- Abmahn-Unwesen:Es ist dieser Abmahn-Schwachsinn von nach Geld gierender Advokaten, der völlig unbescholtene Bürger in den Ruin und vor Gericht treibt, nur weil sie vielleicht bei ihren privaten Webseiten im Internet gegen irgendwelche für die Wirtschaft gemachten Gesetze verstoßen haben (sollen). Es darf nicht sein, daß deshalb Privatleute urplötzlich ohne Vorwarnung hochkostenpflichtige Abmahnungen von Rechtsanwalts- Kanzleien in ihren Briefkästen vorfinden. Solche Methoden sollten auf den Kreis der Vollkaufleute (im Sinne der Gesetze) beschränkt werden. Für alle anderen muß der erste Hinweis auf Verstöße kostenlos erfolgen. Die entsprechenden Wirtschafts- Gesetze müssen schleunigst novelliert werden, denn sie stören die Entwicklung des Internets und damit die der Wissensgesellschaft. Es sei denn, man will Otto Normal vom Internet- Publizieren abhalten und in eine reine Konsumenten-Rolle drängen.

- Abschreibungs-Unwesen:
In einer modernen, wegweisenden Wirtschaftspolitik haben jedwede Abschreibungen keinen Platz. Denn sie sind nichts anderes als staatlich tolerierte Subventionen, die den wahren Geschäftserfolg verschleiern. Als einzige Ausnahme sollte auch künftig der Abzug von echten Verlusten aus den Vorjahren erlaubt sein.
- Baugesetzbuch (Novellierung notwendig):
Alle Kommunen haben das Problem, daß sich großflächiger Einzelhandel (vom Discounter-Typ) auf brachgefallenen Gewerbeflächen unkontrolliert in einem Ausmaß ansiedelt, der über Jahrzehnte gewachsene Strukturen (Sozialgefüge) zerstört. Paradebeispiel dafür ist die im Berliner Bezirk Steglitz erfolgte ‚Dispensplanung‘ im Ortsteil Giesensdorf. Die nicht so pfiffigen Baugenehmigungsbehörden sagen, daß sie eine solche Nutzung genehmigen müssen, da Einzelhandel grundsätzlich in ausgewiesenen Gewerbegebieten zulässig sei. Um das Problem generell in den Griff zu bekommen, muß daher das Baugesetzbuch dahingehend novelliert werden, daß zumindest eine verpflichtende Einzelhandelszentren- Planung geeigneter Art eingeführt wird, in der festgelegt wird, wo und wie Einzelhandel genehmigt werden kann.

In der Stadtentwicklung müssen ganz grundsätzlich die Bürgerrechte gestärkt werden. Berliner Bürgerinitiativen (BBiBB) hatten dazu bereits im April 2001 ein Manifest zur Baupolitik publiziert. Dennoch wurden bislang keine der dort aufgestellten Forderungen realisiert geschweige denn von den Parteien in Angriff genommen.
Ein anderes aktuelles Beispiel (Großbrand einer Mülldeponie bei Bernau) zeigt, daß planungsrechtlich auch noch anderes in Deutschland erheblich im argen liegt. Es bleibt absolut unverständlich, warum es überhaupt möglich ist, in der Nähe von Ballungsgebieten brandlastige Deponien zu genehmigen. Mit einer Novellierung des Baurechts muß hier schleunigst eindeutige Planungsklarheit (für dumme Behörden) hergestellt werden.
- Besteuerung des Verkaufs von Kapital-Gesellschaften:
Die Erfolge einer Wirtschafts-Lobby müssen alle wieder eingesammelt werden. Der Staat kann angesichts der wirtschaftlichen Gesamtsituation und dem Fehlen von Mitteln für Zukunftsinvestitionen (wie Kinder, Bildung, Innovation) keine Steuergeschenke austeilen. Der Verkauf von Kapital- Gesellschaften muß wieder voll versteuert werden.
- Beweislast-Umkehr:
Bei allen Rechtsfragen, die den ‚kleinen Mann‘ (oder die ‚kleine Frau‘) als Endverbraucher, Mieter oder Arbeitnehmer betreffen, muß die Umkehr der Beweislast bei Rechtsstreitigkeiten eingeführt werden. Es ist ein Anachronismus, daß diese bislang nur in wenigen Bereichen gilt. Zudem muß der Beweis des ersten Anscheins ersatzlos abgeschafft werden.
- Datenschutz:
Der gesamte Datenschutz für die Bürger muß dringend auf die Höhe der Zeit gebracht werden, d. h. vor allem der rasanten technischen Entwicklung angepaßt werden. Sonst droht das Chaos und die Abzockerei der Bürger durch Betrüger.
- Dienstleistungen steuerlich fördern:
Um die mittelständischen Dienstleistungs- Unternehmen zu fördern, sollte für diese in der EU ein einheitlicher verminderter Umsatzsteuer- Satz eingeführt werden, der zwischen dem ermäßigten Satz von 7 % (für Nahrungsmittel) und dem vollen Satz von derzeit 16 % liegen sollte.
- Erdwärme intensiver fördern:
Es ist nicht zu übersehen, daß das Vollstellen der Landschaft mit Strom- Windmühlen nicht die Ultima ratio für die Entwicklung alternativer Energien sein kann (Negativ- Beispiel: Nauener Platte in Brandenburg). Mit der Nutzung der nahezu unendlichen Erdwärme aus großen Tiefen steht aber eine umweltverträglichere Option zur Verfügung, wie die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse deutlich machen. Die dazu erforderlichen Technologien müssen nur noch (weiter-)entwickelt werden. Das ist auch eine ganz große Chance für den Standort Deutschland bis hin zum Wachstumsmotor für unsere Wirtschaft.
- Europa vollenden:
Es wird höchste Zeit, daß Europas Regierung die EU-Kommission in Brüssel demokratisch legitimiert wird, d. h. durch das Europa- Parlament gewählt wird. Der Europa- Präsident (Kommissions- Präsident) könnte sogar (er sollte wg. der dadurch erzielbaren Europa- Sensibilisierung der Bevölkerung) durch Urwahl der Europäer erfolgen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Ausstattung des Europa- Parlaments mit vollen parlamentarischen Befugnissen. Wer Ja zum europäischen Binnenmarkt und dem Euro gesagt hat, muß endlich auch dafür sein, daß es eine durch das Parlament kontrollierte gemeinsame Wirtschafts- und Finanz- Politik gibt. Der gegenwärtige Zustand der nationalen Eigenbrödelei ist ein Unding zum Nachteil Europas und der gemeinsamen Währung. Das alles muß in einer neuen EU-Verfassung, die über den bisherigen (quasi gescheiterten) Entwurf hinausgeht, geregelt werden. Und sollten einige Länder bei dieser EU-Weiterentwicklung nicht mitmachen wollen, dann steht es ihnen ja frei, die EU wieder zu verlassen um Zeit zum Nachdenken zu haben. [Chronik des Euro und der EU]
- Flüsse renaturieren (Hochwasserschutz):
Es ist angesichts des fortschreitenden Klimawandels politische Dummheit, den Flüssen nicht wieder mehr Raum zu geben. Die aktuelle Alpen-Flut vom August 2005 sollte das noch einmal überdeutlich gemacht haben.
[und die
ach so klugen Bayern...]
- Fusionsrecht:
Das gesamte Fusionsrecht ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit, wie es u. a. beim Fall Mannesmann/ Vodafone deutlich wurde. Auch sollten volkswirtschaftlich unsinnige Mega- Fusionen auch zum Schutz der beteiligten Unternehmen erheblich erschwert werden. Aus dem Presse- Fusionsrecht muß ein umfassenderes Medien- Fusionsrecht entwickelt werden, das vor allem eine Entwicklung hin zu einem oligopolartigen Medienmarkt vom Typ Berlusconi verhindern muß. Die hohe Qualität des öffentlich- rechtlichen Rundfunks mit Meinungsvielfalt muß auf Dauer bei völliger Werbefreiheit sichergestellt werden.
- Gläserner Abgeordneter:
Es ist keine Frage, daß heute jeder Abgeordnete seine Einnahmen vollständig offenlegen muß. Das Wahlvolk hat im ‚Lobby-Staat‘ einen Anspruch darauf, zu erfahren wer in welchem Umfang die politischen Aktivitäten bezahlt. Mit dem Internet ist das heute auch unproblematisch zu erledigen. Und natürlich müssen Verstöße gegen die Offenlegung im Strafgesetzbuch vorkommen genauso wie Verstöße bei den Parteispenden.
- GmbH (Publikationspflicht):
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, daß die umfassenden Publikations- Regeln von Aktiengesellschaften auch auf alle Unternehmen vom GmbH-Typ sinngemäß angewandt werden. Denn auch die Öffentlichkeit hat ein berechtigtes Interesse, etwas über den Zustand dieser ‚anonymen‘ Kapital- Gesellschaften und deren Verflechtungen zu erfahren zumal wenn sie von Hedge- Fonds geschluckt worden sind.
- GmbH & Co. KG (bessere Regeln):
Seit Anfang der 60er-Jahre wissen wir durch die Publikationen in der DM, daß diese Firmen- Konstrukte zum Typ extrem unseriös gehören. Wer solche Unternehmensformen wählt, hat fast immer etwas zu verbergen oder will die Volkswirtschaft stark ‚belasten‘ beispielsweise durch geringere Steuerzahlungen.
- Hedge-Fonds (Schutz der Volkswirtschaft vor den Heuschrecken):
So willkommen manchmal das ‚frische Geld‘ ausländischer Private Equity Fonds sein mag, darf es doch nicht dazu kommen, daß die Volkswirtschaft, die Arbeitnehmer oder die Mieter unter der Gewinn- um- jeden- Preis- machen- wollen- Wut dieser undurchsichtigen Fonds zu leiden haben. Paradebeispiel ist derzeit die GSW in Berlin, die sich (beweisbar) unter der Regie von Cerberus kaum noch um die Belange der Mieter kümmert. Es müssen auf EU-Ebene zumindest schnellstens Regelungen (neue Marktbedingungen) gefunden werden, die diese Fonds zu voller Transparenz mit Publikationspflicht verpflichten.
- Abschreibungs-Unwesen:
