Die vor allem in den Tabellen angegebenen ??? bzw. xxx bedeuten, daß die Fakten derzeit nicht recherchierbar waren. Hier sind zunächst dokumentiert und manches auch kommentiert [Ed:...]:
I n h a l t : Aug/Sep. 2004 [ Übersicht 19702004 ]
] [Hinweis: Part 1 behandelt den Flughafen Tempelhof]Dispens-Planung in Lichterfelde
Berlins Schildbürgereien Part 2 / Ortskern von Giesensdorf zerstört / Thermometer-Siedlung muß die Folgen tragen
Aus: khd-Page Nr. 344, Berlin, 1. August 2004 (News). [Original
BERLIN 1.8.2004 (khd/welt). Berlins Politik ist ganz flott damit, im Zentrum der Hauptstadt Sperrzonen für Händler mit Bauchläden, die lediglich Brezeln oder Würstchen verkaufen, auszuweisen. Geht es aber um Wichtigeres wie die ganz reale Kiez- Zerstörung durch den Wildwuchs von Discountern in der Stadt, dann sind Berlins Politiker mit einem Mal
|
|
|
| Wir können nichts unternehmen. | |
|
Sagte Anfang 2004 ein Mitarbeiter des Bezirksamts Steglitz- Zehlendorf der Steglitzer Stadtteilzeitung. Und Baustadtrat Stäglin (SPD) bestätigte im Juli 2004 diese auferlegte Ohnmacht. |
|
|
|
Was an der Goerzalle mit der Ansiedlung von OBI und
eines Möbel- markts noch
klappte, geriet für den Dispens- freundlichen Baustadtrat Kopp (CDU) bei der
Ansiedlung von Einzelhandel an der Curtiusstraße zum Desaster. Am 16. Mai
2000 stoppte das
Oberverwaltungsgericht (Az: OVG 2 S 1.00) endgültig den von Steglitz mit
reichlich Dispens genehmigten Bau eines großflächigen Einkaufszentrums in
|
Gefunden im Baunetz.de
am 2. August 2004 |
|
|
Neu im Baunetz: 13.05.2004
12207 Berlin
Lage der Baustelle: Ostpreußendamm 60 / Lichterfelde |
|
Da traf es sich gut, noch ein anderes Eisen im Feuer zu haben. Der klamme Senat
braucht Geld
komme was da wolle.
Und so plante er ab 1997/98 den Verkauf des großen
Grundstücks am Ostpreußen- damm 60 vor dem Bewag- Kraftwerk Barnackufer,
das einst für ein Kombibad
für Lichterfelde vorgesehen
war.
Dazu mußte der gültige
Flächennutzungsplan
geändert werden (FNP 18/98) und ein neuer Bebauungsplan
her. Denn das Grundstück sollte so richtig Geld bringen...
[mehr].
In den letzten Wochen wurden dort Gehölze gerodet und
demnächst wird hier ein
KAUFLAND- Markt der
Schwarz- Gruppe
stehen, obwohl ein moderner
Bebauungsplan offensichtlich noch nicht vorliegt. Und gleich gegenüber
eröffnete bereits am 15. Juli der Tengelmann- Discounter
PLUS eine Filiale, nachdem dort ein modernes,
solides Firmengebäude abgerissen worden war.
Abgerissen wurde vor einiger Zeit auch die große Halle des zentralen
Auslieferungslagers der Firma ALDI. Diese lag in Giesensdorf längs der Osdorfer
Straße versteckt hinter Wohnhäusern zwischen
Ostpreußendamm und dem Bahndamm der Anhalter Bahn (S-Bahnhof Osdorfer
Straße). Und weil die Stadtentwicklungspolitik es verschlief, konnte sich dort
seit 2000/01 ein großflächiges
Einkaufszentrum
mit Aldi, McDonald's, Reichelt u. a. ansiedeln alles brav genehmigt von der
Steglitz-
Zehlendorfer Baubehörde. Denn dummerweise hatte der Bezirk Steglitz
das auch für eine Neuordnung des Areals vorgesehene Bebauungsplan-
Verfahren XII-177b bereits 1997 unter der Ägide des Baustadtrats Kopp
eingestellt, womit dort nun (einfaches) Gewerbegebiet zur Verwertung stand.
Daß sich diese Verplaner nicht auch des Filet- Eckgrundstücks
Osdorfer Straße / Ostpreußendamm bebaut mit einer
mittelalterlichen Dorfkirche bemächtigten, grenze
fast schon an ein Wunder, sagen Alteinwohner Giesensdorfs.
Schließlich wollten sie schon mal vom kleinen Dorffriedhof ein großes
Stück zwecks Straßenbau rauben. Auch daß die
Behörden direkt neben der
Giesensdorfer
Grundschule eine Filiale des Junk-food- Bruzzlers »Burger-King«
genehmigten, bleibt für die Anwohner total unverständlich.
|
Angesiedelt wurden im Einkaufszentrum Giesensdorf bislang: Aldi, Fristo (Getränke- Discounter), Reichelt, Empire (Videothek mit Drive-in), McDonald's (mit Drive-in) und Thürmann (Backwaren). An einem Komplex mit mehreren Läden für das Dänische Bettenlager, KiK (Tengelmann- Gruppe), K+K (Schuhe), Rossmann (Drogeriemarkt) und (...?) wird derzeit hinter dem Empire- Laden gebaut. Im Hintergrund das Bewag- Heizkraftwerk Lichterfelde. Zwischen diesem und dem Einkaufszentrum haben Burger- King und Plus direkt am Ostpreußendamm neu gebaut. Dort wird demnächst der Platz für das einst versprochene Hallenbad mit einer Kaufland- Mall der Schwarz- Gruppe zugebaut. Gefragt wurden die betroffenen Bürger nicht. (Foto: 3.8.2004 khd) |
|
|
Das Grundstücksgeschäft Ostpreußen- damm 60 im Berliner Parlament Aus: AH-Protokoll Nr. 14/28 14.6.2001, Seite 1598 + 1607. |
|
Lfd. Nr. 15 B Drucksache 14/1302: Beschlussempfehlung des Hauptausschusses vom 13. Juni 2001 zur Vorlage zur Beschlussfassung gemäß § 38 der Geschäftsordnung des Abgeordneten- hauses von Berlin (Nr. 4/2001 des Verzeichnisses über Vermögensgeschäfte): Dem Verkauf einer ca. 18.495 m2 großen Teilfläche des Grundstücks Ostpreußendamm 60 in Berlin- Steglitz wird zu den Bedingungen des am 18. Juli 2000 beurkundeten, unter Vorbehalt geschlossenen Vertrages mit der Maßgabe, dass die Bodenverun- reinigungsklausel nachbeurkundet wird, zugestimmt.
Aus dem Wortprotokoll:
|
[12.01.2000:
Möbelmarkt an der Goerzallee genehmigt] (Berliner Zeitung)
[16.05.2000:
OVG-Urteil zum Fall Curtiusstraße] (Senator für Justiz)
[12.04.2002:
Flächennutzungsplan-Änderung 18/98 für Giesensdorf]
(Senator für Stadtentwicklung)
![]()
[25.02.2004:
Händler verärgert über Center-Pläne in Lichterfelde] (Die Welt)
![]()
[00.03.2004:
Boomtown Lichterfelde] (Stadtteilzeitung Steglitz)
[30.07.2004:
Sperrzonen für Brezel- und Bratwursthändler] (Die Welt)
|
|
Bebauungsplan Nr. XII-254 Ostpreußendamm 5860 (Bad) Quelle: Senat von Berlin 24.8.2004 |
||
| Aufstellungsbeschluß | 22.01.1979 | |
| [Plan-Skizze] (die folgt) | ||
| Vorgezogene Bürgerbeteiligung sowie anläßlich 19. FNP-Änderung |
12.03. 12.04.1979 1.06. 01.07.1981 |
|
| Beteiligung der TÖB | ??? | |
| Öffentliche Auslegung | Nicht erfolgt | |
| Festsetzung durch den Bezirk | | |
| Zustimmung der BVV | | |
| Bekanntmachung im Gesetz- und Verordnungsblatt |
Nr. vom Seite |
|
| Letzter Stand: Beim Senat sagt man auf Anfrage, daß es diesen B-Plan garnicht gebe. Denn es erfolgte ein... | ||
| Einstellungsbeschluß BezAmt Steglitz | 24.11.1997 | |
| Fazit: Es gilt wieder der uralte Baunutzungsplan von 1960. Damit kann sich in Giesensdorf an der Hauptverkehrsstraße Ostpreußen- damm ein 3. großflächiges Einkaufszentrum verkehrsbehindernd etablieren, ohne daß je die Bürger an dieser Planung beteiligt wurden. Dennoch: Der eingestellte Bebauungsplan XII-254 ist in der Datenbank "FIS-Broker" des Senats nicht enthalten. Warum ist das so? Was hat man zu verbergen? [Es gibt Fragen über Fragen] | ||
Und läge Giesensdorf im Grunewald (da, wo in der Bismarckallee die Grunewald- Kirche steht), dann hätten sich Politiker & Planer (P&P) von vornherein nicht getraut, solch unsinnigen Dispens- Planungen ins Auge zu fassen. Den P&P wäre hier sehr wohl etwas eingefallen, um dem Druck bauwilliger Discounter adäquat zu begegnen. Denn das deutsche Städtebaurecht ist eigentlich flexibel genug, um solchen Herausforderungen im Sinne der Menschen handhaben zu können. Aber mit Jeti und Pleti in Lichterfelde- Süd glaubte man es ja erneut machen zu können...
Wenn aber nun in der Tat das vorhandene Baurecht nicht mehr reichen sollte, dann ist eben der Bundesgesetzgeber gefragt. Aber die Kommunen müssen dieses schon kundtun, wovon bislang nichts aufgefallen ist. Auch in einer freien (globalen) Marktwirtschaft bedarf es sehr wohl der Regulierung der Nutzung von Grundstücken. Es kann nicht sein, daß allein das Geld sagt, was hier und da und wie gebaut wird.
[Entwicklung der
Thermometer-Siedlung ab 2001] (khd-Page)
[Grundlagen
des Städtebaurechts] (Prof. Dr. jur. David, Dortmund)
Fragen über Fragen
2.24.8.2004 (khd). Natürlich ergeben
sich nun viele Fragen, die sich nicht alle durch geschicktes Recherchieren im
Internet beantworten lassen:
[Zu den Fragen 112]
|
|
|
20.8.2004 (pep).
Selbst wenn man die Giesendorfer
Stadtverplanung als zeitgemäß ansehen sollte, fallen doch schwere
handwerkliche Planungsfehler im Detail auf. So ist das Einkaufszentrum am S-Bahnhof
Osdorfer Straße mit seinen großen Flächen zum Parken
ausschließlich autofreundlich konstruiert. Sonst würden die Fußwege
zu den nächsten Bus-Haltestellen
(Linie 186) an der Osdorfer
Straße nicht so weit sein. Außerdem ist ein direkter, verbindender
Fußweg zum neuen Einkaufszentrum am Ostpreußendamm (Plus, Kaufland- Mall
usw.) offensichtlich nicht vorgesehen.
|
|
|
|
20.11.2004 (khd).
In dieser Woche wurde bereits die Ampelanlage in der Osdorfer Straße an der Zufahrt
zum Einkaufszentrum in Betrieb genommen. Und die Bürger können nur noch
staunen, wie schnell unsere Ämter arbeiten können. Bleibt zu hoffen, daß
Berlin auch die Rechnungen der Handwerker rechtzeitig bezahlen kann...
15.1.2006 (khd).
Ein sehr schlimmer Mißstand ist auch, daß der Eigentümer des Grundstücks des
Einkaufszentrums (EKZ) nicht seiner Schneeräum- und Streupflicht auf dem Gelände ausreichend
nachkommt. Das fiel schon im Winter 2004/05 auf. Zwar werden die Auto- Parkplätze geräumt und
gestreut, nie aber der Gehweg längs der privaten (?) von der Hildburghauser Straße
abzweigenden Stichstraße bis zur Reichelt-Filiale. Dieser war Anfang Januar 2006 durch das Eis so
glatt, daß Fußgänger nur auf der Fahrbahn laufen konnten, was ja auch nicht ganz
ungefährlich ist. Fußgehende Kunden werten das: Hier sind wir unerwünscht, da wir
höhere Streu-Kosten verursachen.
23.6.2006 (khd).
Auf der hinteren EKZ-Fläche, wo bislang hin und wieder zur Freude der Kinder kleine Zirkusse
gastierten, sind nun die Bauarbeiter angerückt. Hier baut jetzt die M.C.E. Motor Company ein neues
Toyota- Autohaus. Offensichtlich müssen sie ihre bisherige Filiale am Ostpreußen- damm
139 aufgeben, da dort vermutlich andere bauen wollen.
[Foto]
Betr.: Einkaufssituation in der Thermometer-Siedlung /
[Ed: sind nun die Verbraucher selbst schuld?]
In dem mit khd wohl Ihrem eigenen
Kürzel gekennzeichneten
Artikel beklagen Sie, dass stadtplanerische Vorgaben und wenig durchdachte
Baugenehmigungen zum Verlust von Einkaufsmöglichkeiten in der Thermometer-
Siedlung geführt hätten. Als langjährigem Beobachter der Siedlung
unterliegen Sie hier einer Fehleinschätzung.
In dem seit Jahren als Gewerbegebiet ausgewiesenen Gelände
[Ed: XII-177a] sind nach der Baunutzungsverordnung auch
Geschäfts- und Büroräume zulässig. Diesbezügliche
Bauwünsche kann das Bezirksamt daher nicht ablehnen.
Als Ursache für die Konzentration von Einzelhandelsflächen an
(auto-)verkehrsgünstig gelegenen Standorten und dem damit verbunden Rückzug
aus der Fläche ist vor allem die ambivalente Haltung der Verbraucher anzusehen.
Kunden äußern in Umfragen von Konsumforschern immer wieder den Wunsch nach
fachkundiger Beratung, Service und ansprechender Einkaufsatmosphäre ihren
Einkauf erledigen sie dennoch bei uniformen Discountern und großen
Verbrauchermärkten, die mit einer aggressiven Preispolitik Kunden anziehen und
ursprüngliche Bedingungen dann doch in den Hintergrund treten lassen.
Kommunale Politik kann diesen Sachverhalt artikulieren und die Bewohner bitten,
wie ich es bei vielen Gelegenheiten tue , getreu dem Motto Wer
wird in die Ferne schweifen sieh' das Gute liegt so nah für den
Einkauf um die Ecke oder, wie Sie es nennen Haustür-
Shopping, zu werben. Entscheiden muss und tut der Verbraucher.
An dieser Stelle darf ich anmerken, dass der Einzelhandel in den Subzentren
auch mit der Unterstützung des bezirklichen Wirtschaftsamtes durch
Rabattaktionen, Straßenfeste oder gemeinsame Werbemaßnahmen Kundenbindung
unterstützt und trotz aller Zurückhaltung der Konsumenten auch seinen
Anteil am Erhalt eines funktionierenden Wohnumfeldes leistet.
Bau von großflächigem Einzelhandel sowie Wohnbebauung ab 1990
Gleich gegenüber am Ostpreußendamm 60 wird 2005/06 die
Kaufland-Mall
entstehen. Aber eine intelligente Fußverbindung zwischen diesem Einkaufszentrum und dem am
S-Bahnhof Osdorfer Straße ist den amtlichen Planer auch nicht in den Sinn gekommen sie hatten
offensichtlich nur Autofahrer im Kopf. Fußgänger müssen nun
den riesigen Umweg über die Osdorfer Straße nehmen, um von Reichelt zu Plus zu kommen. Im
Einkaufszentrum der Thermometer-Siedlung waren es nur wenige Schritte.
(Foto: 14.9.2004 um 11.04 Uhr khd)
Aufruf der Umweltschutzinitiative Lichterfelde-Süd (ULS) zum Ausbau
der Anhalter Fernbahn
Nach dem für die Anlieger negativen Ausgang des Gerichtsverfahrens [Ed:
BVerwG 9 A 22.01 vom 23.10.2002 +
BVerwG 9 A 12.02 vom 23.10.2002]
hat die DB AG [Deutsche Bahn AG] nunmehr die Katze aus dem Sack gelassen:
Neben Fernbahn, S-Bahn und Regionalbahn soll auch das Flughafen- Shuttle
auf der Trasse der Anhalter Bahn durch Steglitz nach Schönefeld
geführt werden.
[mehr]
Die Umweltschutzinitiative Lichterfelde-Süd hat sich deswegen mit der
Aufforderung zur Unterstützung bereits an die politischen Vertreter gewandt. Der
SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter sowie der Berliner Abgeordnete Herr Dr.
Arndt haben die Unterstützung unseres Anliegens zugesagt.
Sie können sich bei der Umweltschutzinitiative Lichterfelde- Süd (ULS)
engagieren. Kommen Sie zu unseren Treffen. Die Termine erfahren Sie unter
712 25 60 (Frick) oder 712 37 58 (Matil). Nächstes
Treffen voraussichtlich am 2.9.2004 um 19.00 Uhr im Kieztreff
(ehemals Altes Waschhaus) in der Celsiusstraße 60 [Ed: eine
E-Mail-Adresse der ULS ist leider nicht angegeben].
Sachverstand der Bürger nicht gefragt / Wie Politik an den Menschen
vorbeigeht / Soziale Folgen des Discounter-Wildwuchses nicht bedacht
BERLIN-LICHTERFELDE 15.9.2004 (khd/pep). Ostpreußendamm
60 ist das Synonym für den Steglitzer Bauskandal, der wg. des
Absaugeffekts von Geschäften
erhebliche Auswirkungen auf das soziale Gefüge in Lichterfelde-Süd hat dank
Dispens-Planung. Das
Grundstück Ostpreußendamm 60 in Giesensdorf (Berlin-Lichterfelde) wurde von Berlins
Senat 2001 für angeblich viel Geld mit viel Ärger an einen
Investor verscherbelt. Eigentlich
sollte hier am Rande des Bäketals ein vom benachbarten Bewag- Kraftwerk beheiztes
Kombi- Schwimmbad
für die Lichterfelder Bürger entstehen. Dazu gab es
zweimal (!) eine Beteiligung der
Bürger an der Planung. Aber nun soll dort im nächsten Jahr ein 3. (sic!)
Einkaufszentrum im kleinen Giesensdorf gebaut werden von der ominösen Schwarz-
Gruppe aus Neckarsulm (Kaufland,
Lidl, ...).
Bezirksstadtrat Laschinsky zur Fehlentwicklung beim Einkaufen
Stadtplanung als Teil der Raumplanung hat für eine ausgewogene Verteilung der
Daseinsfunktionen Wohnen, Arbeiten und Erholen Sorge zu tragen und stellt dadurch
eine wesentliche Grundlage für das Zusammenleben dar.
Wirtschaftspolitische und Verbraucher- Interessen können damit nicht
durchgesetzt werden.
Bebauungsplan Ostpreußendamm,
Osdorfer Straße
Nr. XII-177a
Quelle:
Senat von Berlin 3.8.2004
Aufstellungsbeschluß
23.10.1967
[Plan-Skizze]
Vorgezogene Bürgerbeteiligung
Beteiligung der TÖB
???
Öffentliche Auslegung
23.04.1974 24.05.1974
Festsetzung durch den Senat (!)
22.02.1977
Zustimmung der BVV
???
Bekanntmachung im Gesetz-
und VerordnungsblattNr. 23 vom 31.03.1977
Seite 642
Letzter Stand:
Der Bebauungsplan ist rechtskräftig. Der ergänzende
XII-177b wurde 1997 eingestellt.
Fazit: Damit konnte sich in Giesensdorf
auf dem Gelände nordwestlich des S-Bahnhofs Osdorfer Straße ein
großflächiges Einkaufszentrum etablieren
(siehe Foto).
Vom Geschäftesterben in der Thermometer-Siedlung
Aus: Archiv der
khd-Page, Berlin, 12. August 2004 (Notizen).
Zusammengestellt von KARL-HEINZ DITTBERNER.
Chronik des Geschäftesterbens in der Thermometer-Siedlung
Ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Stand: 14.9.2004 + 10.1.2006 + 16.12.2007 (Update)
In der Thermometer-Siedlung selbst
Nr.
Geschäft / Firma
Nf = NachfolgerOrt 1)
Vermieter
Schloß am
Nachfolge
Fehlt
Anm.
Sep.
2004Okt.
2007
1.
Bolle
O 26
???
? 1985
Nach Leerstand Edeka. (14)
2.
Gebr. Manns
EKZ F 30-34
???
24.12.1986
Nach kurzem Leerstand Reichelt. (12)
3.
Butter-Beck
EKZ C 66a
GSW
31.12.1986
Plus. (15)
4.
Berliner Disconto Bank
EKZ C 57
???
? 1990
Langer Leerstand, später Schlecker.
2)
4)
5.
Bäckerei + Konditorei
EKZ C 66
GSW
? 1992
Nach Leerstand Elektrogeräte. (13)
6.
Videothek
EKZ F 28
???
? 1993
Nach Leerstand Tierbedarfs-Laden. (10)
7.
Drogerie
EKZ F 28
???
? 1994
Heute eine Auf-Bäckerei.
8.
Haushaltswaren
EKZ C 56
GSW
? 1998
Leerstand, dann China-Imbiß.
JA
JA
9.
Blumenladen
EKZ C 56
GSW
? 1999
Leerstand, danach Fremdnutzung.
JA
JA
12)
10.
Tierbedarf
[Nf von Nr. 6] EKZ F 28
???
? 2000
Heute ein 2. Zeitungsladen.
JA
11.
Schreib- und Spielwaren
EKZ C 66
GSW
? 2000
Leerstand, danach Fremdnutzung.
JA
JA
10)
12.
Reichelt
[Nf von Nr. 2] EKZ F 30-34
???
24.12.2001
Leerstand. 9)
JA
JA
5)
13.
Elektrogeräte
[Nf von Nr. 5] EKZ C 66
GSW
? 2002
Nach Leerstand türkisches Café Thermik.
Wieder Leerstand, danach ein Nagelstudio.JA
JA
7)
11)
14.
Edeka
[Nf von Nr. 1] O 26
???
Zu Pfingsten
2003 Nach Leerstand Rewe mit mehr türkisch orientiertem
Lebensmittel-Angebot. Kein VOLL-SORTIMENTER!
15.
Plus
[Nf von Nr. 3] EKZ C 66a
GSW
14.07.2004
Leerstand.
JA
JA
3)
16.
Zeitungen u. Tabakwaren
EKZ C 56
GSW
24.12.2005
Leerstand.
JA
17.
Café und
Eis-Diele EKZ C 62
GSW
2006
Leerstand.
JA
18.
Rewe
[Nf von Nr. 14] O 26
???
2006/07
Leerstand.
JA
19.
Nahkauf
[Nf von Nr. 15] EKZ C 66a
GSW
Eröffnete am 19.12.2007.
Wer investiert in Lichterfelde-Süd?
Bau-Investoren in Lichterfelde-Süd
Ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Stand: 20.8.2004
Nr.
Areal / Grundstück
Größe
Investor
Anschrift
Anm.
1.
Südlich der Réaumurstraße bis zur Stadtgrenze
(Planungsgebiet des
XII-L2 und
XII-252)
115 ha
VIVICO
Real Estate
Management GmbH 1) Hallesches Ufer 7476,
10963 Berlin,
Tel: (030) 261 01-490
5)
2.
Ostpreußendamm 85
(Möbelhof)
Möbelhof ?
4)
3.
1. Einkaufszentrum:
Ostpreußendamm 67
???
11)
4.
2. Einkaufszentrum:
Zwischen S-Bahnhof Osdorfer Straße und Ostpreußendamm
(Aldi +
Dän. Bettenlager +
Empire +
Fristo +
McDonald's +
K+K +
KiK +
Reichelt +
Rossmann +
Thürmann +
???)
???
5.
3. Einkaufszentrum:
Ostpreußendamm 60
(Burger-King + Kaufland + ???)18.495 m2
HAPAG
Grundbesitz- und
Bauträgergesellschaft mbH Danckelmannstr. 9c,
14059 Berlin 9) 3)
6)
6.
3. Einkaufszentrum:
Ostpreußendamm 137138
(PLUS + Getränke-Land + Baker’s Family)
[Foto]
???
7)
8)
12)
1) Bis 2001 die Eisenbahn Immobilien Management GmbH (EIM).
2)
2) Vormals die Behörde VdeR = Verwaltung des ehemaligen Reichsbahnvermögens in
Berlin (West).
3) In Halensee mobilisierte die
"BI Verkehrschaos Halensee" gegen das
HAPAG-Projekt "Heilbronner Straße 26" (Aldi, Lidl u. a.).
4) Wurde aus Zentral-Steglitz vertrieben, um am alten Rathaus Steglitz die
Schloßgalerie
den Stolz von Steglitz’ zu ermöglichen.
10)
5) Die hochgelobten Bauvorhaben wurden
inzwischen zurückgestellt. Auch waren
sehr viele Fragen
noch nicht geklärt.
6) Die Zustimmung des Abgeordnetenhauses von Berlin zum Verkauf des
landeseigenen Grundstücks erfolgte am 14.6.2001 ohne Gegenstimmen!
7) Die Läden wurden am 15.7.2004 eröffnet. Dafür wurde die PLUS-Filiale in der
Thermometer-Siedlung aufgegeben.
8) Der massive Bau der Firma Riccius & Stroschen (R+S) mußte der PLUS-Ansiedlung
mit großem Parkplatz weichen er wurde abgerissen.
9) Vermutlich umgezogen.
10) Stolz-Grundsteinlegung am 24.9.2004. Möbelhof ging bereits
im August 2003 in die Insolvenz, konnte aber offensichtlich saniert werden.
11) Dabei handelt es sich um das Gelände des früheren
Reisebus-Unternehmens Berolina.
12) Im November 2004 wurde bereits Getränke-Land durch Getränke
Hoffmann ersetzt.
Der neue am 15. Juli 2004 eröffnete PLUS-Laden mit großem Parkplatz und
Getränke- Discounter am Ostpreußendamm 137138 in Giesensdorf. Man beachte die
‚herausragende‘ Architek- tur des Flachbaus von der Stange. An dieser Stelle stand einst das
mehrgeschossige, ortsbildprägende Gebäude der Elektronik- Firma Riccius & Stroschen
(R+S).
Jetzt wird es richtig laut Tag und Nacht
Die Bahn kommt unaufhaltsam. Die Bauarbeiten an
der Anhalter Fernbahn sind fast
abgeschlossen. Die Erweiterung der S-Bahngleise bis Teltow ist in vollem Gange.
Nur ein Teil der Anwohner erhält eine aktive Schallschutzwand. Für
den größeren Teil der Anlieger in der Thermometer- Siedlung und auf
der westlichen Seite der Bahnstrecke wird es keinen Schallschutz geben.
Aus der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur Klage wg. Lärmschutzes
für Hochhäuser* in Lankwitz und der Lindenhof-Siedlung
Quelle:
BVerwG 9 A 69.02 24. September 2003.
1. Bei der Wiederertüchtigung der Anhalter Bahn in Berlin als
Hauptverbindung im transeuropäischen Eisenbahn- netz ist der Bahn auf dem
vorhandenen Bahndamm eine Flächenbewirtschaftung zuzugestehen, die dem im
öffentlichen Interesse liegenden Ziel Rechnung trägt, das Streckennetz
nach Bedarf zukünftigen Entwicklungen anzupassen.
2. Auch bei mit Schienenverkehrslärm vorbelasteten Hochhäusern
darf nicht davon ausgegangen werden, dass der für die niedrigere
Umgebungsbebauung angestrebte Schutzstandard ausreicht, um dem von
§ 41 Abs. 2 BImSchG geforderten Vorrang des aktiven Lärmschutzes
Rechnung zu tragen. Das mit einer Hoch- hausbebauung einhergehende
Lärmschutzproblem ist vielmehr auf der Grundlage einer differenzierten
Kosten- Nutzen-Analyse einer ausgewogenen Lösung zuzuführen.
*) Charlottenstraße 25 + Röblingstraße 3133.
[Bürger-Protest bei der
Dresdner Bahn]
[24.10.1995:
Lärmschutzmaßnahmen beim Wiederaufbau der Anhalter Bahn in Berlin]
(Anfrage der GRÜNEN)
[24.09.2003:
Entscheidung des BVerwG 9 A 69.02 zur Klage wg. Lärmschutz für
Lankwitz + Lindenhof-Siedlung] (wurde teilweise gewonnen)
[25.12.2003:
Das Pilzkonzept der Bahn Berlins Senat und Bahn wollten Teures]
(khd-Page)
[26.12.2003:
Nach 51 Jahren Dornröschenschlaf Berlins Anhalter Bahn wird revitalisiert]
(khd-Page)
[24.02.2004:
Im Express-Tempo an Schönefeld vorbei] (DER TAGESSPIEGEL)
Zum Laden-Leerstand im Ortskern von Giesensdorf
Quelle: Beobachtungen ab Frühjahr 2002 (Notizen).
Zusammengestellt von KARL-HEINZ DITTBERNER.Die 3 neuen Einkaufszentren im Ortskern von Giesensdorf:
Laden-Leerstand im Ortskern von Giesensdorf
Ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Stand: 14.9.2004 + 15.1.2006 (Update)
Nr.
Bisheriges Geschäft / Firma
Ort 1)
Vermieter
Schloß am
Nachfolge
Leerstand
Anm.
Sep.
2004Jan.
2006
Osdorfer Straße (Osd)
1.
???
Osd 1
???
???
Eine Schlecker-Filiale.
2.
??? (kleiner Laden)
Osd 1a ?
???
???
Leerstand.
JA
3.
Raumausstatter (Tapeten etc.)
Osd 2
???
???
Autoteile-Handel, danach Leerstand.
JA
4.
???
Osd 2a (re)
???
???
Second-hand Boutique.
5.
Bäckerei
Osd 2a (li)
???
???
Krankengymnastik.
6.
Chart News
Osd 124
???
???
Leerstand.
JA
JA
7.
Km-Check.de
Osd 124
???
???
Leerstand.
JA
JA
8.
??? (Geschäftsräume im 1. Stock)
Osd 125
???
???
JA
9.
Aldi-Filiale
Osd 129
???
???
Zeitweise Aktions-Handel.
JA
JA
2)
5)
10.
Drospa-Markt
Osd 130
???
???
Leerstand.
JA
JA
Ostpreußendamm (Opd)
11.
Moltke-Apotheke
Opd 65
???
???
Blumenladen.
12.
Postamt 417
Opd 70 ?
???
???
Noch eine Schlecker-Filiale.
13.
???
Opd 128
???
???
HZ-Service-Center.
14.
???
Opd 131 4)
???
???
Leerstand.
JA
6)
15.
???
Opd 131 4)
???
???
Leerstand.
JA
6)
16.
Berliner Disconto Bank
Opd 131 4)
???
April 2001
Leerstand.
JA
JA
3)
17.
??? (Fahrräder?)
Opd 139a (re)
???
???
Leerstand.
JA
18.
???
Opd 139a (li)
???
???
Leerstand.
JA
JA
Fazit: Reichlich Leerstand. Dennoch wurden vom Bezirksamt für gleich
3 neue Einkaufszentren in Giesensdorf Baugenehmigungen erteilt !
7)
1) Osd = Osdorfer Straße, Opd = Ostpreußendamm. Jeweils mit Hausnummer.
2) Zog in das neue Einkaufszentrum Giesensdorf am S-Bhf. Osdorfer Straße.
CS-Immobilien im Schaufenster: Immobilie
sucht Nutzer!
3) Zog aus der Thermometer-Siedlung in diesen Neubau. Firmierte später als
Deutsche Bank (24). Die Bank zog am 17.4.2001 nach Lankwitz.
4) Ostpreußendamm 131 ist das Eckhaus an der Einmündung der Osdorfer
Straße.
5) Bei der Baugenehmigung hatte das Steglitzer Bauamt noch auf die
ortstypische Wirkung des Gebäudes geachtet, aber später...
[mehr]
6) Zander-Immobilien wartet auf neue Gewerbe-Mieter.
7) Aber, vielleicht ist das ja auch eine Verwechselung von Ursache und Wirkung.
Bauskandal in Giesensdorf
Und daß dabei die Berliner Verwaltungen geschickt die an sich nach dem
Bundesbaugesetz erforderliche Bürgerbeteiligung (§ 2a BBauG bzw.
§ 3 BauGB) vermied,
ist der eigentliche Skandal. Dazu stellte man 1997 das laufende
Bebauungsplanverfahren
XII-254 einfach ein
und begann kein neues. Damit fiel das Areal planungsrechtlich auf einen uralten
noch ohne Bürgerbeteiligung zustande gekommenen West-Berliner
Baunutzungsplan von 1960 (sic!) zurück, der auch ein großflächiges
Einkaufszentrum zuläßt. Dadurch wurde den Bürgern das im Gesetz
seit 1976 verbriefte Mitsprache- und Klagerecht schlichtweg abgeschnitten.
Das ist Politik live am Beginn des 21. Jahrhunderts!
[Zum Artikel]
Diesen Artikel
gibt es auch in
![]()
1.8.2005 (pep). Anfang Juli 2005 wurde mit der Einrichtung der Baustelle am
Ostpreußendamm 60 begonnen. Offensichtlich sind nun Baugenehmigung und Finanzierung
für dieses Projekt gesichert. Gleichzeitig wurde das Gerücht laut, daß der
Supermarkt von KAISER's an der Osdorfer Straße 98 dicht machen würde sobald der
Discounter Kaufland eröffnet. Damit wäre dann die Thermometer- Siedlung und die
Woltmann- Siedlung ohne wohnortnahe Lebensmittelversorgung, so daß die Spatzen bereits
pfeifen: Und schuld daran ist nur die SPD....
[Fotos vom Bau]
| Abteilungen und Rubriken des khd-research.net | |||
|
|
|
|
|
| Die "BSE-Page" und "t-off" sind viel beachtete Publikationen des khd-research.net | |||
|