BankGesellschaft Berlin – Die Skandal-Chronik – Anmerkungen khd
Stand:  3.9.2007   (58. Ed.)  –  File: Politik/BankGesBerlin_0.html




Diese Seite wurde am 25.3.2004 zur 132. Edition meiner Chronik des Berliner Banken- Skandals eingerichtet, um künftig die Anmerkungen und Tabellen aus dem Teil 1 (bis 2002) und Teil 2 (ab 2002) an einer Stelle bündeln zu können. Übernommen wurden zunächst nur ein Teil der Tabellen.

Alle Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Für den Inhalt von externen Webseiten (Links) wird keine Verantwortung übernommen. Lücken in den Tabellen beruhen meist darauf, daß die entsprechenden Fakten bislang nicht recherchierbar waren. (xxx = Text folgt demnächst). [Aktuelles]

Worum geht es eigentlich beim Berliner Banken-Skandal?

Kreuz der BGB    
Im Januar 1994 wird in Berlin von der Großen Koalition aus CDU/SPD unter dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) die „BankGesellschaft Berlin“ (BGB) als Aktiengesellschaft gegründet. Sie besteht aus dem Zusammenschluß der LandesBank (LBB) mit Sparkasse, der Berliner Bank (BB) und der Berliner Hypotheken- und Pfandbriefbank – der BerlinHyp.

Nachdem Berlin Sitz der Bundesregierung geworden ist, will Berlins Landesregierung die Stadt auch zur Finanz- Metropole machen. Und sie will durch die zu erwartenden Gewinne dieser Superbank ihre immer größeren Haushaltslöcher stopfen. Dabei soll das (spekulative) Immobiliengeschäft zur besonders kräftig sprudelnden Geldquelle werden.

Nach fast 10 Jahren stellt sich aber heraus: Die BankGesellschaft ist tatsächlich zu einer sprudelnden Geldquelle geworden – für die Manager der Bank, für befreundete Politiker und Unternehmer. Und keiner der vielen Aufsichtsräte will davon je etwas bemerkt haben. Zugleich hinterläßt die BGB Verluste von voraussichtlich 20 bis 30 Mrd. Euro – vielleicht aber auch noch mehr. Diese soll die Berliner Bevölkerung bezahlen. So braucht sich die Bank in den nächsten 30 Jahren über den Schuldenberg keine Sorgen zu machen, denn Berlins Regierung hat ihr 2002 eine „Risiko- Abschirmung“ von 21,6 Mrd. Euro zugesagt...

Im Herbst 2006 trennt sich die BankGesellschaft von ihrem skandalbelasteten Namen und nennt sich nunmehr „Landesbank Berlin Holding AG“ (LBB). Im August 2007 wird diese LBB an den Deutschen Sparkassen- und Giro-Verband (DSGV) für 5,3 Mrd. Euro verkauft. Das Land Berlin bleibt auf den BGB-Altlasten und den Schrott-Immobilien sitzen.

I n d e x :  
   




Chronik des Berliner Banken-Skandals
 
Anmerkungen und Fakten zum größten deutschen Banken-Skandal.
Recherchiert im Internet und zusammengestellt
von
Karl-Heinz Dittberner – Berlin



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