Fakten zum Energiemarkt – Teil 2 khd
Stand:  11.11.2007   (17. Ed.)  –  File: Energie/Facts/En_Facts_2.html




Aufgenommen sind hier ausgewählte Fakten zum Energiemarkt.

I n h a l t :  [1. Teil]   [2. Teil]   [Translation-Service]  
  1. Zusammensetzung des Strom-Preises 2003.
  2. Das Strom-Oligopol in Deutschland.
  3. Ferngas-Gesellschaften in Deutschland.
  4. Zusammensetzung des Benzin-Preises 2005.
  5. Die umweltschädlichsten Kraftwerke in der EU.
  6. Entwicklung des Gas- und Heizöl-Preises seit 1998.
  7. Gaskosten-Rechnung von EON-Hanse 2004/05.
  1. Gaspreise in Europa 2005.
  2. Gaskosten-Rechnung von GASAG 2004/05. [Kritik daran]
  3. Zum Ausstieg aus der Kernenergie.
  4. Atomkraftwerke in Deutschland 2006.
  5. Entwicklung der Strompreise in Deutschland.
  6. Typische Strom-Kosten eines Haushalts seit 1970.
  7. Der wahre Rohölpreis seit 1864.

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10. Zum Ausstieg aus der Kernenergie

Deutschlands (restliche) Kernkraftwerke
* = Das AKW ist endgültig abgeschaltet.
* = Abschaltung wird wohl etwas später erfolgen.  6)
Stand: Juli 2007
Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet.
Erstpublikation am 11.6.2001 auf der khd-Page
Nr. AKW Leistung Betreiber Inbetrieb-
nahme
Stör-
fälle

8)
Geplanter
Abschalt-
Termin
Restl.Strom-
Produktion

(Juni 2001)
Still-
gelegt
am
Ter-
ror-
anf.
Anm. Nr.
in
Abb.
1. Obrigheim MW EnBW 1968   31.12.2002 8,7 TWh * 11.05.2005   25)  
2. Stade MW Eon + Vattenfall 1972   19.05.2004 23,2 TWh * 14.11.2003    3)  
3. Biblis A MW   1974 60 * 26.02.2007 62.0 TWh       7
4. Neckarwestheim 1 MW EnBW 1976 27 * 01.12.2008 57,4 TWh       12
5. Biblis B MW   1976 61 31.01.2009 81,5 TWh       8
6. Brunsbüttel 771 MW Eon + Vattenfall 1976 74 09.02.2009 47,7 TWh       1
7. Isar 1 (Essenbach) 878 MW Eon 1977 31 21.03.2011 78,4 TWh       16
8. Unterweser
(Esenshamm)
1365 MW Eon 1978 35 * 06.09.2011 118,0 TWh       4
9. Philippsburg 1 MW EnBW 1979 42 26.03.2012 87,1 TWh       10
10. Grafenrheinfeld 1345 MW Eon 1982 27 17.06.2014 150,0 TWh       9
11. Krümmel 1260 MW Eon + Vattenfall 1983 56 28.03.2016 158,2 TWh       3
12. Grundremmingen B 1320 MW Eon + RWE 1984 33 19.07.2016 160,9 TWh       14
13. Philippsburg 2 MW EnBW 1984 26 18.04.2017 198,6 TWh       11
14. Grohnde 1360 MW Eon 1984 38 01.02.2017 200,9 TWh       6
15. Grundremmingen C 1320 MW Eon + RWE 1984 28 18.01.2017 168,4 TWh       15
16. Brokdorf 1370 MW Eon + Vattenfall 1986 42 * 22.12.2018 217,9 TWh       2
17. Isar 2 (Essenbach) 1400 MW Eon 1988 13 09.04.2020 231,2 TWh       17
18. Emsland (Lingen) 1329 MW Eon + RWE 1988 33 20.06.2020 230,1 TWh       5
19. Neckarwestheim 2 MW EnBW 1989 18 15.04.2021 236,0 TWh       13
Vorher wurden bereits stillgelegt bzw. garnicht fertiggebaut: Biblis C, Borken, Esenshamm, Gorleben (Endlager), Grundremmingen A, Hamm-Uentrop (Hochtemperatur-Reaktor), Jülich, Kahl, Kalkar (Schneller Brüter), Karlsruhe 1, Karlsruhe 2, Lingen, Mühlheim-Kärlich, Niederaichbach, Ohu, Rheinsberg (DDR), Rossendorf (Dresden, DDR), Rostock (?, DDR), Wackersdorf (Wiederaufbereitung), Würgassen, xxx.
Fußnoten:
  1) EnBW wirbt mit: „Energie intelligent nutzen“.
  2) Im Dez. 2002 wurde der 15.11.2005 als Schlußtermin festgelegt.
  3) Stade wurde am 14.11.2003 vorzeitig endgültig abgeschaltet.
  4) Der frühere Betreiber HEW gehört inzwischen zum Vattenfall-Konzern.
  5) Obrigheim wurde am 11.5.2005 abgeschaltet. Es wurden insgesamt 90 Mrd. kWh Strom produziert.
  6) Denn die Betreiber können u. a. die AKW-Laufzeiten untereinander verrechnen. Ältere AKWs bringen mehr Gewinn!
  7) Eon AG (Düsseldorf) entstand 2000 durch Fusion von VEBA und VIAG. [Wikipedia]
  8) Zwischenfälle im Zeitraum 2002–2006 nach Angaben von BfS + BMU.


11. Atomkraftwerke in Deutschland 2006

AKWs in Deutschland 2006


[11.06.2001:
Zum Ausstieg aus der Kernenergie]


12. Entwicklung der Strompreise in Deutschland

Entwicklung der Strompreise in Deutschland ab xxx
^   Mittlere monatliche Stromrechnung bei einem Jahresverbrauch von 3500 kWh. Das Tal der Jahre 2000 und 2001 erklärt sich durch die 1998 erfolgte Liberalisierung des Strommarkts, der dann aber durch die von der Regierungspolitik geduldete Oligopol-Bildung der 4 Energie-Riesen Eon, EnBW, RWE und Vattenfall abgewürgt wurde [Ed: mit Werner Müller und Wolfgang Clement (SPD) saßen auch ausgeprägte Energie-Lobbyisten an Schröders Kabinettstisch...].   (Grafik: 10.2007 – AFP)


13. Entwicklung der Strom-Kosten eines typischen 4-Personen-Haushalts seit 1970

Entwicklung der Strom-sKosten seit 1970
^   Entwicklung der Strom-Kosten eines typischen vollelektrifizierten Haushalts mit 4 Personen in (West-)Berlin seit 1970. Wiedergegeben sind hier die Kosten pro Kilowattstunde (kWh), wie sie sich aus der Division von Gesamt-Jahresrechnungsbetrag durch den gesamten Jahresverbrauch ergeben. Es sind also in den Euro-Cent-Preisen alle Steuern sowie die gezahlten Grundbeträge enthalten.

Man erkennt, daß die Kosten von 1970 (100 %) bis 2006 auf rund 450 % gestiegen sind – also um den Faktor 4,5, dem keine entsprechende Einnahme-Steigerung gegenübersteht.

Zu beachten ist wohl, daß zu West-Berliner Zeiten (1970–1990) das Preisniveau der BEWAG wg. des Inselnetzes sowieso schon relativ hoch lag. L = Liberalisierung des Strom-Markts beginnt. W = Erstmalig in einen günstigeren BEWAG-Tarif gewechselt, die staatlich geduldete Oligopol-Bildung mit stetig steigenden Preisen beginnt.   (Grafik: 10.2007 – khd)



14. Der wahre Rohölpreis seit 1864

Der wahre (inflationsbereinigte) Rohölpreis
Preis pro Barrel (159 Liter) in US-Dollar.
Stand: 2007 — Quelle: Reuters + Tagesspiegel (8.11.2007, Seite 23).
Jahr Ölpreis Ereignis Anm.
1864 104,35 US-$    
1876 48,64 US-$    
1948 16,74 US-$   2) 
1974 47,54 US-$ Arabisches Ölembargo. 1) 
1979 88,13 US-$ Revolution im Iran.  
1980 90,46 US-$    
1990 36,76 US-$ Invasion Kuwaits durch den Irak.  
1998 16,22 US-$    
2003 40,83 US-$ China wird zweitgrößter Ölverbraucher.  
2007 98,62 US-$   Am 7.11.2007.
1) In Deutschland gab es angeordnete fautofreie Sonntage.
2) Nach dem 2. Weltkrieg (1939–1945).

Entwicklung des Rohölpreises seit 1864
^   Entwicklung des Rohölpreises seit 1864. Angegeben sind die inflationsbereinigten Preise pro Barrel (159 Liter) auf dem Stand von 2007. Zu beachten ist unbedingt, daß die Zeitachse nichtlinear ist – nur der Zeitraum 1990–2020 ist linear dargestellt.

Die Erkenntnis: Es hat schon zweimal einen so hohen Marktpreis wie heute gegeben. Zuletzt war das in den 1970er-Jahren und dann vor gut 140 Jahren, in der Anfangszeit der intensiven Ölnutzung.

Und steigt der Ölpreis wie zuletzt weiter, dann könnte bereits im Jahr 2014 die 200-Dollar-Marke überschritten werden. Das würde dann wohl hierzulande – allein durch Marktmechanismen – die berühmten 5-DM-pro-Liter-Benzin von 1984 ergeben, für dessen Forderung einst die Grünen so sehr gescholten worden sind.   (Grafik: 11.11.2007 – khd)



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