiele für die Kinder zu Weihnachten. Im Kaiser-Wilhelm-Garten musizierten oft Kapellen, Militärs und Zivil, so daß es Pausen höchstens als ganze oder halbe Tacets auf der Notenblättern gab.

      Beliebt und viel besucht waren die Tanzvergnügungen in den Sälen beider Restaurants, besonders die Bälle im Redoutensaal des Kaiser-Wilhelm-Gartens, dem bevorzugten Lokal der besseren Gesellschaft und der Studentenkorporation. Das waren jene Festlichkeiten, denen im „Kleinen Berliner Adreßbuch“ von 1902 nachgeträumt wird, so daß sich der Verfasser der Halensee-Geschichte veranlasst sah, die Schwärmereien darüber diesem Buche voranzustellen.

Luna-Park -- Die Wasserrutschbahn am Halensee um 1910
^   Die Wasserrutschbahn im Luna-Park am Halensee war um 1910 eine der Hauptattraktionen.   (Repro: 2007 – khd)


Das Ende des Parks

      Die Fachwerkgebäude des an und für sich bescheiden gehaltenen Wirtshauses Saeger waren bald unansehnlich geworden und entsprachen nicht mehr dem Verlangen des neuen Zeitgeschmacks. In die Wirtschafts- und Küchenräume dieser Gaststätte hatten sich übrigens die Wasserratten vom See eingeschlichen, wo ihnen die Abfälle bessere Lebensgrundlagen boten als die karge Seefauna und -flora. Eines Abends kam der Verfasser dazu, wie bei einer großen Rattenjagd auf dem Wirtshausgelände an der Bornimer Straße eine ganz beträchtliche Zahl dieser ekelhaften Nager abgeschossen wurde. Das war der Rattenkrieg von Halensee. Ist es übertrieben, wenn man sagt, in Halensee war immer was los? Katzenhatz im Süden, Rattenkrieg im Westen! Aber es war noch mehr in Halensee los; davon wird viel zu erzählen sein.

      Über das Gelände des Luna-Parks erstreckt sich heute [um 2000] die Halenseestraße. Sie wurde erbaut, um zur Olympiade 1936 in Berlin eine schnellere Verbindung für die südlich gelegenen Bezirke Zehlendorf und Lichterfelde zum Olympiastadion und den Kampfstätten in seiner Umgebung zu haben, praktisch eine Entlastungsstraße zwischen dem Kurfürstendamm, den Messehallen und dem Olympiagelände.



Ein Nachwort

[Editor-2007: Nach 1945 versuchte die Stadt Berlin an die Tradition des Luna-Parks anzuknüpfen. Man veranstaltete in Sommern auf dem großen Parkplatz am Messedamm unterm Funkturm, wo heute das ICC steht, einen großen Rummel unter dem Namen „Luna-Park“. Und als Festsäle etablierten sich in den 1950er-Jahren die „Zoo-Festsäle“ und die „Rheinischen Winzerstuben“ in der West-City.

Der Rummel zog später auf das Gelände am S-Bahnhof Witzleben, wo er später dem Bau der Stadtautobahn und des Bus-Bahnhofs weichen mußte. Und seitdem tingeln die Schausteller durch Berlins Bezirke mit dem „Amerikanischen Volksfest“, dem „Französischen Volksfest“, den „Steglitzer Festwochen“ und wie die Feste alle heißen mögen.

Es bleibt zu hoffen, daß Berlins Senat endlich weise wird und auch die wirtschaftliche Priorität eines attraktiv gestalteten, verkehrsgünstig gelegenen ständigen Vergnügungsparks erkennen möge. Man denke nur an die wirtschaftliche Bedeutung des Kopenhagener Tivoli für die Einnahmen in der dänischen Hauptstadt. Es wird nicht reichen, am Bahnhof Zoo ein Super-Riesenrad hinstellen zu lassen.

Also wie wäre es denn mit einem neuen „Luna-Park“ auf einem Teil des Geländes des Flughafens Tempelhof am Columbiadamm, wo einst die amerikanischen Flugtage stattfanden? Das würde schon heute einen Flugbetrieb kaum stören. Allerdings gibt es da keinen See. Aber den kann man ja bauen. Was die Grunewald-Erbauer 1889 schafften, wird heute doch wohl spielend zu erledigen sein...].


Luna-Park am Halensee -- An den Terrassen um 1912
^   Das große Restaurant „Terrassen am Halensee“ im Luna-Park um 1912. Inhaber war Bernhard Hoffmann, Kurfürstendamm 124a.   (Repro: 2004 – khd)


Halensee — Wie sah es dort um 1900 aus?


Treiben am Bahnhof Halensee um 1890
^   Treiben am Bahnhof Halensee um 1890 – der Henriettenplatz. Repro eines Holzstichs von Akermark. Gut dargestellt ist auf dem Bild das alte Bahnhofsgebäude, das noch nach 1945 als Halbruine existierte. Schemenhaft sind auch die genieteten Stahlbögen der Halenseebrücke über den breiten Bahngraben zu erkennen. Außerdem ist im oberen rechten Teil das markante Haus Bornstedter Straße Ecke Kronprinzendamm zu sehen. [Stadtplan von 1893]   (Repro: 2007 – khd)


Literatur:


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