Fakten zum Klimawandel – Teil 3 khd
Stand:  12.4.2008   (10. Ed.)  –  File: Sci/Nat/Klima-Fakten_3.html



I n h a l t :  [01. Teil]   [02. Teil]   [03. Teil]   [Translation-Service]  
  1. Weltweite Feuerbrünste im August 2007.
  2. Globale Treibhausgas-Emissionen.
  1. Prognostizierte Erderwärmung.
  2. Ergebnisse der Bali-Konferenz 2007. .

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1. Weltweite Feuerbrünste im August 2007

Weltweite Feuerbrünste im August 2007
^   Im August 2007 wurden bereits besonders viel Feuerbrünste auf der Erde verzeichnet. Sie traten vor allem in der von der Dürre betroffenen Äquatorialzone auf (rote Flächen, Zeitraum 9.–18.8.2007). Zwar mag an vielen Feuern der Mensch direkt Schuld gewesen sein – auch durch Brandstiftung. Aber die ‚Natur‘ muß schon besonders ausgetrrocknet sein, um solche großflächigen Brände zu ermöglichen. Besonders schlimm waren dann Ende August 2007 die Großbrände in Griechenland.   (Grafik: 8.2007 – NASA)

Feuer im Mittelmeerraum am 26.8.2007
^   Die Feuer im Mittelmeerraum am 26. August 2007 um 7.01 Uhr GMT. [Satelliten-Foto]  (Grafik: 26.8.2007 – siehe Inset)


2. Globale Treibhausgas-Emissionen (Messungen)

Globale Treibhausgas-Emissionen
^   4. IPCC-Report 2007:  Übersicht über die globalen Treibhausgas-Emissionen, für die der Mensch verantwortlich ist (GHG = Green-House-Gases = Treibhausgase). (a): Die Entwicklung von 1970 bis 2004. (b): Der Anteil der verschiedenen Treibhausgase an der Gesamt-Emission im Jahr 2004. (c): Der Anteil der verschiedenen Wirtschaftsbereiche an diesen Emissionen im Jahr 2004.   (Grafik: 11.2007 – IPCC)


3. Prognostizierte Erderwärmung bis 2100 (Computer-Klimamodelle)

Prognostizierte Erderwärmung bei diversen Klima-Szenarien
^   4. IPCC-Report 2007:  Prognosen für die weitere Erderwärmung bis zum Jahr 2100 aufgrund verschiedener Klima-Szenarien und Computer-Modelle. Links: Die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen von 2000 bis 2100 bei den verschiedenen Szenarien. Rechts: Die daraus resultierenden Veränderungen der mittleren Jahrestemperaturen.

Die schwarze Linie in der rechten Grafik gibt die Meßwerte der mittleren Jahrestemperaturen bis zum Jahr 2000 wieder. Danach sind die Ergebnisse der verschiedenen Szenarien dargestellt. Beim A1FI- und A2-Szenario würde es besonders warm werden (türkisfarbene bzw. rote Linie). Die orange Linie (unten) gibt den Fall wieder, daß die CO2-Emissionen auf dem Niveau des Jahres 2000 konstant gehalten worden wären (was aber schon heute übertroffen wird). Rechts außen sind die bei den verschiedenen Szenerien für 2100 zu erwartenden Zunahmen der mittleren Jahrestemperatur mit bunten Fehlerbalken dargestellt (+1,1 °C bis +6,4 °C).   (Grafik: 11.2007 – IPCC)



4. Ergebnisse der Bali-Konferenz vom Dezember 2007


DAS MANDAT VON BALI

  • Fahrplan bis 2012:   Die UN-Konferenz auf Bali hat das Verhandlungsmandat für ein neues globales Klimaabkommen beschlossen. Der Vertrag soll 2009 auf der Klimakonferenz in Kopenhagen abgeschlossen und in den Folgejahren ratifiziert werden. Das Abkommen soll dann das Kyoto-Protokoll ablösen, das 2012 ausläuft. Die USA wollen sich anders als bei Kyoto an dem neuen Abkommen beteiligen. Neben dem Klimaschutz nennt das Mandat auch die Bedeutung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung sowie der Armutsbekämpfung als vorrangige Aufgaben.

  • Weltklimarat:   Grundlage des Mandats sind die Berichte des Weltklimarats (IPCC) zur Gefährdung des Klimasystems. Demnach verringert eine Verzögerung beim Abbau von Treibhausgasemissionen die Chancen, die Temperaturen noch auf einem relativ niedrigeren Niveau zu stabilisieren und damit das Risiko schwerwiegenderer Folgen zu mindern. Es wird anerkannt, dass eine starke Senkung der globalen Emissionen erforderlich ist, um das Ziel zu erreichen, dem Klimawandel gemäß den Empfehlungen des IPCC zu begegnen. In einer Fußnote wird konkret auf die entsprechenden Textstellen im vierten IPCC-Bericht verwiesen.

  • Pflichten der reichen Länder:   Die Industrieländer werden zu mess- und überprüfbaren Verpflichtungen und Maßnahmen aufgefordert, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Dabei soll die Vergleichbarkeit unter den Industriestaaten beachtet werden.

  • Pflichten der armen Länder:   Auch die Entwicklungsländer werden zu Maßnahmen gegen den Klimawandel aufgefordert. Sie sollen dabei von den Industriestaaten in überprüfbarer Weise technisch, finanziell und durch Ausbildung unterstützt werden. Das Roden oder die Zerstörung von Wäldern soll wegen des Beitrages zum Treibhauseffekt zugunsten der Bewahrung von Wäldern oder nachhaltiger Forstwirtschaft verringert werden.

  • Hilfe für arme Länder:   Durch internationale Zusammenarbeit soll für besonders betroffene Staaten die Bewältigung von Folgen der Erderwärmung erleichtert werden. Dies gilt besonders für sehr arme Länder und für kleine Inselstaaten sowie für Regionen in Afrika, die von Dürre betroffen sind.

  • Kopenhagen 2009:   Es wird beschlossen, einen Verhandlungsprozess einzuleiten, um die Ziele der UN-Klimarahmenkonvention auch nach 2012 umzusetzen. Der Verhandlungsprozess für das neue Abkommen soll von einer Arbeitsgruppe koordiniert werden, die spätestens im April 2008 ihre Arbeit aufnimmt. Für das Arbeitsprogramm sollen dem UN-Klimasekretariat bis zum 22. Februar Vorschläge eingereicht werden. Der Vorsitz soll jährlich zwischen einem Entwicklungsland und einem Industrieland wechseln. Auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2008 in Poznan (Posen) soll ein Zwischenbericht vorgelegt werden.



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