Berlin-Grunewald   —  Interessante Fotos – Teil 2 khd
Stand:  23.6.2008   (30. Ed.)  –  File: Heimat/B/Grunewald_Fotos_02.html



Grunewald Diese Seite ist Teil eines größeren Berlin-Reports, der sich mit dem Ortsteil Grunewald beschäftigt. Es verblüffte schon: Internet-Recherchen ergaben im Winter 2006/07, daß im Weltnetz so furchtbar wenig (heimatkundliche) Texte und Fotos über Grunewald verewigt sind. Manches kleine Dorf hat im Internet mehr zu bieten. Mit diesen Seiten soll nun dieses Defizit wenigstens etwas abgebaut werden.

   
  G r u n e w a l d
In Wikipedia, der
freien Enzyklopädie.
 
Auf dieser 2. Foto-Seite wird nicht nur über Grunewald in Wort und Bild einiges berichtet, sondern auch über das benachbarte Halensee, was bislang im Internet noch nicht so recht vorkam. Allerdings habe sich bislang nur ganz wenige alte Fotos angefunden.

I n d e x :


Grunewald — Impressionen (2)


Berlin -- Die Umgebung des Halensees
^   Die Umgebung des Halensees im Juni 2003 aus etwa 500 Meter Höhe gesehen. Oben links die Halenseebrücke im Zuge des Kurfürstendamms über die Ring-S-Bahn. Im Vordergrund das große Gleisfeld der Bahn mit den Brücken über die Stadtautobahn (A 100) und Halenseestraße. Nach rechts unten zweigt die Bahn in Richtung Spandau ab. An der linken Bildseite oberhalb der Gleise liegt der kleine Grunewald-Friedhof an der Bornstedter Straße.   (Foto: 6.2003 – zf)

      Die abgebildete
Stadtautobahn ist als A 100 Bestandteil des deutschen Bundesautobahnnetzes. Dieser Abschnitt mit dem sich (oben) anschließenden Rathenau-Tunnel ist heute (2008) der am stärksten befahrene Teil aller deutschen Autobahnen. Bereits 2004 wurden hier an durchschnittlichen Werktagen 214.000 Kraftfahrzeuge gezählt. Obwohl die A 100 von vornherein in jeder Fahrtrichtung 3-spurig ausgebaut worden war, kommt es inzwischen täglich zu Staubildungen. Die Kapazitätsgrenze ist erreicht. Anderenorts wie in den USA baut man dann einfach eine 2. Autobahn darüber. Aber wer von den Anwohnern mag dann den enormen Lärm noch ertragen?



Header „Grunewald-Echo“ -- 1889–1989
^   Titel (verkleinert) der früheren Zeitung „Grunewald-Echo“. Wiedergegeben ist hier die digitale Reproduktion des ‚Kopfes‘ der amtlichen Festschrift von 1989. In diesem Jahr wurde im Herbst das 100-jährige Bestehen der Villen-Kolonie mit vielen Veranstaltungen gefeiert. Die Text-Leiste oberhalb der Jahreszahlen entspricht noch dem Original. [Vergrößerung] (400 kByte)   [Die Gründerzeit ab 1906]   (Repro: 2007 – khd)

      Der Berliner Ortsteil Grunewald hat keine alte Geschichte. Er entstand erst Ende des 19. Jahrhunderts als Kolonie für Reiche. Hier war vorher nur Wald und versumpfte Reste eines alten Seitenarms der Spree. In den 1880er-Jahren fand hier eine Holzauktion statt, nachdem der Staat auf Rat von Reichskanzler Otto von Bismarck 230 Hektar Forst an ein Bankenkonsortium verkauft hatte. Das Berliner Protest-Lied „Im Grunewald, im Grunewald ist Holzauktion“ erzählt davon. Die Banken entwickelten die noble Villenkolonie am oberen Ende des Kurfürstendamms, der damals mit einem Reitweg in der Mitte ausgebaut wurde.



Strandbad Halensee um 1955
^   Das Strandbad Halensee um 1955. So sehr viel Strand gab es da nie. Am Horizont ist der Funkturm zu sehen.   (Repro: 2007 – khd)



Jagdschloß Grunewald am Grunewald-See
^   Das Jagdschloß Grunewald am Grunewald-See. Es wurde bereits um 1542 im Auftrag des Kurfürsten Joachim der II. gebaut. Die Schloßanlage ist heute (2006) ein Museum.   (Foto: xxx – wikipedia)

        Karte Grunewaldsee 1955
^   Karte Grunewald-See 1955.   (Repro: 2007 – khd)
      Und irgendwie ist dieses prächtige Schloß auch die Keimzelle des Ortsteils Grunewald, auch wenn dazwischen noch reichlich Wasser und Wald liegen. Denn vom Berliner Stadtschloß auf der Spree-Insel mußten ja Wege durch den Tiergarten und den Wald gebaut werden, um bequem zum Jagen zu kommen. Besonders bekannt ist der „Knüppeldamm“, aus dem Ende des 19. Jahrhunderts dann der Kurfürstendamm wurde.

      Der Grunewald-See ist noch heute von Kiefernwald umgeben. Allerdings rückte nach 1945 die Bebauung auf seiner östlichen Seite immer mehr an den See heran. Das lag vor allem auch daran, daß sich die Amerikaner mit ihren Siedlungen in diese Richtung ausbreiteten (Hüttenweg-Siedlung).

      Um das Jahr 2000 kam dann – angesichts des riesigen Berliner Schuldenbergs – die Idee auf, man solle doch zumindest das Areal um den Grunewald-See parzellieren und die Grundstücke teuer an die „Besserverdienenden“ (FDP) verkaufen [Kommentar von 2002]. Ob es dann die in Berlin mitregierende und eigentlich abrißverliebte [ICC!] Partei der PDS/Die Linken war, die das bislang verhinderten, blieb unklar.



   
  Schloßhotel Grunewald
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      Das Schloßhotel wurde 1913 als „Palais Pannwitz“ für den Anwalt Dr. Walter Graf von Pannwitz im Stil der italienischen Renaissance gebaut und erst nach dem 2. Weltkrieg von Wolfgang Gehrhus in ein Hotel umgebaut. Das Hotel war besonders bei den Prominenten beliebt. Nach 1990 wechselte mehrfach der Besitzer und damit auch der Name des feinen Hotels. Der aktuelle Name ist „Schloßhotel Grunewald“. Im Juni/Juli 2006 war das Hotel während der Fußballweltmeisterschaft das Quartier der deutschen Nationalmannschaft.

      Die moderne vierstöckige Eckhaus-Bebauung zu beiden Seiten der Halenseestraße entstand erst mit dem Neubau der Halenseestraße um 1935. Die Halenseestraße mündete damals in die Kreuzung mit dem Kurfürstendamm, Koenigsallee und Hubertusallee. Ende der 1950er-Jahren ist hier im Rahmen des Baus der Stadtautobahn der Rathenau-Platz entstanden.

Schloßhotel Gehrhus in der Brahmsstraße      
^   Das 1951 eröffnete Schloßhotel Gehrhus in der Grunewalder Brahmsstraße.   (Repro: 2007 – khd)
Wohnhaus an der Halenseestraße
^   Moderne Wohnhaus-Bebauung an der Halenseestraße – heute Ecke Rathenau-Platz.   (Repro: 2007 – khd)



St.-Michaels-Heim in der Bismarck Allee      
^   Das St.-Michaels-Heim des Johannischen Sozialwerks auf dem früheren Mendelssonschen Anwesen am Herthasee. [Die Geschichte]   (Foto: 2003 – jsw)
Weihnachtsmarkt in Grunewald
^   Weihnachtsmarkt in Grunewald, der immer am 1. Adventswochenende im St.-Michaels-Heim in der Bismarckallee 23 veranstaltet wird.   (Foto: 2005 – jsw)


Halensee — Alte und neue Fotos (1)


Treiben am Bahnhof Halensee um 1890      
^   Treiben am Bahnhof Halensee um 1890 (Henriettenplatz). [Vergrößerung]   (Repro: 2007 – khd)
Halensee -- Eckhaus am Hochmeisterplatz um 1912
^   Haus Johann-Georg-Straße26 Ecke Hochmeisterplatz in Halenee um 1912. [Halensee-Plan]   (Repro: 2007 – khd)

Bahnhof Halensse mit Halenseebrücke um 1910
   
  Bahnhof Halensee
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^   Der Bahnhof Halensee mit der Halenseebrücke um 1910. Der Bahnhof wurde im 2. Weltkrieg zur Ruine. Die Bogenbrücke über die Eisenbahn blieb unzerstört und wurde 1966 durch eine moderne Konstruktion ersetzt.   (Repro: 2007 – khd)


Ruine des S-Bhf. Halensee um 1955      
^   Ruine des S-Bhf. Halensee um 1955. Die Poster sind Werbung des Blumenladens im Bahnhof.   (Repro: 2006 – khd)
Halenseebrücke um 2000
^   Die Halenseebrücke um 2000. Sie bildet den Eingang zum Ortsteil Grunewald.   (Repro: 2005 – khd)


Blick von Halenseebrücke auf Ringbahn              
^   Blick von der Halenseebrücke auf die Ringbahn mit Abzweig (rechts) nach Charlottenburg.   (Foto: 2006 – nn)
Eckhaus Westfälische Straße
^   Das Eckhaus Westfälische Straße (rechts)/Kurfürstendamm.   (Foto: 2006 – nn)

VW-Vetretung von Eduard Winter                  
^   VW-Vetretung Eduard Winter in Halensee am Kurfürsten- damm Ecke Karlsruher Straße um 1958.   (Repro: 2007 – khd)


Bei diesem Foto (oben) fällt ein: Eine Querstraße weiter in Richtung Bahnhof Halensee, in der Katharinenstraße gab es noch in den 1950er-Jahren ein Postamt mit Rohrpost-Anschluß. Damit ließen sich Briefe innerhalb Berlins sehr schnell befördern.

Eigentlich sollten hier noch Fotos von Eis-Berkel und vom großen Markttreiben am Henriettenplatz hin. Aber sie sind leider nicht mehr auftreibbar.
Hochhaus am Bhf. Halensee
^   Das Hochhaus am Bhf. Halensee an der Ecke Westfälische Straße. Im Vorbau war oben die Tanzschule Keller.   (Repro: 2007 – khd)


Halensee -- Papier Berg um 1950      
^   Der Anfang des feinen Bürowaren-Geschäfts „Papier Berg“ um 1950 am Kurfürstendamm (zwischen der Katharinenstraße und Eduard Winter).   (Repro: 2008 – khd)
Halensee -- Papier Berg um 1960
^   Papier Berg um 1960 im Neubau am Henrietten- platz mit großen Schaufenstern. Heute (2008) residiert der Laden in der Georg-Wilhelm-Straße.   (Repro: 2008 – khd)



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