Berlin-Grunewald   —  Einige Stadtpläne khd
Stand:  22.4.2008   (17. Ed.)  –  File: Heimat/B/Grunewald_Plaene.html



Grunewald Diese Seite ist Teil eines größeren Berlin-Reports, der sich mit dem Ortsteil Grunewald beschäftigt. Es verblüffte schon: Internet-Recherchen ergaben im Winter 2006/07, daß im Weltnetz so furchtbar wenig (heimatkundliche) Texte und Fotos über Grunewald verewigt sind. Manches kleine Dorf hat im Internet mehr zu bieten. Mit diesen Seiten soll nun dieses Defizit wenigstens etwas abgebaut werden.

   
  G r u n e w a l d
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Der Berliner Ortsteil Grunewald hat keine alte Geschichte. Er entstand erst Ende des 19. Jahrhunderts als Kolonie für Reiche. Hier war vorher nur Wald und versumpfte Reste eines alten Seitenarms der Spree. In den 1880er-Jahren fand hier eine Holzauktion statt, nachdem der Staat auf Rat von Reichskanzler Otto von Bismarck 230 Hektar Forst an ein Bankenkonsortium verkauft hatte. Das Berliner Lied „Im Grunewald, im Grunewald ist Holzauktion“ erzählt davon. Die Banken entwickelten die noble Villenkolonie am oberen Ende des Kurfürstendamms, der damals mit einem Reitweg in der Mitte ausgebaut wurde.

Auf dieser Seite sollen einige (alte) Stadtpläne von Grunewald präsentiert werden, was bislang im Internet noch nicht so recht vorkam. Der Plan von 2000 ist gleichzeitig eine Klickbasis für viele Fotos. Inzwischen gibt es hier auch einen Plan von 1893 (Halensee-Gegend), Plan von 1894, Plan von 1906 (Gegend um den Luna-Park) und einen größeren Plan von 1932 sowie außerdem einen Plan von der Halensee-Gegend von 1932.

I n d e x :


Grunewald — Plan von 2000


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Plan von Grunewald von um 2000
^   Plan von Grunewald (Ortsteil) von um 2000. Manche Straßen sind seit 1950 umbenannt worden. Der Forst Grunewald mit der Seenkette liegt links von diesem Plan. Mit klickbaren türkisfarbenen Punkten sind viele der Kamerastandpunkte der präsentierten Fotos markiert. Rechts der grünen Linie liegt der Ortsteil Schmargendorf, im Nordosten der Ortsteil Halensee.

Nicht mehr auf dem Plan ist der S-Bahnhof Grunewald (links) und der Hagenplatz (links), wo sich Hagenstraße und Koenigsallee treffen. Durch Klicken auf den Plan wird ein vergrößerter Plan in einem extra Fenster angezeigt (0,5 MByte).   (Repro: 2005 – khd)



Grunewald — Plan von 1932


Plan von Grunewald von 1932
^   Stadtplan des Ortsteils Grunewald von 1932. Auf diesem Plan ist auch der Bahnhof Grunewald sowie der Hundekehlesee und ein Teil des Grunewaldsees abgebildet. Die Halenseestraße vom Messegelände zum Kurfürstendamm ist 1932 noch nicht gebaut. Noch ist hier der Luna-Park und das Wellenbad. Aber ab 1934 wird hier dann diese Straße gebaut werden, die man zu den Olympischen Spielen von 1936 braucht.

Um Einzelheiten besser erkennen zu können, gibt es von diesem Plan eine Vergrößerung in einer etwas höheren Auflösung. Durch Klicken auf den Plan wird dieser vergrößerter Plan in einem extra Fenster angezeigt (0,5 MByte).   (Repro: 2007 – khd/Alt-Berlin)



Halensee — Plan von 1932


Plan von Halensee von 1932
^   Stadtplan des Ortsteils Halensee von 1932. Südlich des orangenen Bandes war der Bezirk Wilmersdorf, nördlich davon der Bezirk Charlottenburg.

Um Einzelheiten besser erkennen zu können, gibt es von diesem Plan eine Vergrößerung in einer etwas höheren Auflösung. Durch Klicken auf den Plan wird dieser vergrößerter Plan in einem extra Fenster angezeigt (0,3 MByte).   (Repro: 2007 – khd/Alt-Berlin)



Grunewald — Plan von 1906


Plan der Gegend am Halensee von 1906
^   Vergrößerter Ausschnitt aus dem Plan des Ortsteils Grunewald von 1906 – die Gegend um den oberen Kurfürstendamm. Oft wird diese Gegend auch „Halensee“ genannt, was nicht richtig ist. Zwar liegt der Halensee im Ortsteil Grunewald, aber der Ortsteil Halensee beginnt (heute) erst jenseits der Halensee-Brücke in Richtung Zoo. Um 1906 könnte das noch anders gewesen sein, wie die eingezeichnete strichgepunktete Linie vermuten läßt.

Auf diesem Plan sind die 1904 eröffneten „Terassen am Halensee“ eingetragen, aus denen sich dann um 1910 der legendäre Luna-Park entwickelte. Das berühmte „Wellenbad“ an der Bornimer Straße existiert zu dieser Zeit noch nicht. An dessen Stelle befand sich damals noch ein kleiner Teich (vermutlich auch ein Relikt des uralten Spreearms, wie der Lietzensee, der Halensee und die Grunewalder Seenkette). Das Wellenbad finden wir erst auf späteren Stadtplänen.   (Repro: 2007 – khd/Alt-Berlin)



Grunewald — Plan von 1894


Plan des Berliner Westens um 1894
^   Stadtplan des Berliner Westens von um 1894 mit den Ortsteilen Grunewald, Charlottenburg, Lützow, Moabit, Schöneberg, Friedenau, Schmargendorf und Deutsch Wilmersdorf. An diese Karte schließt im Süden die ebenfalls publizierte Karte von Steglitz und Umgebung an. Auf dem Kurfürstendamm fuhr damals die Dampf-Straßenbahn.   (Repro: 2007 – khd/)

Beim Betrachten der Eisenbahnstrecken fällt auf, daß die kaiserlichen Eisenbahn- Beamten sehr viel mehr von Bürgerorientierung verstanden haben mußten, als heute die (Bundes-)Bahn-Leute plus Politiker an vermeintlicher Kundenorientierung versprechen. Denn an allen Kreuzungen haben die Eisenbahner damals Verbindungskurven zwischen den Trassen gebaut und auch genutzt.

Noch in den 1950er-Jahren konnte man mit der S-Bahn mal eben – ohne Umsteigen – vom Bhf. Halensee zum Bhf. Charlottenburg zum Einkaufen in der Wilmersdorfer Straße fahren. Heute müßte dazu in Westkreuz umgestiegen werden, was man natürlich nicht macht. So ein Faktum sagt auch sehr viel über die Qualität des Führungspersonals der Deutschen Bahn aus. Die wollen den Bürgern gar nicht das Leben erleichtern...

[2007: Berliner S-Bahnring unvollständig]  (khd-Page)


Halensee — Plan von 1893


Plan der Gegend am Halensee um 1893
^   Karte der Gegend um den Halensee von um 1893. Sie ist eingerahmt von den (roten) Eisenbahnstrecken. Der Umsteigebahnhof Westkreuz existiert noch nicht. Auch den Luna-Park gibt es da noch nicht, nur das „Wirtshaus am Halensee“. Eingezeichnet ist auch das Restaurant „Kurfürsten-Park“ am Kurfürstendamm Ecke Bornstedter Straße [Foto]. Die rote Linie auf dem Kurfürstendamm ist die Dampf-Straßenbahn, die bereits seit 1886 vom Bahnhof Zoologischer Garten (1882 eröffnet) über den Kurfürstendamm nach Grunewald fuhr.

Im vorderen Teil Grunewalds stehen erst sehr vereinzelt Häuser. An der Ecke Gillstraße steht offensichtlich schon die Zoellner-Villa, die den Bombenkrieg bis 1945 überstand, aber in den 1950er-Jahren dem Bau des häßlichsten Hochhauses Berlins weichen mußte. Die heutige Hubertusallee hieß damals noch Bismarckallee (zwischen dem heutigen Bismarckplatz und dem Kurfürstendamm). Wo aber die Radrennbahn war, bleibt auch mit dieser Karte unklar. Interessant ist noch, daß es am Halensee damals schon eine Pumpstation gegeben hat. Aber warum? Die Erklärung dafür gab es dann in den Bartneck- Erinnerungen.   (Repro: 2007 – khd/Alt-Berlin)



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