1.11.2005 (khd). Nachdem sich die SPD am Reformationstag eine Führungskrise eingebrockt hat, ist die Bildung einer stabilen Großen Koalition eher unwahrscheinlich geworden. Als Ausweg bliebe dann nur das Ansetzen von weiteren Neuwahlen. Aber wer würde dabei gewinnen...11.11.2005 (khd). Mit dem heutigen Abschluß eines Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD sind Neuwahlen vom Tisch. Und insofern geben die folgenden Zahlen ein Stimmungsbild über die (künftige) Regierungsarbeit der Großen Koalition wieder.
| Prognosen für Neuwahlen zum Bundestag Umfrage-Ergebnisse der Meinungsforscher. Stand: August 2006 Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet. 1) |
||||||||||||||||
| Nr. | Sonntags- frage per |
Aktuelle Themen | Anteile der Parteien 2) | Limit 3) |
Stärke der Lager 4) | Bemerkungen | Anm | |||||||||
| CDU CSU |
SPD | FDP | Grüne | Die Linke |
Andere | Links | Rechts | Ampel | Rot- Grün |
Ja- maica Koal. |
||||||
| 18.09.2005 |
Zum Vergleich: Das Ergebnis der Bundestags-Wahl vom 2005: |
27,8 % +7,4 % = 35,2 % |
34,2 % | 9,8 % | 8,1 % | 8,7 % | 4,0 % | 48,00 % | 51,0 % | 45,0 % | 52,1 % | 42,3 % | 53,1 % | Der 16. Bundestag hat 614 Abgewordnete. Da keine der kleinen Koalitionen ‚ging‘, lief alles auf die Große Koalition mit 69,4 % hinaus. [mehr] | ||
| [ Die Bundestagswahl 2005 ] | ||||||||||||||||
| 1. | 25.09.2005 | Eine Woche nach der Wahl. (ARD23.09.) | 35,0 % | 34,0 % | 10,0 % | 8,0 % | 9,0 % | 4,0 % | 48,00 % | 51,0 % | 45,0 % | 52,0 % | 42,0 % | 53,0 % | Trotz großer Verwunderung und Diskussion über das Wahlergebnis bleibt es im Prinzip beim Resultat vom 18.9.2005. | 5) |
| 2. | 30.10.2005 | Halbzeit der Koalitions- Verhandlungen. (SP31.10.) | 36,0 % | 34,0 % | 9,0 % | 9,0 % | 9,0 % | 3,0 % | 48,50 % | 52,0 % | 45,0 % | 52,0 % | 43,0 % | 54,0 % | ||
| 3. | 6.11.2005 | Nach dem SPD-Chaos. (ARD4.11.) | 37,0 % | 32,0 % | 10,0 % | 9,0 % | 9,0 % | 3,0 % | 48,50 % | 50,0 % | 47,0 % | 51,0 % | 41,0 % | 56,0 % | Union + FDP profitieren klar vom Chaos bei der SPD. | |
|
Die gerupften Volkparteien haben verstanden: Am 11.11.2005 schlossen CDU + CSU und SPD einen
Koalitionsvertrag. Denn Neuwahlen wären wohl für sie ‚tödlich‘ gewesen. Das ist also vom Tisch. |
||||||||||||||||
| 4. | 20.11.2005 | Vor der Wahl der Kanzlerin. (ARD17.11.) | 34,0 % | 34,0 % | 11,0 % | 9,0 % | 9,0 % | 3,0 % | 48,50 % | 52,0 % | 45,0 % | 54,0 % | 43,0 % | 54,0 % | Der Rückgang der Union geht vor allem zu Lasten der CSU. | 6) |
| 5. | 29.01.2006 | Merkel regiert seit dem 22.11.2005. (ARD26.01.) | 40,0 % | 33,0 % | 8,0 % | 8,0 % | 8,0 % | 3,0 % | 48,50 % | 49,0 % | 48,0 % | 49,0 % | 41,0 % | 56,0 % | Die Union hat deutlich zugelegt. Die SPD stagniert unter Platzeck. | |
| 6. | 5.03.2006 | Merkel regiert nun 100 Tage. (ARD3.03.) | 41,0 % | 30,0 % | 9,0 % | 10,0 % | 7,0 % | 3,0 % | 48,50 % | 47,0 % | 50,0 % | 49,0 % | 40,0 % | 60,0 % | Die linke Mehrheit ist weg. Die SPD müßte in die Opposition. | |
| 7. | 21.05.2006 | Ärger in der Gr. Koalition. (ARD21.05.) | 37,0 % | 30,0 % | 10,0 % | 9,0 % | 9,0 % | 5,0 % | 47,50 % | 48,0 % | 47,0 % | 49,0 % | 39,0 % | 56,0 % | Die Gr. Koalition schwächelt, da keine Wirk-Reformen in Sicht. | 7) |
| 8. | 30.07.2006 | Bürger unzufrieden mit Gr. Koalition. (SP31.07.) | 34,0 % | 30,0 % | 12,0 % | 9,0 % | 10,0 % | 5,0 % | 47,50 % | 49,0 % | 46,0 % | 51,0 % | 39,0 % | 55,0 % | Auch die Gesundheitsreform wird wohl kein großer Wurf. | |
| 9. | 3.09.2006 | Frust über CDU + SPD hält an. (Forsaxx.08.) | 30,0 % | 29,0 % | 14,0 % | 10,0 % | 12,0 % | 5,0 % | 47,50 % | 51,0 % | 44,0 % | 53,0 % | 39,0 % | 54,0 % | Schwarz-Gelb ist deutlich von einer Mehrheit entfernt. Linkslager stabil. | |
| 10. | .2006 | xxx. | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | xxx. | |
| 11. | .2006 | xxx. | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | xxx. | |
| 12. | .2006 | xxx. | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | xxx. | |
| Alle Umfrage-Ergebnisse sind mit einem absoluten Fehler von ±1,5 % behaftet. Angesichts des geringen Unterschieds zwischen den beiden Lager, kann der in der Spalte "Bemerkungen" vermutete Ausgang einer Wahl auch genau entgegengesetzt sein. | ||||||||||||||||
22.11.2005 (khd). Bereits am Martinstag 2005 schlossen CDU, CSU und SPD einen Koalitionsvertrag. Heute wurde Frau Dr. Angela Merkel (CDU) zur ersten Bundeskanzlerin Deutschlands gewählt. Ob nun die Große Koalition unter der Kanzlerin Merkel Erfolg hat, wird künftig an den folgenden monatlichen Zahlen der Arbeitslosigkeit abzulesen sein. Sie stellen zunächst das alleinige Qualitäts- Kriterium dar.Als erster, plausibler Ansatz für ein Qualitäts-Kriterium Q wurde gewählt:
![]()
(1)
Mit Gleichung (1) kann die Qualität der Großen Koalition Q aufgrund der monatlichen Arbeitslosenzahlen n wenn's denn wie versprochen läuft zwischen 0 (bei n = N) und 100 (bei n = 0, also keine Arbeitslose mehr) beschrieben werden. Sollte ansonsten die Zahl der Arbeitslosen über den Referenzwert N (Arbeitslose im November 2005) steigen, dann wird die Qualität Q der Regierung negativ, wie sie es bereits vor dem November 2005 war.Als Referenzwert N wird die Arbeitslosenzahl vom November 2005 verwendet, d. h.
N = 4,531 Mio. (2)
Arbeitslosigkeit unter der Großen Koalition
Monatliche Arbeitslosen-Zahlen in Deutschland ab 2005 mit Qualitäts-Kriterium
für die Regierung auf der Basis N = 4,531 Mio. (Nov. 2005).
Stand: 30. April 2008
Quelle: Bundesagentur für Arbeit + Internet-Recherchen.Monat Arbeitslose n
17)Quote p Q Wer regierte
im Bund? 7)Anm. Nov. 2004 4,257 Mio. % +6,0 SPD + Grüne Dez. 2004 4,464 Mio. % +1,5 SPD + Grüne 2 0 0 5 Jan. 2005 5,087 Mio. 12,3 % 12,3 SPD + Grüne Ab Januar 2005 tauchen in der Arbeitslosen-Statistik wg. der HARTZ-Gesetze reichlich bisherige Sozialhilfe-Empfänger auf. Feb. 2005 5,289 Mio. 12,7 % 16,7 SPD + Grüne 1) Mrz. 2005 Mio. % SPD + Grüne Apr. 2005 5,052 Mio. 12,2 % 11,5 SPD + Grüne Mai 2005 4,807 Mio. 11,6 % 6,1 SPD + Grüne Jun. 2005 4,780 Mio. 11,3 % 5,5 SPD + Grüne Jul. 2005 4,867 Mio. 11,7 % 7,4 SPD + Grüne Aug. 2005 4,798 Mio. 11,6 % 5,9 SPD + Grüne Sep. 2005 4,647 Mio. 11,2 % 2,6 SPD + Grüne 2) Okt. 2005 4,556 Mio. 11,0 % 0,6 Interregnum Nov. 2005 4,531 Mio. 10,9 % 0,0 Interregnum = N 3) 4) Dez. 2005 4,605 Mio. 11,1 % 1,6 Union + SPD 5) 2 0 0 6 Jan. 2006 5,012 Mio. 12,1 % 10,6 Union + SPD 8) Feb. 2006 5,048 Mio. 12,2 % 11,4 Union + SPD 9) Mrz. 2006 4,976 Mio. 12,0 % 9,8 Union + SPD Apr. 2006 4,790 Mio. 11,5 % 5,7 Union + SPD Mai 2006 4,535 Mio. 10,8 % 0,1 Union + SPD 12) Jun. 2006 4,397 Mio. 10,5 % 3,0 Union + SPD 10) Jul. 2006 4,386 Mio. 10,5 % 3,2 Union + SPD Aug. 2006 4,372 Mio. 10,5 % 3,5 Union + SPD Sep. 2006 4,238 Mio. 10,1 % 6,5 Union + SPD 6) 11) Okt. 2006 4,085 Mio. 9,8 % 9,8 Union + SPD 13) Nov. 2006 3,995 Mio. 9,6 % 11,8 Union + SPD 14) Dez. 2006 4,008 Mio. 9,6 % 11,6 Union + SPD 2 0 0 7 Jan. 2007 4,247 Mio. 10,2 % 6,3 Union + SPD Feb. 2007 4,222 Mio. 10,1 % 6,8 Union + SPD Mrz. 2007 4,108 Mio. 9,8 % 9,3 Union + SPD Apr. 2007 3,967 Mio. 9,5 % 12,4 Union + SPD 15) Mai 2007 3,806 Mio. 9,1 % 16,0 Union + SPD Jun. 2007 3,687 Mio. 8,8 % 18,6 Union + SPD Jul. 2007 3,715 Mio. 8,9 % 18,0 Union + SPD Aug. 2007 3,705 Mio. 8,8 % 18,2 Union + SPD Sep. 2007 3,540 Mio. 8,4 % 21,9 Union + SPD Okt. 2007 3,434 Mio. 8,2 % 24,2 Union + SPD Nov. 2007 3,378 Mio. 8,1 % 25,4 Union + SPD 16) Dez. 2007 3,406 Mio. 8,1 % 24,8 Union + SPD 2 0 0 8 Jan. 2008 3,659 Mio. 8,7 % 19,2 Union + SPD Feb. 2008 3,617 Mio. 8,6 % 20,2 Union + SPD Mrz. 2008 3,507 Mio. 8,4 % 22,6 Union + SPD Apr. 2008 3,414 Mio. 8,1 % 24,7 Union + SPD Mai 2008 Mio. % Union + SPD Jun. 2008 Mio. % Union + SPD 1) Das ist ein neuer Nachkriegsrekord (nach 1945).
2) Nach der Bundestagswahl 2005.
3) Das ist der Bezugswert für die weitere Qualitätsbetrachtung. Schwarz-Rot ist seit dem 22.11.2005 im Amt.
4) Hauptursache des Absinkens um 25.000 ist die milde Witterung im November 2005. Noch keine Trendwende.
5) Immerhin soll die Zunahme geringer als sonst üblich ausgefallen sein.
6) Im September 2006 ist die Schonfrist von 3 x 100 Tagen abgelaufen nun gilt's!
7) Union = CDU + CSU.
8) Von Aufschwung keine Spur. Dafür gibt's reichlich Ausreden zu hören... (Wetter, Sondereffekte usw. usf.)
9) Die 100-Tage-Bilanz: Sieht damit miserabel aus. Und es ist kaum eine wirksame gesetzliche Verbesserung unterwegs.
10) Die 200-Tage-Bilanz: Kein Durchbruch, da nur das Ausgangsniveau erreicht wurde.
11) Die 300-Tage-Bilanz: Bundesregierung agiert konfus bei Arbeitslosen-Bekämpfung. Nachhaltiger Erfolg eher fraglich.
12) Aufschwung!? Wohl eher so: Nach 1/2 Jahr wurde das Ausgangsniveau vom Nov. 2005 wieder erreicht.
13) Das ist der niedrigste Stand seit fast 4 Jahren (Q = 10). Ein Aufschwung zeichnet sich doch noch ab.
14) Die Arbeitslosenzahl liegt erstmals seit 2002 wieder unter 4 Millionen.
15) Die Zahl der angemeldeten offenen Stellen beträgt gleichzeitig rund 900.000.
16) Es soll 1. Mio. offene Stellen geben. Wieviel 1-Euro-Jobber und Frührentner es gibt, wird nicht mitgeteilt.
17) Notiert sind hier die von der Bundesagentur für Arbeit zum jeweiligen Monatswechsel ursprünglich publizierten Zahlen.
![]()
Die Entwicklung seit November 2004 des nach der Formel (1) berechneten Qualitäts-Indexes des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit. Als Referenzwert wurde N = 4,531 Millionen Arbeitslose vom November 2005 (Start der Großen Koalition) gewählt. SE = Sommer-Einbruch. (Grafik: 30.4.2008 khd)
Noch keine Trendumkehr erkennbar
6.8.2006 (khd). Anfang August 2006 ist noch nicht erkennbar, ob die Politik der Großen Koalition eine nachhaltige Trendumkehr bewirkt hat. Immerhin hatte zumindest im November 2004 Rot-Grün schon einmal besser dagestanden.3.9.2006 (khd). Die Bundeskanzlerin Merkel (CDU) erklärte am 21.8.2006, die Wende zum Besseren sei geschafft. Es könnte so sein, denn der leichte Sommer-Einbruch fiel 2006 aus. Aber sicher ist das erst, wenn die Konjunktur deutlicher angezogen hat. Und diese ist durch die Mehrwertsteuer- Erhöhung zum 1.1.2007 in Gefahr.
Indikatoren für einen Aufschwung
2.11.2006 (khd). Vergleicht man den Q-Verlauf von 2005 mit 2006 in den Monaten 110, ist ein deutlicher Shift zu positiveren Q-Werten festzustellen. Er beträgt im Mittel 6,5 Q-Punkte (Median +7,5). Außerdem wurde 2006 der übliche Sommer-Einbruch (SE) durch einen kompensierenden Zuwachs ausgeglichen. Das und die 2006 stärker ausgefallene Herbstbelebung sind Anzeichen für eine positive Entwicklung des Arbeitsmarkts. Es sind Indikatoren für einen sich anbahnenden Wirtschaftsaufschwung. Inwieweit allerdings die aktuelle Statistik der Absolut-Zahlen durch die Einführung der 1-Euro-/Mini-Jobs gegenüber früheren Jahren verfälscht ist also nicht die realen Verhältnisse am Arbeitsmarkt wiedergibt, läßt sich aus d(ies)en Zahlen nicht ablesen.
| Deutsche Bundeskanzler seit 1949 Ergebnisse der Wahlen im Bundestag. 1) Stand: 22. November 2005 Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet. |
||||||||
| Nr. | Amtszeit | Bundeskanzler | Partei | Frühere Funktionen | Erstmals gewählt | Anm. | ||
| am | im | mit | ||||||
| 1. | 19491963 | Konrad Adenauer | CDU | Mitglied des Parlamentarischen Rats, Oberbürgermeister von Köln |
.1949 | 1. Wahlgang | xxx von xxx | |
| 2. | 19631965 | Ludwig Erhard | CDU | Bundeswirtschaftsminister | .1963 | 1. Wahlgang | xxx von xxx | |
| 3. | 19661969 | Kurt Georg Kiesinger | CDU | Ministerpräsident von Baden-Württemberg | .1966 | 1. Wahlgang | xxx von xxx | |
| 4. | 19691974 | Willy Brandt | SPD | SPD-Chef, Regierender Bürgermeister von Berlin |
.1969 | 1. Wahlgang | xxx von xxx | |
| 5. | 19741982 | Helmut Schmidt | SPD | Bundesinnenminister, Innensenator von Hamburg |
.1974 | 1. Wahlgang | xxx von xxx | |
| 6. | 19821998 | Helmut Kohl | CDU | CDU-Chef, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz |
.1982 | 1. Wahlgang | xxx von xxx | 2) |
| 7. | 19982005 | Gerhard Schröder | SPD | Ministerpräsident von Niedersachsen | 27.10.1998 | 1. Wahlgang | 351 von xxx | 4) |
| 8. | Ab 2005 | Dr. Angela Merkel | CDU | CDU-Chefin, Bundesumweltministerin |
22.11.2005 | 1. Wahlgang | 397 von 614 | 3) |
| [ Der Bundeskanzler im Internet ] | ||||||||
|
1) Der Bundestag geht aus Urwahlen den Bundestagswahlen hervor. 2) Die Erstwahl erfolgte per konstruktiven Mißtrauensvotum, wodurch Helmut Schmidt gestürzt wurde. Die FDP hatte die Fahnen gewechselt. 3) Die Regierungsbildung dieser Großen Koalition wurde im Internet umfangreich dokumentiert: 4) Kanzler Schröder erhielt sogar 6 Stimmen der Opposition, denn Rot-Grün hatte nur 345 Abgeordnete. |
||||||||
25.12.2005 (khd). Am 17. September 2006 wird Berlin ein neues Parlament wählen das Abgeordnetenhaus von Berlin. Das wird vermutlich eine spannende Wahl. Denn in Berlin wird wohl die WASG getrennt von der PDS (Linkspartei) antreten, auch wenn darüber Gysi und Lafontaine noch so viel schimpfen. Es ist aber Fakt: Die Berliner PDS hat 2004 für den Verkauf der lukrativen GSW an eine Heuschrecke (mit einem Geheim-Vertrag!) zum erheblichen Nachteil der Mieter und Berlins gestimmt, nur um mitregieren zu können. Die WASG kritisiert das heftig und dürfte im Herbst 2006 in jedem Fall zum Zünglein an der Waage werden.
| Prognosen für die Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl 2006 Umfrage-Ergebnisse der Meinungsforscher. Stand: 8. März 2007 Quellen: Diverse Tageszeitungen + Recherchen im Internet. |
|||||||||||||||
| Nr. | Sonntags- frage per |
Wichtige Themen | Anteile der Parteien 1) | Limit 2) |
Stärke der Lager | Bemerkungen | Anm. | ||||||||
| SPD | CDU | FDP | Grüne | Linke | WASG | Andere | Rot- Rot |
Rot- Grün |
CDU- FDP |
||||||
| 21.10.2001 |
Zum Vergleich: Das Ergebnis der AH-Wahl von 2001: |
29,7 % | 23,8 % | 9,9 % | 9,1 % | 22,6 % | ---- | 4,9 % | 47,55 % | 52,3 % | 38,8 % | 33,7 % | Rot-Rot regiert dann mehr schlecht als recht. Die Deindustrialisierung schritt voran. | ||
| 1. | 31.07.2005 | Der Wahlkampf für die Bundestagswahlen hat begonnen. | 26,0 % | 29,0 % | 6,0 % | 14,0 % | 14,0 % | 6,0 % | 5,0 % | 47,50 % | 40,0 % | 40,0 % | 35,0 % | Rot-Rot hat keine Mehrheit mehr. | |
| 2. | 21.08.2005 | Der Bundestagswahlkampf hinterläßt Spuren. Die Berliner CDU hat noch immer kein Führungspersonal. | 29,0 % | 27,0 % | 8,0 % | 14,0 % | 18,0 % | <---- | 4,0 % | 48,00 % | 47,0 % | 43,0 % | 35,0 % | CDU verliert. Rot- Rot könnte aber auch nicht weiterregieren. | |
| 3. | 16.10.2005 | Nach der Bundestagswahl
und 1 Jahr vor der Berlin-Wahl.
|
34,0 % | 20,0 % | 8,0 % | 14,8 % | 18,2 % | <---- | 5,0 % | 47,50 % | 52,2 % | 48,8 % | 28,0 % | CDU verliert stark. Sogar Rot- Grün könnte regieren. | 3) |
| 4. | 20.11.2005 | Nachdem sich im Bund die
Große Koalition abzeichnet, erreicht
Berliner CDU einen Tiefststand.
|
39,0 % | 19,0 % | 8,0 % | 13,0 % | 16,0 % | <---- | 5,0 % | 47,50 % | 55,0 % | 52,0 % | 27,0 % | Rot-Rot oder Rot- Grün könnten regieren. CDU verliert weiter. | 4) |
| 5. | 25.12.2005 | Im Bund
regiert Schwarz-Rot.
In Berlin hat die CDU noch immer keinen Kandidaten.
|
35,0 % | 21,0 % | 8,0 % | 14,0 % | 16,0 % | <---- | 6,0 % | 47,00 % | 51,0 % | 49,0 % | 29,0 % | Rot-Rot könnte also weiter in Berlin regieren. Aber... | 5) |
| 6. | 29.01.2006 | Die CDU hat sich den Außenpolitiker Friedbert Pflüger als Spitzenkandidat ausgeguckt. 6) | 34,0 % | 23,0 % | 7,0 % | 15,0 % | 16,0 % | <---- | 5,0 % | 47,50 % | 50,0 % | 49,0 % | 30,0 % | Rot-Rot könnte weiter in Berlin regieren. Aber es gilt weiterhin der WASG-Vorbehalt. |
|
| 7. | 12.02.2006 | Pflüger sieht noch kein Land + Rot-Rot knabbert
an verfehlter Wohnungspolitik.
|
35,0 % | 24,0 % | 6,0 % | 13,0 % | 13,0 % | 4,0 % | 5,0 % | 45,50 % | 48,0 % | 48,0 % | 30,0 % | Für Rot-Rot wird es jetzt knapp, denn die WASG kann nun wohl die 5 % erreichen. | |
| 8. | 12.03.2006 | Pflüger hat wohl Tritt gefaßt.
Aber die SPD wird stärker.
|
37,0 % | 25,0 % | 7,0 % | 12,0 % | 13,0 % | 3,0 % | 3,0 % | 47,00 % | 50,0 % | 49,0 % | 32,0 % | Rot-Rot oder Rot-Grün könnten regieren, denn WASG fällt ab. | 7) |
| 9. | 2.04.2006 | Noch ohne Einfluß: Versagen von Rot-Rot in der Bildungspolitik. | 34,0 % | 26,0 % | 7,0 % | 12,0 % | 13,0 % | 4,0 % | 4,0 % | 46,00 % | 47,0 % | 46,0 % | 34,0 % | Es wird vom WASG-Abschneiden abhängen, wer regiert. | 8) |
| 10. | 7.05.2006 | Merkwürdig: Schwarz + Gelb fallen ab. Die machen was falsch, aber was... | 36,0 % | 23,0 % | 5,0 % | 14,0 % | 13,0 % | 3,0 % | 6,0 % | 45,50 % | 49,0 % | 50,0 % | 28,0 % | Rot-Grün oder Rot-Rot könnten regieren. FDP könnte scheitern. | |
| 11. | 14.05.2006 | Aber bei FORSA sieht es anders aus: | 32,0 % | 26,0 % | 6,0 % | 14,0 % | 15,0 % | 1,0 % | 6,0 % | 46,50 % | 47,0 % | 46,0 % | 32,0 % | Rot-Rot könnte weiterregieren. | |
| 12. | 4.06.2006 | Fehler von Rot-Rot werden kaum übel genommen.
|
36,0 % | 21,0 % | 7,0 % | 12,0 % | 15,0 % | 5,0 % | 4,0 % | 48,00 % | 51,0 % | 48,0 % | 28,0 % | Schwarz-Gelb hat in Berlin keine Chance. Es bleibt bei Rot-Rot. | 9) |
| 13. | 6.08.2006 | CDU + FDP haben in Berlin keine Regierungs-Chance. (ARD3.8.) | 35,0 % | 23,0 % | 8,0 % | 13,0 % | 15,0 % | 3,0 % | 3,0 % | 47,00 % | 50,0 % | 48,0 % | 31,0 % | Falls Grün nicht zulegt, würde wohl Rot-Rot weiterregieren. | 10) |
| 14. | 27.08.2006 | Ist die Wahl für Rot-Rot schon gelaufen? (TNS-Emnid)
|
33,0 % | 21,0 % | 9,0 % | 14,0 % | 16.0 % | 3,0 % | 4,0 % | 46,50 % | 49,0 % | 47,0 % | 30,0 % | Berlin-Trend sagt, es wird wohl wieder Rot-Rot. | 10) |
| 15. | 10.09.2006 | Eine Woche vor der Wahl ist wohl alles klar. (ARD7.9.) | 33,0 % | 21,0 % | 7,0 % | 14,0 % | 15,0 % | 3,0 % | 7,0 % | 45,00 % | 48,0 % | 47,0 % | 28,0 % | Rot-Rot oder Rot-Grün, nur das ist noch die Frage. | 11) |
| 17.09.2006 |
02.15 Uhr (18.9.2006): Vorläufiges Ergebnis der AH-Wahl von 2006: |
30,8 % | 21,3 % | 7,6 % | 13,1 % | 13.4 % | 2,9 % | 10,9 % | 43,10 % | 44,2 % | 43,9 % | 28,9 % | Die SPD hat nun die Wahl. Bemerkenswert das Gesamtergebnis von 13,8 % der kleineren Parteien. | 12) | |
| 53 | 37 | 13 | 23 | 23 | 0 | 0 | 75 | 76 | 76 | 50 | |||||
| 5.10.2006 |
Amtliches Endergebnis der AH-Wahl von 2006: (Mit Ausgleichsmandaten) |
30,8 % | 21,3 % | 7,6 % | 13,1 % | 13.4 % | 2,9 % | 10,9 % | 43,10 % | 44,2 % | 43,9 % | 28,9 % | Es bleibt wohl bei Rot-Rot, denn die SPD hat sich inzwischen für die pflegeleichtere PDS entschieden. | 12) | |
| 53 | 37 | 13 | 23 | 23 | 0 | 0 | 75 | 76 | 76 | 50 | |||||
| 1. | 22.10.2006 | Forsa mißt 1 Monat nach der Wahl. | 28,0 % | 20,0 % | 8,0 % | 15,0 % | 13,0 % | ----> | 16,0 % | 42,00 % | 41,0 % | 43,0 % | 28,0 % | Rot-Rot hätte keine Mehrheit mehr. Kleine Parteien legen 2,2 % zu. | |
| 2. | 4.03.2007 | Infratest-Dimap mißt 1/2 Jahr nach der Wahl. | 31,0 % | 22,0 % | 8,0 % | 16,0 % | 13,0 % | ----> | 10,0 % | 45,00 % | 44,0 % | 47,0 % | 30,0 % | Die rot-grüne Mehrheit wird deut- licher. Die SPD hat falsch gewählt. | 13) |
| 0. | .2007 | xxx. | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | % | xxx. | |
|
1) In Berlin zeichnet sich wg. ungereimten Regierungshandelns
(u.a. GSW-Verkauf und
die Folgen) eine getrennte
Kandidatur von Linke.PDS und WASG ab. Deshalb 2 Spalten. 2) Die (absolute) Mehrheit. Limit = 100 % Andere (die alle unter 5 % sind) / 2. Ein Beispiel: (100 % 8 %) / 2 = 46 %. 3) Die SPD steckt damit in der Zwickmühle, sich zwischen Rot-Rot und Rot-Grün entscheiden zu müssen. Der CDU fehlt es an überzeugendem Personal. 4) Die CDU ist wg. des BGB-Skandals und den finanziellen Folgen für die Stadt sehr weit von einer Regierung entfernt auch nicht mittels ‚Jamaica‘. 5) Sollte aber die WASG getrennt antreten und 5 % holen, könnte Rot-Rot nicht weiterregieren. Es würde dann nur für Rot-Grün reichen. 6) Alle anderen Top-Leute mochten nicht. Aber Pflüger war 1991 durch seine Berlin-Feindlichkeit aufgefallen. Ob ihm das schadet, muß abgewartet werden. 7) In aktuellen Umfragen wünschen sich jetzt viele Berliner eine Koalition vom Typ Rot-Schwarz. Ob sie das dann auch im September wählen? 8) Offensichtlich ist in den Umfragen die Abgrenzung zwischen der Zustimmung zur Linkspartei (PDS) und zur WASG schwierig zu ermitteln. 9) Warum die CDU und ihr Spitzenkandidat Dr. Pflüger so abfallen, bleibt zunächst unklar. Die WASG liegt etwas über 5 %. Grün gibt offensichtlich an die WASG ab. 10) Auch eine Jamaica-Koalition (CDU + FDP + Grüne), von der jetzt so viel geredet wird, ist mit 44,0 % nicht regierungsfähig. 11) Hoffentlich gibt es (wie 1989) keine Überraschung mit den 7 % Anderen, d. h. relevante Stimmen für die NPD bzw. REP. 12) Das Lager der Nichtwähler erreichte 42,0 %! Die CDU hat ihr schlechtestes Ergebnis seit 1948 erzielt. In den Anderen sind u. a. enthalten: Die Grauen 3,8 %, NPD 2,6 %, REP 0,9 %. 13) Die SPD hat falsch gewählt: Sie hätte nicht erneut mit der PDS/Linken koalieren dürfen. Und vermutlich wird sie ihren Fehler bei nächster Gelegenheit korrigieren. |
|||||||||||||||
| Abteilungen und Rubriken des khd-research.net | |||
|
|
|
|
|
| Die "BSE-Page" und "t-off" sind viel beachtete Publikationen des khd-research.net | |||
|