Fakten aus der Politik – Teil 1 khd
Stand:  3.3.2008   (94. Ed.)  –  File: Politik/Facts/Pol_Facts_1.html



I n h a l t :   [Teil 1]   [Teil 2]   [Teil 3]   [Teil 4]   [Teil 5]   [Translation-Service]  

  1. Die Europäische Union.
  2. Ergebnisse der Bundestagswahlen.
  3. Deutschlands Bundespräsidenten.
  4. SPD-Parteivorsitzende.
  5. CDU-Parteivorsitzende.
  6. Verschuldung Deutschlands.
  7. Die Bundesfinanzminister.
  8. Was tut Deutschland für die Bildung?
  1. SPD in der Wählergunst.
  2. Die „Heuschrecken“ kommen. (Fonds)
  3. Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. (BIP)
  4. Ergebnisse der Berliner Wahlen.
  5. Vorgezogene Bundestagswahl 2005.
  6. Programme zur Bundestagswahl 2005.
  7. Nochmals Neuwahlen zum Bundestag?
  8. Entwicklung der Arbeitslosigkeit ab 2005.
  1. Deutschlands Bundeskanzler.
  2. Berlin wählt 2006 sein AH.
  3. Arbeitslosigkeit in Berlin.
  4. Berlin in der Schuldenfalle.
  5. Nettolohn-Entwicklung in D.


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1. Die Europäische Union

1.5.2004 (khd). 59 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde heute mit der Aufnahme von 10 Ländern die Teilung Europas endgültig überwunden. Der Europäischen Union (EU) gehören nun 25 Ländern mit rund 456 Millionen Einwohnern an. Die EU bildet damit den größten Binnenmarkt der Welt.

1.1.2007 (khd). Mit dem Beitritt von Bulgarien und Rumänien ist die Ost-Erweiterung der EU abgeschlossen. Zur EU gehören nun 27 Länder mit rund 485 Millionen Einwohnern. [Chronik der EU und des Euro]

Die Europäische Union (EU)
Die 27 zur EU gehörenden europäischen Länder
(grün markierte seit dem 1.5.2004 beigetreten).
Stand: 1. Januar 2007
Quelle: Medien + Internet-Recherchen.
Nr. Land  1) EU-
Code
Beitritt
zur EU
Einwohner
2003
BIP pro
Einwohner
EURO
eingeführt
Anm.
1 Belgien * BE 25.03.1957 10,40 Mio. 28.500 Euro 1.01.1999  
2 Bulgarien BG 1.01.2007 7,90 Mio. 2.800 Euro    
3 Dänemark DK 1.01.1973 5,40 Mio. 38.400 Euro   2
4 Deutschland * DE 25.03.1957 82,55 Mio. 23.200 Euro 1.01.1999  
5 Estland EE 1.05.2004 1,36 Mio. 8.200 Euro    
6 Finnland FI 1.01.1995 5,22 Mio. 30.000 Euro 1.01.1999  
7 Frankreich * FR 25.03.1957 59,90 Mio. 27.300 Euro 1.01.1999  
8 Griechenland GR 1.01.1981 11,05 Mio. 16.300 Euro 1.01.2001  
9 Großbritannien UK 1.01.1973 59,52 Mio. 29.800 Euro   4
10 Irland IE 1.01.1973 4,03 Mio. 38.800 Euro 1.01.1999  
11 Italien * IT 25.03.1957 57,48 Mio. 24.300 Euro 1.01.1999  
12 Lettland LV 1.05.2004 2,36 Mio. 5.700 Euro    
13 Litauen LT 1.05.2004 3,69 Mio. 6.000 Euro    
14 Luxemburg * LU 25.03.1957 0,45 Mio. 64.300 Euro 1.01.1999  
15 Malta MT 1.05.2004 0,39 Mio. 11.500 Euro    
16 Niederlande * NL 25.03.1957 16,26 Mio. 31.000 Euro 1.01.1999  
17 Österreich AT 1.01.1995 8,09 Mio. 29.800 Euro 1.01.1999  
18 Polen PL 1.05.2004 38,60 Mio. 6.400 Euro    
19 Portugal PT 1.01.1986 10,48 Mio. 14.100 Euro 1.01.1999  
20 Rumänien RO 1.01.2007 21,60 Mio. 3.700 Euro    
21 Schweden SE 1.01.1995 8,98 Mio. 31.900 Euro   3
22 Slowakei SK 1.05.2004 5,38 Mio. 7.100 Euro    
23 Slowenien SI 1.05.2004 2,00 Mio. 13.800 Euro 1.01.2007  
24 Spanien ES 1.01.1986 40,98 Mio. 20.900 Euro 1.01.1999  
25 Tschechien CZ 1.05.2004 10,30 Mio. 9.700 Euro    
26 Ungarn HU 1.05.2004 10,20 Mio. 8.800 Euro    
27 Zypern ZY 1.05.2004 0,71 Mio. 18.000 Euro    
Summe bzw. Mittel der EU 27: 485,28 Mio. 22.300 Euro In 13 Ländern  
[ Die EU im Internet ]   —   [ Das Europa-Parlament ]
  1) Die 6 Gründungsstaaten, die am 25.3.1957 die Römischen Verträge abschlossen, sind mit einem * markiert.
  2) Dänemarks Bevölkerung hat im Herbst 2000 die Euro-Einführung abgelehnt.
  3) Schwedens Bevölkerung hat im September 2003 die Euro-Einführung abgelehnt.
  4) Die britische Bevölkerung muß noch über die Euro-Einführung entscheiden.
  5) Die EU-Beitrittsverhandlungen wurden am 1.10.2005 aufgenommen.
  6) Auf dem EU-Gipfel in Brüssel wurde am 17.12.2005 die EU-Kandidatur beschlossen.
  EU-Beitrittskandidaten
28 Türkei   Noch offen 67,80 Mio. Euro   5
29 Mazedonien   Kandidat Mio. Euro   6
30 Kroatien   Noch offen Mio. Euro    
31 Georgien   Noch offen Mio. Euro    
32 Ukraine   Noch völlig offen Mio. Euro    



2. Ergebnisse der deutschen Bundestagswahlen seit 1949

Ergebnisse der Wahlen zum Deutschen Bundestag
Wahlen zum deutschen Parlament seit 1949.
Stand: 10. Dezember 2005
Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet.  1)
Nr. Jahr Wahl-
Tag
Vor der Wahl Anteile der Parteien Nach der Wahl Folgen Anm.
Wichtige Themen CDU
CSU
SPD FDP Grüne PDS
Linke
Andere Kanzler Ergebnis
1. 1949 13.08. Neugründung der Parteien, Verfassung (Grundgesetz), Währungsreform, Blockade West- Berlins. 25,2 %
+5,8 %
=    
31,0 %
29,2 % 11,9 % -- -- 27,8 % Adenauer Koalition aus Union, FDP und konservativer DP. Konrad Adenauer (CDU) setzt sich mit 1 Stimme gegen Kurt Schumacher (SPD) durch. A  2)
2. 1953 06.09. Westintegration der Bundesrepublik, Volksaufstand in der DDR und Ost- Berlin am 17. Juni, Korea- Krieg. 45,2 % 28,8 % 9,5 % -- -- 16,5 % Adenauer Union koaliert mit FDP, DP und BHE (Heimat- Vertriebene). Erich Ollenhauer (SPD) ist abgeschlagen. 1955 verläßt der BHE die Koalition.  3)
3. 1957 15.09. NATO-Mitgliedschaft, Ungarn- Aufstand, Souveränität, Heimkehr der letzten Kriegsgefangenen aus Rußland. 50,2 % 31,8 % 7,7 % -- -- 10,3 % Adenauer Die Union (CDU + CSU) erringt die absolute Mehrheit. Ollenhauers SPD hatte keine Chance.  14)
4. 1961 17.09. Bau der Berliner Mauer am 13. August, Angst vor einem Atomkrieg. 45,3 % 36,2 % 12,8 % -- -- 5,7 % Adenauer
+
Erhard
FDP bricht ihr Wahlkampf- Versprechen und koaliert doch mit der Union. 1963 löst Ludwig Erhard (CDU) Adenauer als Kanzler ab.  
5. 1965 19.09. Deutsch-französischer Vertrag, Spiegel- Affäre („Abgrund von Landesverrat“), Kennedy- Mord. 47,6 % 39,3 % 9,5 % -- -- 3,6 % Erhard
+
Kiesinger
Union koaliert mit FDP. Ab 1966 dann Große Koalition unter Kurt Georg Kiesinger (CDU). Willy Brandt (SPD) wird Außenminister.    
6. 1969 28.09. Massiver Streit um die Notstandsgesetze, 68er- Revolte der Studenten, Gustav Heinemann (SPD) wird Bundespräsident. 46,1 % 42,7 % 5,8 % -- -- 5,5 % Brandt SPD und FDP koalieren unter dem SPD- Kanzler Willy Brandt und Walter Scheel (FDP) als Außenminister. B  4)
7. 1972 19.11. Vorgezogene Wahl wg. Streit über Brandts Ostpolitik, Rainer Barzel (CDU) scheiterte mit Mißtrauens- votum, RAF- Terror entsteht. 44,9 % 45,8 % 8,4 % -- -- 0,9 % Brandt
+
Schmidt
SPD gewinnt haushoch die Wahl unter Willy Brandt (SPD). SPD koaliert mit FDP. 1974 wird Helmut Schmidt (SPD) Nachfolger Brandts (Guillaume- Affäre).  
8. 1976 03.10. Ölkrise, Zweifel an unbegrenztem Wachstum, KSZE- Schlußakte von Helsinki, Reform der Unis. Für die CDU/CSU gings es um „Freiheit oder Sozialismus“. 38,0 %
+10,6 %
=    
48,6 %
42,6 % 7,9 % -- -- 0,9 % Schmidt SPD/FDP-Koalition wird bestätigt. Helmut Kohl war erstmals Unions- Kandidat.  
9. 1980 05.10. NATO- Nachrüstung, „Deutscher Herbst“, Anti- AKW- Bewegung, RAF- Terror, Streit um die Renten. [TV-Streit 1980] 44,5 % 42,9 % 10,6 % 1,5 % -- 0,5 % Schmidt
+
Kohl
SPD + FDP regieren weiter. Unions- Kandidat Franz Josef Strauß (CSU) verliert. Helmut Kohl (CDU) stürzt aber im Herbst 1982 mit Hilfe der FDP Schmidt per konstruktivem Mißtrauensvotum.  
10. 1983 07.03. Vorgezogene Wahl. Streit um Nachrüstung, Ökologie und Frieden, Grüne und Friedensbewegung. 48,8 % 38,2 % 7,0 % 5,6 % -- 0,5 % Kohl Koalition der Union mit FDP wird bestätigt. SPD verliert mit Hans- Jochen Vogel. Grüne erstmals im Bundestag. C  
11. 1987 25.01. Flick- Parteispendenaffäre bei Union und FDP, Aufstellung von Mittelstrecken- Raketen, Steuer- Reform. 44,3 % 37,0 % 9,1 % 8,3 % -- 1,4 % Kohl Unions-Koalition mit FDP wird bestätigt. SPD- Kandidat Johannes Rau scheitert. Grüne legen kräftig zu.  
12. 1990 02.12. Deutsche Einheit nach dem Fall der Mauer und Währungsunion, Zerfall des Ostblocks. 36,7 %
+7,1 %
=    
43,8 %
33,5 % 11,0 % 3,9 %
+1,2 %
=    
5,1 %
2,4 % 4,2 % Kohl Kohls Koalition gewinnt überraschend die 1. gesamt- deutsche Wahl. Oskar Lafontaine (SPD) hatte im Osten keine Chance.  5)
13. 1994 16.10. Maastrichter Vertrag zur Währungsunion (Euro), Solidarpakt zum Aufbau Ost, Beginn des Krieges auf dem Balkan. 41,4 % 36,4 % 6,9 % 7,3 % 4,4 % 3,6 % Kohl Unions-Koalition mit FDP wird erneut bestätigt. SPD- Kandidat war Rudolf Scharping.  
14. 1998 27.09. Hohe Arbeitslosigkeit, 16 Jahre Reform- Stau, Gesundheits- Reform, Streit um Renten, Lohnfortzahlung bei Kranken, Börsen- Hype. 28,4 %
+6,7 %
=    
35,1 %
40,9 % 6,2 % 6,7 % 5,1 % 5.8 % Schröder SPD-Kandidat Gerhard Schröder gewinnt gegen 16 Jahre Kohl. SPD + Grüne koalieren (Rot- Grün). Außenminister wird Joschka Fischer (Grüne). D  
15. 2002 22.09. Hohe Arbeitslosigkeit, die „blockierte Republik“ allerorten (noch immer Reform- Stau), Elbe- Flut, Angst vor Irak- Krieg. 29,5 %
+9,0 %
=    
38,5 %
38,5 % 7,4 % 8,6 % 4,0 % 3,0 % Schröder Rot-Grün wird knapp bestätigt. Unions- Kandidat Edmund Stoiber (CSU) bleibt Kandidat im Wartestand. PDS nur noch mit 2 Direktmandaten vertreten.  6)
 7)
Sonntagsfrage
per
12.10.2003
Parteienstreit um Reformen: Gesundheitskosten- Abbau, Arbeitslosen- Reglementierung, Renten- Kürzung. 50,0 % 26,0 % 5,0 % 11,0 % 3,0 % 5,0 % Schröder Rot-Grün hätte keine Mehrheit mehr, da die SPD 12,5 % verliert. Sie habe ihr „S“ verloren, heißt es.  8)
Sonntagsfrage
per
21.03.2004
Parteienstreit um weitere Reformen. Praxisgebühr. Peinliche Kür des Bundespräsidenten- Kandidaten durch CDU + CSU + FDP. 48,0 % 29,0 % 5,0 % 10,0 % 4,0 % 4,0 % Schröder Rot-Grün hätte keine Mehrheit, auch wenn sich die SPD etwas erholt hat. CDU/CSU könnten vermutlich allein regieren.  9)
Europa-Wahl
am
13.06.2004
Europa-Themen spielten keine Rolle. Nur die Grünen und PDS machten einen Europa-bezogenen Wahlkampf. 44,5 % 21,5 % 6,1 % 11,9 % 6,1 % 9,9 % Die SPD wird zum „Projekt 18“. Grüne erzielen bestes Ergebnis bei bundesweiten Wahlen.  10)
Sonntagsfrage
per
4.07.2004
Parteienstreit um Hartz IV und weitere Reformen. Bürger spüren die politisch gewollte Verteuerung des Lebens. 45,0 % 23,0 % 7,0 % 13,0 % 7,0 % 5,0 % Schröder Rot-Grün hätte keine Mehrheit. SPD wird nicht mehr als „sozial gerecht“ wahrgenommen.  11)
Sonntagsfrage
per
29.05.2005
Nach der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen. 46,0 % 29,0 % 7,0 % 8,0 % 5,0 % 5,0 % Schröder Die Bürger sind mit Rot-Grün ausgesprochen unzufrieden.  13)
Sonntagsfragen Die im Vorfeld der vorgezogenen Bundestagswahlen regelmäßig publizierten Umfrage- Ergebnisse der Meinungsforscher sind an anderer Stelle dokumentiert und kommentiert. Schröder Durch die Bildung der "Linkspartei" (PDS+WASG) wird es spannend.  13)
Nr. Jahr Wahl-
Tag
Vor der Wahl Anteile der Parteien Nach der Wahl Folgen Anm.
Wichtige Themen CDU
CSU
SPD FDP Grüne PDS
Linke
Andere Kanzler Ergebnis
16. 2005 18.09.
+
02.10.
Noch immer hohe Arbeitslosigkeit. End-Ergebnis der vorgezogenen Wahlen.
[Top-Kandidaten] [Wahl 2005]
27,8 %
+7,4 %
=    
35,2 %
34,2 % 9,8 % 8,1 % 8,7 % 4,0 % Merkel Kein Wahlvorschlag (Programm) hat gewonnen. Es läuft auf die Große Koalition hinaus: [Koalitions-Vertrag] E  12)
15)
  1) Abgeglichen mit Zahlenangaben im Tagesspiegel (22.9.2002) + B.Z. (22.9.2002).
  2) In den 27,8 % der Anderen sind u. a. enthalten: KPD 5,7 %.
  3) In den 16,5 % der Anderen sind u. a. enthalten: BHE (Heimat-Vertriebene) 5,9 % + DP 3,3 %.
  4) In den 5,5 % der Anderen sind u. a. enthalten: NPD 4,3 %.
  5) Die West-Grünen kamen mit 3,8 % nicht in den Bundestag. Für die Ost-Grünen (Bündnis-90) galt die Sperrklausel nicht.
  6) Die Zahlen geben die Hochrechnung von Infratest-Dimap (ARD) vom 23.9.2002 um 1.25 Uhr wieder (Basis 298 von 299 Wahlkreisen).
  7) Die FDP ("Partei der Besserverdienenden") wollte mit ihrem Kanzler-Kandidaten Guido Westerwelle 18 % erreichen.
  8) Quelle: NFO-Infratest + Infratest-Dimap (für ARD). Zitiert nach SPIEGEL–42/2003, Seite 53.
  9) Quelle: ZDF-Politbarometer. Zitiert nach Tagesspiegel – 20.3.2004, Seite 4.
10) Quelle: Vorläufiges amtliches Endergebnis. Zitiert nach Tagesspiegel – 15.6.2004, Seite 1. Die Wahlbeteiligung betrug nur 43,5 %.
11) Quelle: Infratest (für ARD). Zitiert nach Tagesspiegel – 3.7.2004, Seite 4. Gewerkschaftler bereiten eine neue Partei links von der SPD vor (Potential bis 37 %).
12) Kanzler Schröder kündigte am 22.5.2005 nach der Wahlniederlage der SPD in NRW das Anstreben von Bundestags-Neuwahlen für den Herbst 2005 an.
13) Quelle: Infratest-Dimap. WASG = Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit.
14) 1957: In den 10,3 % der Anderen sind u. a. enthalten: DP 3,4 %.
15) Die Große Koalition hat mit 69,4 % die für Verfassungsänderungen erforderliche Mehrheit, so daß drängende Änderungen angepackt werden können.



3. Deutschlands Bundespräsidenten seit 1949

Die Deutschen Bundespräsidenten seit 1949
Ergebnisse der Wahlen in der Bundesversammlung.  1)
Stand: 27. Januar 2006
Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet.
Nr. Amtszeit Bundespräsident Partei Frühere
Funktion
Gewählt  2) Haupt-
Gegenkandidat
Anm.
im mit
1. 1949–1959 Theodor Heuss FDP Mitglied des
Parlamentarischen Rats
2. Wahlgang
+ 1. Wahlgang
416 von 800
871 von 987
Kurt Schumacher (SPD)
Alfred Weber (SPD)
 
2. 1959–1969 Heinrich Lübke CDU Bundesminister für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten
2. Wahlgang
+ 1. Wahlgang
526 von 1033
710 von 1024
Carlo Schmid (SPD)
Ewald Bucher (FDP)
 
3. 1969–1974 Gustav W. Heinemann SPD Bundesminister für Justiz 3. Wahlgang 512 von 1023 Gerhard Schröder (CDU)  
4. 1974–1979 Walter Scheel FDP Bundesaußenminister 1. Wahlgang 530 von 1033 Richard von Weizsäcker (CDU)  
5. 1979–1984 Karl Carstens CDU Bundestagspräsident 1. Wahlgang 528 von 1032 Annemarie Renger (SPD)  
6. 1984–1994 Richard von Weizsäcker CDU Regierender Bürgermeister
von Berlin
1. Wahlgang
+ 1. Wahlgang
832 von 1028
881 von 1022
Luise Rinser (parteilos)
Kein Gegenkandidat
 
7. 1994–1999 Roman Herzog CDU Präsident des Bundesverfassungsgerichts 3. Wahlgang 696 von 1320 Johannes Rau (SPD)  
8. 1999–2004 Johannes Rau SPD Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen 2. Wahlgang 690 von 1333 Dagmar Schipanski (parteilos) 4
9. 2004–2009 Horst Köhler CDU Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) 1. Wahlgang 604 von 1205 Gesine Schwan (SPD) 3
[ Der Bundespräsident im Internet ]   —   [ Aktuelle Reden des Bundespräsidenten ]
  1) Bundesversammlung = Bundestag + gleiche Anzahl Deligierter aus den Bundesländern.
  2) Die Angaben in einer 2. Zeile beziehen sich auf die erfolgte Wiederwahl.
  3) Für die Wahl am 23. Mai 2004 stellten die Parteien erstmalig von außen kommende Kandidaten (Seiteneinsteiger) auf. Gesine Schwan erhielt 589 Stimmen. *
  4) Johannes Rauh starb im Alter von 75 Jahren am 27.1.2006. Staatsakt im Berliner Dom am 7.2.2006.



4. Die SPD-Parteivorsitzenden

SPD-Parteivorsitzende seit 1946
Stand: 10. April 2006
Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet.
Nr. Zeitraum Vorsitzender Gewählt
mit
 4)
Anm.
1. 1946–1952 Kurt Schumacher 99,6 % 7
2. 1952–1963 Erich Ollenhauer 97,5 % 7
3. 1964–1987 Willy Brandt 96,9 %  
4. 1987–1991 Hans-Jochen Vogel 95,5 %  
5. 1991–1993 Björn Engholm 97,4 % 5
6. 1993 Johannes Rauh --- Kommissarisch 
7. 1993–1995 Rudolf Scharping 79,4 % 3
8. 1995–1999 Oskar Lafontaine 62,6 %  
9. 1999–2004 Gerhard Schröder 76,0 %  
10. 2004–2005 Franz Müntefering 95,1 % 1
11. 2005–2006 Matthias Platzeck 99,4 % 2)  6
12. Ab 2006 Kurt Beck   8
[ Die SPD im Internet ]   —   [ Aktuelles Programm der SPD ]
[ Programm der Großen Koalition ab 2005 ]
  1) Dankte urplötzlich inmitten komplizierter Koalitionsverhandlungen mit der Union ab.
  2) Platzeck wurde am 15.11.2005 mit 99,4 % der Delegierten-Stimmen gewählt.
  3) Scharping wurde durch Urwahl von den SPD-Mitgliedern gewählt.
  4) Der Delegierten-Stimmen auf den Parteitagen. Quelle: SPIEGEL–47/2005, Seite 44.
  5) Der Hoffnungsträger trat urplötzlich wg. Verwicklungen in der Barschel-Affäre zurück.
  6) Platzeck mußte den Vorsitz am 10.4.2006 wg. Gesundheitsproblemen (Hörsturz) aufgeben.
  7) Dieser Vorsitznde starb im Amt.
  8) Übernahm Anfang 2006 den Vorsitz zunächst kommissarisch, wurde später dann gewählt.



5. Die CDU-Parteivorsitzenden

CDU-Parteivorsitzende seit 1950
Stand: 31. März 2004
Quellen: CDU-Historie + Recherchen im Internet.
Nr. Zeitraum Vorsitzender Anm.
1. 1950–1966 Konrad Adenauer 1) 
2. 1966 Ludwig Erhard 2) 
3. 1967–1971 Kurt Georg Kiesinger  
4. 1971–1973 Rainer Candidus Barzel  
5. 1973–1998 Helmut Kohl  
6. 1998–2000 Wolfgang Schäuble 3) 
7. Ab 2000 Angela Merkel  
[ Die CDU im Internet ]   —   [ Aktuelles Programm der CDU ]
[ Programm der Großen Koalition ab 2005 ]
  1) Als Bundespartei wurde die CDU erst im Oktober 1950 in Goslar gegründet.
  2) Er war nur 8 Monate CDU-Vorsitzender.
  3) Stürzte über die Parteispenden-Affäre der CDU.



6. Die Verschuldung Deutschlands

15.3.2004 + 23.5.2005 (khd). Im aktuellen Spiegel – 12/2004 werden im Artikel „Der deutsche Irrweg“ (Seite 52–64) die Folgen der Ökonomie- und Sozial- Politik der verschiedenen Ären nach dem Zweiten Weltkrieg kurz und knapp wie folgt zusammengefaßt. Denn die Ursachen der deutschen Dauerkrise wurzeln tief in Deutschlands Nachkriegsgeschichte.

A)  Konrad Adenauer (1949–1963): Die Ära des Alten war innenpolitisch geprägt vom Wirtschaftswunder, dem ein Sozialstaatswunder folgte. Die 1957 verabschiedete Rentenreform wurde von ihm falsch konstruiert, so daß die Nicht- Finanzierbarkeit der Altersvorsorge für alle Experten absehbar war. Adenauers schärfster Kritiker war sein Wirtschaftsminister und Nachfolger im Bundeskanzleramt, Ludwig Erhard.

B)  Willy Brandt + Helmut Schmidt (1969–1982): Die beiden SPD-Kanzler haben den Sozialstaat weiter ausgebaut, zunächst schwungvoll, später mit verminderter Geschwindigkeit. Die Schulden des Bundes stiegen vom ersten Brandt-Jahr bis zum letzten Schmidt- Jahr um 514 % auf umgerechnet 158 Mrd. Euro.

C)  Helmut Kohl (1982–1998): Der Einheitskanzler hat keines der ökonomischen Probleme entschärft. Seine Bilanz nach 16 Jahren: Staatverschuldung – plus 240 %, Arbeitslosigkeit – plus 60 % im Westen. In Ostdeutschland entstand eine allein nicht lebensfähige Transfer- Ökonomie. Die Regierung pumpte dazu 1250 Milliarden Euro in den Osten – zum Großteil ohne jede Wirkung. Damit wurde Kohl der „Kanzler des Niedergang Deutschlands“, schreibt der Spiegel. *

D)  Gerhard Schröder (1998–2005): Mit Rot-Grün war der SPD-Kanzler angetreten, Deutschland politisch zu erneuern. Mit der seit Kriegsende größten Sozialreform – der „Agenda 2010“ – versuchte er Deutschlands Wirtschaftskraft zu steigern und damit die Arbeitslosigkeit deutlich abzubauen. Seine Bilanz nach 7 Jahren: Staatverschuldung – plus xxx %, Arbeitslosigkeit – plus xxx % (Zahlen folgen). Es reiche eben nicht aus, mal am Zaun des Kanzleramts zu rütteln, um ein wirklich fähiger Kanzler zu werden, wissen 2005 die Deutschen.

E)  Angela Merkel (2005–xxx): Wird eine CDU-Kanzlerin die Probleme der Staatsverschulung (mit Tilgung statt Umschuldung) und der Arbeitslosigkeit in den Griff kriegen? (das folgt).

Anwachsen der Staatsverschuldung 
       seit 1980
 

Wie ist das mit der Staatsverschuldung?

Seit 1955 ist in Deutschland die Gesamt- Verschuldung der öffentlichen Haushalte immer nur gestiegen. Anders als ein ordentlicher Kaufmann hat der Staat seit 1955 niemals einen Teil seiner Schulden getilgt. Zwar zahlt der Staat bei Fälligkeit Anleihen in Milliardenhöhe zurück, er muß aber zu deren Refinanzierung sofort neue Anleihen (u.a. Bundesschatzbriefe) auflegen. Der Staat schuldet also immer nur um. Inzwischen müssen sogar Schulden gemacht werden, um die Zinsen für die alten Schulden bezahlen zu können.



Gesamtverschuldung Deutschlands seit 1980
Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden und Zweckverbänden.
Stand: 10. Januar 2005
Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet + DESTATIS.
Jahr Schuldenstand
am Jahresende
Anstieg um Schulden
bezogen auf
das BIP
 1)
Wer regierte
im Bund?
Insgesamt
gezahlte
Zinsen
 2)
Anm.
1955 11 Mrd. Euro Mrd. Euro % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro 6
1960 29 Mrd. Euro Mrd. Euro % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1965 43 Mrd. Euro Mrd. Euro 18,4 % CDU/CSU + FDP 1,8 Mrd. Euro  
1969 62 Mrd. Euro Mrd. Euro % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1980 237 Mrd. Euro Mrd. Euro 31,4 % SPD + FDP 15,1 Mrd. Euro  
1981 274 Mrd. Euro +37 Mrd. Euro 34,3 % SPD + FDP Mrd. Euro  
1982 311 Mrd. Euro +37 Mrd. Euro 37,4 % SPD + FDP Mrd. Euro 7
1983 341 Mrd. Euro +30 Mrd. Euro 39,1 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1984 364 Mrd. Euro +23 Mrd. Euro 39,8 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1985 387 Mrd. Euro +23 Mrd. Euro 40,5 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1986 406 Mrd. Euro +19 Mrd. Euro 40,2 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1987 432 Mrd. Euro +26 Mrd. Euro 41,4 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1988 460 Mrd. Euro +28 Mrd. Euro 41,8 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1989 473 Mrd. Euro +13 Mrd. Euro 40,5 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1990 536 Mrd. Euro +63 Mrd. Euro 42,1 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1991 596 Mrd. Euro +60 Mrd. Euro 39,7 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro 3
1992 681 Mrd. Euro +85 Mrd. Euro 42,1 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1993 766 Mrd. Euro +85 Mrd. Euro 47,1 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1994 840 Mrd. Euro +74 Mrd. Euro 49,4 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1995 1.009 Mrd. Euro +169 Mrd. Euro 57,1 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1996 1.069 Mrd. Euro +60 Mrd. Euro 59,8 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1997 1.119 Mrd. Euro +50 Mrd. Euro 61,0 % CDU/CSU + FDP Mrd. Euro  
1998 1.153 Mrd. Euro +34 Mrd. Euro 60,9 % CDU/CSU + FDP 68,4 Mrd. Euro  
1999 1.183 Mrd. Euro +30 Mrd. Euro 61,2 % SPD + Grüne 69,8 Mrd. Euro  
2000 1.198 Mrd. Euro +15 Mrd. Euro 60,2 % SPD + Grüne 67,5 Mrd. Euro 4
2001 1.204 Mrd. Euro +6 Mrd. Euro 59,5 % SPD + Grüne 66,5 Mrd. Euro 4
2002 1.253 Mrd. Euro +49 Mrd. Euro 60,8 % SPD + Grüne 66,0 Mrd. Euro  
2003 1.325 Mrd. Euro +72 Mrd. Euro 64,2 % SPD + Grüne Mrd. Euro Geschätzt
2004 1.430 Mrd. Euro 105 Mrd. Euro % SPD + Grüne Mrd. Euro 58
2005 Mrd. Euro Mrd. Euro % SPD + Grüne Mrd. Euro  
2006 Mrd. Euro Mrd. Euro % CDU/CSU + SPD Mrd. Euro  
2007 Mrd. Euro Mrd. Euro %   Mrd. Euro  
2008 Mrd. Euro Mrd. Euro %   Mrd. Euro  
Summe der von 1965–2002 zu zahlenden Zinsen: 1123,2 Mrd. Euro 2
  1) Nach den Maastrich-Kriterien darf die Gesamtverschuldung 60 % des BIP nicht übersteigen!
  2) Quelle: „Die Schuldenfalle“ von Dieter Meyer. *
  3) Ab 1991 beziehen sich die Zahlen auf das vereinigte Deutschland.
  4) Wg. der außerordentlichen UMTS-Lizenerlöse stieg die Verschuldung geringer.
  5) Wg. der Steuerausfälle wurde ein Rekord-Zuwachs der Verschuldung erwartet (allein die BuReg plante 40,5 Mrd. Euro).
  6) Weitere Koalitionspartner waren BHE + DP.
  7) Ab Herbst 1982 CDU/CSU + FDP.
  8) Im Mai 2004 fordern alle Rechnungshofs-Präsidenten einen Stop der Staatsverschuldung, was alle Politiker ignorierten.

 
Mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird die Größe einer Volkswirtschaft pro Jahr beschrieben. Das BIP ist die Summe der Geldwerte aller im Inland verkauften Güter und erbrachten Dienstleistungen. Das BIP für Deutschland liegt derzeit (2002) bei etwa 2.000 Mrd. Euro pro Jahr.
Damit liegt die Obergrenze erlaubter staatlicher Verschuldung nach dem Euro-Stabilitätspakt von 1996 bei 1.200 Mrd. Euro (60 % des BIPs). Diese Grenze ist längst überschritten, ohne daß es bislang zu Sanktionen der EU gekommen ist.
[Links zur Staatsverschuldung]
Schulden der öffentlichen Haushalte
Links zu Zahlen-Tabellen beim Bundesfinanzministerium
Stand: 8. März 2004
1950–1955 1956–1960 1961–1965 1966–1970
1971–1975 1976–1980 1981–1985 1986–1990
1991–1995 1996–2000 2001–2003  


[07.05.2004:
Memorandum der Präsidenten der Rechnungshöfe zur Staatsverschuldung]

[29.09.2004: Bundesfinanzminister Eichel muss 43 Milliarden Euro Schulden machen]   (DER SPIEGEL)

[09.10.2004: Bundesbankpräsident Axel Weber fordert Stopp der Ausgabenpolitik]   (DER SPIEGEL)

[27.06.2005: SPIEGEL-Titel: Der Schuldenstaat]   (DER SPIEGEL – 26/2005)



7. Die Bundesfinanzminister

Die Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland
Diese Leute sind verantwortlich für die enorme Staatsverschuldung.
Stand: 17. Dezember 2005
Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet.
Nr. Zeitraum Minister Partei Anm.
1. 1949–1957 Fritz Schäffer CSU  
2. 1957–1961 Franz Etzel CDU  
3. 1961–1962 Heinz Starke FDP  
4. 1962–1966 Rolf Dahlgrün FDP  
5. 1966–1966 Kurt Schmücker CDU  
6. 1966–1969 Franz Josef Strauß CSU  
7. 1969–1971 Alex Möller SPD  
8. 1971–1972 Karl Schiller SPD  
9. 1972–1974 Helmut Schmidt SPD  
10. 1974–1978 Hans Apel SPD  
11. 1978–1982 Hans Matthöfer SPD  
12. 1982–1982 Manfred Lahnstein SPD  
13. 1982–1989 Gerhard Stoltenberg CDU  
14. 1989–1998 Theo Waigel CSU  
15. 1998–1999 Oskar Lafontaine SPD  
16. 1999–2005 Hans Eichel SPD  
17. 2005–xxx Peer Steinbrück SPD Diplom-Volkswirt, ein Fachmann.




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