Fakten zum Klimawandel – Teil 2 khd
Stand:  12.4.2008   (14. Ed.)  –  File: Sci/Nat/Klima-Fakten_2.html




Diese Seite widmet sich den wichtigsten Grafiken zum Klimawandel, die am 2. Februar 2007 vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), dem Klimagremium der Vereinten Nationen, im IPCC-Report „Climate Change 2007 — The Physical Science Basis“ (2,2 MByte in PDF) publiziert worden sind.

I n h a l t :  [01. Teil]   [02. Teil]   [03. Teil]   [Translation-Service]  
  1. Globale Klima-Mittelwerte. (Messungen)
  2. Klimabeeinflußende Faktoren.
  3. CO2-Konzentration. (Messungen)
  4. Methan-Konzentration. (Messungen)
  5. NOx-Konzentration. (Messungen)
  6. Menschlicher Einfluß? (Simulation)
  1. Wie geht’s weiter? (Simulationen)
  2. Sommer-Niederschläge. (Simulationen)
  3. Winter-Niederschläge. (Simulationen)
  4. Globale Erderwärmung. (Simulationen)
  5. Ein Fazit. (von khd)

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1. Die Entwicklung globaler Klima-Mittelwerte (Messungen)

Entwicklung globaler Klima-Mittelwerte
^ IPCC-Report 2007:  Entwicklung globaler Mittelwerte der (a) Oberflä- chentemperatur der Erde seit 1850, (b) der Meereshöhe seit 1870 und (c) der Schneebedeckung auf der Nordhalbkugel seit 1920. Die angegebenen relativen Veränderungen beziehen sich auf den Mittelwert des Vergleichszeitraums der Jahre 1961–1990. Die blauen Bänder geben die Fehlerbereiche an.   (Grafik-SPM3: 2.2007 – IPCC)


2. Die das Klima beeinflußenden Faktoren

Klimabeeinflußende Komponenten
^ IPCC-Report 2007:  Die wichtigsten Faktoren, die das Klima beeinflussen (radiative forcing). Es sind vor allem Kohlendioxid (CO2), Stickoxide (NOx), Methan (NH4), Halocarbone und Ozon, die alle ‚men-made‘ sind und das Klima negativ beeinflussen. Die angebenen Werte gelten für das Jahr 2005.   (Grafik-SPM2: 2.2007 – IPCC)


3. Entwicklung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre in den letzten 10.000 Jahren

Entwicklung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre
^   IPCC-Report 2007:  Das ist die berühmte „Hockeyschläger-Kurve“, die einem US- Präsidenten W. Bush so mißfiel. Dargestellt ist die Entwicklung der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre in den letzten 10.000 Jahren bis zum Jahr 2005. Nur die rote Spitze der Kurve beruht auf direkten Messungen in der Atmosphäre. Die früheren Werte wurden aufgrund von Messungen an grönländischen Eisbohrkernen rückgerechnet. Im Inset ist der Verlauf seit 1750 in größerer zeitlicher Auflösung dargestellt.   (Grafik-SPM1: 2.2007 – IPCC)


4. Entwicklung der Methan-Konzentration in der Atmosphäre in den letzten 10.000 Jahren

Entwicklung der Methan-Konzentration in der Atmosphäre
^   IPCC-Report 2007:  Noch eine „Hockeyschläger-Kurve“. Dargestellt ist die Entwicklung der Konzentration des Treibhausgases Methan in der Erdatmosphäre im Verlauf der letzten 10.000 Jahre bis zum Jahr 2005. Nur die rote Spitze der Kurve beruht auf direkten Messungen in der Atmosphäre. Die früheren Werte wurden aufgrund von Messungen an grönländischen Eisbohrkernen rückgerechnet. Im Inset ist der Verlauf seit 1750 in größerer zeitlicher Auflösung dargestellt. Der Methan-Anstieg wird vor allem mit der Intensivierung der Landwirtschaft in Verbindung gebracht.   (Grafik-SPM1: 2.2007 – IPCC)


5. Entwicklung der NOx-Konzentration in der Atmosphäre in den letzten 10.000 Jahren

Entwicklung der NOx-Konzentration in der Atmosphäre
^   IPCC-Report 2007:  Und noch eine „Hockeyschläger-Kurve“. Dargestellt ist die Entwicklung der Konzentration der Stickoxide in der Erdatmosphäre im Verlauf der letzten 10.000 Jahre bis zum Jahr 2005. Nur die rote Spitze der Kurve beruht auf direkten Messungen in der Atmosphäre. Die früheren Werte wurden aufgrund von Messungen an grönländischen Eisbohrkernen rückgerechnet. Im Inset ist der Verlauf seit 1750 in größerer zeitlicher Auflösung dargestellt.   (Grafik-SPM1: 2.2007 – IPCC)


6. Gibt es einen menschlichen Einfluß beim Klimawandel? (Simulation)

Gibt es einen menschlichen Einfluß beim Klimawandel? JA!
^   IPCC-Report 2007:  Diese Grafik gibt Antwort auf die Frage: Könnten auch rein natürliche Einflüsse die beobachtete Erderwärmung erklären? Die klare Antwort: Nein! Die schwarzen Linien in den einzelnen geographisch zugeordneten Insets geben die dort jeweils gemessene Entwicklung der mittleren Oberflächentemperaturen an. Zugefügt sind die Ergebnisse von unterschiedlichen Computer-Simulationen zur Klimaentwicklung der letzten 100 Jahre: Blaues Band = Nur rein natürliche Prozesse, Rotes Band = Eine Kombination aus natürlichen und vom Menschen verursachten Einflüssen. Die Breite der Bänder gibt den Fehlerbereich an. Nur das Kombinationsmodell kann die gemessene Erderwärmung wissenschaftlich erklären.   (Grafik-SPM4: 2.2007 – IPCC)


7. Wie geht’s mit dem Klima weiter? (Computer-Klimamodelle)

Diese Frage läßt sich nur mit fortgerechneten Klima-Modellen beantworten, die auf Super-Computern durch eine aufwendige Programmierung von (partiellen) Differentialgleichungen realisiert werden (Computer-Simulation). Verschiedene internationale Forschergruppen haben dafür unterschiedliche Modelle entwickelt und damit Simulationen gerechnet. Zugrunde liegen diesen Modellen standardisierte Klima-Szenarien, die im Jahr 2000 vom IPCC festgelegt wurden. Kurz beschrieben sind das:
Einige Klima-Szenarien
[Ausführliche Beschreibung]
A1B Ausgewogene Nutzung aller Energieträger. 1) 
A1FI Intensive Nutzung fossiler Energieträger. 1) 
A1T Keine Nutzung fossiler Energieträger. 1) 
A2 Besonders erwärmungsträchtige Entwicklung. 2) 
B1 Generelle Nutzung sauberer Technologien. 3) 
B2 Betulicher als B1. 3) 
1) Starkes Wirtschaftswachstum mit steigendem CO2-Ausstoß.
2) Zunehmender und relativ hoher CO2-Ausstoß.
3) Nutzung erneuerbarer Energien + klimaschonender Technologien.

Prognostizierte Erderwärmung bei diversen Klima-Szenarien
^   IPCC-Report 2007:  Prognosen für die weitere Erderwärmung bis zum Jahr 2100 aufgrund verschiedener Klima-Szenarien und Computer-Modelle. Die schwarze Linie (links) gibt die Meßwerte der mittleren Jahrestemperaturen bis zum Jahr 2000 wieder. Danach sind die Ergebnisse der verschiedenen Szenarien dargestellt. Beim A2-Szenario würde es besonders warm werden (rote Linie). Die orange Linie (unten) gibt den Fall wieder, daß die CO2-Emissionen auf dem Niveau des Jahres 2000 konstant gehalten worden wären (was aber schon heute übertroffen wird). Die Zahlen unter den Kurven geben die Anzahl berücksichtigter Simulationen an. Rechts außen werden die bei den verschiedenen Szenerien für 2100 zu erwartenden Zunahmen der mittleren Jahrestemperatur mit grauen Fehlerbalken dargestellt (+1 °C bis +6,4 °C). Die Angabe „cnstant composition“ in der Grafik ist falsch und muß richtig heißen „year 2000 constant concentration“. [aktualisierte Fassung dieser Grafik]   (Grafik-SPM7: 2.2007 – IPCC)


8. Die Folgen – Veränderung der Sommer-Niederschläge 2090–2099

Klimawandel-Folgen -- Sommer-Niederschläge 2090–2099
^   IPCC-Report 2007:  Die Folgen des Klimawandels – Veränderung der Sommer-Niederschläge. Für das Szenario A1B wurde die Veränderung der Niederschlagsmenge für die Sommermonate Juni bis August von den Forschergruppen berechnet. Die Karte zeigt, wie sie sich 2090–2099 relativ zu den Jahren 1980–1999 entwickelt. Waren sich weniger als 66 % der Simulationsrechnungen einig, blieb das Feld weiß. Schwarze Punkte bedeuten eine mehr als 90-%ige Modell-Übereinstimmung.   (Grafik-SPM6: 2.2007 – IPCC)


9. Die Folgen – Veränderung der Winter-Niederschläge 2090–2099

Klimawandel-Folgen -- Winter-Niederschläge 2090–2099
^   IPCC-Report 2007:  Die Folgen des Klimawandels – Veränderung der Winter-Niederschläge. Für das Szenario A1B wurde die Veränderung der Niederschlagsmenge für die Wintermonate Dezember bis Februar von den Forschergruppen berechnet. Die Karte zeigt, wie sie sich 2090–2099 relativ zu den Jahren 1980–1999 entwickelt. Waren sich weniger als 66 % der Simulationsrechnungen einig, blieb das Feld weiß. Schwarze Punkte bedeuten eine mehr als 90-%ige Modell-Übereinstimmung.   (Grafik-SPM6: 2.2007 – IPCC)


10. Die Folgen – Globale Erderwärmung

Klimawandel-Folgen -- Globale Erderwärmung
^   IPCC-Report 2007:  Die Folgen des Klimawandels – Starke regionalen Klimaveränderungen. Gegenübergestellt sind hier die 3 Szenarien B1, A1B und A2 für den Zeitraum 2020–2029 (mittlere Spalte) sowie 2090–2099 (rechte Spalte). Die mittleren Temperatur- Veränderungen werden durch unterschiedliche Farben signalisiert (siehe Skala mit Schritten von einem halben Grad Celsius unter der Grafik). In der linken Spalte wird die relative Wahrscheinlichkeit für das Eintreten der prognostizierten Temperatur-Veränderungen dargestellt.   (Grafik-SPM5: 2.2007 – IPCC)


11. Ein Fazit vom 2.2.2007 (khd):

Um die negativen Folgen des ‚men-made‘ Klimawandels wenigstens halbwegs zu begrenzen, muß sich die vereinte Menschheit dieser Erde wenigstens am Klima- Szenario B1 orientieren. Das heißt konkret: Es muß sehr entschieden auf dem Einsatz erneuerbarer nicht CO2-produzierenden Energieformen bestanden und nur noch klimaschonende Technologien erlaubt werden. Die verantwortlichen Politiker müssen endlich entsprechend handeln. Jedwede Ausreden haben sie nun nicht mehr.

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