Fakten aus der Politik – Teil 4 khd
Stand:  30.4.2008   (109. Ed.)  –  File: Politik/Facts/Pol_Facts_4.html



I n h a l t :   [Teil 1]   [Teil 2]   [Teil 3]   [Teil 4]   [Teil 5]   [Translation-Service]  

  1. Die Europäische Union.
  2. Ergebnisse der Bundestagswahlen.
  3. Deutschlands Bundespräsidenten.
  4. SPD-Parteivorsitzende.
  5. CDU-Parteivorsitzende.
  6. Verschuldung Deutschlands.
  7. Die Bundesfinanzminister.
  8. Was tut Deutschland für die Bildung?
  1. SPD in der Wählergunst.
  2. Die „Heuschrecken“ kommen. (Fonds)
  3. Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. (BIP)
  4. Ergebnisse der Berliner Wahlen.
  5. Vorgezogene Bundestagswahl 2005.
  6. Programme zur Bundestagswahl 2005.
  7. Nochmals Neuwahlen zum Bundestag?
  8. Entwicklung der Arbeitslosigkeit ab 2005.
  1. Deutschlands Bundeskanzler.
  2. Berlin wählt 2006 sein AH.
  3. Arbeitslosigkeit in Berlin.
  4. Berlin in der Schuldenfalle.
  5. Nettolohn-Entwicklung in D.


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15. Kommt es noch einmal zu Neuwahlen des Bundestags?

1.11.2005 (khd). Nachdem sich die SPD am Reformationstag eine Führungskrise eingebrockt hat, ist die Bildung einer stabilen Großen Koalition eher unwahrscheinlich geworden. Als Ausweg bliebe dann nur das Ansetzen von weiteren Neuwahlen. Aber wer würde dabei gewinnen...

11.11.2005 (khd). Mit dem heutigen Abschluß eines Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD sind Neuwahlen vom Tisch. Und insofern geben die folgenden Zahlen ein Stimmungsbild über die (künftige) Regierungsarbeit der Großen Koalition wieder.

Prognosen für Neuwahlen zum Bundestag
Umfrage-Ergebnisse der Meinungsforscher.
Stand: August 2006
Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet.   1)
Nr. Sonntags-
frage
per
Aktuelle Themen Anteile der Parteien   2) Limit
3)
Stärke der Lager   4) Bemerkungen Anm
CDU
CSU
SPD FDP Grüne Die
Linke
Andere Links Rechts Ampel Rot-
Grün
Ja-
maica
Koal.
  18.09.2005 Zum Vergleich:

Das Ergebnis der
Bundestags-Wahl
vom 2005:
27,8 %
+7,4 %
=    
35,2 %
34,2 % 9,8 % 8,1 % 8,7 % 4,0 % 48,00 % 51,0 % 45,0 % 52,1 % 42,3 % 53,1 % Der 16. Bundestag hat 614 Abgewordnete. Da keine der kleinen Koalitionen ‚ging‘, lief alles auf die Große Koalition mit 69,4 % hinaus. [mehr]  
[ Die Bundestagswahl 2005 ]
1. 25.09.2005 Eine Woche nach der Wahl. (ARD–23.09.) 35,0 % 34,0 % 10,0 % 8,0 % 9,0 % 4,0 % 48,00 % 51,0 % 45,0 % 52,0 % 42,0 % 53,0 % Trotz großer Verwunderung und Diskussion über das Wahlergebnis bleibt es im Prinzip beim Resultat vom 18.9.2005.  5)
2. 30.10.2005 Halbzeit der Koalitions- Verhandlungen. (SP–31.10.) 36,0 % 34,0 % 9,0 % 9,0 % 9,0 % 3,0 % 48,50 % 52,0 % 45,0 % 52,0 % 43,0 % 54,0 %  
3. 6.11.2005 Nach dem SPD-Chaos. (ARD–4.11.) 37,0 % 32,0 % 10,0 % 9,0 % 9,0 % 3,0 % 48,50 % 50,0 % 47,0 % 51,0 % 41,0 % 56,0 % Union + FDP profitieren klar vom Chaos bei der SPD.  
Die gerupften Volkparteien haben verstanden: Am 11.11.2005 schlossen CDU + CSU und SPD einen Koalitionsvertrag.
Denn Neuwahlen wären wohl für sie ‚tödlich‘ gewesen. Das ist also vom Tisch.  
4. 20.11.2005 Vor der Wahl der Kanzlerin. (ARD–17.11.) 34,0 % 34,0 % 11,0 % 9,0 % 9,0 % 3,0 % 48,50 % 52,0 % 45,0 % 54,0 % 43,0 % 54,0 % Der Rückgang der Union geht vor allem zu Lasten der CSU.  6)
5. 29.01.2006 Merkel regiert seit dem 22.11.2005. (ARD–26.01.) 40,0 % 33,0 % 8,0 % 8,0 % 8,0 % 3,0 % 48,50 % 49,0 % 48,0 % 49,0 % 41,0 % 56,0 % Die Union hat deutlich zugelegt. Die SPD stagniert unter Platzeck.  
6. 5.03.2006 Merkel regiert nun 100 Tage. (ARD–3.03.) 41,0 % 30,0 % 9,0 % 10,0 % 7,0 % 3,0 % 48,50 % 47,0 % 50,0 % 49,0 % 40,0 % 60,0 % Die linke Mehrheit ist weg. Die SPD müßte in die Opposition.  
7. 21.05.2006 Ärger in der Gr. Koalition. (ARD–21.05.) 37,0 % 30,0 % 10,0 % 9,0 % 9,0 % 5,0 % 47,50 % 48,0 % 47,0 % 49,0 % 39,0 % 56,0 % Die Gr. Koalition schwächelt, da keine Wirk-Reformen in Sicht.  7)
8. 30.07.2006 Bürger unzufrieden mit Gr. Koalition. (SP–31.07.) 34,0 % 30,0 % 12,0 % 9,0 % 10,0 % 5,0 % 47,50 % 49,0 % 46,0 % 51,0 % 39,0 % 55,0 % Auch die Gesundheitsreform wird wohl kein großer Wurf.  
9. 3.09.2006 Frust über CDU + SPD hält an. (Forsa–xx.08.) 30,0 % 29,0 % 14,0 % 10,0 % 12,0 % 5,0 % 47,50 % 51,0 % 44,0 % 53,0 % 39,0 % 54,0 % Schwarz-Gelb ist deutlich von einer Mehrheit entfernt. Linkslager stabil.  
10. .2006 xxx. % % % % % % % % % % % % xxx.  
11. .2006 xxx. % % % % % % % % % % % % xxx.  
12. .2006 xxx. % % % % % % % % % % % % xxx.  
Alle Umfrage-Ergebnisse sind mit einem absoluten Fehler von ±1,5 % behaftet. Angesichts des geringen Unterschieds zwischen den beiden Lager, kann der in der Spalte "Bemerkungen" vermutete Ausgang einer Wahl auch genau entgegengesetzt sein.  
  1) Als Basis wurden vor allem die Messungen von Infratest Dimap verwendet und diese ggfs. mit eigenen Algorithmen korrigiert (SP = SPIEGEL).
  2) Die PDS war im Sommer 2005 mit der WASG (Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit) ein Bündnis eingegangen, das als "Die Linke" firmiert.
  3) Die (absolute) Mehrheit. Limit = 100 % – Andere (die alle unter 5 % sind) / 2. Ein Beispiel: (100 % – 8 %) / 2 = 46 %.
  4) Links = SPD + Grüne + Linke(.PDS).   Rechts = CDU + CSU + FDP.   Ampel = SPD + FDP + Grüne.   Jameica = Union + Grün + FDP.   In Türkis = Mögliche Regierungen.
  5) Die Koalitionen "Ampel", "Rot-Grün-CSU" und "Jamaica" sind extrem unwahrscheinlich geworden, so daß sich nun der Wählerwille "Große Koalitions" (69,4 %) durchsetzen dürfte.
  6) Die Schwäche der CSU hat ihre Ursache in der Wankelmütigkeit und Regierungsunfähigkeit von Edmund Stoiber. *
  7) Die SPD hat inzwischen einen neuen Vorsitzenden: Kurt Beck.



16. Entwicklung der Arbeitslosigkeit ab 2005

22.11.2005 (khd). Bereits am Martinstag 2005 schlossen CDU, CSU und SPD einen Koalitionsvertrag. Heute wurde Frau Dr. Angela Merkel (CDU) zur ersten Bundeskanzlerin Deutschlands gewählt. Ob nun die Große Koalition unter der Kanzlerin Merkel Erfolg hat, wird künftig an den folgenden monatlichen Zahlen der Arbeitslosigkeit abzulesen sein. Sie stellen zunächst das alleinige Qualitäts- Kriterium dar.

Als erster, plausibler Ansatz für ein Qualitäts-Kriterium Q wurde gewählt:
Eq. 1 (1)

Mit Gleichung (1) kann die Qualität der Großen Koalition Q aufgrund der monatlichen Arbeitslosenzahlen n – wenn's denn wie versprochen läuft – zwischen 0 (bei n = N) und 100 (bei n = 0, also keine Arbeitslose mehr) beschrieben werden. Sollte ansonsten die Zahl der Arbeitslosen über den Referenzwert N (Arbeitslose im November 2005) steigen, dann wird die Qualität Q der Regierung negativ, wie sie es bereits vor dem November 2005 war.

Als Referenzwert N wird die Arbeitslosenzahl vom November 2005 verwendet, d. h.
N = 4,531 Mio. (2)


Arbeitslosigkeit unter der Großen Koalition
Monatliche Arbeitslosen-Zahlen in Deutschland ab 2005 mit Qualitäts-Kriterium
für die Regierung auf der Basis N = 4,531 Mio. (Nov. 2005).
Stand: 30. April 2008
Quelle: Bundesagentur für Arbeit + Internet-Recherchen.
Monat Arbeitslose  n
17)
Quote  p  Q Wer regierte
im Bund?
 7)
Anm.
Nov. 2004 4,257 Mio. % +6,0 SPD + Grüne  
Dez. 2004 4,464 Mio. % +1,5 SPD + Grüne  
  2 0 0 5
Jan. 2005 5,087 Mio. 12,3 % –12,3 SPD + Grüne  
Ab Januar 2005 tauchen in der Arbeitslosen-Statistik wg. der HARTZ-Gesetze reichlich bisherige Sozialhilfe-Empfänger auf.
Feb. 2005 5,289 Mio. 12,7 % –16,7 SPD + Grüne 1
Mrz. 2005 Mio. %   SPD + Grüne  
Apr. 2005 5,052 Mio. 12,2 % –11,5 SPD + Grüne  
Mai  2005 4,807 Mio. 11,6 % –6,1 SPD + Grüne  
Jun. 2005 4,780 Mio. 11,3 % –5,5 SPD + Grüne  
Jul. 2005 4,867 Mio. 11,7 % –7,4 SPD + Grüne  
Aug. 2005 4,798 Mio. 11,6 % –5,9 SPD + Grüne  
Sep. 2005 4,647 Mio. 11,2 % –2,6 SPD + Grüne 2
Okt. 2005 4,556 Mio. 11,0 % –0,6 Interregnum  
Nov. 2005 4,531 Mio. 10,9 % 0,0 Interregnum = N 3)   4
Dez. 2005 4,605 Mio. 11,1 % –1,6 Union + SPD 5
  2 0 0 6
Jan. 2006 5,012 Mio. 12,1 % –10,6 Union + SPD 8
Feb. 2006 5,048 Mio. 12,2 % –11,4 Union + SPD 9
Mrz. 2006 4,976 Mio. 12,0 % –9,8 Union + SPD  
Apr. 2006 4,790 Mio. 11,5 % –5,7 Union + SPD  
Mai  2006 4,535 Mio. 10,8 % –0,1 Union + SPD 12
Jun. 2006 4,397 Mio. 10,5 % 3,0 Union + SPD 10
Jul. 2006 4,386 Mio. 10,5 % 3,2 Union + SPD  
Aug. 2006 4,372 Mio. 10,5 % 3,5 Union + SPD  
Sep. 2006 4,238 Mio. 10,1 % 6,5 Union + SPD 6)   11
Okt. 2006 4,085 Mio. 9,8 % 9,8 Union + SPD 13
Nov. 2006 3,995 Mio. 9,6 % 11,8 Union + SPD 14
Dez. 2006 4,008 Mio. 9,6 % 11,6 Union + SPD  
  2 0 0 7
Jan. 2007 4,247 Mio. 10,2 % 6,3 Union + SPD  
Feb. 2007 4,222 Mio. 10,1 % 6,8 Union + SPD  
Mrz. 2007 4,108 Mio. 9,8 % 9,3 Union + SPD  
Apr. 2007 3,967 Mio. 9,5 % 12,4 Union + SPD 15
Mai  2007 3,806 Mio. 9,1 % 16,0 Union + SPD  
Jun. 2007 3,687 Mio. 8,8 % 18,6 Union + SPD  
Jul. 2007 3,715 Mio. 8,9 % 18,0 Union + SPD  
Aug. 2007 3,705 Mio. 8,8 % 18,2 Union + SPD  
Sep. 2007 3,540 Mio. 8,4 % 21,9 Union + SPD  
Okt. 2007 3,434 Mio. 8,2 % 24,2 Union + SPD  
Nov. 2007 3,378 Mio. 8,1 % 25,4 Union + SPD 16
Dez. 2007 3,406 Mio. 8,1 % 24,8 Union + SPD  
  2 0 0 8
Jan. 2008 3,659 Mio. 8,7 % 19,2 Union + SPD  
Feb. 2008 3,617 Mio. 8,6 % 20,2 Union + SPD  
Mrz. 2008 3,507 Mio. 8,4 % 22,6 Union + SPD  
Apr. 2008 3,414 Mio. 8,1 % 24,7 Union + SPD  
Mai  2008 Mio. %   Union + SPD  
Jun. 2008 Mio. %   Union + SPD  
  1) Das ist ein neuer Nachkriegsrekord (nach 1945).
  2) Nach der Bundestagswahl 2005.
  3) Das ist der Bezugswert für die weitere Qualitätsbetrachtung. Schwarz-Rot ist seit dem 22.11.2005 im Amt.
  4) Hauptursache des Absinkens um 25.000 ist die milde Witterung im November 2005. Noch keine Trendwende.
  5) Immerhin soll die Zunahme geringer als sonst üblich ausgefallen sein.
  6) Im September 2006 ist die Schonfrist von 3 x 100 Tagen abgelaufen – nun gilt's!
  7) Union = CDU + CSU.
  8) Von Aufschwung keine Spur. Dafür gibt's reichlich Ausreden zu hören... (Wetter, Sondereffekte usw. usf.) *
  9) Die 100-Tage-Bilanz: Sieht damit miserabel aus. Und es ist kaum eine wirksame gesetzliche Verbesserung unterwegs.
10) Die 200-Tage-Bilanz: Kein Durchbruch, da nur das Ausgangsniveau erreicht wurde.
11) Die 300-Tage-Bilanz: Bundesregierung agiert konfus bei Arbeitslosen-Bekämpfung. Nachhaltiger Erfolg eher fraglich.
12) Aufschwung!? Wohl eher so: Nach 1/2 Jahr wurde das Ausgangsniveau vom Nov. 2005 wieder erreicht.
13) Das ist der niedrigste Stand seit fast 4 Jahren (Q = 10). Ein Aufschwung zeichnet sich doch noch ab.
14) Die Arbeitslosenzahl liegt erstmals seit 2002 wieder unter 4 Millionen.
15) Die Zahl der angemeldeten offenen Stellen beträgt gleichzeitig rund 900.000.
16) Es soll 1. Mio. offene Stellen geben. Wieviel 1-Euro-Jobber und Frührentner es gibt, wird nicht mitgeteilt.
17) Notiert sind hier die von der Bundesagentur für Arbeit zum jeweiligen Monatswechsel ursprünglich publizierten Zahlen.
Qualität des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit
^   Die Entwicklung seit November 2004 des nach der Formel (1) berechneten Qualitäts-Indexes des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit. Als Referenzwert wurde N = 4,531 Millionen Arbeitslose vom November 2005 (Start der Großen Koalition) gewählt. SE = Sommer-Einbruch.   (Grafik: 30.4.2008 – khd)


Noch keine Trendumkehr erkennbar

6.8.2006 (khd). Anfang August 2006 ist noch nicht erkennbar, ob die Politik der Großen Koalition eine nachhaltige Trendumkehr bewirkt hat. Immerhin hatte zumindest im November 2004 Rot-Grün schon einmal besser dagestanden.

3.9.2006 (khd). Die Bundeskanzlerin Merkel (CDU) erklärte am 21.8.2006, die „Wende zum Besseren“ sei geschafft. Es könnte so sein, denn der leichte Sommer-Einbruch fiel 2006 aus. Aber sicher ist das erst, wenn die Konjunktur deutlicher angezogen hat. Und diese ist durch die Mehrwertsteuer- Erhöhung zum 1.1.2007 in Gefahr.

Indikatoren für einen Aufschwung

2.11.2006 (khd). Vergleicht man den Q-Verlauf von 2005 mit 2006 in den Monaten 1–10, ist ein deutlicher Shift zu positiveren Q-Werten festzustellen. Er beträgt im Mittel 6,5 Q-Punkte (Median +7,5). Außerdem wurde 2006 der übliche Sommer-Einbruch (SE) durch einen kompensierenden Zuwachs ausgeglichen. Das und die 2006 stärker ausgefallene Herbstbelebung sind Anzeichen für eine positive Entwicklung des Arbeitsmarkts. Es sind Indikatoren für einen sich anbahnenden Wirtschaftsaufschwung. Inwieweit allerdings die aktuelle Statistik der Absolut-Zahlen durch die Einführung der 1-Euro-/Mini-Jobs gegenüber früheren Jahren verfälscht ist – also nicht die realen Verhältnisse am Arbeitsmarkt wiedergibt, läßt sich aus d(ies)en Zahlen nicht ablesen.

Ein Aufschwung ist da

15.6.2007 (khd). Der Verlauf des Q-Indexes ab Anfang 2007 macht deutlich, daß es in Deutschland einen Wirtschaftsaufschwung gibt, der eine starke Verringerung der Arbeitslosen bewirkt hat. Allerdings ist die absolute Zahl der Arbeitslosen mit über 3,5 Mio. noch immer viel zu hoch. Es muß abgewartet werden, ob sich der Aufschwung noch weiter verstärken kann, um weitere Arbeitslosigkeit abbauen zu können.

Wird im Herbst 2009 ein Q von 50 erreicht?

28.9.2007 (khd). Rechnet man auf der Datenbasis von Mai 2006 bis September 2007 (17 Werte) die weitere Entwicklung in erster Annäherung linear hoch, dann ergibt sich eine Ausgleichsgerade Q = 1,1849 x – 21,6 mit x als einem Monatsindex, wobei x = 0 für den Oktober 2004 gesetzt wurde. Und daraus ergibt sich, daß im Herbst 2009 bei gleichbleibender Entwicklung – also rechtzeitig zur nächsten Bundestagswahl – ein Qualitäts-Index von 50 erreicht werden könnte. Allerdings wären auch dann noch immer etwas über 2 Millionen Menschen ohne bezahlte Arbeit.



17. Deutschlands Bundeskanzler seit 1949

Deutsche Bundeskanzler seit 1949
Ergebnisse der Wahlen im Bundestag.  1)
Stand: 22. November 2005
Quellen: Tageszeitungen + Recherchen im Internet.
Nr. Amtszeit Bundeskanzler Partei Frühere Funktionen Erstmals gewählt Anm.
am im mit
1. 1949–1963 Konrad Adenauer CDU Mitglied des Parlamentarischen Rats,
Oberbürgermeister von Köln
.1949 1. Wahlgang xxx von xxx  
2. 1963–1965 Ludwig Erhard CDU Bundeswirtschaftsminister .1963 1. Wahlgang xxx von xxx  
3. 1966–1969 Kurt Georg Kiesinger CDU Ministerpräsident von Baden-Württemberg .1966 1. Wahlgang xxx von xxx  
4. 1969–1974 Willy Brandt SPD SPD-Chef,
Regierender Bürgermeister von Berlin
.1969 1. Wahlgang xxx von xxx  
5. 1974–1982 Helmut Schmidt SPD Bundesinnenminister,
Innensenator von Hamburg
.1974 1. Wahlgang xxx von xxx  
6. 1982–1998 Helmut Kohl CDU CDU-Chef,
Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
.1982 1. Wahlgang xxx von xxx 2
7. 1998–2005 Gerhard Schröder SPD Ministerpräsident von Niedersachsen 27.10.1998 1. Wahlgang 351 von xxx 4
8. Ab 2005 Dr. Angela Merkel CDU CDU-Chefin,
Bundesumweltministerin
22.11.2005 1. Wahlgang 397 von 614 3
[ Der Bundeskanzler im Internet ]
1) Der Bundestag geht aus Urwahlen – den Bundestagswahlen – hervor.
2) Die Erstwahl erfolgte per konstruktiven Mißtrauensvotum, wodurch Helmut Schmidt gestürzt wurde. Die FDP hatte die Fahnen gewechselt.
3) Die Regierungsbildung dieser Großen Koalition wurde im Internet umfangreich dokumentiert: *
4) Kanzler Schröder erhielt sogar 6 Stimmen der Opposition, denn Rot-Grün hatte nur 345 Abgeordnete.



18. Berlin wählt 2006 sein Abgeordnetenhaus

25.12.2005 (khd). Am 17. September 2006 wird Berlin ein neues Parlament wählen – das Abgeordnetenhaus von Berlin. Das wird vermutlich eine spannende Wahl. Denn in Berlin wird wohl die WASG getrennt von der PDS (Linkspartei) antreten, auch wenn darüber Gysi und Lafontaine noch so viel schimpfen. Es ist aber Fakt: Die Berliner PDS hat 2004 für den Verkauf der lukrativen GSW an eine Heuschrecke (mit einem Geheim-Vertrag!) zum erheblichen Nachteil der Mieter und Berlins gestimmt, nur um mitregieren zu können. Die WASG kritisiert das heftig und dürfte im Herbst 2006 in jedem Fall zum Zünglein an der Waage werden.

Prognosen für die Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl 2006
Umfrage-Ergebnisse der Meinungsforscher.
Stand: 8. März 2007
Quellen: Diverse Tageszeitungen + Recherchen im Internet.  
Nr. Sonntags-
frage
per
Wichtige Themen Anteile der Parteien  1) Limit
2)
Stärke der Lager Bemerkungen Anm.
SPD CDU FDP Grüne Linke WASG Andere Rot-
Rot
Rot-
Grün
CDU-
FDP
  21.10.2001 Zum Vergleich:
Das Ergebnis der
AH-Wahl von 2001:
29,7 % 23,8 % 9,9 % 9,1 % 22,6 % ---- 4,9 % 47,55 % 52,3 % 38,8 % 33,7 % Rot-Rot regiert dann mehr schlecht als recht. Die Deindustrialisierung schritt voran.  
1. 31.07.2005 Der Wahlkampf für die Bundestagswahlen hat begonnen. 26,0 % 29,0 % 6,0 % 14,0 % 14,0 % 6,0 % 5,0 % 47,50 % 40,0 % 40,0 % 35,0 % Rot-Rot hat keine Mehrheit mehr.  
2. 21.08.2005 Der Bundestagswahlkampf hinterläßt Spuren. Die Berliner CDU hat noch immer kein Führungspersonal. 29,0 % 27,0 % 8,0 % 14,0 % 18,0 % <---- 4,0 % 48,00 % 47,0 % 43,0 % 35,0 % CDU verliert. Rot- Rot könnte aber auch nicht weiterregieren.  
3. 16.10.2005 Nach der Bundestagswahl und 1 Jahr vor der Berlin-Wahl. * 34,0 % 20,0 % 8,0 % 14,8 % 18,2 % <---- 5,0 % 47,50 % 52,2 % 48,8 % 28,0 % CDU verliert stark. Sogar Rot- Grün könnte regieren. 3
4. 20.11.2005 Nachdem sich im Bund die Große Koalition abzeichnet, erreicht Berliner CDU einen Tiefststand. * 39,0 % 19,0 % 8,0 % 13,0 % 16,0 % <---- 5,0 % 47,50 % 55,0 % 52,0 % 27,0 % Rot-Rot oder Rot- Grün könnten regieren. CDU verliert weiter. 4
5. 25.12.2005 Im Bund regiert Schwarz-Rot. In Berlin hat die CDU noch immer keinen Kandidaten. * 35,0 % 21,0 % 8,0 % 14,0 % 16,0 % <---- 6,0 % 47,00 % 51,0 % 49,0 % 29,0 % Rot-Rot könnte also weiter in Berlin regieren. Aber... 5
6. 29.01.2006 Die CDU hat sich den Außenpolitiker Friedbert Pflüger als Spitzenkandidat ausgeguckt.  6) 34,0 % 23,0 % 7,0 % 15,0 % 16,0 % <---- 5,0 % 47,50 % 50,0 % 49,0 % 30,0 % Rot-Rot könnte weiter in Berlin regieren. Aber es gilt weiterhin der WASG-Vorbehalt. *
7. 12.02.2006 Pflüger sieht noch kein Land + Rot-Rot knabbert an verfehlter Wohnungspolitik. * 35,0 % 24,0 % 6,0 % 13,0 % 13,0 % 4,0 % 5,0 % 45,50 % 48,0 % 48,0 % 30,0 % Für Rot-Rot wird es jetzt knapp, denn die WASG kann nun wohl die 5 % erreichen.  
8. 12.03.2006 Pflüger hat wohl Tritt gefaßt. Aber die SPD wird stärker. * 37,0 % 25,0 % 7,0 % 12,0 % 13,0 % 3,0 % 3,0 % 47,00 % 50,0 % 49,0 % 32,0 % Rot-Rot oder Rot-Grün könnten regieren, denn WASG fällt ab. 7
9. 2.04.2006 Noch ohne Einfluß: Versagen von Rot-Rot in der Bildungspolitik. 34,0 % 26,0 % 7,0 % 12,0 % 13,0 % 4,0 % 4,0 % 46,00 % 47,0 % 46,0 % 34,0 % Es wird vom WASG-Abschneiden abhängen, wer regiert. 8
10. 7.05.2006 Merkwürdig: Schwarz + Gelb fallen ab. Die machen was falsch, aber was... 36,0 % 23,0 % 5,0 % 14,0 % 13,0 % 3,0 % 6,0 % 45,50 % 49,0 % 50,0 % 28,0 % Rot-Grün oder Rot-Rot könnten regieren. FDP könnte scheitern.  
11. 14.05.2006 Aber bei FORSA sieht es anders aus: 32,0 % 26,0 % 6,0 % 14,0 % 15,0 % 1,0 % 6,0 % 46,50 % 47,0 % 46,0 % 32,0 % Rot-Rot könnte weiterregieren.  
12. 4.06.2006 Fehler von Rot-Rot werden kaum übel genommen. * 36,0 % 21,0 % 7,0 % 12,0 % 15,0 % 5,0 % 4,0 % 48,00 % 51,0 % 48,0 % 28,0 % Schwarz-Gelb hat in Berlin keine Chance. Es bleibt bei Rot-Rot. 9
13. 6.08.2006 CDU + FDP haben in Berlin keine Regierungs-Chance. (ARD–3.8.) 35,0 % 23,0 % 8,0 % 13,0 % 15,0 % 3,0 % 3,0 % 47,00 % 50,0 % 48,0 % 31,0 % Falls Grün nicht zulegt, würde wohl Rot-Rot weiterregieren. 10
14. 27.08.2006 Ist die Wahl für Rot-Rot schon gelaufen? (TNS-Emnid) * 33,0 % 21,0 % 9,0 % 14,0 % 16.0 % 3,0 % 4,0 % 46,50 % 49,0 % 47,0 % 30,0 % Berlin-Trend sagt, es wird wohl wieder Rot-Rot. 10
15. 10.09.2006 Eine Woche vor der Wahl ist wohl alles klar. (ARD–7.9.) 33,0 % 21,0 % 7,0 % 14,0 % 15,0 % 3,0 % 7,0 % 45,00 % 48,0 % 47,0 % 28,0 % Rot-Rot oder Rot-Grün, nur das ist noch die Frage. 11
  17.09.2006 02.15 Uhr (18.9.2006):
Vorläufiges Ergebnis der
AH-Wahl von 2006:
30,8 % 21,3 % 7,6 % 13,1 % 13.4 % 2,9 % 10,9 % 43,10 % 44,2 % 43,9 % 28,9 % Die SPD hat nun die Wahl. Bemerkenswert das Gesamtergebnis von 13,8 % der kleineren Parteien. 12
53 37 13 23 23 0 0 75 76 76 50
  5.10.2006 Amtliches Endergebnis der
AH-Wahl von 2006:

(Mit Ausgleichsmandaten)
30,8 % 21,3 % 7,6 % 13,1 % 13.4 % 2,9 % 10,9 % 43,10 % 44,2 % 43,9 % 28,9 % Es bleibt wohl bei Rot-Rot, denn die SPD hat sich inzwischen für die pflegeleichtere PDS entschieden. 12
53 37 13 23 23 0 0 75 76 76 50
1. 22.10.2006 Forsa mißt 1 Monat nach der Wahl. 28,0 % 20,0 % 8,0 % 15,0 % 13,0 % ----> 16,0 % 42,00 % 41,0 % 43,0 % 28,0 % Rot-Rot hätte keine Mehrheit mehr. Kleine Parteien legen 2,2 % zu.  
2. 4.03.2007 Infratest-Dimap mißt 1/2 Jahr nach der Wahl. 31,0 % 22,0 % 8,0 % 16,0 % 13,0 % ----> 10,0 % 45,00 % 44,0 % 47,0 % 30,0 % Die rot-grüne Mehrheit wird deut- licher. Die SPD hat falsch gewählt. 13
0. .2007 xxx. % % % % % % % % % % % xxx.  
  1) In Berlin zeichnet sich wg. ungereimten Regierungshandelns (u.a. GSW-Verkauf und die Folgen) eine getrennte Kandidatur von Linke.PDS und WASG ab. Deshalb 2 Spalten.
  2) Die (absolute) Mehrheit. Limit = 100 % – Andere (die alle unter 5 % sind) / 2. Ein Beispiel: (100 % – 8 %) / 2 = 46 %.
  3) Die SPD steckt damit in der Zwickmühle, sich zwischen Rot-Rot und Rot-Grün entscheiden zu müssen. Der CDU fehlt es an überzeugendem Personal.
  4) Die CDU ist wg. des BGB-Skandals und den finanziellen Folgen für die Stadt sehr weit von einer Regierung entfernt – auch nicht mittels ‚Jamaica‘.
  5) Sollte aber die WASG getrennt antreten und 5 % holen, könnte Rot-Rot nicht weiterregieren. Es würde dann nur für Rot-Grün reichen.
  6) Alle anderen Top-Leute mochten nicht. Aber Pflüger war 1991 durch seine Berlin-Feindlichkeit aufgefallen. Ob ihm das schadet, muß abgewartet werden.
  7) In aktuellen Umfragen wünschen sich jetzt viele Berliner eine Koalition vom Typ Rot-Schwarz. Ob sie das dann auch im September wählen? *
  8) Offensichtlich ist in den Umfragen die Abgrenzung zwischen der Zustimmung zur Linkspartei (PDS) und zur WASG schwierig zu ermitteln.
  9) Warum die CDU und ihr Spitzenkandidat Dr. Pflüger so abfallen, bleibt zunächst unklar. Die WASG liegt etwas über 5 %. Grün gibt offensichtlich an die WASG ab.
10) Auch eine Jamaica-Koalition (CDU + FDP + Grüne), von der jetzt so viel geredet wird, ist mit 44,0 % nicht regierungsfähig.
11) Hoffentlich gibt es (wie 1989) keine Überraschung mit den 7 % Anderen, d. h. relevante Stimmen für die NPD bzw. REP.
12) Das Lager der Nichtwähler erreichte 42,0 %! Die CDU hat ihr schlechtestes Ergebnis seit 1948 erzielt. In den Anderen sind u. a. enthalten: Die Grauen 3,8 %, NPD 2,6 %, REP 0,9 %. *
13) Die SPD hat falsch gewählt: Sie hätte nicht erneut mit der PDS/Linken koalieren dürfen. Und vermutlich wird sie ihren Fehler bei nächster Gelegenheit korrigieren.



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