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Wer soll das bezahlen?
Die Weltklimakonferenz in Posen ist in der Frage nach mehr Geld für ärmere Länder gescheitert. Die 190 Staaten konnten sich nicht einigen, ob und wie die Mittel für einen Fonds zur Anpassung an den Klimawandel aufgestockt werden.
Aus: SDA-Meldung, Schweiz, 13. Dezember 2008, 6.52 Uhr MEZ (Politik). [Original]POSEN (SDA/ATS). Der ehemalige amerikanische Vize-Präsident Al Gore setzte sich am Freitag [12.12.2008] in Posen einmal mehr für das Klima ein.
Die Konferenz beschloss allerdings ein grösseres Mitspracherecht der Entwicklungsländer für diesen Fonds. Nach einer nächtlichen Marathonsitzung ging das UNO-Treffen am frühen Samstagmorgen nach 2 Wochen Verhandlungen zu Ende.
Die Weltgemeinschaft stellte damit die Weichen für die Verhandlungen im kommenden Jahr bis zur Klimakonferenz von Kopenhagen. Dort soll Ende 2009 ein Nachfolgevertrag für das Kyoto- Abkommen unter Dach und Fach kommen.
Als einen Kernpunkt von Posen (Posnan) vereinbarten die Staaten einen Zeit- und Arbeitsplan auf dem Weg dorthin. "Von jetzt an wird es ernst", sagte der Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer.
Entwicklungsländer reagieren empört
Mehrere Länder wie Indien, Gabun und die Malediven zeigten sich empört, dass der so genannte Anpassungsfonds zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels in der Dritten Welt nicht aufgestockt wurde. Der Vertreter Indiens sprach von Gleichgültigkeit und kritisierte, dass sich einige Länder geweigert hätten.Damit bleibt es dabei, dass der Fonds mit 80 Mio. Dollar jährlich ausgestattet werden soll; diese Zahl soll bis 2012 auf 300 Mio. Dollar steigen.
Die UNO hatte bereits früher von einem Mindestbedarf von 500 Mio. Dollar jährlich gesprochen. Umweltschützer halten auch diesen Betrag für viel zu niedrig.
In einer anderen Frage gaben die Industriestaaten in Posen jedoch nach und standen den ärmeren Staaten eine grössere Mitsprache bei der Geldverteilung für den Fonds zu.
Beim Kampf gegen die Zerstörung der Wälder gab es keine Fortschritte. Die EU machte deutlich, dass sie den Waldschutz vorantreiben will.
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