Informationen zum TV-Kabelnetz – Teil 1 khd
Stand:  3.10.2007   (10. Ed.)  –  File: Tech/TV/Kabelnetz1.html



I n h a l t :   [1. Teil]  

  1. Wem gehört das TV-Kabelnetz?
  2. Welche Kabelgesellschaft regiert wo?
  3. Von Nachteilen für die Mieter.
  1. References.



1. Wem gehört das TV-Kabelnetz?

Im folgenden sind einige Infos zu den aktuellen Besitzverhältnissen (Investoren in den gelben Feldern der Tabellen) des deutschen Breitband- Kabelnetzes (TV-Kabelnetz) sowie dem jeweiligen Ausbauzustand (soweit das recherchierbar war) zusammengestellt. Die Angaben werden nicht laufend aktualisiert (Stand: 31.12.2003).

  Kabel Deutschland GmbH  (KDG, München, Germany)

Apax Partners ??? %
Goldman Sachs Capital ??? %
Providence Equity ??? %
Umsatz 2003 ca. ??? Mrd. Euro
Anlaufverluste bis 2003 ca. ??? Mrd. Euro
Geplante Investitionen bis 2006 ??? Mrd. Euro
Aufrüstung Breitband ??? Mio. Haushalte
Aufrüstung Rückkanal ??? Mio. Haushalte
Aufrüstung Digital-TV ??? Mio. Haushalte
Angeschlossene Wohnungen 10,1 Mio. Haushalte
Kundenbeziehungen direkt 3,4 Mio. Haushalte
Kundenbeziehungen indirekt (via Level-4) 6,7 Mio. Haushalte
Abos Digital-TV < 0,5 Mio. Haushalte
Abos Breitband-Internet ??? Mio. Haushalte
(das folgt).

  Ish  (Köln, Germany)

Deutsche Bank Investor ??? %
Citi Group ??? %
Weitere Banken ??? %
Umsatz 2003 ca. ??? Mrd. Euro
Anlaufverluste bis 2003 ca. ??? Mrd. Euro
Geplante Investitionen bis 2006 ??? Mrd. Euro
Aufrüstung Breitband ??? Mio. Haushalte
Aufrüstung Rückkanal ??? Mio. Haushalte
Aufrüstung Digital-TV 1,1 Mio. Haushalte
Angeschlossene Wohnungen 4,0 Mio. Haushalte
Kundenbeziehungen direkt ??? Mio. Haushalte
Kundenbeziehungen indirekt (via Level-4) ??? Mio. Haushalte
Abos Digital-TV 0,02 Mio. Haushalte
Abos Breitband-Internet ??? Mio. Haushalte
(das folgt).

  Iesy  (Frankfurt/Main, Germany)

Apollo Management GmbH ??? %
Pequot Capital Management ??? %
Golden Tree ??? %
Umsatz 2003 ca. ??? Mrd. Euro
Anlaufverluste bis 2003 ca. ??? Mrd. Euro
Geplante Investitionen bis 2006 ??? Mrd. Euro
Aufrüstung Breitband ??? Mio. Haushalte
Aufrüstung Rückkanal ??? Mio. Haushalte
Aufrüstung Digital-TV 0,037 Mio. Haushalte
Angeschlossene Wohnungen 1,1 Mio. Haushalte
Kundenbeziehungen direkt 0,1 Mio. Haushalte
Kundenbeziehungen indirekt (via Level-4) 1,0 Mio. Haushalte
Abos Digital-TV 0,005 Mio. Haushalte
Abos Breitband-Internet ??? Mio. Haushalte
(das folgt).

  KabelBW 

The Blackstone Group ??? %
CDP Capital Communications ??? %
Banc of America Equity Partners ??? %
Umsatz 2003 ca. ??? Mrd. Euro
Anlaufverluste bis 2003 ca. ??? Mrd. Euro
Geplante Investitionen bis 2006 ??? Mrd. Euro
Aufrüstung Breitband ??? Mio. Haushalte
Aufrüstung Rückkanal ??? Mio. Haushalte
Aufrüstung Digital-TV 0,12 Mio. Haushalte
Angeschlossene Wohnungen 2,3 Mio. Haushalte
Kundenbeziehungen direkt ??? Mio. Haushalte
Kundenbeziehungen indirekt (via Level-4) ??? Mio. Haushalte
Abos Digital-TV ??? Mio. Haushalte
Abos Breitband-Internet ??? Mio. Haushalte
(das folgt).

  Andere 

(das folgt).


2. Welche Kabelgesellschaft regiert wo?

Wem gehören die deutschen TV-Kabelnetze?



3. Von Nachteilen für die Mieter

R A T G E B E R

Wenn der Vermieter den Kabel-TV-Betrieb auslagert

Aus:
InfoRadio Berlin, 15. November 2005, 10.35 Uhr MEZ (Ratgeber). [Original]

Mit der Einführung des Digitalfernsehens DVB-T verlor das Kabelfernsehen an Attraktivität. Um dennoch neue Kunden zu gewinnen und die alten zu halten, wirbt der Betreiber Kabel Deutschland mit neuen Technologien. Offensiv versucht man Kunden dort zu gewinnen, wo Vermieter die Verwaltung des Kabelanschlusses abgeben. Wie Mieter hier am besten reagieren, weiß Anja Dobrodinsky.

Die HOWOGE teilte ihren Mietern kürzlich mit, dass sie ab 2006 die Verwaltung der Kabelanschlüsse an Kabel Deutschland abgibt. Bisher kümmerte sich Kabel Deutschland nur um die Versorgung bis zum Grundstück. Jetzt wird der Betreiber auch in den Häusern tätig. Den Vermietern ist das oft recht, denn sie müssen sich dann nicht mehr um das Kabelnetz kümmern. Für die Mieter entstehen jedoch Nachteile, sagt Hartmann Vetter, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins:

Der Nachteil für die Mieter wäre, wenn sie einen eigenen Vertrag mit einer Kabelgesellschaft haben, dass sie dann keine Ansprüche mehr gegen die HOWOGE [Wohnungsbaugesellschaft] haben, wenn die Kabelversorgung gefährdet ist. Sie können deswegen die Miete nicht mindern und ähnliches. Das heißt also, die Rechtstellung der Mieter würde sich durch einen eigenen Vertrag mit einer Kabelgesellschaft verschlechtern.

Mieter sind daher nicht verpflichtet einen Vertrag mit Kabel Deutschland oder einer anderen Kabelservicefirma abzuschließen. Sie können sich auch weiterhin vom Vermieter mit Kabelfernsehen versorgen lassen.

In Zeiten von DVB-T stellen sich allerdings viele Mieter die Frage, ob das Kabelfernsehen überhaupt noch eine günstige Alternative ist. Schließt der Mietvertrag den Kabelanschluss mit ein, können Mieter jedoch nicht einfach aussteigen. Gibt es allerdings noch keinen Kabelanschluss im Haus und will der Vermieter nun einen legen, müssen die Mieter das nicht tragen. Denn bezahlt werden muss nur bei einer Modernisierung, und die muss den Wert der Wohnung verbessern, sagt Hartmann Vetter:

Wenn eine normale Verkabelung geplant wird, stellt dies in keinem Fall eine Wertverbesserung dar gegenüber den Empfangsmöglichkeiten des digitalen Fernsehens, weil das Programmangebot ist ähnlich. Das Problem stellt sich, wenn ein rückkanalfähiges Kabelnetz installiert wird, weil das ja mehr kann, als das digitale Fernsehen.

Genau mit diesem erweiterten Angebot, will Kabel Deutschland Kunden gewinnen. Neben dem Kabelfernsehen, bietet die neue Technik auch einen Internet-Zugang übers Kabelnetz. Allerdings haben viele Mieter daran gar kein Interesse, sagt Vetter:

Das ist jetzt eine neue Fragestellung, die leider vom BGH so beantwortet worden ist, dass obwohl es für die meisten gar nicht nutzbar ist und auch gar nicht gewollt ist, trotzdem eine Wertverbesserung darstellt, weil es nicht auf die subjektive Nutzungsmöglichkeit ankommt, sondern objektiv eine Wertverbesserung gegenüber dem traditionellen Kabel darstellt.

Lässt der Vermieter das Kabelnetz im Haus aufrüsten, dann ist das also eine Modernisierung. Die anfallenden Kosten kann er auf die Mieter umlegen. Mieter, die dem neuen Angebot nicht zugestimmt haben, müssen es aber auch nicht nutzen und somit nur die Installationskosten tragen, nicht aber die monatlichen Gebühren.



4. References



Weitere Link-Services von khd-research
Hier gibt es keine gekauften Links!


© 2003-2007 – Dipl.-Ing. Karl-Heinz Dittberner (khd) – Berlin   —   Last Update: 03.10.2007 07.16 Uhr