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Die Umgebung des Halensees im Juni 2003 aus etwa 500 Meter Höhe gesehen. Oben links die
Halenseebrücke im Zuge des Kurfürstendamms über die Ring-S-Bahn. Im Vordergrund das
große Gleisfeld der Bahn mit den Brücken über die Stadtautobahn (A 100) und
Halenseestraße. Nach rechts unten zweigt die Bahn in Richtung Spandau ab. An der linken Bildseite
oberhalb der Gleise liegt der kleine Grunewald-Friedhof an der Bornstedter Straße.
(Foto: 6.2003 zf)
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Die abgebildete
Stadtautobahn
ist als A 100 Bestandteil des deutschen Bundesautobahnnetzes. Dieser Abschnitt mit dem sich (oben)
anschließenden Rathenau-Tunnel ist heute (2008) der am stärksten befahrene Teil aller
deutschen Autobahnen. Bereits 2004 wurden hier an durchschnittlichen Werktagen 214.000 Kraftfahrzeuge
gezählt. Obwohl die A 100 von vornherein in jeder Fahrtrichtung 3-spurig ausgebaut worden war,
kommt es inzwischen täglich zu Staubildungen. Die Kapazitätsgrenze ist erreicht. Anderenorts
wie in den USA baut man dann einfach eine 2. Autobahn darüber. Aber wer von den Anwohnern mag dann
den enormen Lärm noch ertragen?
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Titel (verkleinert) der früheren Zeitung Grunewald-Echo. Wiedergegeben ist hier die
digitale Reproduktion des ‚Kopfes‘ der amtlichen Festschrift von 1989. In diesem Jahr wurde
im Herbst das 100-jährige Bestehen der Villen-Kolonie mit vielen Veranstaltungen gefeiert. Die
Text-Leiste oberhalb der Jahreszahlen entspricht noch dem Original.
[Vergrößerung] (400 kByte)
[Die Gründerzeit ab 1906]
(Repro: 2007 khd)
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Der Berliner Ortsteil Grunewald hat keine alte Geschichte. Er entstand erst Ende des 19. Jahrhunderts
als Kolonie für Reiche. Hier war vorher nur Wald und versumpfte Reste eines alten Seitenarms der
Spree. In den 1880er-Jahren fand hier eine Holzauktion statt, nachdem der Staat auf Rat von
Reichskanzler Otto von Bismarck 230 Hektar Forst an ein Bankenkonsortium verkauft hatte. Das Berliner
Protest-Lied
Im Grunewald, im Grunewald ist Holzauktion erzählt davon. Die Banken
entwickelten die noble Villenkolonie am oberen Ende des Kurfürstendamms, der damals mit einem Reitweg
in der Mitte ausgebaut wurde.
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Begegnungsstätte St.-Michaels-Heim des Johannischen Sozialwerks auf dem früheren
Mendelssonschen Anwesen am Herthasee.
[Die Geschichte]
(Foto: 2003 jsw) |
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Weihnachtsmarkt in Grunewald, der immer am 1. Adventswochenende im St.-Michaels-Heim in der Bismarckallee 23
veranstaltet wird.
(Foto: 2005 jsw) |
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Das 1951 eröffnete Schloßhotel Gehrhus in der Grunewalder Brahmsstraße.
(Repro: 2007 khd) |
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Moderne Wohnhaus-Bebauung an der Halenseestraße heute Ecke Rathenau-Platz.
(Repro: 2007 khd) |
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Das Schloßhotel wurde 1913 als Palais Pannwitz für den Anwalt Dr. Walter Graf von
Pannwitz im Stil der italienischen Renaissance gebaut und erst nach dem 2. Weltkrieg von Wolfgang Gehrhus
in ein Hotel umgebaut. Das Hotel war besonders bei den Prominenten beliebt. Nach 1990 wechselte mehrfach der
Besitzer und damit auch der Name des feinen Hotels. Der aktuelle Name ist Schloßhotel
Grunewald. Im Juni/Juli 2006 war das Hotel während der Fußballweltmeisterschaft das
Quartier der deutschen Nationalmannschaft.
Die moderne vierstöckige Eckhaus-Bebauung zu beiden Seiten der Halenseestraße entstand erst
mit dem Neubau der Halenseestraße um 1935. Die Halenseestraße mündete damals in die
Kreuzung mit dem Kurfürstendamm, Koenigsallee und Hubertusallee. Ende der 1950er-Jahren ist hier
im Rahmen des Baus der
Stadtautobahn der Rathenau-Platz entstanden.
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Das Jagdschloß Grunewald am Grunewald-See. Es wurde bereits um 1542 im Auftrag des Kurfürsten
Joachim der II.
gebaut. Die Schloßanlage ist heute (2006) ein Museum.
(Foto: xxx wikipedia)
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Karte Grunewald-See 1955.
(Repro: 2007 khd) |
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Und irgendwie ist dieses prächtige Schloß auch die Keimzelle des Ortsteils Grunewald, auch
wenn dazwischen noch reichlich Wasser und Wald liegen. Denn vom Berliner Stadtschloß auf der
Spree-Insel mußten ja Wege durch den Tiergarten und den Wald gebaut werden, um bequem zum Jagen zu
kommen. Besonders bekannt ist der Knüppeldamm, aus dem Ende des 19. Jahrhunderts dann
der Kurfürstendamm wurde.
Der Grunewald-See ist noch heute von Kiefernwald umgeben. Allerdings rückte nach 1945 die Bebauung
auf seiner östlichen Seite immer mehr an den See heran. Das lag vor allem auch daran, daß
sich die Amerikaner mit ihren Siedlungen in diese Richtung ausbreiteten (Hüttenweg-Siedlung).
Um das Jahr 2000 kam dann angesichts des riesigen
Berliner Schuldenbergs
die Idee auf, man solle doch zumindest das Areal um den Grunewald-See parzellieren und die
Grundstücke teuer an die Besserverdienenden (FDP) verkaufen
[Kommentar von 2002]. Ob es dann die in
Berlin mitregierende und eigentlich abrißverliebte [ICC!] Partei der PDS/Die Linken war, die das bislang verhinderten, blieb unklar.