Politik – Top-Kandidaten zur Bundestagswahl 2005 khd
Stand:  9.10.2005   (83. Ed.)  –  File: Politik/Ex/Top_Kandidaten_2005.html




Mit dieser kommentierten Fotostrecke sollen im Rahmen der Aktion „Bürger beobachten die Parteien“ aktuelle Fotos unserer wahlkämpfenden Top-Politiker präsentiert werden. Sämtliche Fotos wurden ab Ende Juli 2005 als Screenshots von Fernsehsendungen gewonnen und ausgewählt. Die Reihenfolge der Parteien wurde nach dem Stand des Umfrage- Ergebnisses zum 31. Juli 2005 vorgenommen. [Translation-Service]

Anderenorts gibt es eine Analyse der Wahl-Programme der wichtigsten Parteien zu bestimmten Fragen. Allen Parteien ist gemein, daß sie nur über ein äußerst begrenztes Personal- Tableau verfügen. Offensichtlich wirken sich auch hier nun die jahrzehntelangen Versäumnisse einer echten Bildungsreform negativ aus. Mit * sind weiterführende Links angegeben. Die noch fehlenden Fotos folgen demnächst oder auch garnicht.

Inhalt:   [ CDU/CSU ]   [ SPD ]   [ Die Linke ]   [ Grüne ]   [ FDP ]       [ Ergebnis ]
[ Quereinsteiger ]   [ Einpeitscher ]   [ Fragen an die Parteien ]   [ Versäumnisse der Politik ]  


2005 — Die Top-Kandidaten zur Bundestagswahl

Union = Christlich Demokratische Union (CDU) + Christlich Soziale Union (CSU)
Angela Merkel (CDU)      
^   Dr. Angela Merkel (CDU-Chefin). Mit ihr könnte erstmals nicht nur eine Frau sondern auch mathematisch- naturwissenschaftliches Know-how ins Kanzleramt einziehen, was sie aber nicht daran hindert, schon mal Brutto mit Netto zu verwechseln. Das hochgesteckte Wahlziel: 45 %. [Das TV-Duell]   (TV-Shot: 30.7.2005 – khd)
Die Kanzler-Kandidatin Angela Merkel ist promovierte Natur- Wissenschaftlerin. Das aber bedeutet sehr viel. Denn anders als bei den mehr geisteswissen- schaftlich orientierten Berufen wie Wirtschaftlern, Juristen, Soziologen, Politologen oder Verwaltungs- fachleuten steht bei den mathematisch-naturwissen- schaftlichen Berufen eine völlig andere – analytische – Herangehensweise an die Lösung von Problemen im Vordergrund. Es ist keine Frage, daß ein derartiges Vorgehen gepaart mit einer politischen Begabung sehr fruchtbar für ein hohes politisches Amt sein kann. Und natürlich hat eine Physikerin gelernt, was ein generelles „System“ mathematisch und praktisch bedeutet. Juristen ahnen hingegen meist garnicht, daß es eine „General Systems Theory“ gibt, mit der sich auch (politische) Fragen der Gesellschaft behandeln lassen.

Und eigentlich ist Ende August 2005 die Aussage aller Umfragen bereits klar: Angela »Angie« Merkel wird Kanzlerin. Es fragt sich nur noch in welcher Koalition – Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot. Letztere hätte immerhin den wichtigen Vorteil, endlich die dringend erforderliche Staatsreform zu bewältigen, da dazu eine Zweidrittel- Mehrheit benötigt wird.
Edmund Stoiber (CSU)
^   Edmund Stoiber (CSU-Chef), der noch immer nicht so genau weiß, was er mal unter einer Kanzlerin Merkel in Berlin werden will. Oder ob er doch lieber in Bayern bleiben soll. Vielleicht hat er sich aber auch bereits mit seiner Verfassungsignoranz zum Schaden der Union aus der Politik verabschiedet.   (TV-Shot: 30.7.2005 – khd)

Verfassungsignorant Stoiber

„Ich akzeptiere es nicht, daß letzten Endes erneut der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird. (...) Es darf nicht sein, daß letztlich die Frustrierten über das Schicksal Deutschlands bestimmen.“

Das dachte sich nicht Edmund Stoiber (CSU) – nein, er sagte es am 4.8.2005 und ähnlich am 10.8.2005 angesichts des Erstarkens der Linkspartei im Osten, was nicht nur den Osten empörte. Denn in unserer Verfassung heißt es klar und deutlich: „Alle Staats- gewalt geht vom Volke [in Wahlen] aus“ (Artikel 20 GG). Und seit dem 3. Oktober 1990 ist der ‚Osten‘ wieder ein gleichberechtigter Teil des deutschen Volkes. Daß aber ein Stoiber nicht mal das wisse, mache ihn für jegliches politische Amt „völlig untauglich“, sagen Bürger, die die Verfassung gelesen haben. Wir haben kein Zweiklassen-Wahlrecht. *

Und am Vorabend des 44-jährigen Jahrestags des Berliner Mauerbaus setzte „Un-Demokrat“ Stoiber in Richtung Wählerschaft in der Ex-DDR noch eins drauf:

„Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.“



CSU CDU Das Personal:   Dieter Althaus *, Günther Beckstein (61) *, Wolfgang Bosbach (53) *, Michael Glos (60) *, Prof. Monika Grütters, Gerda Hasselfeldt, Volker Kauder (56) *, Roland Koch *, Martina Krogmann, Norbert Lammert *, Ursula von der Leyen (46) *, Dr. Angela Merkel *, Friedrich Merz (49) *, Peter Müller *, Günther Nooke *, Friedbert Pflüger *, Ronald Pofalla *, Katherina Reiche, Norbert Röttgen, Dr. Wolfgang Schäuble (62) *, Annette Schavan (50) * *, Jörg Schönbohm (67) *, Horst Seehofer (56) *, Markus Söder *, Edmund Stoiber (63) * *, Christian Wulff * und andere Leute des „Anden- Pakts“.

Das Schatten-Kabinett – ‚Kompetenz‘-Team (Stand: 17.8.2005):  
      
  • Dieter Althaus – Aufbau Ost (CDU).
  • Günther Beckstein – Inneres (CSU).
  • Gerda Hasselfeldt – Verbraucher + Umwelt + Landwirtschaft (CSU).
  • Prof. Dr. Paul Kirchhof – Finanzen (noch parteilos) *.
  • Norbert Lammert – Kultur (CDU).
  • Ursula von der Leyen – Soziales + Gesundheit (CDU).
  • Dr. Angela Merkel – Regierungs-Chefin (CDU).
  • Peter Müller – Wirtschaft + Wachstum + Arbeit (CDU).
  • Dr. Wolfgang Schäuble – Äußeres + Sicherheit (CDU).
  • Annette Schavan – Forschung + Innovation + Bildung (CDU).
  • Es fällt besonders auf, daß weder ein Edmund Stoiber noch ein Roland Koch im ‚Kompetenz‘- Team, das ja noch kein Schatten- Kabinett sondern nur ein Wahlkampf- Team sein soll, vertreten sind. Das hat natürlich etwas zu bedeuten... Stoiber wird in Bayern bleiben.
    Sogen. Kompetenz-Team 2005 (Union)
    ^   Das ‚Kompetenz‘-Team von CDU und CSU bei der Vorstellung in Berlin – ohne Stoiber. Denn dieser hatte das Volk beleidigt.   (TV-Shot: 17.8.2005 – khd)
     



    SPD = Sozialdemokratische Partei Deutschlands
    Gerhard Schröder (SPD)      
    ^   Gerhard Schröder (Noch-Kanzler), der weiß, daß er unter einer Kanzlerin Merkel niemals Juniorpartner werden will. [Das TV-Duell]   (TV-Shot: 31.7.2005 – khd)
     
    Franz Müntefering (SPD)
    ^   Franz Müntefering (SPD-Chef), der sehr wohl weiß, daß er eigentlich in kein Kabinett gehört. Aber bei einem Patt zwischen den Lagern müßte er wohl doch den Vize- Kanzler geben. Oder soll das dann Peer Steinbrück richten?   (TV-Shot: 4.8.2005 – khd)
     


    SPD Das Personal:   Niels Annen, Kurt Beck *, Klaus Uwe Benneter, Edelgard Bulmahn (54) *, Wolfgang Clement, Hans Eichel (63), Sigmar Gabriel *, Heiko Maas *, Petra Merkel, Thomas Mirow *, Michael Müller *, Franz Müntefering *, Andrea Nahles *, Matthias Platzeck *, Joachim Poß *, Otto Schily (73) *, Renate Schmidt (61), Ulla Schmidt (56), Olaf Scholz *, Gerhard Schröder * *, Peer Steinbrück (58), Ludwig Stiegler *, Peter Struck (62) *, Jörg Tauss, Wolfgang Thierse *, Carsten Vogt, Ute Vogt * und andere Leute der „Netzwerker“. Heidemarie Wieczorek-Zeul *, Klaus Wowereit *, Brigitte Zypries *.



    Die Linke = PDS + Wahlalternative Arbeit & Soziale Gerechtigkeit (WASG)
    Gregor Gysi (PDS)      
    ^   Gregor Gysi (PDS), der ganz genau weiß, daß er eine außerordentliche Gabe zum rationalen, logischen Denken hat.   (TV-Shot: 5.8.2005 – khd)

    Typisch Wahlk(r)ampf

    Kaum wurde deutlich, daß die „Neue Linke“ die Planungen der Alt-Parteien empfindlich stören wird, wurde diese von ihnen mit Totschlag-Behauptungen wie „unsolide“, „unseriös“, „Spinner“ und „Finanzierung nicht gedeckt“ massiv angegriffen. War denn aber beispielsweise die Einheit Deutschlands finanziell von einer Kohl-Regierung gedeckt? Als um 1980 die Grünen auftauchten, hatten die Alt-Parteien das auch schon erzählt. Dennoch durften die Grünen später ‚mitspielen‘. Das Getöse von CDU, SPD, CSU und FDP bedeutet daher nichts. Die Parteien sollten sich lieber ums Essentielle kümmern, z. B. wichtige Fragen endlich ehrlich beantworten. Nur dann können die Bürger den Wert oder Unwert einer Partei beurteilen – rein rational.
    Oskar Lafontaine (WASG)
    ^   Oskar Lafontaine (Ex-SPD-Chef und seit einigen Wochen nun WASG), der weiß, daß er als Finanzminister 1999 von Kanzler Schröder aus der Bundesregierung gemobbt wurde. [Der TV-Dreikampf(TV-Shot: 5.8.2005 – khd)
    Lafontaine ist wie Merkel gelernter Physiker mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Background. Es gilt daher und wg. seiner unbestritten intellek- tuellen und politischen Begabung als wahrscheinlich, daß er sich im Bundestag zu dem Gegenspieler einer Kanzlerin Merkel mausern könnte, was die SPD dann sehr alt aussehen lassen würde. Aber eines würde einem Lafontaine nie passieren: Er würde nicht Brutto mit Netto verwechseln.


    Linke.PDS Das Personal:   Lothar Bisky (64), Dr. Dagmar Enkelmann, Klaus Ernst *, Dr. Gregor Gysi (57) *, Oskar Lafontaine (61) * *, Dr. Gesine Lötzsch *, Ulrich Maurer, Wolfgang Neskovic, Petra Pau *, Bodo Ramelow *.


         

    Wahlkampf-Hilfe?

    Gedacht war es sicher als Hilfe für Schwarz-Gelb, was da Mitte August 2005 die deutsche Industrie-Lobby (BDI) verkündete. Der BDI forderte von der Politik die Abkehr von weiteren Verpflichtungen zum Klimaschutz nach Art des Kyoto-Protokolls, weil sonst der Verlust von Arbeitsplätzen drohe, hieß es. Auch die US- Regierung unter Bush lehne jede Verpflichtung ab, obwohl die USA für ein Viertel der weltweit emittierten Treibhausgase verantwortlich sei.

    Das war vor der Flut in den Alpen, vor der Flut in Süd- Frankreich und vor dem zerstörerischen Hurrikan „Katrina“ – alles aktuelle Natur- Katastrophen, die mit dem längst eingetretenen Klimawandel zu tun haben. Die Erdbewohner müssen also ernsthaft etwas unternehmen, um wenigsten in der Zukunft die Folgen falschen menschlichen Handelns abzumildern. Das Thema „Ökologie“ steht wieder ganz oben auf der Tagesordnung der Politik.

    Auch mitdenkende Wähler haben das verstanden. Sie erinnern sich, daß vor allem der FDP – aber auch der Union – schon immer ein Denken in ökologischen Kategorien fremd war. Sie werden nun ihr Wahlkreuz für Schwarz-Gelb unterlassen. Denn mit einer noch so tollen Steuer- Reform löst man keine Klima-Probleme. Die Industrie-Lobby (BDI und DIHK) hat den (im Sommer 2005) vermeintlichen Wahlsiegern einen Bärendienst erwiesen.

    Schwarz-Gelb erzwingen?

    Sollte es tatsächlich zu einem Patt zwischen Schwarz- Gelb und dem Links-Lager kommen, hat sich die Union nach einem Bericht der „Leipziger Volkszeitung“ (15.9.2005) etwas ausgedacht, um auf jeden Fall eine große Koalition mit der SPD zu vermeiden.

    Danach soll sich CDU-Chefin Angela Merkel im Falle einer nicht vorhandenen schwarz-gelben Mehrheit trotzdem im Bundestag bis zum 3. Wahlgang um das Kanzleramt bewerben. Im 3. Wahlgang genügt zur Wahl die relative Mehrheit. Der Bundespräsident hat dann die Möglichkeit, die gewählte Kandidatin innerhalb von 7 Tagen zu ernennen oder den Bundestag aufzulösen. Merkel könnte also auch zunächst als Minderheiten- Kanzlerin regieren und – wenn es denn opportun erscheint – die Vertrauensfrage stellen. Es käme dann früher oder später zu Neuwahlen.

    Und sollte Merkel erst einmal zur Kanzlerin gewählt sein, könnte sie den Weg „zu wirklich klaren Verhältnissen freimachen“, zitierte die Zeitung einen namentlich nicht genannten stellvertretenden Unions- Fraktionsvorsitzenden. Ob solche Kalküle aber aufgehen, wird von Politik-Experten stark bezweifelt. Immerhin müsse ja der Souverän über das Unions- Ansinnen in Neuwahlen abstimmen. Das könne aber auch dazu führen, daß das Links-Lager erheblich gestärkt aus Neuwahlen hervorgeht, da das Volk solche Trick-Politik nicht mag.





    Bündnis 90 + Die Grünen
    Joseph Fischer (Grüne)      
    ^   Joseph »Joschka« Fischer, der wenig Chancen hat, bester Außenminister Deutschlands zu bleiben. Denn Leute zweiter und dritter Wahl gieren regelrecht nach diesem attraktiven Posten. [Der TV-Dreikampf(TV-Shot: 1.8.2005 – khd)
    Claudia Roth (Grüne)
    ^   Claudia Roth (Grünen-Co-Chefin), die weiß, daß die Grünen in einer Opposition enorm kreativ werden müssen – auch um reichlich eigene Versäumnisse in den 7 Regierungsjahren aufzuarbeiten.   (TV-Shot: 8.8.2005 – khd)

    Nur politischer Dummschwatz

    Was uns Parteien oder Politiker so alles erzähl(t)en – die öffentlichen Lügen:

  • Arbeit für alle!
  • Nie wieder Krieg.
  • Freiheit statt Sozialismus.
  • Strom kommt sowieso ins Haus.
  • Die Kernkraft ist sicher.
  • Die Renten sind sicher.
  • Arbeit ist für alle da.
  • Niemandem wird es schlechter gehen.
  • Deutschland ist BSE-frei.
  • Der Euro ist kein Teuro.
  • Die Globalisierung erfordert niedrigere Löhne.
  • Lohnnebenkosten runter, das reduziert die Arbeitslo- sigkeit. Wir sind aber schon heute Export-Weltmeister.
  • Die Hartz(-IV)-Reformen schaffen Millionen neuer Arbeitsplätze. [Ed: und wo sind sie?]
  • Bahn, Bus & Tram müssen privatisiert werden.
  • Alle Krankenkassen privatisieren, und Gesundheit wird wieder bezahlbar.
  • Brutto gleich Netto – oder ist es andersrum?
  • Vorfahrt für Arbeit.

  •      
    Reinhard Bütikofer (Grüne)
    ^   Reinhard Bütikofer (Grünen-Chef), der – wenn auch nur blaß – noch weiß, wie wichtig diese Elefanten- Runden im Fernsehen waren.   (TV-Shot: 1.8.2005 – khd)
     


    Grüne Das Personal:   Reinhard Bütikofer *, Joseph »Joschka« Fischer (57) *, Katrin Göring-Eckardt, Bärbel Höhn, Dr. Sibyll-Anka Klotz, Renate Künast, Fritz Kuhn *, Claudia Roth, Krista Sager, Werner Schulz (55), Hans-Christian Ströbele *, Jürgen Trittin, Antje Vollmer, Wolfgang Wieland.



    FDP = Freie Demokratische Partei
    Dr. Guido Westerwelle (FDP)      
    ^   Dr. Guido Westerwelle (Kanzlerkandidat und „Mr. 18 %“ von 2002 sowie FDP-Chef), der sein Guido- Mobil eingemottet hat, da er 2005 hofft, als Außenminister Joschka Fischer beerben zu können. Wahrscheinlicher ist aber, daß er der 1. Bundeskulturminister werden könnte. Da kann er eigentlich nichts falsch machen. Es sei denn er hofiert erneut das private Schmalspur-TV vom Typ „BigBrother“. [Der TV-Dreikampf(TV-Shot: 22.8.2005 – khd)
     
    Wolfgang Gerhardt (FDP)
    ^   Dr. Wolfgang Gerhardt (FDP), der noch hofft, unter Kanzlerin Merkel Minister mit Einfluß werden zu können, was ihm aber wg. des Aufkommens der Linken arg verhagelt werden könnte. Außerdem wurde ihm vom amtierenden Außenminister Joschka Fischer (Grüne) am 11.9. 2005 bei „Sabine Christiansen“ eine regelrechte Lehrstunde erteilt.   (TV-Shot: 22.8.2005 – khd)
    Mit dem schnellen Erstarken der Linkspartei hat die FDP plötzlich ein Problem: Die Ursache dafür heißt Oskar Lafontaine. Für die FDP reimt sich der Name des Ex-SPD-Chefs nunmehr mißtönend auf „Große Koalition“. Wenn die Linkspartei zu viel Prozente bekommt, reicht es vielleicht doch nicht für das schon so sicher geglaubte schwarz-gelbe Bündnis. [mehr]


    FDP Das Personal:   Rainer Brüderle (60) *, Dr. Wolfgang Gerhardt (61) * *, Silvana Koch-Mehrin, Hellmut Königshaus, Dirk Niebel *, Cornelia Pieper, Dr. Hermann Otto Solms (64) *, Rainer Stinner, Dr. Guido Westerwelle (43) *, xxx [Ed: hm, wen gibt es da eigentlich noch... Vermutlich müssen sie ja ihre Alt-Liberalen wie Baum, Genscher, Hamm- Brücher, Hirsch, Kinkel, Lambsdorff und Leutheusser- Schnarrenberger reaktivieren].

    Das Schatten-Kabinett – ‚Kompetenz‘-Team (Stand: 12.9.2005):  
          
  • Rainer Brüderle (60) – Wirtschaft + Arbeit (FDP).
  • Dr. Wolfgang Gerhardt (61) – Äußeres (FDP).
  • Birgit Homburger – Umwelt (FDP).
  • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger – Justiz + Bürgerrechte (FDP).
  • Dirk Niebel – Verteidigung + Familie (FDP).
  • Cornelia Pieper – Bildung + Ostdeutschland (FDP).
  • Dr. Hermann Otto Solms (64) – Finanzen (FDP).
  • Dr. Guido Westerwelle – Vielleicht Kultur (FDP).
  • Auch die FDP setzt auf „Kompetenz“, was auch immer das heißen mag. Auffallend ist jedenfalls, daß die FDP nur auf eigene Leute setzt und sich keinen externen (parteilosen) Sachverstand holt. So hat die CDU- Chefin Merkel schon mal vorgewarnt, die FDP bekäme „kein Super- Ministerium“ (Wirtschaft + Arbeit). Vermutlich weil kein kompetenter Kandidat präsentiert wird. Die FDP will 3–4 Minister stellen, falls sich doch noch eine Mehrheit für Schwarz-Geld (sic!, DIE WELT) einstellen sollte.
    [Unternehmen Westerwelle]
    Sogen. Kompetenz-Team 2005 (FDP)
    ^   Teile des ‚Kompetenz‘-Teams der FDP bei der Vorstellung ihrer Minister-Kandidaten im Berliner ICC.   (TV-Shot: 12.9.2005 – khd)
     



    Die Einpeitscher — Generalsekretäre der Parteien
    Volker Kauder (CDU)      
    CDU ^   Volker Kauder (CDU). Die »Big Sister is watching him«.   (TV-Shot: 9.8.2005 – khd)
    Klaus Uwe Benneter (SPD)
    SPD ^   Klaus Uwe Benneter Im WWW  (SPD). »Der kümmert sich.«   (TV-Shot: 22.8.2005 – khd)
     

    Markus Söder (CSU)      
    CDU ^   Markus Söder (CSU), der 45 % für die Union einfordert.   (TV-Shot: 10.8.2005 – khd)
    (nie im TV gesichtet)
    SPD ^   Bodo Ramelow Ist Wahlkampf-Chef und demnächst wohl Partei-Chef.   (TV-Shot: xxx.2005 – khd)
     

    Dirk Niebel (FDP)      
    CDU ^   Dirk Niebel (FDP). »Der Hartzer freut sich.«   (TV-Shot: 22.8.2005 – khd)
    (nie im TV gesichtet)
    SPD ^   Steffi Lemke Setzt auf »Graswurzel- Wahlkampf« pur.   (TV-Shot: xxx.2005 – khd)
     




    Essentielle Fragen an die Parteien



    1. Wie sollen die Arbeitlosen endlich in Lohn und Brot gebracht und damit wieder zu Steuerzahlern werden? *

    2. Wie soll die Innovationskraft der Wirtschaft gesteigert werden, um neue Arbeitsplätze zu erzeugen? *

    3. Wie soll die Kaufkraft der Bevölkerung nachhaltig gesteigert werden? *

    4. Wie soll die enorme Staatsverschuldung wann reduziert werden? *

    5. Wie soll der immer wichtiger werdende Verbraucherschutz entscheidend gestärkt werden? *

    6. Wie soll denn nun das völlig überteuerte Gesundheitssystem rational und sozial gerecht saniert werden? *

    7. Was soll gegen die wachsende Korruption sowie den eklatanten Verfall von Werten unternommen werden? *

    8. Job-Maschine Breitband-Internet: Wie sollen die Zugangskosten (auf SBC-Niveau) gesenkt werden? *

         


    Quereinsteiger = Top-Kandidaten ohne Parteibindung


    Das Personal:  


    Versäumnisse der Parteien


    Neben den häufig diskutierten Versäumnissen der Bundesregierungen beim Arbeitsmarkt, der Bildungsmisere und dem Gesundheitssystem gibt es noch eine große Zahl anderer Saumseligkeiten und Ärgernisse, die in den letzten 25 Jahren weder die Parteien noch die Regierungen im Sinne der Bürger und Volkswirtschaft angepackt und neu geregelt haben. An einige dieser Versäumnisse mit reichlich aktuellem ‚Handlungsbedarf‘ soll mit folgender alphabetisch sortierten Liste erinnert werden (mit * sind weiterführende Links angegeben):

    Stand: 17.09.2005 (26. Edition)




    And the winner is:       Keiner — Kein Programm hat gewonnen.       Stand:  7. Oktober 2005

    End-Ergebnis der Wahl 2005 zum 16. Deutschen Bundestag
    Hinweis: Dieses endgültige amtliche Wahlergebnis wurde am 7.10.2005 vom Bundeswahlausschuß in Berlin festgestellt.
    Quelle:  Bundeswahlleiter (Wiesbaden/Berlin).
    Wahlberechtigte:   61.870.711    
    Abgegebene Zweitstimmen:   48.044.134  77,7 %  
    Ungültige Zweitstimmen:   756.146  1,6 %  
    Gültige Zweitstimmen:   47.287.988  98,4 %  
    Wahlbeteiligung:    77,7 %  
           
    CDU Unions-Ergebnis:  27,8 %   *)     13.136.740 Zweitstimmen   180 Sitze   7 Sitze davon Überhang
    CSU  7,4 %   3.494.309 Zweitstimmen   46 Sitze
    SPD SPD-Ergebnis:  34,2 %     16.194.665 Zweitstimmen   222 Sitze   9 Sitze davon Überhang
    Die Linke Linke-Ergebnis:  8,7 %     4.118.194 Zweitstimmen   54 Sitze  
    Bündnis 90 /
    Die Grünen
    Grüne-Ergebnis:  8,1 %     3.838.326 Zweitstimmen   51 Sitze  
    FDP FDP-Ergebnis:  9,8 %     4.648.144 Zweitstimmen   61 Sitze  
    NPD / DVU NPD/DVU/Rep-Ergebnis:  1,6 %   **)     748.568 Zweitstimmen   0 Sitze  
    Republikaner  0,6 %   266.101 Zweitstimmen
    Andere Andere-Ergebnis:  1,8 %   ***)     842.941 Zweitstimmen   0 Sitze  
    -----------
    Summe
       -----------
    100,0 %
        ------------------------------
      47.287.988 Zweitstimmen
      -----------
      614 Sitze
     
      Kanzler-Mehrheit = 308
           
    *)  Die beiden Parteien haben zusammen 35,2 % = 226 Sitze.  
    **)  Die drei rechtsradikalen Parteien haben zusammen 2,2 % = 1.014.669 Stimmen.  
    ***)  Dahinter verbergen sich u. a. Stimmen von:
    Graue 198.601 Stimmen (0,4 %), Familie 191.842 Stimmen (0,4 %),
    Tierschutzpartei 110.603 Stimmen (0,2 %), PBC 108.605 Stimmen (0,2 %)
    und weiteren 13 kleinen Parteien (0,6 %).
     



    [ Die Bundestagswahl 2005 ]

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