Fakten zum Klimawandel – Teil 1 khd
Stand:  8.12.2009   (25. Ed.)  –  File: Sci/Nat/Klima-Fakten_1.html



I n h a l t :  [01. Teil]   [02. Teil]   [03. Teil]   [Translation-Service]  
  1. Hauptverursacher der Treibhausgas-Emissionen.
  2. Das Kyoto-Protokoll tritt in Kraft.
  3. Temperatur des Atlantik-Wassers im Jahr 2005.
  4. Rückgang der Vereisung der Arktis.
  5. Globale Erwärmung im Jahr 2005.
  1. Klima-Szenarien des IPCC.
  2. Globale Erwärmung 2006 – 2100.
  3. Teuerste Stürme Europas.
  4. CO2-Emission bei Stromerzeugung.

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1. Die Hauptverursacher der Treibhausgas-Emissionen

Verursacher der Treibhausgas-Emissionen
CO2-Emissionen in Millionen Tonnen.  1)
Stand: 2009 — Quelle: Energy Information Admin. + Internet-Recherchen.
Rang Land CO2-Emission pro Jahr Anm.
1990 2002 2004 2007
1. China Mio. t 4082 Mio. t 4707 Mio. t 6028 Mio. t  
2. U.S.A. * 4847 Mio. t 5592 Mio. t 5912 Mio. t 5769 Mio. t 2
3. Rußland Mio. t 1498 Mio. t 1685 Mio. t 1587 Mio. t  
4. Indien Mio. t 982 Mio. t 1113 Mio. t 1324 Mio. t  
5. Japan Mio. t 1145 Mio. t 1262 Mio. t 1236 Mio. t  
6. Deutschland * 979 Mio. t 834 Mio. t 862 Mio. t 798 Mio. t 34
7. Kanada Mio. t 532 Mio. t 588 Mio. t 573 Mio. t  
8. Großbritannien Mio. t 520 Mio. t 580 Mio. t 523 Mio. t  
9. Südkorea Mio. t 467 Mio. t 497 Mio. t 489 Mio. t  
10. Iran Mio. t Mio. t 402 Mio. t 466 Mio. t  
11. Italien Mio. t 437 Mio. t 485 Mio. t 438 Mio. t  
12. Mexiko Mio. t Mio. t Mio. t 438 Mio. t  
13. Südafrika Mio. t Mio. t 430 Mio. t Mio. t  
14. Australien Mio. t 340 Mio. t Mio. t 396 Mio. t  
15. Indonesien Mio. t Mio. t Mio. t 377 Mio. t  
16. Frankreich Mio. t 384 Mio. t 406 Mio. t 369 Mio. t  
17. Saudi-Arabien Mio. t Mio. t Mio. t 358 Mio. t  
18. Brasilien Mio. t Mio. t Mio. t 347 Mio. t  
19. Spanien Mio. t 296 Mio. t Mio. t Mio. t  
20. Niederlande Mio. t 178 Mio. t Mio. t Mio. t  
  1) Länder-Reihenfolge nach dem Stand 2007. Mit * markierte Werte sind aus Relativangaben berechnet worden.
  2) Zunahme von 1990 bis 2004: +19,2 %.
  3) Abnahme von 1990 bis 2004: –16,0 %. Hauptsächlich wg. Zusammenbruchs der DDR-Industrie.
  4) Abnahme von 1990 bis 2007: –18,5 %.

CO2-Emisssionen pro Kopf im Jahr 2007
^   Kohlendioxid-Emissionen in Tonnen (t) pro Kopf im Jahr 2007. Die Grafik macht deutlich, vor welchem Riesenproblem die Menschheit steht. Denn um sicher katastrophale Folgen der Erderwärmung zu vermeiden, muß ab sofort (ab 2010) die jährliche Emission von Kohlendioxid auf 2 t pro Mensch auf Dauer reduziert werden. Ob das gelingen kann?   (Grafik: 30.11.2009 – khd)


2. Das Kyoto-Protokoll tritt in Kraft

Aus: Yahoo-News, 15. Februar 2005, 14.45 Uhr MEZ (Umweltpolitik). [Original]

HAMBURG. Die Industriestaaten haben sich 1997 auf der UN- Klimakonferenz im japanischen Kyoto in einem Protokoll zur Reduzierung von 6 Treibhausgasen verpflichtet. Danach soll ihr Ausstoß bis 2012 um mindestens 5 % im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Das Kyoto-Protokoll gilt als erster Schritt, um den menschengemachten Treibhauseffekt (Erderwärmung) zu bremsen.

Da Rußland am 18. November 2004 dem Kyoto-Protokoll offiziell beigetreten ist, konnte dieses verbindlich werden. Um das Vertragswerk in Kraft zu setzen, mußten ihm 55 Staaten beigetreten sein, auf die mindestens 55 Prozent des Kohlendioxid- Ausstoßes der Industrieländer von 1990 entfallen.

Nach dem formellen Beitritt Rußlands trat das Protokoll laut Vertragstext 90 Tagen später in Kraft. Bis Mittwoch hatten es 141 Staaten ratifiziert. Auf sie entfallen 61,6 % des Kohlendioxidausstoßes der Industriestaaten von 1990.

Grundlage des Kyoto-Protokolls ist die Klimaschutzkonvention des Erdgipfels von Rio de Janeiro von 1992. Darin hatte die Staatengemeinschaft unter anderem vereinbart, den Ausstoß der Treibhausgase so zu begrenzen, daß „sich die Ökosysteme auf natürliche Weise den Klimaänderungen anpassen können“ und „die Nahrungsmittelerzeugung nicht bedroht wird“.

Das Gas Kohlendioxid verursacht rund die Hälfte des menschengemachten Treibhauseffekts. Zu den im Kyoto-Protokoll aufgeführten Treibhausgasen zählen zudem Methan, Lachgas, perfluorierte und teilhalogenisierte Kohlenwasserstoffe sowie Schwefelhexafluorid. Daneben gibt es einen natürlichen Treibhauseffekt, der für eine Durchschnittstemperatur auf der Erde von etwa 15 Grad sorgt.

Ein konkretes Regelwerk zum Kyoto-Protokoll wurde 2001 in Bonn und Marrakesch (Marokko) vereinbart, nachdem die USA den Verhandlungen den Rücken gekehrt hatten. Zur Erfüllung ihrer Klimaschutzziele dürfen die Industrieländer auch mit Emissionsrechten handeln, Projekte zur umweltfreundlichen Entwicklung in ärmeren Ländern finanzieren oder Projekte in anderen Industrieländern fördern – etwa energieeffizientere Kraftwerke in Osteuropa. Zudem dürfen Wälder und Böden in bestimmten Grenzen als Klimaschutzbeitrag einberechnet werden, da sie Kohlenstoff speichern.


3. Temperatur des Atlantik-Wassers im Jahr 2005

Oberflächentemperaturen des Golfstroms im Atlantik
^   Temperaturverteilung des Atlantik-Meerwassers an der Oberfläche des Golfstroms vor der US-Ostküste (schwarz). Die Leistung der Wärmepumpe ist durch den Treibhauseffekt bereits erheblich gesunken – um etwa 30 %. Denn der Rückfluß kalten Wassers in der Tiefe des Atlantiks von Grönland in Richtung Karibik ist u. a. durch das Schmelzen des grönländischen Eispanzers massiv gestört. Europas Winter werden sehr viel kälter werden.   (Foto: 2005 – NASA)   [mehr]


4. Rückgang der Vereisung der Arktis

Stand der Vereisung der Antarktis
^   Aktuelles Satelliten-Foto der Arktis. Die gelbe Linie gibt die Grenze der Vereisung im September 1979 an (ohne Grönland). Es ist also bereits reichlich Eis geschmolzen und damit Kohlenstoff freigeworden.   (Sat-Foto: 2005 – NASA)


5. Globale Erwärmung im Jahr 2005

Globale Erwärmung im Jahr 2005
^   Globale Erwärmung der Erde im Jahr 2005: Die Grafik zeigt die Abweichungen der Jahresmitteltemperatur vom Mittelwert von 1951 bis 1980. Es wird deutlich, daß die Temperatur im Bereich der Arktis (Nordpol) um rund 3 Grad Celsius zugenommen hat. Deshalb hat sich dort die Eisschmelze beschleunigt. In Mitteleuropa liegt die Temperaturzunahme bei rund 1 Grad Celsius – wohlgemerkt im Jahresmittel. Nur in den mit Weiß markierten Regionen blieb die Temperatur unverändert.   (Grafik: 5.2005 – NASA)


6. Klima-Szenarien des IPCC für Modell-Rechnungen

Der Klimarat der Vereinten Nationen (UN), das International Panel on Climate Change (IPCC) hat bereits im Jahr 2000 eigene Klima-Szenarien vorgestellt (SRES). Diese tragen die Bezeichnungen A1, A2, B1 und B2, wobei diese teilweise noch nach weiteren Aspekten untergliedert werden. Sie dienen als Vorschrift für entsprechende Computer-Modelle (Simulationen) des Weltklimas. Das IPCC beschreibt diese Klima-Szenarien so:

The Emission Scenarios of the IPCC Special Report on Emission Scenarios (SRES)


7. Globale Erwärmung 2006 – 2100

Globale Erwärmung im Jahr 2006
^   Jahrhundertvergleich der Erderwärmung. Dargestellt ist die Zunahme der Jahresmitteltemperatur bis heute (2006). Die Auswirkungen des Klimawandels sind regional sehr unterschiedlich. Je dunkler die Färbung, desto größer ist der erfolgte Temperaturanstieg. Quelle: Max Planck Institut.   (Grafik: 9.2006 – mopo)

Globale Erwärmung im Jahr 21000
^   Jahrhundertvergleich der Erderwärmung. Dargestellt ist die vermutliche Zunahme der Jahresmitteltemperatur bis zum Jahr 2100. Die Unterschiede sicnd nicht zu übersehen. Am Nordpol wird es 2100 im Mittel um rund 7 Grad wärmer sein, in Europa um 3,5 Grad, in der Sahara und in Südafrika um 5 Grad Celsius. Quelle: Max Planck Institut.   (Grafik: 9.2006 – mopo)


8. Die teuersten Stürme Europas

Die teuersten Stürme in Europa seit 1970
Tote und Höhe der Gesamtschäden in Milliarden Euro
Stand: Anfang 2007
Quelle: Münchner Rück + Eigene Recherchen im Internet.
Jahr Monat Sturm
(Name)
Tote Gesamt-
Schaden
Davon
versichert
Anm.
1972 Nov. ? ? Mrd. Euro Mrd. Euro  
1987 Okt. 87J 17 3,70 Mrd. Euro 3,10 Mrd. Euro  
1990 Jan. Daria 94 6,85 Mrd. Euro 5,10 Mrd. Euro  
1990 Feb. Vivian 52 3,20 Mrd. Euro 2,10 Mrd. Euro  
1990 Feb. Wiebke 64 2,26 Mrd. Euro 1,30 Mrd. Euro  
1990 Feb. Herta 30 1,95 Mrd. Euro 1,30 Mrd. Euro  
1999 Dez. Lothar 110 11,50 Mrd. Euro 5,90 Mrd. Euro  
1999 Dez. Martin 30 4,10 Mrd. Euro 2,50 Mrd. Euro  
1999 Dez. Anatol 20 3,00 Mrd. Euro 2,40 Mrd. Euro  
2002 Okt. Jeanett 37 2,60 Mrd. Euro 1,70 Mrd. Euro  
2005 Jan. Erwin 18 5,80 Mrd. Euro 2,50 Mrd. Euro  
2007 Jan. Kyrill 43 8,00 Mrd. Euro Mrd. Euro 1
        Mrd. Euro Mrd. Euro  
  1) Derzeit noch Schätzwerte.


9. CO2-Emission bei der Stromerzeugung

CO2-Emission von Kraftwerken
In Gramm pro erzeugte Kilowattstunde elektrischer Strom, wobei nicht nur der Betrieb, sondern der gesamte Lebenszyklus von Anlagen inklusive aller Produktionsschritte berücksichtigt ist.
Stand: 2006
Quelle: Öko-Institut (Darmstadt) 1) + Eigene Recherchen im Internet.
Nr Kraftwerksart CO2-Emission Anm.
1 Braunkohlekraftwerk 1153 g/kWh  
2 Steinkohlekraftwerk 949 g/kWh  
3 Erdgaskraftwerk 428 g/kWh  
4 Solarzelle (multikristallin) 101 g/kWh  
5 Erdgas-Blockheizkraftwerk 49 g/kWh  
6 Wasserkraftwerk 40 g/kWh  
7 Kernkraftwerk (ohne Entsorgung) 32 g/kWh  
8 Windpark 24 g/kWh  
  1) Zitiert nach SPIEGEL 12/2007, Seite 43.


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